Mondlose Meteore und die Milchstraße

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Bildcredit und Bildrechte: Petr Horálek

Beschreibung: Haben Sie den Meteorstrom der Perseiden beobachtet? Der vorhergesagte Höhepunkt des jährlichen Stroms war zwar schon letzte Nacht, trotzdem sollte die Meteoraktivität heute Nacht (13. bis 14. August) andauern. Am besten blickt man nach Mitternacht bei klarem, dunklem Himmel einfach nach oben. Der Neumond am 14. August ist gut für die Beobachtung des Perseidenstroms dieses Jahres. Da der fast neue Mond nicht vor der Morgendämmerung aufgeht, sind bis dahin auch viele blasse Meteore ohne Störung durch helles Mondlichtgut erkennbar. Der Perseiden-Meteorstrom trat zuletzt 2013 nahe Neumond auf. Damals wurden die Fotos, aus denen dieses Bild entstand, auf der Insel Hvar vor der Küste Kroatiens bei dunklem, mondlosem Himmel fotografiert. Das Weitwinkel- Komposit zeigt 67 Meteore, die vom heroischen Sternbild Perseus – dem Radianten des Stroms – ausstrahlen. Die Meteore wurden von 8. bis 14. August 2013 vor einem Hintergrund aus zartem Zodiakallicht und der Milchstraße fotografiert. Der nächste mondlose Perseiden-Meteorstrom ist im August 2018 zu beobachten.

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Leoniden über dem Torre de la Guaita

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Bildcredit und Bildrechte: Juan Carlos Casado (TWAN)

Beschreibung: 1999 erreichte der Meteorstrom der Leoniden eine eindrucksvolle Stärke. Beobachter in Europa erkannten bei der Meteorrate einen klar eingegrenzten Höhepunkt, der in den frühen Morgenstunden des 18. November um 0210 UTC zu beobachten war, bei dem die Anzahl an Meteoren auf 1000 pro Stunde anstieg – das Minimum, um ihn als echen Meteorsturm zu bezeichnen. Zu anderen Zeiten und an anderen Orten auf der Welt meldeten Beobachter meist beachtliche Zahlen von zwischen 30 und 100 Meteoren pro Stunde. Dieses Foto ist eine 20-Minuten-Belichtung, die knapp vor der Spitze des Leonidenhöhepunktes endete. Mindestens fünf LeonidenMeteore sind hoch über dem Torre de la Guaita zu sehen, einem Beobachtungsturm aus dem 12. Jahrhundert in Girona (Spanien). 2014 erreicht der Meteorstrom der Leoniden wieder in den nächsten Nächten die Leoniden seinen Höhepunkt. Dieses Jahr streut der Sichelmond zwar nicht allzuviel störendes Himmelslicht, doch die Erde passiert voraussichtlich einen ruhigeren Strom aus Teilen, die vom Kometen Tempel-Tuttle zurückgelassen wurden, als 1999, was an dunklen Orten zu vielleicht 15 sichtbaren Meteoren pro Stunde führt.

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Rakete, Meteor und Milchstraße über Thailand

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Bildcredit und Bildrechte: Matipon Tangmatitham

Beschreibung: Kann der Nachthimmel ruhig und surreal zugleich wirken? Als ruhig könnte man auf dem oben gezeigten Panoramabild vom letzten Freitag die blassen Lichter kleiner Städte bezeichnen, die in der dunklen Landschaft im Vordergrund des Nationalparks Doi Inthanon in Thailand leuchten, sowie die zahlreichen Sterne, die über die dunkle Himmelslandschaft verstreut sind. Auch der Planet Venus und ein Band des Zodiakallichtes sind links im Bild zu sehen. Es wurden aber auch ungewöhnliche Ereignisse festgehalten. Erstens scheint das Zentralband unserer Milchstraße – ein normalerweise gewöhnlicher Anblick – hier surreal über dem Boden zu schweben. Weiters wurde rechts im Bild zufällig die Leuchtspur eines Meteors aufgezeichnet. Doch die vielleicht ungewöhnlichste Komponente ist die helle Stelle links neben dem Meteor. Dieser Fleck ist die Abgasfahne einer aufsteigenden Ariane-5-Rakete, die wenige Minuten zuvor in Kourou (Französisch-Guayana) gestartet wurde. Wie viel Glück hatte der Astrofotograf, einen Raketenstart im Bild festzuhalten? Ziemlich viel – der Zeitpunkt für das Foto wurde nicht nach dem Raketenstart gewählt. Ein glücklicher Zufall war auch, dass der Rest des Himmels so fotogen – und vielleicht surreal – war.

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Geminiden-Meteore über Chile

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Bildcredit und Bildrechte: Yuri Beletsky (Las Campanas Observatory, Carnegie Institution)

Beschreibung: Der jährliche Meteorstrom der Geminiden regnete während der letzten Wochen von einem Radianten im Sternbild Zwillinge auf den Planeten Erde herab.

Die oben gezeigte Himmelslandschaft wurde in der Nacht von 13. auf 14. Dezember – etwa zum Höhepunkt des Stroms – fotografiert und zeigt die Geminiden-Sternschnuppen auf einem 4 Stunden belichteten Komposit am dunklen Himmel über dem Las-Campanas-Observatorium in Chile.

Im Vordergrund sind das 2,5-Meter-du-Pont-Teleskop und das 1-Meter-SWOPE-Teleskop zu sehen. Am Himmel hinter den Meteoren leuchtet Jupiter – der hellste Punkt nahe der Bildmitte -, das Zentralband unserer Milchstraße, das senkrecht links durchs Bild verläuft, und ganz links der rötliche Orionnebel.

Die Geminiden-Meteore sind Staub aus der in der Bahn des aktiven Asteroiden 3200 Phaethon und treten mit etwa 22 Kilometern pro Sekunde in die Atmosphäre ein.

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Perseïden-Meteore über Ontario

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Bildcredit und Bildrechte: Darryl Van Gaal; Beschriftung: Judy Schmidt

Beschreibung: Woher kommen diese Meteore? Bezogen auf die Himmelsrichtung kann man auf das Sternbild Perseus verweisen. Das ist der Grund, warum die Sternschnuppen des Meteorstroms, der in den letzten Tagen seinen Höhepunkt erreichte, als Perseïden bekannt sind – sie scheinen allesamt von einem Radianten im Perseus auszuströmen.

Dreidimensional gesehen werden die sandgroßen Bruchstücke jedoch vom Kometen Swift-Tuttle abgestoßen, der auf einer klar definierten Bahn um unsere Sonne zieht, und jener Teil der Umlaufbahn, dem die Erde am nächsten kommt, liegt in Richtung Perseus. Daher liegt der Radiant der fallenden Bruchstücke im Perseus, wenn die Erde diese Umlaufbahn kreuzt.

Oben ist ein Komposit aus 13 frühen Bildern des Perseïden-Meteorstroms mit vielen hellen Meteoren zu sehen, die in der Nacht des 11. August in der Nähe von Oakland in Ontario (Kanada) über den Himmel streiften.

Galerie: Höhepunkte des Perseïden-Meteorstroms 2013
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Meteore und Polarlichter über Island

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Bildcredit und Bildrechte: James Boardman-Woodend (Bilder ~ Inspiriert von der Natur); Beschriftung: Judy Schmidt

Beschreibung: Was geschieht hinter diesem Vulkan? Einiges. Erst einmal der ziemlich alte Vulkan mit dem Namen Kirkjufell, der sich in Westisland nahe der Stadt Grundarfjörður befindet. Vor der abschüssigen Struktur liegt ein Fjord, der gerade zuzufrieren begann, als das obige Bild fotografiert wurde – das war im Dezember 2012.

Obwohl für das bloße Auge ziemlich blass, treten die schönen Farben des Polarlichts im Hintergrund der 25-Sekunden-Aufnahme ziemlich klar hervor. Was jedoch dieses Bild zu etwas Besonderem macht, sind die Strichspuren des Geminiden-Meteorstroms – Meteore, die vielleicht nicht aufgefallen wären, wenn das Polarlicht viel heller gewesen wäre.

Links befindet sich in weiter Ferne das Band unserer Galaxis, während Sterne im lokalen Teil der Milchstraße über den gesamten Hintergrund verteilt sind. Dieses Wochenende erreicht der Meteorstrom der Perseiden seinen Höhepunkt und bietet Himmelsfreunden ihre eigenen unvergesslichen Erfahrungen.

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Sonnenaufgang über Miass

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Bildcredit und Bildrechte: Marat Ahmetvaleev

Beschreibung: Jeder Tag auf dem Planeten Erde kann mit einem heiteren Sonnenaufgang beginnen, wenn der Himmel langsam über einem goldenen Osthorizont heller wird. Dieses Sonnenaufgangspanorama des Wintermorgens vom 15. Februar scheint so einen Augenblick zu zeigen. Im Nebel fließt ein ruhiger, spiegelglatter Abschnitt des Flusses Miass durch die frostige Landschaft in der Nähe von Tscheljabinsk in Russland. Doch die lange Wolke, die oberhalb am blauen Himmel schwebt, ist die sich entfaltende, zurückgebliebene Spur des Tscheljabinsk-Meteors. Die Dampfspur blieb von dem Weltraumgestein zurück, das nur 18 Minuten zuvor über der Stadt explodiert war und erhebliche Schäden verursacht sowie mehr als 1000 Menschen verletzt hatte. Das Ereignis war gut dokumentiert, zahlreiche Web- und Armaturenbrettkamera-Videoaufnahmen aus der Region wurden bald darauf zusammengetragen, um die Flugbahn des Meteors zu rekonstruieren und die Ursprungsbahn zu berechnen. Vorläufige Ergebnisse lassen den Schluss zu, dass der Ursprungsmeteoroid zum Apollo-Typ der erdbahnkreuzenden Asteroiden gehört.

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Tscheljabinsk-Meteorblitz

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Bildcredit und Bildrechte: Marat Ahmetvaleev

Beschreibung: Ein Meteoroid fiel am 15. Februar zur Erde und streifte etwa um 9:20 Uhr Ortszeit in einer Höhe von 20 bis 30 Kilometern über Tscheljabinsk in Russland. Nach seinem Eindringen in die tiefere Atmosphäre erzeugte die explosive Abbremsung des Meteors, der ursprünglich mit etwa 20 Kilometern pro Sekunde dahinflog, einen Blitz heller als die Sonne. Dieses Bild der gleißenden Feuerkugel (und anderen seiner nachleuchtenden Spur) wurde vom Fotografen Marat Ametvaleev festgehalten, der bei seiner morgendlichen Sonnenaufgangssitzung überrascht wurde, bei der er Panoramabilder der nahen frostbedeckten Landschaft fotografierte. Geschätzte 500 Kilotonnen an Energie wurden von der Explosion des 17 Meter großen Weltraumgesteins mit einer Masse von 7000 bis 10.000 Tonnen freigesetzt. Das Ausmaß des Tscheljabinsk-Ereignisses, das durchschnittlich einmal in 100 Jahren erwartet wird, ist das größte uns bekannte seit dem Tunguska-Einschlag 1908.

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Nacht des langen Leoniden

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Bildcredit und Bildrechte: Stéphane Vetter (Nuits sacrees)

Beschreibung: Ein kosmisches Sandkörnchen zog die lange, farbige Spur auf dieser Ansicht des ganzen Himmels. Sein streifender Einschlag in der Erdatmosphäre begann mit 71 Kilometern pro Sekunde. Die Ansicht, auf der sich die Milchstraße von Horizont zu Horizont ausdehnt, wurde in der Nacht des 17. November am astronomisch beliebten Hochplateau bei Champ du Feu im Elsass (Frankreich) fotografiert. Natürlich gehört der die Erde streifende Meteor zum Meteorstrom der Leoniden, die diesen Monat zu sehen waren, und die entstehen, wenn unser lieblicher Planet jedes Jahr durch den Staub aus dem Schweif des periodischen Kometen Tempel-Tuttle wandert. Der Radiant des Stroms liegt im Sternbild Löwe, das sehr nahe am östlichen Horizont steht, links unter dem Anfang der Spur. Der helle Planet Jupiter ist rechts unter der Mitte ebenfalls leicht zu erkennen und in ein blasses Band Zodiakallicht getaucht. Das Bild ist Teil eines dramatischen Zeitraffervideos (Vimeo), das nur 7 Minuten, bevor der lange Leonid den Himmel zu queren begann, anfing.

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Meteor über dem Crater Lake

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Bildcredit und Bildrechte: Brad Goldpaint (Goldpaint Photography)

Beschreibung: Hast du das gesehen? Diese Frage wird bei Meteorströmen häufig gestellt, weil ein Meteorblitz normalerweise zu kurz ist, um den Kopf zu drehen. Vielleicht machen der glückliche Zufall, helle Meteore vorbeischießen zu sehen, und das Bewusstsein, dass sie alle einst kleine Steinchen aus einer anderen Welt waren, die Beobachtung lohnenswert, sogar wenn Ihre Beobachtungsfreunde nicht jede einzelne dieser Erfahrungen teilen können.

Ein dunkler, mondloser Himmel erlaubte es, beim Meteorstrom der Lyriden, der in den letzten Tagen seinen Höhepunkt erreichte, an manchen Orten ganze 30 Meteore pro Stunde zu beobachten.

Ein heller Lyriden-Meteor streift im obigen Komposit aus neun Aufnahmen, die letzte Woche fotografiert wurden, über den pittoresken Crater Lake in Oregon (USA). Schnee bedeckt den Vordergrund, weit im Hintergrund wölbt sich das majestätische zentrale Band unserer Heimatgalaxie über dem ruhigen See. Weitere Meteorströme sind dieses Jahr die Perseïden Mitte August und die Leoniden Mitte November, beide werden 2012 abseits vom Glanz des hellen Mondes erwartet.

10.-12. August 2012: Perseïden und die Burggespräche des Orion
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Draconiden-Meteore über Spanien

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Bildcredit und Bildrechte: Juan Carlos Casado (TWAN)

Beschreibung: Was sind diese Streifen am Himmel? Es sind Meteore des Draconiden-Meteorstroms, der zu Beginn dieses Monats seinen Höhepunkt erreichte. Das obige Kompositbild zeichnete 90 Minuten lang zahllose Meteorstreifen vor den keltischen Ruinen von Capote in der spanischen Provinz Badajoz auf.

Die Teilchen, die diese Meteore erzeugten, hatten meist die Größe eines Kieselsteins und fielen vor langer Zeit vom Kern des Kometen 21P/Giacobini-Zinner ab. Die meisten oben gezeigten Meteore können zu einem einzigen Radianten zurückverfolgt werden, der im Sternbild Drache (Draco) liegt. Berichte vom diesjährigen Meteorstrom zeigen, dass die Draconiden ungewöhnlich gut zu beobachten waren, die Aktivität konzentrierte sich auf den 8. Oktober auf 20h UT.

Die intensivsten Draconiden-Meteorschauer in jüngster Geschichte ereigneten sich 1933 und 1946, als Tausende Meteore pro Stunde beobachtet wurden, während die Erde durch besonders dichte Ströme von Kometentrümmern pflügte. Obwohl die Draconiden jedes Jahr im Oktober zu beobachten sind, ist es üblicherweise schwierig zu sagen, wie aktiv der Meteorschauer im jeweiligen Jahr sein wird.

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