Andromeda im südlichen Frühling

Die nächtliche Landschaft mit Hügeln und Bäumen liegt in Australien. Über dem Horizont steht die Andromeda-Galaxie M31. Auch ihre Begleiterinnen M32 und M110 sind gut erkennbar. Die Galaxie erscheint im Vergleich zur Landschaft riesig. Sie ist so breit wie sechs Vollmonde.
Bildcredit und Bildrechte: Lucy Yunxi Hu

Wenn man von Mullion in Australien nach Norden blickt, findet man dort die Andromeda-Galaxie. Sie steigt am Himmel nie mehr als ein paar Grad über den Horizont. Auf der Südhalbkugel steht Andromeda im Frühling um Mitternacht am höchsten. Dieses Bild entstand in der Nacht von 10. auf 11. Oktober mit einem Teleobjektiv. Viele einzelne Bilder wurden kombiniert, damit die Spiralgalaxie all ihre reizvollen Details zeigt, während sie über den Hügeln Australiens aufgeht.

Die große Galaxie in Andromeda ist auch als M31 bekannt. Sie ist eines der hellsten Objekte im Messier-Katalog. Doch mit freiem Auge ist sie nur ein kleines, verwaschenes Fleckchen. Das Komposit der Andromeda-Galaxie wurde mit einer separaten Aufnahme der Landschaft kombiniert. Das demonstriert ihre riesige Ausdehnung am Nachthimmel. Die große Spiralgalaxie ist unserer Milchstraße am nächsten gelegen. Am südlichen Frühlingshimmel ist sie etwa so breit wie sechs Vollmonde.

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Die Säulen des Adlernebels als Klangbild

Bildcredit: NASA, ESA und das Hubble-Vermächtnis-Projekt (STScI/AURA); Vertonung: NASA, CXC, SAO, K. Arcand, M. Russo und A. Santaguida

Wie kann man den Adlernebel mit den Ohren erfahren? Der berühmte Nebel in M16 ist wohl eher als Augenschmaus bekannt. Wir kennen ein paar junge Sterne, die in den dunklen, turmartigen Säulen entstehen. Diese Strukturen aus kaltem Gas und Staub sind Lichtjahre lang und etwa 6500 Lichtjahre entfernt. Wir sehen sie im Sternbild Schlange (Serpens).

Der Sternhaufen M16 enthält massereiche Sterne. Diese verströmen energiereiches ultraviolettes Licht und mächtige Winde. Das formt und erodiert die kosmischen Säulen, die dabei zerfallen. Die turbulente Umgebung im Sternbildgsgebiet von M16 ist wahrscheinlich der Umgebung, in der unsere Sonne einst entstanden ist, sehr ähnlich.

Das detailreiche Bild kombiniert Aufnahmen der Weltraumteleskope Hubble (sichtbares Licht) und Chandra (Röntgenstrahlung). Im Video erklingen Sterne und Staub, während sich die Linie der Sonifikation von links nach rechts schiebt. Die senkrechte Position zeigt die Tonhöhe.

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Mars und Praesepe unter einem Polarlicht

Mars leuchtet hell. Er steht mitten im Sternhaufens Praesepe (M44) am Horizont. Über ihm breitet sich am Himmel ein prächtiges Polarlicht aus, das an einen Schleier aus Licht erinnert. Vorne säumen dunkle Bäume und ein Fluss die Szene.
Bildcredit und Bildrechte: Petr Horálek (Institut für Physik in Opava), Josef Kujal, Vojan Höfer

Was für ein kosmischer Zufall! Auf diesem Bild gesellt sich Mars zum offenen Sternhaufen Praesepe (M44). Darüber weht ein Schleier aus Polarlichtern. Am Horizont in der Nähe von Lansjärv in Schweden stehen hübsche kleine Bäume.

Am 10. Oktober 2026 erreichte ein koronaler Massenauswurf der Sonne die Erde. Dabei löste er starke Störungen im Erdmagnetfeld aus. Energiereiche Teilchen des Ausbruchs kollidieren mit den Molekülen der Erdatmosphäre und regen sie an. Die Moleküle der Luft geben die überschüssige Energie später als farbige Polarlichter wieder ab, die hier zu sehen sind. Polarlichter heißen auf Nordsamisch guovssahasat. Die indigenen Samen in Schweden und anderen arktischen Regionen betrachten Nordlichter seit jeher mit großem Respekt.

Zufällig erreichte der Mars damals am Himmel den kleinsten Abstand zum Zentrum des Sternhaufens, den wir als Praesepe kennen (lateinisch für Krippe, im Englischen heißt er auch Bienenkorb). Es waren zwar tatsächlich schon Bienen im Weltraum. Doch der Bienenkorb-Haufen ist in Wirklichkeit um einen Schwarm junger Sterne. Forschende beobachteten, wie schnell diese Sterne rotieren. Das half uns zu verstehen, wie Sterne im Laufe der Zeit langsamer rotieren, wenn sie durch ihre Sternwinde an Masse verlieren.

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M104: Die Gezeitenströme der Sombrero-Galaxie

Die Sombrerogalaxie im Bild ist schwer erkennbar, weil so viele blasse Sternströme und der Halo um die Galaxie abgebildet wurden. Doch der markante Staubring am Rand der zentralen Scheibe ist klar in der Mitte erkennbar. Außen ist die Galaxie von Sternen und kleineren Galaxien umgeben.
Bildcredit und Bildrechte: Engelbert Vollmer

Ein detailreiches Bild der Sombrero-Galaxie ist immer für eine Überraschung gut. M104 heißt auch Sombrero-Galaxie, denn auf kurz belichteten Bildern erinnert sie an einen Hut. Ein markantes Merkmal dieser riesigen Galaxie ist eine dunkle Krempe aus Staub, die um das Zentrum ihrer Scheibe läuft.

Doch wenn man die Galaxie viel längere belichtet, kommt ihre stürmische Vergangenheit zum Vorschein, denn sie besitzt einen hellen, dunstigen Hof. Dieser reicht weit über die zentrale Scheibe hinaus und enthält viele Sterne, die man nicht einzeln erkennt. In diesem Dunst aus Sternen verlaufen überraschende Strukturen. Eine davon ist ein diagonaler Ring. Diese Strukturen und Gezeitenströme sind neue Hinweise auf die turbulente Vergangenheit von M104. Sie entstanden, indem die Galaxie mit kleineren Galaxien kollidierte und verschmolz.

Die Sombrero-Galaxie ist insgesamt etwa 150.000 Lichtjahre breit. Ihr Licht braucht etwa 30 Millionen Jahre, um uns von dort zu erreichen. Dieses Bild wurde Mitte 2026 in sieben Tagen in Namibia fotografiert.

Himmlische Überraschung: Was zeigte APOD zum Geburtstag? (ab 1995, deutsch ab 2007)

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Andromeda vor Photoshop

Diese Spiralgalaxie nimmt einen Großteil des Bildes ein. Viele gerade Linien durchziehen sie. Auf dem alternativen Bild wurden die geraden Linien entfernt.

Bildcredit: Kees Scherer

Wie sieht die Andromeda-Galaxie wirklich aus? Diese große Galaxie liegt unserer Milchstraße am nächsten. Die Andromeda-Galaxie liegt weit hinter dem dichten Verkehr am Himmel der Erde. Wenn man mit einer Digitalkamera, die die üblichen Schwächen hat, lang belichtete Fotos von ihr macht, sieht sie so aus wie auf diesem Bild.

Dafür wurde ein Stapel mit 223 Bildern 2019 in einer Gartensternwarte in Portugal fotografiert. Jede Aufnahme ist 300 Sekunden belichtet. Ihr erkennt hier viele klare Mängel. Dazu gehören helle parallele Spuren von Flugzeugen. Auch lange, durchgezogene Bahnen von Satelliten stören das Bild. Dazu kommen noch kurze Streifen von kosmischer Strahlung und kaputte Pixel.

Doch die Fehler wurden nicht gezielt mit Photoshop entfernt. Vielmehr reduzierte sie eine Kombination an Softwarepaketen. Dazu zählen Astro Pixel Processor, DeepSkyStacker und PixInsight. Das soll uns keine digitale Fantasie vorgaukeln, die wenig dem Aussehen von Andromeda (M31) zu tun hat. Tatsächlich wurden die irdischen Artefakte, die nichts mit der fernen Galaxie zu tun haben, so gut wie möglich entfernt. Das Ergebnis zeigt, wie M31 wirklich aussieht.

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Der Kokonnebel im Weitwinkelbild

Rechts unten leuchtet ein heller, rosaroter Nebel mit einem schmalen zartblauen Rand mitten in Nebeln, die zart grau und rot leuchten. Die grauen Nebel ziehen sich nach links oben. Dadurch erinnert der helle Nebel an einen Kometen mit Schweif.
Bildcredit und Bildrechte: Piotr Czerski

Wann sieht ein Nebel wie ein Komet aus? Das dichte Sternfeld im Sternbild Schwan (Cygnus), das hoch am Himmel steht, ist mehr als zwei Grad breit. Darin zieht der kosmische Kokon-Nebel den Blick auf sich. Rechts unten setzt er einen Akzent im kompakten Sternbildungsgebiet. Sein Nebel leuchtet hell in Emission und Reflexion. Doch nach links zieht sich ein langer Schweif aus interstellaren Staubwolken. Dadurch wirkt der gesamte Komplex beinahe wie ein Komet.

Der helle zentrale Kopf des Nebels ist als IC 5146 katalogisiert. Er misst etwa 10 Lichtjahre. Der dunkle, staubige Schweif ist fast 100 Lichtjahre lang. Beide sind rund 2.500 Lichtjahre von uns entfernt. Ein heller Stern nahe beim Zentrum des farbigen Nebels liefert wahrscheinlich die Energie für das Leuchten und trägt dazu bei, ihn auszuhöhlen.

Die Aufnahme wurde im sichtbaren Licht fotografiert. Darauf sind die langen, staubigen Filamente im Schweif dunkel. Doch sie verbergen Sterne, die gerade eben entstehen. Das Bild entstand im Juli im Death Valley in Kalifornien (USA).

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Eine Zodiakal-Nacht

Siehe Beschreibung. XXX Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.
Bildcredit und Bildrechte: Neelam und Ajay Talwar (TWAN)

Entspannen im sanften Schein des Zodiakallichts. Dieses leuchtende Band am dunklen Nachthimmel wird auch oft als falsche Dämmerung bezeichnet. Das Bild wurde im September kurz vor Beginn der astronomischen Dämmerung im abgelegenen Hanle Dark Sky Reserve in Ladakh, Indien, aufgenommen. Jedes Jahr treffen sich dort hartgesottene und begeisterte Astrofotografen zur Sternenparty. Auf einer Höhe von 4 500 Metern bietet das Hanle Dark Sky Reserve ideale Beobachtungsbedingungen.

Am östlichen Horizont ist der hell leuchtende Planet Jupiter im schwachen Glanz des Zodiakallichts zu sehen. Rechts davon zischt ein Meteor durchs Bild. Folgt man dem Band des Zodiakallichts Richtung Zenit, findet man den offenen Sternhaufen M44. Weiter oben, nahe der Mitte des Bildes, sieht man den gelblich leuchtenden Mars.

Mithilfe der NASA-Raumsonde Juno hat man Daten von interplanetarem Staub gesammelt, die eigentlich zufällig entstanden sind. Besonders spannend ist, dass die Untersuchungen darauf hindeuten, dass der Mars selbst die Quelle des Staubs ist. Dieser Staub streut das Sonnenlicht und erzeugt so das Zodiakallicht, das wir nachts auf der Erde sehen können.

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Messier 33: Die Dreiecksgalaxie

Die flauschige Spiralgalaxie M33 im Sternbild Dreieck liegt mitten im Bild. Rötliche Sternbildungsregionen und blaue Sternhaufen sprenkeln ihre losen Spiralarme. Um sie herum sind Sterne der Milchstraße verteilt. Am rechten unteren Rand leuchtet eine große rötliche Region.
Bildcredit und Bildrechte: George Chatzifrantzis

Im kleinen nördlichen Sternbild Dreieck (Triangulum) liegt Messier 33. Wir sehen die prächtige Spiralgalaxie von oben. Man nennt sie landläufig auch Windradgalaxie oder einfach Dreiecksgalaxie. M33 ist mehr als 50.000 Lichtjahre breit. Sie ist die drittgrößte Galaxie in der Lokalen Gruppe, nach der Andromedagalaxie M31 und unserer Milchstraße.

M33 ist etwa 3 Millionen Lichtjahre von uns entfernt. Die Galaxie ist vermutlich eine Begleiterin der Andromeda-Galaxie. Forschende der Astronomie in den beiden Galaxien hätten wohl eine tolle Aussicht auf die Sternsysteme der jeweils anderen Spirale.

Dieses scharfe Teleskopbild zeigt die Aussicht von der Milchstraße aus auf M33. In den lose gewundenen Spiralarmen leuchten blaue Sternhaufen und rötliche Regionen, in denen Sterne entstehen. Die hellste Sternbildungsregion ist die löchrige Region NGC 604. Sie liegt von der Mitte der Galaxie aus gesehen auf der 5-Uhr-Position.

In M33 gibt es eine Population gut vermessener veränderlicher Sterne. Sie machten die nahe Spiralgalaxie zu einem kosmischen Vermessungspunkt, als es darum ging, eine Entfernungsskala des Universums zu etablieren. Das gelang auch bei M31.

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