Juno zeigt Ganymed

Juno zeigt den Jupitermond Ganymed, den größten Mond des Sonnensystems, mit seinen Kratern und Rillen in seiner eisigen Oberfläche.

Bildcredit: NASA/JPL-Caltech/SwRI/MSSS; Bearbeitung und Lizenz: Kevin M. Gill

Beschreibung: Wie sieht der größte Mond im Sonnensystem aus? Jupiters Mond Ganymed ist sogar größer als Merkur und Pluto. Seine eisige Oberfläche ist mit hellen jungen Kratern übersät, die über einem älteren, dunkleren, stärker mit Kratern übersäten Gelände liegen, das von Rillen und Graten durchzogen ist.

Die Ursache für das gerillte Gelände wird weiterhin erforscht. Eine führende Hypothese vermutet eine Verschiebung von Eisplatten. Ganymed besitzt vermutlich eine Ozeanschicht, die mehr Wasser enthält als die Ozeane der Erde, und sie könnte Leben enthalten. Wie auch der Erdmond zeigt Ganymed seinem Zentralplaneten, in diesem Fall Jupiter, immer dieselbe Seite.

Dieses Bild wurde letzte Woche von der Roboter-Raumsonde Juno der NASA fotografiert, als sie den gewaltigen Mond in einer Höhe von nur 1000 Kilometern überflog. Der enge Vorbeiflug reduzierte Junos Umlaufzeit um Jupiter von 53 auf nur 43 Tage. Juno erforscht weiterhin die hohe Schwerkraft des Riesenplaneten, sein ungewöhnliches Magnetfeld und seine komplexen Wolkenstrukturen.

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Der Planet Erde in der Dämmerung

Die Schattenlinie auf der Erde zwischen Tag und Nacht, auch Terminator genannt, ist keine scharfe Linie, sondern ein diffuser Bereich, den wir als Dämmerung kennen.

Bildcredit:  Besatzung ISS Expedition 2, Portal zur Fotografie der Erde durch Astronauten, NASA

Beschreibung: Diese prächtige Ansicht mit Meeren und Wolken unseres hübschen Planeten Erde zeigt den Übergang vom Tag zur Nacht, der von keiner plötzlichen scharfen Grenze markiert wird. Stattdessen ist die Schattenlinie – der Terminator – diffus und zeigt einen allmählichen Übergang zur Dunkelheit, den wir als Dämmerung kennen.

Die Sonne beleuchtet die Szene von rechts. Die Wolkenoberflächen reflektieren sanft gerötetes Sonnenlicht, das durch die staubige Troposphäre gefiltert wird. Diese ist die niedrigste Schicht der lebensspendenden Atmosphäre des Planeten. Am oberen Rand der Tagseite ist in großer Höhe deutlich eine Schicht erkennbar, diese streut blaues Sonnenlicht und verblasst in der Schwärze des Weltalls.

Das Bild wurde im Juni 2001 auf der Internationalen Raumstation fotografiert, die in einer Höhe von etwa 400 Kilometern um die Erde zieht. Doch nun könnt ihr darauf Lebenszeichen auf dem Planeten Erde aufspüren.

Feiern wir den Tag der Erde

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Perseverance 360: Ungewöhnliche Steine und die Suche nach Leben auf dem Mars

https://science.nasa.gov/resource/perseverances-mastcam-z-first-high-resolution-panorama/

Bildcredit: NASA, JPL-Caltech, ASU, MSSS

Ist das ein Fossil? Wenn man aktuelle Bilder vom Mars betrachtet, die der neue Rover Perseverance aufgenommen hat, erinnert es ein bisschen an eine Schnitzeljagd. Wer zuerst einen versteinerten Knochen, den Felsabdruck einer urzeitlichen Pflanze oder einen eindeutigen Hinweis erkennt, dass es auf dem Mars einst Leben gab, hat gute Chancen, berühmt zu werden.

Sicher wäre es auch möglich, etwas so Spektakuläres wie ein Skelett zu finden. Doch in der Exobiologie vermutet man, dass die chemischen Analysegeräte von Perseverance viel eher biochemische Überreste einzelliger Mikroben aus der Urzeit finden. Denn mehrzellige Organismen hätten für ihre Entwicklung mehr Sauerstoff benötigt, als es je auf dem Mars gab.

Doch Genaues weiß man nicht. Zögert daher nicht, jedes Bild von Perseverance, das euch interessiert, digital zu vergrößern, zum Beispiel dieses Panorama mit 360 Grad. Es zeigt den Landeplatz von Perseverance im Krater Jezero, der von Gestein und einem Kraterwall umgeben ist.

Forschende bei der NASA untersuchen die Bilder von Perseverance. Doch wenn ihr etwas wirklich Seltsames seht, zeigt es unbedingt auf Social Media. Falls eure Sichtung wissenschaftlich sehr interessant ist, erfährt die NASA auf jeden Fall davon.

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Biomarker Monophosphan in der Venusatmosphäre entdeckt

Könnte Monophosphat in der Venusatmosphäre von Leben stammen?

Bildcredit: ISAS, JAXA, Akatsuki; Bearbeitung: Meli thev

Beschreibung: Könnte in der Venusatmosphäre schwebendes Leben geben? Vermutlich ist die Oberfläche auf dem Nachbarplaneten der Erde zu extrem für jegliche bekannte Art von Leben, doch vielleicht ist die obere Atmosphäre der Venus mild genug für winzige schwebende Mikroben. Diese meist verpönte Ansicht erfuhr gestern einen unerwarteten Aufschwung, als die Entdeckung von Monophosphan auf der Venus bekannt gegeben wurde.

Die chemische Verbindung Monophosphan (PH3) gilt als Biomarker, weil es anscheinend nur sehr schwer durch jene chemischen Prozesse entsteht, von denen man annimmt, dass sie auf einer Gesteinswelt wie der Venus stattfinden. Doch man weiß, dass Monophosphan durch Mikroben auf der Erde entsteht.

Dieses Bild der Venus mit ihren dichten Wolken wurde in zwei Spektralbereichen des ultravioletten Lichtes vom japanischen Roboter-Satelliten Akatsuki im Venusorbit fotografiert, der seit 2015 um die wolkenverhüllte Welt kreist.

Falls die Entdeckung von Monophosphat bestätigt wird, führt das vielleicht zu neuem Interesse bei der Suche nach weiteren Anzeichen für Leben, das hoch oben in der Atmosphäre des zweiten Planeten unseres Sonnensystems schwebt.

Expertendiskussion: Wie findet die Menschheit erstmals außerirdisches Leben?
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Fröhliche Menschen tanzen auf dem Planeten Erde

Videocredit: Matt Harding und Melissa Nixon; Musik: Praan (Sängerin: Palbasha Siddique) von Gary Schyman

Was tun diese Menschen? Sie tanzen. Viele Menschen auf der Erde zeigen, wenn sie glücklich sind. Tanzen ist eine Möglichkeit, um Glück zu zeigen. Fröhlichkeit und Tanz überschreiten nationale Grenzen. Man findet sie in praktisch jeder menschlichen Gesellschaft.

Matt Harding besuchte viele Nationen der Erde, plante zu tanzen und filmte das. Dieses Video gehört zu einer Serie. Es ist ein Beispiel dafür, dass sich Menschen auf dem ganzen Planeten Erde als Teil einer Spezies verbunden fühlen. Fröhlichkeit wirkt häufig ansteckend. Nur wenige Menschen können das Video sehen, ohne zu lächeln.

APOD ist in den Weltsprachen Arabisch, Bulgarisch, Chinesisch (Peking), Chinesisch (Taiwan), Deutsch, Englisch (GB), Französisch (Frankreich), Hebräisch, Indonesisch, Japanisch, Katalanisch, Kroatisch, Montenegrinisch, Niederländisch, Polnisch, Portugiesisch (Brasilien), Russisch, Serbisch, Slowenisch, Spanisch, Syrisch, Taiwanesisch, Tschechisch, Türkisch, Türkisch und Ukrainisch verfügbar.

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Neues Coronavirus befällt die Menschheit

Die Menschheit wird von SARS-CoV2-Coronaviren angegriffen.

Bildcredit und Lizenz: NIAID

Beschreibung: Die Menschheit steht unter Beschuss. Der Angriff kommt nicht von großen Aliens, die mit Tentakeln fuchteln, sondern von Invasoren, die so klein sind, dass man sie kaum sieht, und so seltsam, dass sie nicht einmal eindeutig lebendig sind.

Überall auf dem Planeten Erde, der Heimat der Menschen, werden auf DNS basierende Menschen von auf RNS basierenden SARS-CoV2-Viren befallen. Diese Viren sind darauf spezialisiert, menschliche Zellen in Zombies umzuprogrammieren, die Kopien von ihnen herstellen und freisetzen.

Dieses Bild zeigt eine stark vergrößerte menschliche Zelle, die von angreifenden neuartigen SARS-CoV2-Coronaviren bedeckt ist. Epische Kämpfe zwischen unterschiedlichen Organismen auf der Erde sind nicht ungewöhnlich, wobei jederzeit mehrere stattfinden, an denen Menschen beteiligt sind. Die meisten artübergreifenden Konflikte sind jedoch weniger tödlich als der zwischen Menschen und SARS-CoV2.

Voraussichtlich werden die meisten Menschen überleben. In einigen Jahren wird die Menschheit voraussichtlich diesen Krieg gewinnen – doch erst nach dem Ableben von Millionen Menschen, und nachdem Billionen Coronaviren zerstört worden sind.

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Radio, The Big Ear und das Wow!-Signal

Das Radioteleskop The Big Ear der staatlichen Universität Ohio lauschte als erstes nach außerirdischen Signalen und entdeckte im August 1977 das Wow!-Signal.

Bildcredit und Bildrechte: Rick Scott

Beschreibung: Seit den frühen Tagen von Radio und Fernsehen senden wir großzügig Signale ins All. Seit einiger Zeit lauschen wir auch. Ein großes Radioteleskop der staatlichen Universität Ohio, das liebevoll The Big Ear genannt wurde, war einer der ersten Lauscher.

Das große Ohr“ war etwa so groß wie drei Footballfelder und bestand aus einer gewaltigen metallenen Grundfläche mit zwei zaunartigen Reflektoren – einer davon war fest montiert, der andere schwenkbar. Mithilfe der Erdrotation tastete es den Himmel ab.

Dieses Foto des früheren Studenten und Big-Ear-Volontärs Rick Scott blickt über die Bodenebene zum fest montierten Reflektor, im Vordergrund stehen die Hörner des Radiofrequenzempfängers. Anfang 1965 wurde das Big Ear zu einer ehrgeizigen Vermessung des Radiohimmels eingesetzt. In den 1970er Jahren lauschte es als erstes Teleskop ständig nach Signalen außerirdischer Zivilisationen.

Einen aufregenden Moment lang registrierte das „große Ohr“ im August 1977 ein sehr starkes, unerwartetes Signal, das als das Wow!-Signal bezeichnet wurde. Die Quelle des Signals, das leider nur einmal zu hören war, konnte nicht ermittelt werden. Im Mai 1998 wurden die letzten Teile des Big Ear abgerissen.

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Ein Loch im Mars

Ein Loch im Mars ist von einem Krater umgeben. Der Boden ist teilweise beleuchtet. Möglicherweise liegt darunter eine größere Höhle.

Bildcredit: NASA, JPL, U. Arizona

Wie entstand dieses ungewöhnliche Loch im Mars? Das Loch wurde 2011 zufällig auf den staubigen Hängen des Vulkans Pavonis Mons auf dem Mars entdeckt, und zwar auf Bildern des HiRISE-Instruments. Es befindet sich an Bord der Robotersonde Mars Reconnaissance Orbiter (MRO), die derzeit den Mars umrundet.

Das Loch ist in repräsentativen Farben dargestellt. Es ist anscheinend eine Öffnung in eine Höhle unter der Oberfläche. Der Boden ist rechts teilweise beleuchtet. Als man dieses und folgende Bilder untersuchte, zeigte sich, dass die Öffnung etwa 35 Meter breit ist. Der Schattenwinkel im Inneren lässt vermuten, dass die darunterliegende Höhle etwa 20 Meter tief ist. Warum dieses Loch von einem runden Krater umgeben ist, bleibt Thema für Spekulationen. Auch die Maße der darunterliegenden Höhle kann man nur vermuten.

Löcher wie dieses sind besonders interessant, weil ihr Inneres recht gut vor der rauen Marsoberfläche geschützt ist. Das macht sie zu guten Kandidaten, um nach Leben auf dem Mars zu suchen. Diese Gruben sind also mögliche Ziele für künftige Raumsonden, Roboter und sogar menschliche interplanetare Forschende.

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