Meteor mitten in der Luft und die Milchstraße

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Bildcredit und Bildrechte: Eric Wagner

Beschreibung: Am 24. September bot ein spätabendlicher Linienflug von Singapur nach Australien Stratosphärenansichten des Nachthimmels auf der Südhalbkugel, wenn man einen Fensterplatz hatte. Durch die gute Platzwahl an einem Fenster mit Blick auf die Milchstraße konnte man eine empfindliche Digitalkamera mit Stativ aufstellen, um die Zentralwölbung der Galaxis in einer Serie von 10 Sekunden belichteten Aufnahmen zu fotografieren.

Zufällig wurde auf einer der Aufnahmen dieser helle Feuerkugelmeteor vor dem sternklaren Himmel aufgezeichnet. Der gleißend helle, grünliche Streifen spiegelt sich auf dem Flügel des A380 und wurde auch im Inneren des Doppelschichtfensters reflektiert – so entstand eine blassere parallele Spur zur ursprünglichen Meteorbahn. Am südlichen Himmel ist Jupiter das helle Licht unter der galaktischen Wölbung, er steht neben dem grünen Positionslicht an der Flügelspitze.

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Die Perseïden und der Pflug

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Bildcredit und Bildrechte: Jeff Dai (TWAN)

Beschreibung: Trotz des störenden Mondlichtes konnten viele Bewohnerinnen des Planeten Erde auch dieses Jahr den Meteorstrom der Perseïden beobachten. Diese idyllische Szene zeigt lokale Himmelsbeobachter* im Grasland Nalati in Xinjiang (China), welche die kurzen himmlischen Blitze des Stroms etwa zum Höhepunkt am 13. August in den Stunden vor der Dämmerung bewundern.

Das Bild ist ein Komposit aus sieben Einzelbildern, auf denen zwei Stunden lang Perseïden-Meteorspuren vor dem sternklaren Himmel fotografiert wurden. In der Mitte des Horizonts befindet sich der Pflug, der berühmteste Asterismus des Nordens. Manche sehen darin ein vertrautes himmlisches Küchenutensil, die große Schöpfkelle, oder einen großen Wagen.

Die Meteore der Perseïden gehören zum wohl am leichtesten beobachtbaren Meteorstrom. Sie entstehen, wenn die Erde durch den Staub des periodischen Kometen Swift-Tuttle zieht. Die Staubteilchen verdampfen in einer Höhe von etwa 100 Kilometern, wenn sie mit 60 Kilometern pro Sekunde durch die Atmosphäre pflügen.

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Perseïdenmeteore über der Slowakei

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Bildcredit und Bildrechte: Petr Horálek

Beschreibung: Heute ist eine gute Nacht, um Meteore zu sehen. Kometenstaub regnet während des jährlichen Meteorstroms der Perseïden auf den Planeten Erde herab und zieht Spuren am dunklen Himmel.

Dieses Bildkomposit wurde letztes Jahr während der Perseïden im Poloniny Dark Sky Park in der Slowakei fotografiert. Das ungewöhnliche Gebäude im Vordergrund ist ein Planetarium auf dem Gelände des Kolonica-Observatoriums.

Obwohl die Kometenstaubteilchen parallel verlaufen, scheinen die Meteore des Stroms eindeutig von einem einzigen Punkt am Himmel im namensgebenden Sternbild Perseus auszuströmen. Der Radiant-Effekt ist der Perspektive geschuldet, da parallele Spuren wie Bahngleise scheinbar in der Ferne zusammenlaufen. Der Meteorstrom der Perseïden erreicht voraussichtlich heute nach Mitternacht seinen Höhepunkt, leider hellt dieses Jahr der fast volle Mond den Himmel auf.

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Halleys Staub und die Milchstraße

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Bildcredit und Bildrechte: Gang Li

Beschreibung: Kosmische Staubkörnchen zogen am 7. Mai über den meist mondlosen Nachthimmel. Sie wurden aufgefegt, als der Planet Erde durch die Ströme aus Teilchen pflügte, die vom periodischen Kometen Halley hinterlassen wurden. Der jährliche Meteorstrom ist unter der Bezeichnung Eta-Aquariiden bekannt. Dieses Kompositbild entstand etwa einen Tag nach dem vorhergesagten Maximum des Stroms, dennoch zeigt es noch 20 Meteore, die in einem Zeitraum von mehr als 2 Stunden aufgenommen und auf einer Hintergrundaufnahme des Himmels montiert wurden.

Die Meteorspuren zeigen rückwärts zum Radianten des Stroms nahe dem gleichnamigen blassen Stern Eta Aquarii, der 100 Kilometer südlich von Sydney in Australien in der Nähe des Horizonts stand. Eta-Aquariiden sind für ihre hohe Geschwindigkeit bekannt, sie treten mit etwa 66 Kilometern pro Sekunde in die Atmosphäre ein. Der gleißende Jupiter leuchtet hoch über dem Horizont in der Nähe der Zentralwölbung der Milchstraße. Das Kreuz des Südens steht in der rechten oberen Bildecke.

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Meteor verfehlt Galaxie

Mitten im Bild schimmert die Dreiecksgalaxie M33 in einem Teppich aus Sternen. Darunter zischt die Spur eines Meteors diagonal vorbei. Unter der Spur sind Schwaden aus leuchtendem Gas geweht.

Bildcredit: Aman Chokshi

Die Galaxie war nie in Gefahr. Erstens ist Dreiecksgalaxie (M33), die hier abgebildet ist, viel größer als der winzige Kieselstein am Kopf des Meteors. Zweitens ist die Galaxie viel weiter entfernt. In diesem Fall sind es drei Millionen Lichtjahre. Der Meteor aber ist nur etwa 0,0003 Lichtsekunden entfernt.

Die Meteorspur verlief in der Winkelprojektion schräg unter der Galaxie. Die leuchtende Bahn des Meteors bestand aus verdampften Molekülen. Hoch oben blies der Wind in der Erdatmosphäre von der Galaxie weg. Der Astrofotograf freute sich sehr, Meteor und Galaxie zusammen auf einer einzigen Aufnahme zu erwischen. Später fügte er zwei weitere Bildern von M33 hinzu, um die Farben der Spiralgalaxie zu betonen. Der Meteor war nach einer Sekunde verschwunden, doch die Galaxie überdauert noch Milliarden Jahre.

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Meteore, Komet und großer Wagen über La Palma

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Bildcredit und Bildrechte: Vincent Duparc

Beschreibung: Meteorschauer entstehen durch Ströme aus festen Teilchen, die etwa so groß wie Staubkörnchen oder größer sind und als Gruppe durch den Weltraum wandern. In den meisten Fällen sind die Bahnen solcher Meteorschauer auf abgestoßenen Staub eines Kometen zurückzuführen. Wenn die Erde durch so einen Strom stößt, ziehen die Teilchen gleißende Spuren über den Nachthimmel, wenn sie sich in der Erdatmosphäre auflösen. All diese Meteorspuren verlaufen parallel, doch durch die Perspektive entspringen sie – ähnlich wie Bahngleise – scheinbar einem weit entfernten Radianten.

Dieses Bildkomposit wurde im Januar beim Meteorstrom der Quadrantiden auf La Palma fotografiert, einer Kanarischen Insel in Spanien vor der Nordwestküste von Afrika. Der Radiant der Quadrantiden liegt unter der Deichsel des großen Wagens. Ein scharfes Auge erkennt auch die blasse grüne Koma des Kometen Wirtanen.

Heute ist der Höhepunkt des schwachen Meteorstroms der Lyriden. An dunklen Orten mit klarem Himmel sind mehrere Meteore pro Stunde zu sehen.

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Matterhorn, Mond und Meteor

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Bildcredit und Bildrechte: Stephane Vetter (Nuits sacrées), TWAN

Beschreibung: Manche Freundinnen des Planeten Erde erkennen vielleicht das Matterhorn im Vordergrund dieser Nachthimmelslandschaft. Der 4478 Meter hohe Berg in den Alpen ist in der Alpingeschichte berühmt und steht neben dem total verfinsterten Mond.

Trotz Temperaturen von –22 Grad Celsius wurde die atemberaubende Szene am Morgen des 21. Januar in der Nähe von Zermatt (Schweiz) in den Bergen fotografiert. Mehrere Aufnahmen erfassen das vom Mond reflektierte matte rote Licht, der vollständig in den Erdschatten getaucht ist. Direkt über dem berühmten Alpengipfel, aber ungefähr 600 Lichtjahre entfernt, leuchten die Sterne des offenen Sternhaufens Praesepe, auch bekannt als Messier 44. Als zusätzliche Belohnung für die kalte Finsternis-Nachtwache blitzte ein heller, farbiger Meteor unter dem vorübergehend gedämpften Mond auf, er folgte dem Hörnligrat, der nordöstlichen Kletterroute des Matterhorns.

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Meteor und Milchstraße über den Alpen

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Bildcredit und Bildrechte: Nicholas Roemmelt

Beschreibung: Das war eine aufregende Aussicht. Auf dem Tschirgant in den Alpen sehen Sie nicht nur nahe Städte und ferne Tiroler Gipfel, sondern auch, je nach Wetter, Sterne, Nebel und das Band der Milchstraße. Was den anstrengenden Aufstieg in dieser Nacht lohnenswert machte, war jedoch ein weiterer Höhepunkt – jener des PerseidenMeteor stroms 2018.

Wie gehofft, zerstreuten sich Wolken und eröffneten eine malerische Himmelsbeobachtung mit vielen blassen Meteoren, während eine sorgfältig aufgestellte Kamera eine Serie Aufnahmen fotografierte. Plötzlich zischte ein brillanter Meteor – hell und farbenprächtig – direkt neben dem fast senkrechten Band der Milchstraße herab. Wie der Zufall es wollte, hielt die Kamera ihn ebenfalls fest. Daher wurde schnell ein neues Serienbild aufgenommen, bei dem einer der Himmelsfreunde auf dem nahen Gipfel posierte. Später wurden alle Bilder digital kombiniert.

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