Die seltsame Schattenseite von Saturns Mond Iapetus

Der Mond Iapetus ist links ziemlich hell und rechts von einer dunklen Substanz überzogen. Unten ist ein riesiger Krater mit einem Berg in der Mitte. Am Äquator hat der Mond einen Wall. Damit erinnert er an eine Walnuss.

Credit: Cassini-Bildgebungsteam, SSI, JPL, ESA, NASA

Was ist mit Saturns Mond Iapetus passiert? Riesige Teile der seltsamen Welt sind schwarz wie Kohle. Andere sind blankes Eis. Wir wissen nicht, woraus das dunkle Material besteht. Doch Infrarotspektren davon zeigen, dass es vielleicht dunklen Kohlenstoff enthält. Iapetus hat auch einen ungewöhnlichen Wall um den Äquator. Damit sieht er aus wie eine Walnuss.

Um den rätselhaften Mond besser zu verstehen, lenkte die NASA die Roboter-Raumsonde Cassini letzten Monat nur 2000 Kilometer entfernt daran vorbei. Cassini kreist derzeit um Saturn. Das Bild entstand etwa 75.000 Kilometer von Iapetus entfernt. Es zeigt beispiellose Details der Halbkugel, die auf ihrer Bahn immer hinten ist. Im Süden ist ein riesiger Einschlagkrater mit einem Durchmesser von 450 Kilometern. Er überlagert einen älteren Krater, der ähnlich groß ist. Das dunkle Material überzieht Iapetus nach Osten hin immer dichter. Es verdunkelt Krater wie Hochländer.

Die Untersuchung aus nächster Nähe zeigt, dass der dunkle Belag hauptsächlich den Äquator des Mondes beschichtet. Ob die Farben von Iapetus durch ungewöhnlichen Vulkanismus aus dem Inneren entstanden sind, oder die Anschwärzung von außen stammt, ist nicht bekannt. Man sucht auf den Bildern von Cassinis Vorbeiflug an Iapetus weiterhin nach wichtigen Hinweisen.

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Der dreidimensionale Äquatorwall auf Iapetus

Das Stereobild ist eine Anaglyphe aus zwei Nahaufnahmen der Raumsonde Cassini. Der Ausschnitt zeigt den Äquator am Rand von Iapetus. In der Mitte ragt ein markanter Äquatorwall auf. Der Mond ist von vielen Kratern bedeckt.

Credit: Cassini-Bildgebungsteam, SSI, JPL, ESA, NASA; Stereo-Anaglyphe: Patrick Vantuyne

Über der dunklen Halbkugel von Iapetus ragt ein bizarrer Äquator-Wall hoch. Damit hat der zweifarbige Saturnmond eine Ähnlichkeit mit einer Walnuss. Mit rot-blauen Brillen seht ihr die ungewöhnliche Form in Stereo. Die Anaglyphe entstand aus Nahaufnahmen der Raumsonde Cassini. Sie entstanden diese Woche bei einem Vorbeiflug.

Der Wall ist etwa 20 Kilometer breit und 20 Kilometer hoch. Wir kennen im ganzen Sonnensystem keine zweite solche Kombination aus äquatorialer Symmetrie und Größenverhältnis. Die einzigartige Form wurde 2004 auf Cassini-Bildern entdeckt. Der Mond ist voller Krater und somit sehr alt. Der Ursprung des Äquator-Walls auf Iapetus ist ein Rätsel.

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Der Weg in den Victoria-Krater

Siehe Beschreibung. Ein Klick auf das Bild liefert die höchste verfügbare Auflösung.

Credit: Mars Exploration Rover Mission, Cornell, JPL, NASA; Danksagung: Eduardo Tesheiner

Beschreibung: Was erwartet uns im Victoria-Krater? Langsam legt sich der Staub, den die regionalen Staubstürme auf dem Mars der letzten Wochen aufgewirbelt haben. In dieser Zeit waren die beiden Marsrover lahmgelegt. Doch jetzt können die nächsten Aufgaben in Angriff genommen werden. Opportunity erreichte vor einigen Monaten den Victoria-Krater und war schon dabei, in den Krater einzufahren, als unerwartet die Staubstürme aufzogen.

Dieses Bild wurde letzte Woche vom Rover Opportunity übermittelt. Es zeigt eine möglicherweise befahrbare Böschung zum Boden des 750 Meter großen Kraters. Der Victoria-Krater ist der größte, den je einer der beiden Rover bei ihrer Forschungsfahrt zu Gesicht bekam. Die Schichtung der Wälle liefert vielleicht Hinweise zur Zusammensetzung der Marsoberfläche vor dem gewaltigen Einschlag, der den Victoria-Krater schlug.

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Südliche Mondlandschaft

Das Bild zeigt eine von Kratern übersäte Mondlandschaft.

Credit und Bildrechte: Wes Higgins

Der Südpol des Mondes befindet sich auf diesem Bild ganz oben. Es zeigt eine Teleskopsicht der südlichen Hochlandregionen. Das Foto entstand am 3. August in Tecumseh in Oklahoma. Die verkürzende Perspektive verstärkt den Eindruck eines dichten Kraterfeldes und lässt die Krater oval erscheinen.

Der markante Krater im Vordergrund ist Moretus mit einem Durchmesser von 114 Kilometern. Er liegt knapp westlich (links) des lunaren Zentralmeridians. Für einen großen Mondkrater ist Moretus recht jung. Er zeigt terrassierte Innenwände und einen mehr als 2000 Meter hohen, hellen Zentralberg, der ähnlich aussieht wie der im weiter nördlich gelegenen Krater Tycho.

Rechts von Moretus liegt der 95 Kilometer weite Krater Curtius. Curtius hat ältere, abgerundete Wälle, die von kleineren jüngeren Einschlagkratern überlagert sind.

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Ungewöhnliche Krater auf dem Saturnmond Dione

Der Saturnmond Dione ist unterschiedlich stark mit Kratern übersät, wie Bilder der Raumsonde Cassini zeigen.

Bildcredit: Cassini-Bildgebungsteam, SSI, JPL, ESA, NASA

Warum hat eine Hälfte von Dione mehr Krater als die andere? Beginnen wir damit, dass immer dieselbe Seite des Saturnmondes Dione zu Saturn zeigt. Die andere Seite weist immer von Saturn weg. Das ist ähnlich wie beim Erdmond.

Wegen dieser gebundenen Rotation läuft die eine Seite von Dione immer vorwärts, während der Mond seine Bahn entlangwandert. Die andere Seite zeigt immer nach hinten. Dione sollte daher auf der vorderen Halbkugel eine beträchtliche Anzahl an Einschlägen aufweisen. Doch die Hälfte von Dione, die derzeit vorausläuft, besitzt weniger Krater als die nach hinten gerichtete.

Eine mögliche Erklärung lautet, dass einige Einschläge so heftig waren, dass sie Dione drehten. Deshalb änderte sich manchmal der Teil mit der höchsten Einschlagsrate, ehe die Rotation des Mondes wieder gebunden wurde. Der obere Teil von Dione besitzt deutlich mehr Krater als die untere Hälfte.

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