Das ELT und die Milchstraße

Auf einer dunklen Ebene steht das von innen beleuchtete Gerüst des Riesenteleskops ELT, dahinter wölbt sich am dunklen Himmel die Milchstraße.

Bildcredit und Bildrechte: Europäische Südsternwarte ESO – Dank an: Jens Scheidtmann

Auf dieser Webcam-Ansicht mit Blick nach Süden durchzieht die südliche Wintermilchstraße den Sternhimmel. Das Bild entstand am 11. März kurz vor Mitternacht und zeigt den dunklem Nachthimmel über der trockenen zentralchilenischen Atacama-Wüste.

Unterhalb des anmutigen Bogens aus diffusem Sternlicht befinden sich die beiden kleinen Begleitgalaxien der riesigen Milchstraße, die auch als Große und Kleine Magellansche Wolken bezeichnet werden.

Im Vordergrund befindet sich der Gipfel des 3000 Meter hohen Cerro Armazones, auf dem gerade das Extremely Large Telescope (ELT) der Europäischen Südsternwarte errichtet wird. Das ELT wird ein Teleskop der 40-Meter-Klasse und ist daher auf dem besten Wege das größte Teleskop der Welt zu werden.

Zur Originalseite

Perseïden-Meteore aus dem Perseus

Hinter der Silhouette einer Sternwartekuppel zischen Meteore über den dunklen Nachthimmel. Im Hintergrund ist die Milchstraße zu sehen.

Bildcredit und Bildrechte: Petr Horálek / Institut für Physik in Opava

Diese Woche ist günstig, um Meteore zu sehen. In den Nächten um den Höhepunkt des jährlichen Perseïden-Meteorstroms regnet Kometenstaub auf den Planeten Erde herab. Er blitzt dann über den dunklen Himmel. Das Kompositbild entstand bei den Perseïden 2018, und zwar im slowakischen Sternenhimmel-Nationalpark Poloniny. Vorne steht die Kuppel des Teleskops am Gelände des Kolonica-Observatoriums.

Die Teilchen aus Kometenstaub fliegen zwar parallel zueinander, doch die einzelnen Meteore des Schauers strömen von einem gemeinsamen Punkt aus. Dieser liegt am Himmel im namensgebenden Sternbild Perseus. Der Radianteffekt entsteht durch die Perspektive, denn die parallelen Spuren laufen scheinbar in der Ferne zusammen wie Bahngleise.

Der Meteorschauer der Perseïden erreicht seinen Höhepunkt am Samstag nach Mitternacht. In dieser Nacht geht der abnehmende Sichelmond erst sehr spät auf. Daher ist der wolkenlose Himmel dunkler als gewöhnlich, und wir sehen dieses Jahr vielleicht eine große Zahl an blassen Meteoren.

Zur Originalseite

Die künstliche Helligkeit des Nachthimmels

Diese Karte zeigt die Lichtverschmutzung in verschiedenen Regionen der Welt.

Bildcredit: Daten: JPSS Satellites; Bearbeitung: David J. Lorenz

Wohin sind alle schwach leuchtenden Sterne verschwunden? An vielen Orten der Erde, vor allem in Großstädten, wurde der Nachthimmel von einem faszinierenden Schauspiel mit Tausenden Sternen auf ein diffuses Leuchten reduziert, in dem nur noch wenige Sterne sichtbar sind.

Diese Karte zeigt das relative Ausmaß der Lichtverschmutzung auf der ganzen Welt. Die Ursache der Lichtverschmutzung ist künstliches Licht, das von Molekülen und Aerosolen in der Luft reflektiert wird. Der Osten der Vereinigten Staaten und Westeuropa sind teilweise rot gefärbt. Dort ist das künstliche Licht am Nachthimmel zehnmal so stark wie der natürliche Himmel. In den vielen Regionen, die orange oder rot markiert sind, ist das zentrale Band unserer Milchstraße nicht mehr sichtbar.

Die Internationale Gesellschaft für dunklen Himmel (IDA) schlägt gängige Beleuchtungskörper vor, die relativ wenig Lichtverschmutzung verursachen.

Zur Originalseite

Straße und Milchstraße

Die Straße und die Milchstraße reichen auf diesem 180-Grad-Panorama des Sternenlicht-Reservat Alqueva unweit von Alentejo in Portugal von Horizont zu Horihont.

Bildcredit und Bildrechte: David Cruz

Nachts könnt ihr dieser Straße folgen, die durch das Sternenlicht-Reservat Alqueva unweit von Alentejo in Portugal führt. Oder ihr bleibt stehen, schaut hinauf und folgt der Milchstraße über den Himmel. Beide Straßen reichen auf diesem 180-Grad-Panorama vom 3. Juni von Horizont zu Horizont.

Der Name unserer Galaxis, der Milchstraße, bezieht sich auf ihre Erscheinung als milchige Bahn am Himmel. Das Wort Galaxie ist vom griechischen Wort für Milch abgeleitet. Auf dem Planeten Erde seht ihr den Bogen der Milchstraße ganz leicht an dunklen Orten in mondlosen Nächten, wenn auch nicht ganz so hell und farbenfroh wie auf diesem Bild.

Das leuchtende Himmelsband entsteht durch das kollektive Licht unzähliger Sterne in der galaktischen Ebene, die zu blass sind, um sie einzeln zu erkennen. Dunkle Schwaden undurchsichtiger interstellarer Staubwolken in der Galaxis durchschneiden das diffuse Sternenlicht. Im oberen Teil dieser Panorama-Nachtlandschaft über dem Bogen der Milchstraße leuchtet der helle Stern Wega. Rechts am Horizont seht ihr die zentrale Wölbung der Galaxis.

Zur Originalseite

Die Erde bei Nacht

Diese Karte der Erde bei Nacht zeigt Lichtverschmutzung und dunkle Bereiche.

Bildcredit: NASA, Suomi NPP VIIRS; Daten: Miguel Román (NASA GSFC); Bearbeitung: Joshua Stevens

Beschreibung: So sieht die Erde bei Nacht aus. Findet ihr euer Lieblingsland oder eure Lieblingsstadt? Interessanterweise machen die Lichter der Städte das möglich.

Von Menschenhand geschaffene Lichter markieren besonders dicht besiedelte Gebiete der Erdoberfläche, darunter die Küsten Europas, des Ostens der Vereinigten Staaten und Japans. Viele Großstädte liegen an Flüssen oder Küsten, damit sie Güter einfach per Schiff tauschen konnten. Zu den besonders dunklen Gebieten gehören die zentralen Bereiche von Südamerika, Afrika, Asien und Australien.

Dieses Bild wird als Schwarze Murmel bezeichnet. Es ist ein Komposit aus Hunderten Bildern, die 2016 aus Daten des Satelliten Suomi NPP in der Erdumlaufbahn neu bearbeitet wurden.

Zur Originalseite

In der Nacht um die Welt


Videocredit und -rechte: Jeff Dai (TWAN, IDA), Musik: Peter Jeremias

Beschreibung: Sehen Sie dieses Video an. In nur einer Minute sehen Sie den Nachthimmel auf dem ganzen Planeten Erde als Sammlung atemberaubender Zeitrafferfilme. Die Präsentation führt Sie an Orte in den Vereinigten Staaten, Deutschland, Russland, Iran, Nepal, Thailand, Laos und China. Sie können sogar die Aussicht auf einer kleinen Insel im südöstlichen Pazifik genießen. Aber denken Sie daran: Wenn Sie heute Nacht zu Hause sind, kommt der Nachthimmel zu Ihnen. Schauen Sie hinauf und feiern Sie in dieser internationalen Dark-Sky-Woche die Nacht.

Zur Originalseite

Ein wandernder Fels im Death Valley

In der Racetrack Playa im Death Valley in Kalifornien wandern riesige Felsbrocken über eine trockene Ebene; Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit: Keith Burke

Beschreibung: Wie gelangte dieser große Felsen auf dieses seltsame Gelände? Einer der ungewöhnlicheren Orte hier auf der Erde liegt im Death Valley in Kalifornien in den USA. Dort gibt es ein trockenes Seebett mit der Bezeichnung Racetrack Playa, es ist eine fast perfekte Ebene bis auf eine seltsame Ausnahme in Form einiger großer Felsen. Einer davon wurde hier im April 2019 unter dem dunklen, von der Milchstraße überzogenen Himmel abgebildet.

Nun sind Flachheit und Oberflächenstruktur großer Playa wie Racetrack faszinierend, aber wissenschaftlich gesehen nicht rätselhaft – sie entstehen durch fließenden Schlamm nach schweren Regenfällen, der trocknet und aufbricht. Doch erst kürzlich lieferte eine brauchbare wissenschaftliche Hypothese eine Erklärung, wie schwere wandernde Felsen nahe der Mitte einer so großen, flachen Oberfläche landen.

Leider gibt es – wie es in der Wissenschaft häufig vorkommt – für dieses scheinbar surreale Problem eine relativ banale Lösung. Es stellte sich heraus, dass im Winter dünne Eisschichten entstehen und der Wind Eisstücke über die vorübergehend glatte Playa schiebt – selbst wenn sie mit schweren Felsen beladen sind -, wenn Sonnenlicht das Eis schmilzt.

Zur Originalseite

Der Himmel am Land und in der Stadt

Der Nachthimmel verschwindet durch Lichtverschmutzung; Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Tomas Slovinsky; Text: Matipon Tangmatitham (NARIT)

Der dunkle Himmel verschwindet aus der Welt. Mit der Neuzeit kam die künstliche Beleuchtung. Sie hellt die Nacht auf. Lichter helfen den Menschen, nachts zu sehen. Doch viel Licht wird in den Himmel verschwendet. Diese Lichtverschmutzung ist nicht nur verschwendete Energie. Ihre Helligkeit in der Nacht stört Wildtiere, wenn sie von der Atmosphäre zur Erde zurück reflektiert wird. Außerdem schadet sie der Gesundheit der Menschen. Sie trägt aber nur wenig dazu bei, Verbrechen zu verhindern.

Lichtverschmutzung macht den dunklen Nachthimmel für die junge Generation zu einer Seltenheit. Sogar in großen Städten kann man etwas tun. Doch besonders ländliche Regionen profitieren von einer Beleuchtung, die so abgeschirmt ist, dass sie den Nachthimmel wenig beeinträchtigt und man ihn sehen kann.

Das Panorama zeigt 6 senkrechte Abschnitte nebeneinander. Sie wurden an verschiedenen Orten in der Slowakei aufgenommen, aber mit derselben Ausrüstung und zur selben Nachtzeit. Außerdem wurden sie auf die gleiche Weise digital nachbearbeitet. Am Stadthimmel ganz links sieht man keine Sterne. Doch der Landhimmel ganz rechts ist prächtig und dunkel.

Auch du kannst dazu beitragen, den schönen Nachthimmel zurückzuholen, indem du Beleuchtung verwendest, die den Himmel schützt.

Zur Originalseite