Gegenüber der Sonne

Am sternklaren Himmel sind Sternbilder markiert: Andromeda, Pegasus, Fische, Dreieck, Widder, Walfisch. Unten ist eine Berglandschaft mit einem Weg, auf dem ein rotes Licht entlanggetragen wurde. In den Fischen leuchtet der Planet Jupiter. Links unten ist ein Bildeinschub mit dem vergrößerten Jupiter und seinen Monden.

Bildcredit und Bildrechte: Babak Tafreshi (TWAN)

Beschreibung: Die Chancen stehen gut, dass der helle Stern, den ihr in letzter Zeit gesehen habt, in Wirklichkeit der Planet Jupiter war. Jupiter dominiert auf dieser beschrifteten Ansicht einer sternklaren Septembernacht im iranischen Elburs-Gebirge den Himmel, unten beleuchtet die Spur einer roten Taschenlampe eine Bergstraße.

Am 21. September (Weltzeit) steht Jupiter in Opposition, das ist der Punkt auf seiner Umlaufbahn, der gegenüber der Sonne liegt. Er geht also auf, wenn die Sonne untergeht. Bei dieser Opposition wird Jupiter etwas heller leuchten und dem Planeten Erde ein wenig näher stehen als in jedem anderen Jahr seit 1963.

Auch der ferne, viel blassere Planet Uranus stand am 21. September kurz vor seiner Opposition. Der matte Planet, der am Himmel in Jupiters Nähe steht, ist mit einem Fernglas leicht zu finden (ähnlich dem eingefügten Bild), er steht ein gutes Stück rechts über dem gleißenden Jupiter und leuchtet etwa gleich hell wie einer von Jupiters galileischen Monden.

Der Punkt, der am 23. September exakt gegenüber der Sonne und nahe an der Opposition beider Planeten liegt, ist der Frühlingspunkt (Vernal Equinox). An diesem Tag gesellt sich der Vollmond zu der himmlischen Szene. Natürlich steht auch jeder Vollmond in Opposition.

Heute ist internationale Mondbeobachtungsnacht
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Perseïdenvorspiel

Über einer Ruine und einem Wald wölbt sich die Milchstraße. Rechts zischt ein Meteor über den Himmel.

Credit und Bildrechte: Tamas Ladanyi (TWAN)

Beschreibung: Jeden August, wenn der Planet Erde durch den Staub in der Umlaufbahn des periodischen Kometen Swift-Tuttle wandert, können Himmelsbeobachtende den Meteorstrom der Perseïden bewundern. Dieser Strom sollte jetzt seinen Höhepunkt erreichen, er ist heute nach Monduntergang bis zur Morgendämmerung am besten zu sehen, wenn die Erde durch den dichteren Teil der weitläufigen Staubspur zieht.

Doch die Meteore des Stroms sind schon seit Tagen zu sehen, wie dieser helle Perseïd zeigt, der am 8. August über den Himmel beim Balaton in Ungarn zog. Im Vordergrund steht die Ruine der Kirche Szent András, rechts leuchtet der helle Planet Jupiter den Himmel.

Zwei Galaxien liegen im Hintergrund dieses Weitwinkelpanoramas aus drei Einzelbildern: Der leuchtende Bogen unserer Galaxis, der Milchstraße, sowie der zarte Klecks der weiter entfernten Andromedagalaxie über der am linken Wand der Ruine.

Wenn ihr heute Nacht Perseïden-Meteore sehen möchten, dann beobachtet auch den Abendhimmel, an dem nach Sonnenuntergang im Westen helle Planeten und eine junge Mondsichel stehen.

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Jupiter, von der Stratosphäre aus gesehen

Das linke Bild von Jupiter wirkt konventionell mit Wolkenbändern, die hell und dunkel geschichtet sind. Rechts ist Jupiter mit wenigern, sehr verschwommenen Bändern in gelb, rosarot und weiß abgebildet.

Credit: Infrarot: NASA, USRA, DSI, Cornell Univ. / Sichtbares Licht: Anthony Wesley

Beschreibung: SOFIA, das Stratosphären-Observatorium für Infrarot-Astronomie, nahm am 26. Mai in einer Höhe von gut 10.000 Metern seine ersten Bilder auf (first light). Während SOFIA oberhalb von einem Großteil des Wasserdampfs der Erde flog, der das Infrarotlicht absorbiert, nahm das Observatorium erstklassige kosmische Infrarotansichten auf, zum Beispiel dieses Falschfarbenbild (rechts) von Jupiter.

Links ist zum Vergleich ein aktuelles, am Boden in sichtbarem Licht aufgenommenes Bild. Beide zeigen den Gasriesen, der unser Sonnensystem dominiert, ohne seinen dunklen südlichen Äquatorgürtel (normalerweise ist er bei dieser Ausrichtung in der oberen Halbkugel zu sehen). Diese vertraute Struktur verblasste Anfang Mai. Der helle weiße Streifen im Bild von SOFIA ist eine Region in Jupiters Wolken, die für Infrarotlicht transparent ist und einen flüchtigen Blick unter die Wolkendecken erlaubt.

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So rotiert Jupiter

Credit: NASA, Labor für angewandte Physik der Johns Hopkins Universität, Südwest-Forschungsinstitut

Beschreibung: Wie wäre es beim Jupiter zu halten und ihn rotieren zu sehen? Das war die Erfahrung der Raumsonde New Horizons, als sie sich im Jahr 2007 Jupiter näherte und an ihm vorbeiflog. Wenn Sie auf das Bild klicken, sehen Sie in einem Film, was die automatisierte Raumsonde sah. Oben sind in der ausgedehnten Atmosphäre des größten Planeten im Sonnensystem Bänder und Gürtel aus hellen und dunklen Wolken zu sehen, aber auch riesige rotierende Sturmsysteme in Form von Ovalen. Andere Filme, die von New Horizons und anderen vorbeifliegenden Raumsonden erstellt wurden, zeigten, wie die Wolken wirbeln und sich relativ zueinander bewegen. Jupiter hat durchmisst zirka elf Erddurchmesser und dreht sich in etwa 10 Stunden einmal um seine Achse. Die robotische Raumsonde New Horizons rast weiterhin ins äußere Sonnensystem und passierte letzte Woche den Punkt auf halbem Weg zu Pluto, den sie voraussichtlich 2015 erreicht.

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Jupiter über dem Mittelmeer

Über einem dunklen Grund mit verschwommenem Horizont leuchtet ein violetter Himmel mit dem hell leuchtenden Jupiter und der senkrecht aufsteigenden Milchstraße.

Credit und Bildrechte: Tunç Tezel (TWAN)

Diese Reise bot einen unvergesslichen Anblick. Oben seht ihr eine malerische Sternenlandschaft über einem stimmungsvollen Meerespanorama. Sie war letzten August in der Türkei zu sehen. Das Panorama wurde digital kombiniert. Im Vordergrund strahlt der Leuchtturm von Gelidonya vor dem ruhigen Mittelmeer.

Links leuchtet Jupiter. Er ist der hellste Punkt im Bild. Weil auf der gleichen Seite der Sonne steht wie die Erde, hatte er fast die größte Helligkeit des Jahres erreicht. Jupiter leuchtete mit –3 Magnituden. Er war heller als jeder Stern am Himmel, sogar heller als der Mars bei seiner berühmten hellen Opposition im August 2003.

Rechts verblasst das Band der Milchstraße am Horizont im fernen Dunst der Atmosphäre. Jupiter steht kurz vor dem sonnennächsten Punkt seiner elliptischen Bahn. Bei seiner nächsten Opposition im September 2010 leuchtet er deshalb sogar noch heller.

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Die Milchstraße über den Badlands

Über Bergen steigt die Milchstraße auf.

Credit und Bildrechte: Wally Pacholka (AstroPics.com, TWAN)

Beschreibung: Warum ein Bild nur von den Badlands aufnehmen, wenn man eines fotografieren kann, das auch den spektakulären Himmel darüber zeigt? So ein Panorama aus vier digital zusammengefügten Bildern wurde Ende Juni gegen Mitternacht mit Blick nach Südwesten aufgenommen. Die ungewöhnlichen Spitzkuppen der Badlands Wall im Vordergrund, Teil des Badlands-Nationalparks in South Dakota in den USA, wurden vorübergehend während einer Langzeitbelichtung des Nachthimmels im Hintergrund mit einem Blitzlicht aufgehellt. Die bergähnlichen Spitzkuppen bestehen aus weichen Felsen, die scharfe Erosionsspuren von Wind und Wasser aufweisen. Die Badlands in South Dakota enthalten auch uralte Betten, die reich an leicht zu findenden Fossilien sind. Manche Fossilien sind mehr als 25 Millionen Jahre alt und enthalten Hinweise auf die evolutionären Ursprünge des Pferdes und des Säbelzahntigers. Der helle Jupiter dominiert links unmittelbar über den Spitzkuppen den Himmel, während die spektakuläre Milchstraßengalaxie rechts im Bild hinabläuft.

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Ansicht von Hubble: Einschlag auf Jupiter

Auf Jupiters Oberfläche ist oben ein weißes Oval und darunter ein dunkler Fleck zu sehen, der von einem Einschlag stammt.

Credit: NASA, ESA, H. Hammel (Space Science Institute, Boulder, Co.) und das Jupitereinschlagsteam

Beschreibung: Diese sich ausbreitende dunkle Markierung ist Jupiters neueste Einschlagsnarbe. Diese Rauchwolke entstand, als sich ein kleiner Asteroid oder Komet auflöste, nachdem er in die Atmosphäre des Gasriesen eingetaucht war. Das neue Gebilde auf Jupiters Südpolregion wurde am 19. Juli von dem australischen Amateurastronomen Anthony Wesley entdeckt. Am 23. Juli wurde Wesleys Entdeckung vom Weltraumteleskop Hubble mit seiner neu installierten Wide Field Camera 3 verfolgt, die dieses detailreiche Bild der sich entwickelnden Rauchfahne machte. Schätzungen zufolge hatte das Einschlagsobjekt einen Durchmesser von mehreren hundert Metern. Ähnliche Einschlagsflecken entstanden, als im Juli 1994 Trümmer des Kometen Shoemaker-Levy 9 auf Jupiters Wolkenbändern einschlugen.

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Monddiamant

Das Gemälde zeigt den dunklen Mond, links ist eine Mondsichel mit vielen Kratern.

Bildcredit und Bildrechte: Deirdre Kelleghan

Beschreibung: Kameras auf der ganzen Erde waren diese Woche zum Himmel gerichtet, um die spektakuläre Konjunktion des zunehmenden Mondes mit den hellen Planeten Venus und Jupiter einzufangen. Doch die Astronomiekünstlerin Deirdre Kelleghan dokumentierte das Himmelsereignis, indem sie Skizzen von ihren Beobachtungen anfertigte. Mit ihrem kleinen Teleskop in Greystones in der Grafschaft Wicklow in Irland folgte sie der Mondbedeckung, bei der die gleißende Venus hinter dem dunklen Mondrand verschwand und später am hellen Mondrand wieder auftauchte. Ihre interessante Zeichnung des Wiedererscheinens der Venus entstand mit Pastellkreide auf einem A3-Zeichenblatt unter sehr kalten Bedingungen. Sie meint dazu: „Der Anblick, als die Venus noch einmal wie ein an den Mond gesteckter Diamant glitzerte, war fantastisch.“

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