Lyriden-Meteore aus dem Sternbild Leier

Sternschnuppen des Meteorstroms der Lyriden aus dem Kometen Thatcher über der Talsperre Seč in Tschechien.

Bildcredit und Bildrechte: Petr Horálek

Beschreibung: Woher kommen all diese Meteore? Was die Richtung am Himmel betrifft, lautet die pointierte Antwort: aus dem Sternbild der kleinen Harfe (Lyra). Daher sind die Meteore des berühmte Stroms, der jeden April seinen Höhepunkt erreicht, als die Lyriden bekannt – sie scheinen alle von einem Radianten in der Leier auszuströmen.

Was jedoch den Ursprungskörper anbelangt, stammen die sandkorngroßen Teilchen des Lyriden-Meteorstroms vom Kometen Thatcher. Der Komet folgt einer klar definierten Bahn um unsere Sonne, und jener Teil der Bahn, der in der Nähe der Erde liegt, befindet sich vor dem Sternbild Leier. Wenn also die Erde diese Bahn kreuzt, erscheint der Radiant – der Ausgangspunkt der fallenden Bruchstücke – in der Leier.

Dieses Kompositbild zeigt mehr als 33 Meteore (finden Sie alle?) des Lyriden-Meteorschauers letzten Monat, darunter mehrere helle Sternschnuppen, die über das Ufer der Talsperre Seč in Tschechien strömten. Man sieht auch die hellen Sterne Wega und Atair, den Planeten Jupiter und das zentrale Band unserer Milchstraße.

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Lyriden-Meteorspur

Ein Meteor der Lyriden zischt in der Dämmerung über den Himmel von Brown County in Indiana; Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Zolt Levay

Beschreibung: Der jährliche Meteorstrom der Lyriden erreichte auf der Erde gestern vor Sonnenaufgang seinen Höhepunkt, als unser Planet durch Trümmer aus dem Schweif des langperiodischen Kometen Thatcher pflügte. Dieser Streifen aus verdampfendem Kometenstaub teilte für einen kurzen Augenblick ein Teleobjektiv-Sichtfeld des klaren, mondlosen Himmels in der Dämmerung über Brown County in Indiana mit Sternen und Nebeln in der Milchstraße.

Deneb, der Alpha-Stern im Sternbild Schwan, liegt in der Nähe der hellen Meteorspur. Auch die interstellaren dunklen Staubwolken der Region und das erkennbare Leuchten des Nordamerikanebels (NGC 7000) sind zu sehen. Die Spur des Meteors zeigt rückwärts zum Radianten des Meteorstroms – das ist der Punkt am Himmel, von dem er ausschwärmt. Dieser Punkt liegt im Sternbild Leier in der Nähe des hellen Sterns Wega über dem oberen Bildrand.

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Meteore, Komet und Großer Wagen über La Palma

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Bildcredit und Bildrechte: Vincent Duparc

Beschreibung: Meteorschauer entstehen durch Ströme aus festen Teilchen, die etwa so groß wie Staubkörnchen oder größer sind und als Gruppe durch den Weltraum wandern. In den meisten Fällen sind die Bahnen solcher Meteorschauer auf abgestoßenen Staub eines Kometen zurückzuführen. Wenn die Erde durch so einen Strom stößt, ziehen die Teilchen gleißende Spuren über den Nachthimmel, wenn sie sich in der Erdatmosphäre auflösen. All diese Meteorspuren verlaufen parallel, doch durch die Perspektive entspringen sie – ähnlich wie Bahngleise – scheinbar einem weit entfernten Radianten.

Dieses Bildkomposit wurde im Januar beim Meteorstrom der Quadrantiden auf La Palma fotografiert, einer Kanarischen Insel in Spanien vor der Nordwestküste von Afrika. Der Radiant der Quadrantiden liegt unter der Deichsel des Großen Wagens. Ein scharfes Auge erkennt auch die blasse grüne Koma des Kometen Wirtanen.

Heute ist der Höhepunkt des schwachen Meteorstroms der Lyriden. An dunklen Orten mit klarem Himmel sind mehrere Meteore pro Stunde zu sehen.

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Meteor über dem Kratersee

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Bildcredit und Bildrechte: Brad Goldpaint (Goldpaint Photography)

Beschreibung: „Haben Sie das gesehen?“ Diese Frage wird bei einem Meteorstrom häufig gestellt, weil die Zeit, die ein Meteorblitz dauert, meistens zu kurz ist, um den Kopf zu drehen. Vielleicht besteht der lohnenswerte Reiz darin, helle Meteore aufblitzen zu sehen und dabei zu wissen, dass diese einst kleinen Körnchen auf einer anderen Welt waren, auch wenn Ihre Beobachtungspartner nicht jedes einzelne Erlebnis teilen konnten.

Bei dunklem Himmel sollten beim Lyriden-Meteorstrom, der heute Nacht seinen Höhepunkt erreicht, an manchen Orten immerhin 20 sichtbare Meteore pro Stunde aufleuchten. Auf diesem Komposit aus neun Aufnahmen, die 2012 fotografiert wurden, zieht ein heller Lyrid über den malerischen Crater Lake in Oregon (USA). Im Vordergrund liegt Schnee, und weit hinter dem ruhigen See wölbt sich das majestätische Zentralband unserer Heimatgalaxie. Weitere Meteorströme dieses – und jedes – Jahr sind die Perseïden Mitte August und die Leoniden Mitte November.

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Meteor über dem Crater Lake

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Bildcredit und Bildrechte: Brad Goldpaint (Goldpaint Photography)

Beschreibung: Hast du das gesehen? Diese Frage wird bei Meteorströmen häufig gestellt, weil ein Meteorblitz normalerweise zu kurz ist, um den Kopf zu drehen. Vielleicht machen der glückliche Zufall, helle Meteore vorbeischießen zu sehen, und das Bewusstsein, dass sie alle einst kleine Steinchen aus einer anderen Welt waren, die Beobachtung lohnenswert, sogar wenn Ihre Beobachtungsfreunde nicht jede einzelne dieser Erfahrungen teilen können.

Ein dunkler, mondloser Himmel erlaubte es, beim Meteorstrom der Lyriden, der in den letzten Tagen seinen Höhepunkt erreichte, an manchen Orten ganze 30 Meteore pro Stunde zu beobachten.

Ein heller Lyriden-Meteor streift im obigen Komposit aus neun Aufnahmen, die letzte Woche fotografiert wurden, über den pittoresken Crater Lake in Oregon (USA). Schnee bedeckt den Vordergrund, weit im Hintergrund wölbt sich das majestätische zentrale Band unserer Heimatgalaxie über dem ruhigen See. Weitere Meteorströme sind dieses Jahr die Perseïden Mitte August und die Leoniden Mitte November, beide werden 2012 abseits vom Glanz des hellen Mondes erwartet.

10.-12. August 2012: Perseïden und die Burggespräche des Orion
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