Komet G3 ATLAS löst sich auf

Die Bildfelder wurden täglich von 18.-23. Januar aufgenommen. Anfangs hat der Komet noch einen hellen Kern und einen schmalen Schweif, am Ende verschwindet der Kern, der Schweif ist breit, lang und fahl.

Bildcredit: Lionel Majzik

Was passiert mit dem Kometen G3 ATLAS? Mitte Jänner zog er nahe an der Sonne vorbei. Danach wurde der Kopf des Kometen immer blasser. Ende Jänner wurde Komet C/2024 G3 (ATLAS) ein kopfloses Wunder. Trotzdem zeigte er nach Sonnenuntergang weiterhin eindrucksvolle Schweife am Himmel der irdischen Südhalbkugel.

Diese Bilder des Kometen G3 ATLAS wurden in aufeinanderfolgenden Jännernächten im chilenischen Río Hurtado aufgenommen. Der Kopf des Kometen ist in den früheren Tagen (links) eindeutig heller und kompakter als in den späteren Tagen (rechts). Wahrscheinlich ist der Hauptgrund, dass der Kern des Kometen aus Eis und Gestein am Kopf zerbrochen ist.

Komet G3 ATLAS zog weit innerhalb der Bahn des Planeten Merkur um die Sonne, als er ihr am nächsten kam. In dieser Nähe zerstört die Hitze viele Kometen. Einige Bruchstücke des Kometen G3 ATLAS werden weiterhin um die Sonne kreisen.

Galerie: Komet G3 ATLAS

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Komet G3 ATLAS über Uruguay

Am Abendhimmel steigt der Komet C/2024 G3 (ATLAS) über einer Baumgruppe am Horizont auf. Seine Schweife reichen bis zum oberen Bildrand.

Bildcredit und Bildrechte: Mauricio Salazar

Kometen können riesig sein. In großer Entfernung zur Sonne entspricht ihre Größe jedoch dem harten Kern aus Eis und Gestein. Mit einem Durchmesser von einigen Kilometern sind Kometenkerne sogar noch kleiner als kleine Monde. Wenn sich ein Komet der Sonne nähert, dann stößt der Kern Staub und Gas aus. Dahinter entsteht ein langer, dünner Schweif, der sich über große Distanzen hinwegzieht – sogar größer als die Entfernung zwischen Erde und Sonne.

Der im Bild dargestellte Schweif des Kometen C/2024 G3 (ATLAS) besteht aus leuchtendem Gas und Staub, der das Sonnenlicht reflektiert. Der Kometenschweif umfasst einen Bereich am Nachthimmel, in den die scheinbare Größe eines Vollmonds mehrmals hineinpassen würde. Bei Langzeitbelichtungen erscheint der Schweif sogar noch größer als mit freiem Auge.

Die Aufnahme wurde vor etwa einer Woche gemacht und zeigt den beeindruckenden Kometen ATLAS über den Bäumen einer Wiese in Sierras de Mahoma, San Jose, in Uruguay. Nachdem der Komet G3 ATLAS bei Sonnenuntergang am Südhimmel zu sehen war, verblasst er nun, während er sich von der Sonne entfernt. Dadurch ist sein beeindruckender Schweif immer schwerer zu sehen.

Galerie: Komet ATLAS (G3)

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Die vielen Schweife des Kometen G3 ATLAS

Über einem dunklen Hang breitet Komet C/2024 G3 (ATLAS) seine breit aufgefächerten Schweife aus.

Bildcredit und Bildrechte: Martin Mašek (FZU, Czech Academy of Sciences) und Jakub Kuřák

Warum hat dieser Komet nur so zahlreiche Schweife?

C/2024 G3 (ATLAS) hat im Lauf der letzten zwei Wochen zahlreiche lange, verschlungene Schweife entwickelt. Sie waren auf der Südhalbkugel ganz wunderbar zu sehen. Viele Beobachter berichteten, dass sie der eindrucksvollen Kometen-Erscheinung ohne optische Hilfsmittel über dem Westhorizont direkt nach Sonnenuntergang gewahr wurden.

Dieses Bild zeigt mindestens sechs unterschiedliche Schweife. Es wurde vor fünf Tagen an den dunklen Himmeln über dem Paranal-Observatorium in Chile aufgenommen.

Ein möglicher Grund für die Vielfalt der Schweife ist, dass Staub und Gas von einem rotierenden Kometenkern ausgestoßen werden. Der nach außen gerichtete Druck des komplexen Sonnenwinds unseres Zentralgestirns mag dabei auch eine Rolle spielen.

Der große eisbergähnliche Kern des Kometen ATLAS ist anscheinend während der Annäherung an die Sonne vor zwei Wochen zerbrochen. Leider wird erwartet, dass die Helligkeit des Kometen ATLAS und seiner Schweife in den nächsten Wochen deutlich abnimmt.

Himmlische Überraschung: Welches Bild zeigte APOD zum Geburtstag? (ab 1995, deutsch ab 2007)

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Komet G3 ATLAS mit Schweif und Teleskop

Am Horizont ragt der riesige Staubschweif über der Plattform des Paranal-Observatoriums auf. Er breitet sich diagonal über den Himmel aus, der unten orangerot leuchtet und oben in ein dunkles Blau übergeht. Rechts steht ein Hilfsteleskop mit geschlossener Kuppel.

Bildcredit und Bildrechte: Yuri Beletsky (Carnegie Las-Campanas-Observatorium, TWAN)

Der Komet C/2024 G3 ATLAS legte einen dramatischen Auftritt am Himmel der Erde hin. Der Komet stammt aus der fernen Oortschen Wolke. Er erreichte am 13. Januar sein Perihel (die größte Annäherung an die Sonne). Am 19. Januar wurde der helle Komet hier vom Paranal-Observatorium der ESO in der Atacama-Wüste in Chile aufgenommen.

Mit seinem spektakulären Staubschweif geht der Komet ATLAS in der Dämmerung auf der Südhalbkugel unter. Dabei ist er auch mit bloßem Auge gut sichtbar. Im Vordergrund ist die geschlossene Kuppel eines der berühmten Hilfsteleskope der Sternwarte zu sehen.

Die helle Koma des Kometen, der die Beobachter der südlichen Hemisphäre immer noch begeistert, ist diffus geworden. Offenbar hat sich der eisige Kern nach der Annäherung an die Sonne aufgelöst.

Galerie: Komet ATLAS (G3)

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Komet ATLAS über Brasilien

Die Gebäude einer Stadt ragen über eine dunkle Wasserstraße. Über der Stadt sind einige dunkle Wolken und darüber blauer Himmel. Am blauen Himmel, teilweise verdeckt von einigen Wolken, ist ein Komet mit einem sehr langen Schweif zu sehen, der von der Mitte bis zum oberen Rand des Bildes reicht.

Bildcredit: Frederico Danin

Was ist das am Himmel? Über der Stadt, über den meisten Wolken, weit in der Ferne: Es ist ein Komet. Das Bild zeigt den beeindruckenden Schweif des Kometen C/2024 G3 (ATLAS), der vor vier Tagen von Brasilia, Brasilien, aus aufgenommen wurde.

Letzte Woche umrundete der sich entwickelnde Komet die Sonne weit innerhalb der Umlaufbahn des Planeten Merkur und kam dabei so nahe, dass schon früh befürchtet wurde, er könnte auseinanderbrechen – und jüngst bewiesen wurde, dass er es tatsächlich tat.

An einem Punkt in der Nähe des Perihels war der Komet ATLAS so hell, dass aufmerksame Beobachter sogar tagsüber Sichtungen am hellen Himmel in der Nähe der Sonne meldeten. In den letzten Tagen hat der Komet ATLAS einen langen Schweif entwickelt, der teilweise nach Sonnenuntergang mit bloßem Auge sichtbar war, vor allem auf der südlichen Hemisphäre der Erde.

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Der Komet ATLAS umrundet die Sonne

Oben im Bild breitet ein Komet einen prächtigen Schweif aus. Unten in der Mitte ist eine dunkle Scheibe eines Sonnenteleskops, sie verdeckt die Sonne.

Bildcredit: NASA, Raumsonde SOHO, LASCO C3; Bearbeitung: Rolando Ligustri

Warum hat Komet ATLAS so farbige Schweife? Letzte Woche erreichte Komet C/2024 G3 (ATLAS) seine größte Annäherung an die Sonne. Diese lag weit innerhalb der Merkurbahn. Dabei wurde er drastisch heller. Leider hatte der Komet dabei einen so kleinen Winkelabstand zur Sonne, dass es für Menschen sehr schwierig war, ihn zu sehen.

Doch die Raumsonde SOHO der NASA sah ihn. Hier ist ein Bild des Kometen ATLAS von SOHO (LASCO C3). Das Komposit wurde mit Filtern für verschiedene Farben erstellt.

Der Komet zeigt mehrere Schweife. Die mittleren weißen Schweife bestehen wahrscheinlich aus Staub, der Sonnenlicht reflektiert. Die Schweife in Rot, Blau und Grün sind wahrscheinlich Ionenschweife. Ihre Farben stammen von Licht, das von bestimmten Gasen abgestrahlt wird, die der Kometen ausgestoßen hat. Sie werden von der Sonne angeregt.

Derzeit zeigt Komet ATLAS lange Schweife am Südhimmel. Doch er verblasst, während er aus dem inneren Sonnensystem hinauswandert.

Galerie: Komet ATLAS (G3)

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Komet ATLAS vor Sonnenaufgang

Über einer Baumreihe ist am Morgenhimmel ein Komet zu sehen. Der Komet ist links oben in einem kleineren Bild detaillierter dargestellt.

Bildcredit und Bildrechte: Petr Horalek / Institut für Physik Opava

Der Komet C/2024 G3 (ATLAS) ist zurzeit sehr hell – aber er befindet sich auch sehr nahe der Sonne. Wäre das nicht der Fall, so wäre er einer der bemerkenswertesten Kometen der letzten Jahre. Er reflektiert ungefähr gleich viel Licht zur Erde wie der Komet Tsuchinshan-ATLAS im Oktober 2024 und kommt derzeit sogar an die Helligkeit des Planeten Venus heran! Der riesige Schneeball ist aber so nahe an der Sonne, dass man ihn nur durch das Licht der frühen Morgen- oder Abenddämmerung sehen kann.

Heute befindet sich ATLAS in seinem Perihel – dem sonnennächsten Punkt seiner Umlaufbahn. Obwohl die zukünftige Helligkeit von Kometen sehr schwer vorherzusagen ist, besteht Hoffnung, dass der Komet seinen Vorbeiflug an der Sonne übersteht und hell genug bleibt, um in den nächsten Tagen auch mit freiem Auge sichtbar zu sein. Sollte das der Fall sein, so bleibt der Komet auch ein schönes Objekt für Kameras über die nächsten Wochen hinweg.

Das Foto wurde gestern am frühen Morgen nahe Tornal’a in der Slowakei aufgenommen.

Morgen: Zoom-APOD-Vortrag / Veranstalter: Vereinigung der Amateurastronomen New York

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Kilometerhohe Klippe auf dem Kometen Tschurjumow-Gerassimenko

Hinter einer glatten Lichtung mit einigen großen Felsbrocken ragt eine steile Klippe auf. Die Landschaft befindet sich auf dem Kometen Tschurjumow-Gerassimenko.

Bildcredit und Lizenz (CC BY-SA 3.0 IGO): ESA, Raumsonde Rosetta, NAVCAM; Zusätzliche Bearbeitung: Stuart Atkinson

Diese Klippe ist einen Kilometer hoch. Sie befindet sich auf der Oberfläche eines Kometen. Man entdeckte sie auf dem dunklen Kern des Kometen Tschurjumow-Gerassimenko. Die Entdeckerin war Rosetta, eine kleine robotische Raumsonde der ESA. Sie umrundete den Kometen von 2014 bis 2016.

Rosetta fotografierte die zerklüftete Klippe im Bild schon zu Beginn der Mission. Sie ist zwar einen Kilometer hoch, trotzdem könnte ein Mensch einen Sprung zur Oberfläche des Kometen überleben! Der Grund dafür ist die niedrige Schwerkraft auf dem Kometen.

Am Fuße der Klippe befindet sich ein eher ebenes Gelände. Hier liegen viele Felsen, manche davon bis zu 20 Meter groß. Daten der Mission Rosetta deuten darauf hin, dass das Wassereis des Kometen einen anderen Anteil an Deuterium hat als Wasser in den Ozeanen der Erde. Wahrscheinlich hat es also einen anderen Ursprung als das Wasser der Erde.

Die Sonde wurde nach dem Stein von Rosetta benannt. Darauf fanden Archäologen denselben Text, der in drei verschiedenen Sprachen geschrieben war. So konnte man viele Texte aus dem alten Ägypten übersetzen und verstehen.

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