Galaxis, Meteore und Flugzeuge über dem Bryce Canyon

Über dem malerischen Bryce Canyoun mit seinen urzeitlichen Hoodoos aus Sandstein wölbt sich die Milchstraße wie ein Bogen. Lichtstreifen von Meteoren blitzen über den Himmel.

Bildcredit und Bildrechte: Dave Lane

Manchmal sind Land und Himmel lebhaft und schön zugleich. Die Landschaft ist der Bryce Canyon in Utah in den USA. Er ist für seine vielen interessanten Felsformen bekannt, die im Lauf von Jahrmillionen erodiert sind. In der fotogenen Landschaft am Himmel wölbt sich die zentrale Scheibe unserer Milchstraße. Flugzeuge ziehen am Horizont drei kurze Streifen. Mindestens vier lange Streifen stammen wahrscheinlich von Meteoren der Eta Aquariiden. Zu den vielen Sternen zählen auch die drei hellen Sterne des Sommerdreiecks.

Das digitale Panorama entstand 2014 aus 12 kleineren Bildern des heutigen Datums. Gestern und heute erreicht der Meteorstrom der Eta Aquariiden, der jedes Jahr wiederkehrt, seinen Höhepunkt. Wenn der Himmel dunkel ist und die Augen an die Dunkelheit angepasst sind, sieht man mit etwas Geduld vielleicht alle paar Minuten einen Meteor.

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Meteor über dem Kratersee

Über einem verschneiten Kratersee blitzt ein Meteor am sternklaren Himmel über der Milchstraße auf.

Bildcredit und Bildrechte: Brad Goldpaint (Goldpaint Photography)

„Habt ihr das gesehen?“ Diese Frage hört man bei einem Meteorschauer häufig, denn die Zeit, die ein Meteorblitz dauert, ist meistens zu kurz, um den Kopf zu drehen. Vielleicht besteht der Reiz darin, dass man helle Meteore aufblitzen sieht und dabei weiß, dass es einst kleine Körnchen auf einer anderen Welt waren, auch wenn man nicht jedes einzelne Erlebnis teilen kann.

Heute Nacht erreicht der Lyriden-Meteorstrom seinen Höhepunkt. Wenn der Himmel dunkel ist, sollten man an manchen Orten immerhin 20 Meteore pro Stunde aufleuchten sehen. Dieses Komposit entstand aus neun Aufnahmen, die 2012 fotografiert wurden. Darauf zieht ein heller Lyrid über den malerischen Crater Lake in Oregon in den USA. Vorne liegt Schnee. Weit hinter dem ruhigen See wölbt sich das majestätische Zentralband unserer Heimatgalaxie. Weitere Meteorströme sind dieses und jedes Jahr die Perseïden Mitte August und die Leoniden Mitte November.

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Der Sternenhimmel von März bis Mai

Eine komplexe Infografik visualisiert die Himmelsereignisse im Frühjahr 2018. Unten in der Mitte steht eine Figur mit Teleskop.

Bildcredit und Bildrechte: Universe2go.com

Was sieht man in den nächsten Monaten am Nachthimmel? Diese Grafik zeigt ein paar Höhepunkte. Die Grafik ist wie ein halbes Ziffernblatt, die Mitte liegt unten. Links sind die Himmelsereignisse im März gelistet, April ist oben und Mai rechts. Unten steht eine Person mit Teleskop. Doch man sieht fast alle dargestellten Ereignisse ohne Fernrohr. Wenn ein Objekt der Erde relativ nahe ist, liegt es näher bei der Figur in der Mitte.

Ein paar Höhepunkte am Himmel sind dieses Frühjahr die helle Venus am Abendhimmel im März, der Meteorstrom der Lyriden im April und Jupiter, der im Mai den Abendhimmel erreicht. In jeder Jahreszeit seht ihr manchmal, wie die Internationale Raumstation (ISS) über den Himmel zieht, wenn ihr wisst, wann ihr wohin gucken müsst.

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Feuerkugel in der Arktis

Am sternklaren Himmel blitzt eine Feuerkugel. Unten stehen die Silhouetten von Bäumen in der verschneiten Landschaft.

Bildcredit und Bildrechte: Yang Sutie

Etwas sehr Helles leuchtete plötzlich in der Arktis – was war es? Der Astrofotograf hatte ursprünglich die Idee, eine Serie Polarlichtbilder für ein Zeitraffervideo zu fotografieren. Doch als die Nacht plötzlich zum Tag wurde, merkte er schnell, dass er etwas viel Eindrucksvolleres sah. Über den Himmel zog ein Meteor der Geminiden, und zwar ausgerechnet vor dem Großen Wagen. Er war so hell, dass man ihn eine Feuerkugel nennen könnte.

Der Meteor wurde heller und leuchtete mehrere Sekunden lang. Zum Glück erfasste die Polarlichtkamera die ganze Bahn. Das Foto entstand in der Nacht nach dem Höhepunkt des Meteorschauers der Geminiden. Es wurde in der Nähe des Sees Lowosero im russischen Murmansk fotografiert. Der Ort liegt knapp nördlich des Polarkreises.

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Phaethon Brut

Vor den Sternen im Sternbild Perseus zieht der Asteroid 3200 Phaethon eine kurze Strichspur. Rechts sind zwei lange, blasse Spuren von Geminiden.

Bildcredit und Bildrechte: Mikiya Sato (Nippon Meteor Society)

Die Bahn des Asteroiden 3200 Phaethon ist gut vermessen. Daher wurde er als Quelle des alljährlichen Meteorschauers der Geminiden erkannt. Der Ursprung eines Meteorstroms ist meist ein Komet. Doch 3200 Phaethon ist ein bekannter erdnaher Asteroid, der genau beobachtet wird. Er hat eine Umlaufzeit von 1,4 Jahren. 3200 Phaethon ist felsig und dürr. Sein Perihel liegt weit innerhalb der Bahn des innersten Planeten Merkur. Das Perihel ist die größte Annäherung eines Himmelskörpers an die Sonne.

Dieser Blick durchs Teleskop zeigt die schnelle Bewegung des Asteroiden links als kurze Spur. Sie entstand während der Belichtungszeit von insgesamt zwei Minuten. Die parallelen Streifen seiner Meteore blitzten viel schneller durch die Szenerie. Dahinter leuchten die fernen Sterne im heroischen Sternbild Perseus.

Das Familienporträt entstand um den sehr aktiven Höhepunkt des Meteorschauers der Geminiden. Er fand am 13. Dezember statt. Kurz danach kam es zur historischen größten Annäherung von 3200 Phaethon an den Planeten Erde.

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Meteore der Geminiden

Über einem dunklen, kahlen Baum strömen Meteore vom sternklaren Himmel. Der Radiant liegt im Sternbild Zwillinge. Die verschneite Landschaft ist einsam, nur über dem Horizont leuchten Stadtlichter. Links stehen einige Windräder.

Credit und Rechte des Kompositbildes: Jeff Dai (TWAN)

Meteore regnen in dieser winterlichen Nacht vom dunklen Himmel. Das Bild entstand in der Provinz Heilongjiang im Nordosten von China. Die 48 Meteore stammen vom jährlichen Meteorstrom der Geminiden von letzter Woche. Alle wurden trotz Temperaturen von minus 28 ºC zum Höhepunkt des Spektakels am Himmel fotografiert. Sie strömen aus dem Radianten des Stroms. Er befindet sich hoch über dem Horizont bei den beiden hellen Sternen im Sternbild Zwillinge.

Die Geminiden sind ein sehr aktiver Strom. Sie erreichten dieses Jahr von 13. auf 14. Dezember ihren Höhepunkt. Kurz danach war die größte Annäherung des Asteroiden 3200 Phaethon am 16. Dezember an den Planeten Erde. Der rätselhafte Körper 3200 Phaethon ist der Ursprung des Meteorstroms der Geminiden.

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Ein Meteorschauer im Winter

Über dem Lake Edith im kanadischen Jasper-Nationalpark, der teilweise zugefroren und von Schnee bedeckt ist, blitzen vier Meteore der Geminiden über den Himmel. Dahinter stehen die Rocky Mountains.

Bildcredit und Bildrechte: Jack Fusco

Vier Geminiden blitzen über diesen winterlichen nördlichen Nachthimmel. Eine einzige Aufnahme wurde 10 Sekunden belichtet. Sie bannte die helle Feuerkugel und 3 blassere Meteore. Das Bild entstand fast zum Höhepunkt des Meteorstroms der Geminiden im Dezember.

Der Lake Edith liegt im Jasper-Nationalpark. Der befindet sich in der kanadischen Provinz Alberta. Der See ist teilweise zugefroren. Er reflektiert das grünliche Licht der Feuerkugel. Am Horizont im Norden ragen die kanadischen Rocky Mountains auf. Der Gletschersee ist sogar im Sommer kalt. In dieser Nacht hatte der Fotograf Jack Fusco Temperaturen von minus 9 Grad Celsius. Dabei beobachtete er einen der aktivsten Meteorschauer seines Lebens.

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Geminiden im Norden

Eine einsame Radioschüssel in einer Landschaft mit flachen Bergen zeigt nach oben. Die Milchstraße steigt steil zum Zenit auf. Über der Schüssel leuchtet der helle Stern Sirius, rechts darüber der Orion, rechts über diesem die Hyaden und die Plejaden. Links oben sind die markanten Zwillingssterne Kastor und Pollux. Von dort strömen scheinbar viele helle Meteore aus.

Bildcredit und Bildrechte: Yin Hao

Jedes Jahr trifft der Meteorstrom der Geminiden die Erde. Er enttäuschte nicht, als unser Planet durch Staub des aktiven Asteroiden 3200 Phaethon pflügte. Diese Nachtlandschaft wurde auf der Nordhalbkugel fotografiert. Darauf strömen die Meteore vom Radianten des Meteorstroms aus, der im Sternbild Zwillinge liegt.

In der Nacht von 12. auf 13. Dezember entstanden in einem Zeitraum von 8,5 Stunden 37 Einzelbilder mit den Spuren von Meteoren. Sie wurden zu diesem Kompositbild kombiniert. Dazu wurden die einzelnen Bilder am sternklaren Himmel ausgerichtet. Er breitete sich über einer Radioantenne von MUSER aus. Die Radioteleskope von MUSER gehören zur Station Mingantu, deren Name einen astronomischen Hintergrund hat. Sie dienen der Beobachtung der Sonne. Die Anlage steht in der Inneren Mongolei in China und ist ungefähr 400 Kilometer von Peking entfernt.

Sirius leuchtet hell über der Radioschüssel. Er ist der Alphastern im Großen Hund (Canis Major). Die Milchstraße reicht von dort bis zum Zenit. Der gelbliche Stern Beteigeuze steht rechts neben der nördlichen Milchstraße. Er ist ein Blickfang im Orion. Der Radiant der Sternschnuppen liegt links oben bei Kastor und Pollux. Sie sind die Zwillingssterne in Gemini. Der Radianteffekt entsteht durch die Perspektive. Die Meteorbahnen laufen parallelen. Scheinbar treffen sie sich in der Ferne. Die Meteore der Geminiden treten mit etwa 22 Kilometern pro Sekunde in die Erdatmosphäre ein.

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