Schäfermond Prometheus von Cassini

Ein Himmelskörper mit seltsamer Form und mehreren Kratern schwebt bildfüllend im Raum, er ist von links beleuchtet, die rechte Seite ist kaum erkenbar.

Credit: Cassini-Bildgebungsteam, SSI, JPL, ESA, NASA

Beschreibung: Die Raumsonde Cassini hat einen weiteren Saturnmond detailreich abgebildet. Die Roboter-Raumsonde Cassini umkreist Saturn seit 2004 und erreichte letzte Woche ihren geringsten Abstand zum kleinen Mond Prometheus. Die 100 km lange Oberfläche von Prometheus, die oben in einem unkomprimierten Bild aus einer Entfernung von 36.000 Kilometern zu sehen ist, besitzt, wie sich herausstellte, ein interessantes System aus Beulen, Furchen und Kratern. Diese Merkmale und die längliche Form sowie das hohen Reflexionsvermögen des Mondes werden nun untersucht, um die Geschichte von Prometheus und Saturns Ringen besser zu verstehen. Prometheus ist einer der wenigen bekannten Schäfersatelliten, da seine Gravitation zusammen mit der seines Begleitmondes Pandora viele kleinere Eisbestandteile in Saturns F-Ring eingrenzt. Cassinis nächster geplaneter Vorbeiflug ist jener am Mond Rhea am 2. März.

Zur Originalseite

Tethys hinter Titan

Im Vordergrund ragt die Sichel des Saturnmondes Titan nach oben hoch, sie ist orange getönt mit einem bläulichen Rand. Rechts darüber ragt der Mond Tethys über den Rand.

Credit: Cassini-Bildgebungsteam, ISS, JPL, ESA, NASA

Was steht da hinter Titan? Ein weiterer Saturnmond: Tethys. Die Roboter-Raumsonde Cassini, die Saturn umkreist, fotografierte Ende letzten Jahres den mit Kratern bedeckten Tethys, als er hinter dem in eine Atmosphäre gehüllten Saturnmond Titan verschwand. Odysseus, der größte Krater auf Tethys, ist leicht auf dem weiter entfernten Mond zu erkennen.

Titan zeigt nicht nur seine dicke, blickdichte orangefarbene untere Atmosphäre, sondern auch eine ungewöhnliche höhere Schicht aus bläulichem Dunst. Als dieses Bild entstand, war Tethys etwa 2 Millionen Kilometer von Cassini entfernt, also doppelt so weit wie Titan. 2004 setzte Cassini die Sonde Hyugens frei, die auf Titan landete. Die Sonde bot der Menschheit einen ersten Blick auf die Oberfläche des einzigen uns bekannten Mondes im Sonnensystem, der Seen besitzt.

Zur Originalseite

Die Messier-Krater in Stereo

Mit rot-blauen Brillen wirkt dieses Bild von zwei Kratern auf einer relativ glatten Oberfläche auf dem Mond dreidimensional.

Credit: Apollo 11, NASA; Stereobild von Patrick Vantuyne

Viele helle Nebel und Sternhaufen am irdischen Himmel sind mit dem Namen des Astronomen Charles Messier verbunden. Sie sind in seinem berühmten Katalog aus dem 18. Jahrhundert gelistet. Sein Name wurde verewigt, indem man ihn diesen beiden großen, interessanten Krater auf dem Mond gab.

Die Krater Messier (links) und Messier A ragen aus dem dunklen, glatten lunaren Meer der Fruchtbarkeit oder Mare Fecunditatis auf. Sie messen 15 mal 8 und 16 mal 11 Kilometer. Ihre längliche Form kann man durch die Flugbahn des Einschlagkörpers erklären. Er zog von links nach rechts und schlug die Krater in einem extrem flachen Winkel. Der flache Einschlag verursachte auch die beiden Strahlen aus hellem Material. Sie breiten sich außerhalb des Bildes nach rechts über die Oberfläche aus.

Das eindrucksvolle Stereobild zeigt das Kraterpaar dreidimensional, wenn man es das mit rot-blauen Brillen (rot am linken Auge) betrachtet. Es entstand aus hochaufgelösten Scans zweier Bilder (AS11-42-6304, AS11-42-6305), die bei der Mission Apollo 11 zum Mond fotografiert wurden.

Zur Originalseite

Wasser im Mondschatten entdeckt

Das Schwarzweiß-Bild zeigt einen sehr kleinen Ausschnitt der Mondoberfläche mit Kratern und Felsen.

Credit: LCROSS, NASA

Warum gibt es Wasser auf dem Mond? Letzten Monat brachte die Mission LCROSS einen riesigen Stoßkörper zum Absturz. Das Ziel war ein Krater, der ständig im Schatten liegt. Er liegt nahe beim Südpol des Mondes. Beim Absturz stieg eine Staubfahne auf, die für den Satelliten sichtbar war. Von der Erde aus sah man sie allerdings kaum.

Das Bild oben zeigt die Wolke im sichtbaren Licht. Letzte Woche kamen die Ergebnisse einer vorläufigen chemischen Analyse. Sie lieferten einen klaren Hinweis darauf, dass die Staubfahne Wasser enthielt. Solches Wasser ist nicht nur für ein Verständnis der Geschichte des Mondes wichtig. Es ist auch ein mögliches Reservoir für künftige Astronaut*innen, die für längere Zeit auf dem Mond bleiben wollen. Nun erkundet man die Quelle des lunaren Wassers. Mögliche Ursprünge sind viele kleine Meteorite, Kometen oder der ursprüngliche Mondboden.

Zur Originalseite

Der Adler steigt auf

Das Stereobild in Rot und Cyan zeigt das Mondlandemodul vor dem riesigen Mond, links am Rand taucht die Erde auf.

Credit: Apollo 11, NASAStereobild-Bildrechte: John Kaufmann (ALSJ)

Nehmt eure rot-blauen Brillen und schaut dieses interessante Stereobild aus dem Mondorbit an. Die 3D-Anaglyphe entstand aus zwei Fotos (AS11-44-6633, AS11-44-6634), die der Astronaut Michael Collins vor 40 Jahren bei der Mission Apollo 11 im Jahr 1969 fotografierte.

Das Bild zeigt die Aufstiegsstufe des Mondmoduls „Adler“. Sie steigt auf und trifft bald das Kommandomodul im Mondorbit. An Bord der Aufstiegsstufe sind Neil Armstrong und Buzz Aldrin. Sie sind die ersten Menschen, die den Mond betraten. Das glatte, dunkle Gelände auf der Mondoberfläche ist Mare Smythii. Es liegt knapp unter dem Äquator weit östlich auf der Seite des Mondes, die zur Erde zeigt. Am Mondhorizont ist unser hübscher Planet Erde.

Zur Originalseite

Asteroid Eros, rekonstruiert

Der kartoffelförmige Asteroid im Bild ist von vielen Kratern übersät.

Credit: Projekt NEAR, NLR, JHUAPL, Goddard SVS, NASA

Beschreibung: Der Asteroid 433 Eros, der die Sonne zwischen Mars und der Erde umrundet, wurde im Februar 2000 von der Raumsonde NEAR-Shoemaker besucht. Hochaufgelöste Oberflächenbilder und Messungen, welche der Laser Rangefinder (NLR) der Sonde NEAR erstellte, wurden zu der obigen Visualisierung kombiniert, die auf einem abgeleiteten 3D-Modell des taumelnden Weltraumfelsens basiert. Mit NEAR entdeckten Wissenschaftler, dass Eros ein einzelner fester Körper ist, dass seine Zusammensetzung fast einheitlich ist, und dass er in den frühen Jahren unseres Sonnensystems entstand. Doch manches bleibt rätselhaft, zum Beispiel warum manche Felsen auf der Oberfläche zerfallen sind. Am 12. Februar 2001 kam es zu einem dramatischen Ende der Mission NEAR durch eine gesteuerte Bruchlandung auf der Oberfläche des Asteroiden, die sie gut genug überlebte um eine Analyse der Zusammensetzung des Oberflächenregoliths zu liefern. Im Dezember 2002 machte die NASA einen erfolglosen Versuch, mit der Raumsonde Kontakt aufzunehmen, nachdem diese 22 Monate auf der Oberfläche des Asteroiden verbracht hatte. NEAR wird wahrscheinlich Milliarden Jahre auf dem Asteroiden bleiben, als Monument menschlichen Einfallsreichtums am Wechsel zum dritten Jahrtausend.

Zur Originalseite

Mimas: kleiner Mond mit großem Krater

Der schwarzweiß abgebildete runde Mond ist vollständig mit Kratern überzogen. Ein besonders großer Krater rechts oben gibt ihm eine Ähnlichkeit mit dem Todesstern aus Star Wars.

Credit: Cassini-Bildgebungsteam, ISS, JPL, ESA, NASA

Beschreibung: Was immer Mimas getroffen hat, es hätte ihn beinahe zerstört. Zurück blieb einer der größten Einschlagkrater auf einem der kleinsten Saturnmonde. Der Krater mit dem Namen Herschel, benannt nach Sir Wilhelm Herschel, der Mimas 1789 entdeckte, hat einen Durchmesser von etwa 130 Kilometern und ist oben abgebildet.

Mimas‚ geringe Masse bewirkt eine Oberflächengravitation, die gerade stark genug ist, um einen kugelförmigen Körper zu erzeugen, aber schwach genug, um solche relativ großen Oberflächenerscheinungen entstehen zu lassen. Mimas besteht großteils aus Wassereis mit ein bisschen Gestein – somit kann er treffend als großer schmutziger Schneeball beschrieben werden.

Dieses Bild entstand im August 2005 bei einem Vorbeiflug der Robotersonde Cassini, die derzeit Saturn umkreist.

Zur Originalseite

Mond-X

An der Licht-Schattengrenze ist eine Lichtstruktur in Form eines X.

Credit und Bildrechte: Jerry Lodriguss (Catching the Light)

Beschreibung: Das auffällige X nahe der Mitte dieser Mondlandschaft ist leicht mit einem Fernglas oder einem kleinen Teleskop zu sehen. Dennoch haben es noch nicht allzu viele Menschen gesehen. Der Grund dafür ist, dass dieses lunare X nur vier Stunden lang unmittelbar vor der ersten Viertelphase des Mondes zu sehen ist. Am Terminator (der Schattenlinie zwischen Mondtag und -nacht) entsteht diese X-Illusion durch eine Anordnung der Krater Blanchinus, La Caille und Purbach. Kurz vor der ersten Viertelphase des Mondes würde ein Astronaut, der in der Nähe dieser Krater steht, die langsam aufgehende Sonne sehr nahe am Horizont sehen. Vorübergehend würden die Kraterwände im Sonnenlicht stehen, während die Böden noch dunkel wären. Vom Planeten Erde aus sehen die gegensätzlichen Abschnitte heller Wände vor den dunklen Böden zufällig wie ein X aus. Dieses scharfe Bild des Mond-X wurde am 3. März 2009 gegen 11:59 UT aufgenommen. Der Mond war am 4. März um 7:46 UT halb beleuchtet.

Zur Originalseite