Komet ATLAS zerbricht

Der Komet ATLAS C2019/Y4 ist offenbar zerbrochen; Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Milen Minev (Bulgarisches Inst. für Astronomie und NAO Rozhen), Velimir Popov, Emil Ivanov (Irida-Observatorium)

Beschreibung: Der Komet ATLAS C2019/Y4, der durch das innere Sonnensystem zieht, ist offenbar zersplittert. Diese Teleskop-Nahaufnahme vom 12. April wurde aus Einzelbildern erstellt, die der Bewegung des Kometen vor den Sternen im Hintergrund folgen, man sieht darauf mehrere getrennte Verdickungen in einer diffusen Koma.

Der Komet ATLAS wurde Ende Dezember 2019 entdeckt. Er wurde Ende März bemerkenswert schnell heller, daher hofften Kometenbeobachter auf der Nordhalbkugel, er würde ein heller, mit bloßem Auge sichtbarer Komet werden, wenn er Ende April und im Mai der Erde näherkommen würde. Doch der zerbrechende ATLAS wird am Nordhimmel langsam blasser.

Das Aufbrechen von Kometen ist jedoch nicht ungewöhnlich. Dieser Komet ATLAS befindet sich auf einer ähnlichen Bahn wie der große Komet des Jahres 1844 (C/1844 Y1), und beide könnten Bruchstücke eines größeren Kometen sein.

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Komet ATLAS und die großen Galaxien

Komet ATLAS C/2019 Y4 neben den Messier-Galaxien M81 und M82; Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Rolando Ligustri (CARA-Projekt, CAST)

Beschreibung: Der Komet ATLAS C/2019 Y4 wurde mit dem Asteroid Terrestrial-impact Last Alert System entdeckt, das von der NASA finanziert wurde. Es ist die letzte Entdeckung eines Kometen, die 2019 veröffentlicht wurde. Der Komet wird nun am nördlichen Nachthimmel heller.

Diese Teleskop-Himmelsansicht wurde am 18. März mit einem ferngesteuerten Observatorium in New Mexico fotografiert. Die hübsche grünliche Koma des Kometen ist links oben zu sehen. Rechts unten befinden sich M81 und M82, die als große, gravitativ wechselwirkende Galaxien bekannt sind. Das Galaxienpaar ist ungefähr 12 Millionen Lichtjahre entfernt und liegt im Sternbild Großer Bär hinter zarten Staubwolken über der Milchstraße.

Der einwärts wandernde Komet ATLAS ist etwa 9 Lichtminuten von der Erde entfernt und befindet sich noch außerhalb der Marsbahn. Der lang gezogene Orbit des Kometen ähnelt der Bahn des Großen Kometen von 1844, die diesen Kometen in ungefähr 6000 Jahren ins innere Sonnensystem zurückbringen wird.

Komet ATLAS erreicht sein Perihel – die größte Annäherung an die Sonne innerhalb der Merkurbahn – am 31. Mai und könnte in den nächsten Tagen ein freisichtiger Komet werden.

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Der Schnee auf Tschurumow-Gerassimenko


Bildcredit: ESA, Rosetta, MPS, OSIRIS; UPD/LAM/IAA/SSO/INTA/UPM/DASP/IDA; Animation: Jacint Roger Perez

Beschreibung: Von diesem Schneesturm wäre man nicht wirklich überrascht worden, wenn man neben dieser Klippe auf Tschurjumow-Gerassimenko gestanden hätte. Als die Raumsonde Rosetta im Juni 2016 den Kometen umkreiste – er wird häufig als 67P oder CG abgekürzt -, nahm ihre Teleobjektivkamera Streifen aus Staub- und Eisteilchen auf – ähnlich wie Schnee -, als diese in der Nähe der Kamera und über der Kometenoberfläche durch das Sichtfeld trieben.

Doch einige der hellen Flecken in der Szene stammen wahrscheinlich von einem Regen elektrisch geladener Teilchen oder komischer Strahlen, welche auf die Kamera trafen, oder vom dichten Sternenhintergrund in Richtung des Sternbildes Großer Hund (Canis Major). Auf diesem Video ist leicht erkennbar, wie diese Hintergrundsterne von oben nach unten wandern. Das atemberaubende Video wurde aus 33 aufeinanderfolgenden Bildern erstellt, die in einem Zeitraum von 25 Minuten aufgenommen wurden, als Rosetta 13 Kilometer vom Kometenkern entfernt war.

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Zwei Haufen und ein Komet

Siehe Beschreibung. Komet C/2017 T2 PanSTARRS zieht am Doppelsternhaufen h und chi Persei vorbei; Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Rolando Ligustri (CARA-Projekt, CAST)

Beschreibung: Dieses hübsche Sternfeld umfasst etwa drei Vollmonde (ca. 1,5 Grad) im heroischen nördlichen Sternbild Perseus. Diese Teleskopbilder wurden in den Nächten des 24., 26. und 28. Januar aufgenommen. Sie zeigen das berühmte Paar der offenen oder galaktischen Sternhaufen h und χ Persei mit dem Kometen PanSTARRS (C/2017 T2), der jede Nacht aufgenommen wurde, als er von links nach rechts durch das Sichtfeld wanderte.

Die beiden Sternhaufen sind auch als NGC 869 (rechts) und NGC 884 katalogisiert. Ihre Entfernung beträgt ungefähr 7000 Lichtjahre. Sie enthalten Sterne, die viel jünger und heißer sind als die Sonne, und sie sind nur wenige Hundert Lichtjahre voneinander getrennt. Beide Sternhaufen sind aufgrund des Alters ihrer Einzelsterne 13 Millionen Jahre jung, was darauf hindeutet, dass sie wahrscheinlich in derselben Sternbildungsregion entstanden sind.

Komet PanSTARRs wurde, 2017 entdeckt, als er sich noch außerhalb der Saturnbahn befand. Er ist ein neuer Besucher des inneren Sonnensystems und nur etwas mehr als 13 Lichtminuten vom Planeten Erde entfernt. Der Doppelsternhaufen ist immer ein lohnender Anblick im Fernglas, an dunklen Orten sieht man ihn sogar mit bloßem Auge. Komet C/2017 T2 bleibt jedoch ein Teleskop-Komet. Er ist einer der drei hellsten Kometen, der für 2020 zu erwarten ist, und erreicht Anfang Mai seine größte Annäherung an die Sonne.

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Komet CG verdampft

Siehe Beschreibung. Strahlen auf dem Kometen Tschurjumow-Gerassimenko, fotografiert von der ESA-Raumsonde Rosetta; Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Lizenz: ESA, Rosetta, NAVCAM

Beschreibung: Wo entstehen Kometenschweife? Es gibt keine offensichtlichen Orte auf einem Kometenkern, an denen die Strahlen ausströmen, die dann den Kometenschweif bilden.

Dieses Bild ist eines der besten, auf dem ausströmende Strahlen zu sehen sind. Es wurde 2015 von der Roboter-Raumsonde Rosetta der ESA fotografiert, die von 2014 bis 2016 den Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko (Komet CG) umkreiste. Das Bild zeigt Schwaden aus Gas und Staub, die an zahlreichen Orten vom Kern des Kometen CG austraten, als er der Sonne näher kam und sich erwärmte.

Der Komet hat zwei markante Ausbuchtungen, die größere ist ungefähr 4 Kilometer breit und ist mit der kleineren Keule, die einen Durchmesser 2,5 Kilometern hat, über eine schmale Halsregion verbunden. Untersuchungen lassen vermuten, dass die Verdampfung weit unter der Kometenoberfläche stattfindet, und dass dabei die Strahlen aus Staub und Eis entstehen, deren Ausbruch durch die Oberfläche zu beobachten sind.

Komet CG (der auch als Komet 67P bekannt ist) verliert bei jedem seiner 6,44 Jahre dauernden Umläufe um die Sonne über solche Strahlen etwa einen Meter seines Radius. Bei dieser Menge wird der Komet in wenigen Tausend Jahren vollständig zerstört sein. 2016 endete Rosettas Mission mit einem kontrollierten Einschlag auf der Oberfläche des Kometen 67P.

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Der interstellare Komet 2I/Borisov

Die beiden Aufnahmen stammen von Hubble. Sie zeigen den Kometen 2I/Borisov kit einer blau schimmernden Koma. Im linken Bild vom 16. November 2019 ist auch eine Spiralgalaxie zu sehen. Das rechte Bild entstand am 9. Dezember 2019.

Bildcredit: NASA, ESA und D. Jewitt (UCLA) et al.

Komet 2I/Borisov stammt von anderswo in der Milchstraße. Er besucht das Sonnensystem nur kurz. Der Amateurastronom Gennadi Borissow entdeckte diesen ersten bekannten interstellaren Kometen am 30. August 2019 auf der Krim. Hier zeigen zwei aktuelle Bilder des Weltraumteleskops Hubble den Kometen.

Im linken Bild ist eine ferne Galaxie im Hintergrund nahe der Sichtlinie zu Borisov. Die Galaxie ist verschwommen, weil Hubble dem rasenden Kometen mit seinem Staubschweif folgte. Er war etwa 327 Millionen Kilometer von der Erde entfernt. Das rechte Bild zeigt 2I/Borisov kurz nach dem Perihel. Es war seine größte Annäherung an die Sonne. Am 28. Dezember erreicht Borisov die geringste Distanz zu unserem Planeten Erde (das Perigäum). Er ist dann etwa 290 Millionen Kilometer von uns entfernt.

Hubbles scharfe Bilder lösen zwar den Kometenkern nicht auf. Doch man vermutet, dass sein Durchmesser weniger als  einen Kilometer beträgt.

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Der Tag nach Mars

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Rolando Ligustri (CARA-Projekt, CAST)

Beschreibung: Der 31. Oktober 1938 war der Tag, nachdem Marsbewohner den Planeten Erde erreicht hatten, und alles war ruhig. Es stellte sich heraus, dass die Berichte von der Invasion Teil einer Halloween-Radiosendung waren – dem inzwischen berühmten Hörspiel, das auf dem Science-Fiction-Roman „Der Krieg der Welten“ von H.G. Wells basiert.

Auch auf dem Mars war der 20. Oktober 2014 ruhig. Es war der Tag nach seiner nahen Begegnung mit dem Kometen Siding Spring (C/2013 A1). Das war keine Falschmeldung – dieser Komet kam tatsächlich etwa 140.000 Kilometer an den Mars heran, das entspricht etwa einem Drittel der Erde-Mond-Distanz. Die Rover und Raumsonden der Erde in der Marsumlaufbahn und auf der Oberfläche berichteten von keinen schädlichen Auswirkungen, doch sie hatten einen Logenplatz, als der Besucher aus dem äußeren Sonnensystem vorüberzog.

Dieser farbenprächtige Teleskop-Schnappschuss ist breiter als 2 Grad und zeigt die Sterne im Sternbild Schlangenträger (Ophiuchus) sowie unsere Sicht auf den Mars am Tag danach. Der bläuliche Stern 51 Ophiuchi steht rechts oben, und der Komet taucht gerade aus dem hellen Glanz des Roten Planeten auf.

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Der interstellare Eindringling 2I/Borisov

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit: NASA, ESA und D. Jewitt (UCLA) et al.

Beschreibung: Nach der Entdeckung von 1I/’Oumuamua im Jahr 2017 ist der Komet 2I/Borisov der zweite interstellare Eindringling, der als solcher erkannt wurde. Wie bei ‚Oumuamua bestätigen Borisovs vermessene hyperbolische Bahn sowie die Geschwindigkeit, mit der er zur Sonne fällt, dass sein Ursprung außerhalb unseres Sonnensystems liegt. Detaillierte Beobachtungen lassen den Schluss zu, dass ‚Oumuamua ein Gesteinskörper ist, der sich von bekannten Objekten des Sonnensystems unterscheidet. Hingegen ist Borisov definitiv ein weit wandernder Komet.

Dieses Bild von Borisov wurde am 12. Oktober 2019 mit dem Weltraumteleskop Hubble aufgenommen. Es zeigt eine vertraute kometenartige Aktivität und Staubkonzentration um seinen Kern, der im Bild nicht aufgelöst ist. Einige Schätzungen lassen vermuten, dass der Durchmesser des Kerns zwischen 2 und 16 Kilometer beträgt. Als das Hubblebild aufgenommen wurde, war der Komet 2I/Borisov etwa 418 Millionen Kilometer entfernt. Borisov kommt jedoch noch näher und erreicht seine größte Annäherung an die Sonne am 7. Dezember in einer Entfernung von etwa 300 Millionen Kilometern (2 Astronomische Einheiten).

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