Totale Sonnenfinsternis am südlichen Ende der Welt

Totale Sonnenfinsternis über dem Südpolarmeer.

Bildcredit und Bildrechte: Petr Horálek (ESO Photo Ambassador, Institut für Physik in Opava)

Beschreibung: Gestern war am Ende der Welt eine totale Sonnenfinsternis zu sehen. Um das ungewöhnliche Phänomen zu dokumentieren, flogen Flugzeuge über die bewölkte Meereslandschaft des Südpolarmeers.

Der helle Fleck auf diesem atemberaubenden Bild ist die äußere Korona der Sonne, der dunkle Fleck in der Mitte ist der verfinsternde Mond. Links unten seht ihr einen Flügel und eine Turbine des Flugzeugs, darüber fliegt ein weiteres Flugzeug, das die Finsternis beobachtet. Der dunkle Bereich am Himmel, der die verfinsterte Sonne umgibt, ist der Schattenkegel. Er ist dunkel, weil ihr einen langen Korridor aus Luft entlangblickt, die vom Mond abgeschattet ist. Wenn ihr genau hinseht, erkennt ihr rechts neben der verfinsterten Sonne den Planeten Merkur.

Im April 2023 kreuzt der Schatten der nächsten totalen Sonnenfinsternis Teile von Australien und Indonesien, der Schatten der darauffolgenden Finsternis im April 2024 zieht über Nordamerika.

Interessante Finsternisbilder, die bei APOD eingereicht wurden: totale Sonnenfinsternis vom Dezember 2021
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Flugzeug überquert Sichelmond

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Bildcredit und Bildrechte: Olivier Staiger (Binounistan.com)

Beschreibung: Nein, das ist keine gute Möglichkeit, um zum Mond zu gelangen. Was man hier sieht, ist eine zufällige Überlagerung eines Flugzeugs mit dem Mond. Der Kondensstreifen wäre normalerweise weiß, doch die große Menge Luft in Richtung der untergehenden Sonne streut bevorzugt blaues Licht, was dem reflektierenden Streifen eine hellrote Farbe verleiht.

In weiter Ferne hinter dem Flugzeug steht ein Sichelmond, der ebenfalls leicht gerötet ist. Dieses Bild wurde vor einem Monat kurz nach Sonnenuntergang in Valais in der Schweiz fotografiert, zu dieser Zeit befanden sowohl die Flugzeuge als auch ihre Kondensstreifen am Himmel noch im Sonnenlicht. Leider endete die spontane Himmelsschau innerhalb von Minuten. Das Flugzeug überquerte den Mond und verließ das Sichtfeld. Der Mond ging unter. Der Kondensstreifen wurde dunkel und löste sich dann auf.

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Dreiviertelmond hinter einem Berg in Schweden

Ein verschneiter Berghang fällt nach rechts ab. In der Bildmitte leuchtet der zu drei Vierteln beleuchtete Mond. Darüber zieht ein Flugzeug einen Streifen aus Abgasen.

Bildcredit und Bildrechte: Göran Strand

Das ist ein Dreiviertelmond. Erdlinge kennen eher den Vollmond. Dann ist Lunas ganze Vorderseite von der Sonne beleuchtet. Auch der Sichelmond ist vertraut, wenn nur der Rand auf der Vorderseite des Mondes beleuchtet ist. Wenn mehr als die Hälfte, aber noch nicht der ganze Mond in der Sonne liegt, könnte man diese Phase als Dreiviertel bezeichnen. Ein Dreiviertelmond wird selten im Videos oder in Filmen gezeigt. Man sieht sie aber ziemlich häufig am Nachthimmel.

Dieses Bild wurde Ende letzten Monats im schwedischen Jämtland fotografiert. Der Dreiviertelmond war ein paar Tage später ein Sichelmond. Dann wurde er ein Neumond, später wieder eine Sichel, und vor ein paar Tagen war er wieder gewölbt. Diesen Dreiviertelmond sehen wir heute Nacht. Freitagnacht wird er ein voller Bibermond. Der Fotograf hatte seine Ausrüstung aufgebaut, um eine malerische Landschaft mit Dreiviertelmond zu fotografieren. Dabei überraschte ihn ein Flugzeug, das weit im Vordergrund scheinbar darüberflog.

Zu Gast in der Ö1-SendungSternderl schauen – dem Himmel so nah

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Gegenüber der untergehenden Sonne

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Bildcredit und Bildrechte: Roy Spencer

Beschreibung: Am 30. April ging gegenüber dem Sonneuntergang der Vollmond auf. Sein gelbliches Mondlicht leuchtete auf dieser nordöstlichen Himmelslandschaft in Alabama über dem niedrigen, von Bäumen gesäumten Kamm des Lewis Mountain.

Der graue Erdschatten, der rosarote Venusgürtel und der helle Planet Jupiter teilen sich dieses Telesichtfeld gegenüber der Sonne. Jupiter, der sich seiner Opposition am 8. Mai 2018 nähert, wird von winzigen Lichtpunkten flankiert, es sind drei seiner großen galileischen Monde. Europa liegt unter Jupiter, Ganymed und Kallisto stehen darüber.

Unser eigener natürlicher Begleiter ist näher und heller. Er wirkt riesig, doch der Mond ist physisch gesehen etwas kleiner als Ganymed und Kallisto, aber etwas größer als die Wasserwelt Europa. Scharfe Augen erkennen die Spuren zweier Flugzeuge am klaren Abendhimmel.

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Aufstieg der Raumfähre

Aus einer dicken Wolkendecke steigt eine Raumfähre an einem riesigen Abgasstrahl auf. Oben ist der Feuerschweif der Triebwerke, unten fällt der Schatten der Rauchfahne auf die Wolken. Hinten, wo die Wolken aufhören, ist das blaue Meer.

Bildcredit: NASA

Was steigt da aus den Wolken? Eine Raumfähre. Wenn man zur richtigen Zeit am rechten Ort aus dem Fenster eines Flugzeugs schaut, sieht man manchmal etwas Ungewöhnliches. In diesem Fall ist es eine Raumfähre, die in die Umlaufbahn startet.

Das Bild stammt vom letzten Start der Endeavour im Mai 2011. Es wurde hoch über den Wolken von einem Raumfähren-Schulungsflugzeug der NASA fotografiert. Man kann es mit ähnlichen Bildern der gleichen Abgasfahne der Raumfähre unter den Wolken vergleichen. Unter der aufsteigenden Raumfähre sind heiße, leuchtende Gase, die von den Triebwerken ausgestoßen wurden. Darunter ist eine lange Rauchfahne, deren Schatten auf die Wolkendecke fällt. Er zeigt von der Sonne weg.

Das Programm der US-Raumfähren wurde 2011 beendet. Die Endeavour kann man nun im California Science Center besuchen. Für morgen ist ein anderer Start geplant: Der Transiting Exoplanet Survey Satellite (TESS) startet an Bord einer Falcon-9-Rakete von Space X.

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Planeten am Flügel

Über einem Flugzeugflügel leuchten die Planeten Mars und Jupiter sowie der Stern Zubenelgenubi im Sternbild Waage. Unten leuchten die Lichter von Prag. Das Bild entstand in der Morgendämmerung.

Bildcredit und Bildrechte: Dong Han

Seit Kurzem sieht man morgens den hellen Jupiter und den schwächeren Mars ganz leicht. Am 7. Jänner erreichen die beiden Planeten, die man mit bloßem Auge sieht, in der Morgendämmerung eine enge Konjunktion am Horizont. Sie stehen am östlichen Himmel nur einen Viertelgrad voneinander entfernt. Die scheinbare Distanz ist ungefähr ein halber Winkeldurchmesser eines Vollmondes.

Der Schnappschuss entstand am frühen Morgen des 5. Jänner hinter dem Flügel eines Flugzeuges. Die Planeten Jupiter (links) und Mars (Mitte) stehen in einer Reihe mit dem ausgewogenen Stern Zubenelgenubi (rechts). Er ist der Alphastern in der Waage (Libra). Darunter leuchten die Lichter von Prag in Tschechien.

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Kondensstreifen und Sonnenhalo

Die Sonne ist von einem kreisrunden 22-Grad-Halo in Regenbogenfarben umrundet. Innen ist der Halo dunkler als außen. Quer über die Sonne verläuft ein dunkler Streifen, der in der Mitte hell wird, nach oben steigt und einen Schatten wirft. Links unten ist die Silhouette des Horizonts.

Bildcredit und Bildrechte: Alexandros Maragos

Was ist am Himmel passiert? Hier sind mehrere alltägliche Elemente am Tageshimmel auf ungewöhnliche Art und Weise kombiniert. Weit hinter den Silhouetten von Hügeln steht die wie üblich helle Sonne. Vor der Sonne liegen dünne Wolken. Solche Wolken enthalten manchmal eine Schicht sechseckiger Eiskristalle. Diese Kristalle erzeugen den 22-Grad-Halo aus Licht um die Sonne.

Die ungewöhnliche gekrümmte Linie, die das Bild kreuzt, ist ein Kondensstreifen. Das ist eine Art Wolke, die von Flugzeugen ausgestoßen wird. Ein Großteil des Kondensstreifens liegt hinter den dünnen Wolken. Er wirft von dort einen Schatten auf die Wolke. Das verleiht dem Bild eine ungewöhnliche Dreidimensionalität. Das Bild wurde Ende Jänner in der Stadt Patras im Westen von Griechenland fotografiert.

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Fly Me to the Moon

Ein Flugzeug fliegt von rechts auf den Sichelmond zu, ohne ihn jedoch zu treffen. Der Himmel dahinter ist weinrot. Das Flugzeug stößt einen leuchtend roten Kondensstreifen aus.

Bildcredit und Bildrechte: Tamas Ladanyi (TWAN)

Nein, das ist kein guter Weg, um zum Mond zu gelangen. Das Bild zeigt die Überlagerung eines Flugzeuges mit dem Mond. Der Kondensstreifen wäre sonst weiß. Doch das große Luftvolumen zur untergehenden Sonne streut vorwiegend blaues Licht. Das verleiht dem reflektierenden Streifen einen hellroten Farbton.

Weit hinter dem Flugzeug steht der junge Mond. Von dieser weit entfernten Welt ist nur eine schmale Sichel zu sehen, weil die Sonne fast genau dahinter liegt. Dieses Bild wurde vor zwei Wochen fotografiert. Es ist von einem unheimlichen bräunlichen Himmel gerahmt. Er ist weit vom Blau des Tages und vom Schwarz der Nacht entfernt.

Nach wenigen Minuten endete die spontane Himmelsschau. Das Flugzeug kreuzte den Mond. Der Kondensstreifen löste sich auf. Die Sonne ging unter. Der Mond ging unter. Der Himmel wurde dunkel und zeigte Tausende Sterne, die zu blass waren, um durch das derbe rote Licht zu leuchten.

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