Jupiter-Murmel von Juno

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Bildcredit: NASA/JPL-Caltech/SwRI/MSSS; Bearbeitung: Kevin M. Gill

Beschreibung: Wie sieht Jupiter in der Nähe aus? Die meisten Bilder von Jupiter werden aus großer Entfernung fotografiert, entweder von der Erde aus oder so weit entfernt, dass fast die Hälfte des Planeten sichtbar ist. Dieser Schnappschuss entstand jedoch aus Bildern, die aus relativ großer Nähe aufgenommen wurden, sodass weniger als die Hälfte des Planeten sichtbar war. Von hier aus erscheint Jupiter noch kugelförmig, aber durch die perspektivische Verzerrung sieht er nun eher wie eine Murmel aus.

Auf Jupiters Wolkenoberflächen sind ein markanter dunkler horizontaler Gürtel mit einer weißen ovalen Wolke und eine weiße Wolkenzone sichtbar, beide reichen um den ganzen Planeten. Der große Rote Fleck ragt rechts oben auf. Dieses Bild entstand aus Bildern der Roboter-Raumsonde Juno, die im Februar bei ihrem 17. nahen Vorbeiflug am größten Planeten unseres Sonnensystems aufgenommen wurden.

Die Mission Juno wurde nun bis 2021 verlängert. Sie besteht darin, Jupiter auf eine neue Art zu untersuchen. Junos Daten lieferten bereits neue Erkenntnisse, zum Beispiel, dass Jupiters Magnetfeld überraschend ungleichmäßig ist und manche von Jupiters Wolkensystemen etwa 3000 Kilometer in den Planeten hinabreichen.

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Kontrastverstärkt: Delfinwolke auf Jupiter

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Bildcredit: NASA, Juno, SwRI, MSSS; Bearbeitung: Gerald Eichstädt und Avi Solomon

Beschreibung: Sehen Sie die delfinförmige Wolke auf Jupiter? Die Wolke war letztes Jahr bei Perijovum 16 zu sehen, als die robotische NASA-Raumsonde Juno zum sechzehnten Mal seit ihrer Ankunft Mitte 2016 an Jupiter vorbeiflog. Bei jedem Perijovum überquert Juno einen geringfügig anderen Abschnitt von Jupiters Wolkenoberflächen.

Die Delfinform überrascht vielleicht, doch sie ist wissenschaftlich gesehen nicht aussagekräftig. Wolken auf Jupiter und der Erde verändern sich ständig und können vorübergehend viele vertraute Formen imitieren. Die Wolke tritt in Jupiters südlichem gemäßigtem Gürtel (South Temperate Belt) (STB) auf, einem Band aus dunklen, sinkenden Wolken, das den ganzen Planeten umfasst und auch Oval BA enthält – der Kleine Rote Fleck. Dieses Bild wurde digital bearbeitet, um Farbe und Kontrast zu verstärken. Junos nächster naher Vorbeiflug an Jupiter – Perijovum 20 – findet Ende Mai statt.

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Perijovum 16: Vorbeiflug an Jupiter


Videocredit und LIzenz: NASA, Juno, SwRI, MSSS, Gerald Eichstadt;
Musik: Die Planeten, IV. Jupiter (Gustav Holst); USAF Heritage of America Band (via Wikipedia)

Beschreibung: Beobachten Sie, wie Juno wieder einmal über Jupiter zieht. Die Roboter-Raumsonde Juno der NASA umrundet weiterhin den größten Planeten unseres Sonnensystems auf ihren 53 Tage langen, stark elliptischen Bahnen. Dieses Video stammt von Perijovum 16, als Juno zum sechzehnten Mal seit ihrer Ankunft Mitte 2016 nahe an Jupiter vorbeiflog. Jedes Perijovum verläuft über einem etwas weiter liegenden Teil von Jupiters Wolkenoberflächen.

Dieses farbverstärkte Video wurde digital aus Standbildern der JunoCam erstellt, die alle fünf Sekunden fotografiert wurden. Das Ergebnis ist 125-fache Zeitraffer. Das Video beginnt mit Jupiters Aufstieg, als Juno sich vom Norden nähert. Als Juno ihre größte Annäherung erreicht – etwa 3500 Kilometer über Jupiters Wolkenoberflächen – fotografiert die Raumsonde den prächtigen Planeten beispiellos detailreich. Juno passiert helle Zonen und dunkle Wolkengürtel, die den Planeten umkreisen, sowie zahlreiche wirbelnde runde Stürme, von denen viele größer sind als Wirbelstürme auf der Erde.

Während Juno fortzieht, sieht man die markante delfinförmige Wolke. Nach dem Perijovum verschwindet Jupiter in der Ferne und stellt nun die ungewöhnlichen Wolken zur Schau, die über Jupiters Süden auftreten. Um die gewünschten wissenschaftlichen Daten zu erhalten, saust Juno so nahe an Jupiter vorbei, dass ihre Instrumente sehr hohen Strahlungswerten ausgesetzt sind.

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Schwimmen auf Jupiter

In den malerischen Wolkenwirbeln auf Jupiter folgt die Raumsonde Juno einer Wolke, die wie ein Delfin aussieht.

Bildcredit: NASA, JPL-Caltech, SwRI, MSSS; Bearbeitung: Brian Swift, Sean Doran

Am 29. Oktober wagte sich die Raumsonde Juno wieder einmal an die Oberflächen von Jupiters turbulenten Wolken heran. Bei diesem 16. Perijovium-Durchgang näherte sich Juno der größten Atmosphäre eines Planeten im Sonnensystem bis auf 3500 km.

Diese Bilder entstanden mit der JunoCam. Die Raumsonde flog 20 – 50.000 Kilometer über den mittleren südlichen Breiten des Planeten. Sie folgte scheinbar einem Wolkenwirbel, der auffällig wie ein Delfin aussieht. Der Delfin schwimmt Jupiters dunklen, gemäßigten südsüdlichen Gürtel entlang. Er ist selbst so groß wie ein Planet. Seine Länge beträgt einige Tausend Kilometer.

Am 21. Dezember ist Junos nächster Perijovium-Durchgang.

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Juno zeigt Wirbel und Farben auf Jupiter

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Bildcredit: NASA, Juno, SwRI, MSSS; Bearbeitung und Lizenz: Matt Brealey, Seán Doran

Beschreibung: Wie entstehen die Farben in Jupiters Wolken? Das ist nicht sicher. Jupiters dicke Atmosphäre besteht hauptsächlich aus Wasserstoff und Helium, doch diese Elemente sind bei den niedrigen Temperaturen in Jupiters Wolkenoberflächen farblos. Welche Spurenelemente die Farben liefern, wird weiterhin erforscht. Kleine Mengen Ammoniumhydrogensulfid sind ein vielversprechender Kandidat.

Was aus diesem farbverstärkten Bild – und vielen ähnlichen Bildern – hervorgeht, ist, dass hellere Wolken typischerweise höher oben sind als dunklere. Hier ist zu sehen, wie helle Wolken rechts unten um rötliche Regionen wirbeln, während sie anscheinend rechts oben über einige dunklere Bereiche wehen. Dieses Bild fotografierte die Roboter-Raumsonde Juno zu Beginn dieses Jahres bei ihrem 14. niedrigen Flug über Jupiter. Juno fährt mit ihren lang gezogenen elliptischen Umrundungen fort, schießt alle 53 Tage nahe am riesigen Planeten vorbei und erforscht bei jeder Runde einen leicht abweichenden Sektor.

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Hubble zeigt Jupiter in Ultraviolett

Bänder laufen um den Riesenplaneten Jupiter, doch sie sind - anders als sonst - rosa und hellblau gefärbt. Links unten sind zwei dunkle Ovale, es sind der Rote Fleck und ein weißes Oval. Die Bänder der Wirbelstürme verlaufen diagonal im Bild. Links oben steht der Mond Ganymed vor Jupiter.

Bildcredit: NASA, ESA, Hubble; Bearbeitung und Lizenz: Judy Schmidt

Jupiter sieht in UV-Licht anders aus. Das Weltraumteleskop Hubble bildet regelmäßig den ganzen Gasriesen ab. Dabei untersucht man die Bewegungen von Jupiters Wolken. Die Bilder helfen der robotischen NASA-Raumsonde Juno, den planetaren Zusammenhang mit den kleinen Bildausschnitten, die sie sieht, zu erkennen. Die Farben, die man bei Jupiter überwacht, reichen über das sichtbare Licht hinaus bis ins ultraviolette und infrarote Licht.

Das Bild entstand 2017 im nahen Ultraviolettlicht. Jupiter wirkt darauf anders als sonst, weil der Anteil an Sonnenlicht, das reflektiert wird, durch unterschiedlich hohe und breite Wolken zu verschiedenen Helligkeiten führt. Im nahen UV-Licht sind Jupiters Pole und sein großer Roter Fleck dunkel. Rechts ist ein kleines Oval, das in sichtbarem Licht weiß ist. Auch dieses ist recht dunkel. Weiter rechts sind Stürme auf einer Perlenschnur gereiht. In nahem UV-Licht sind sie am hellsten. Hier sind sie in rosaroten Falschfarben dargestellt. Links oben ist Ganymed, Jupiters größter Mond.

Juno zieht weiterhin in langen Schleifen in je 53 Tage pro Umlauf um Jupiter. Hubble erholt sich im Erdorbit vom Verlust eines Gyroskops, das der Stabilisierung diente.

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Der komplexe Planet Jupiter

Die Raumsonde Juno zeigt ihren Blick auf Jupiter. Um den Pol, der vorne liegt, sind größere Wirbel in den Wolken. Zum Äquator hinten, der heller ist, werden die Wirbel gleichmäßiger. Oben ist ein großes Sturmgebiet.
Bildcredit:  NASA, Juno, SwRI, MSSS; Komposition: David Marriott

Wie komplex ist Jupiter? Die NASA-Mission Juno führte zu Jupiter. Sie zeigt, dass der jovianische Riese komplexer ist als erwartet. Man fand heraus, dass sich Jupiters Magnetfeld ganz anders aufgebaut ist als das einfache bipolare Feld unserer Erde. Mehrere Pole sind in ein komplexes Netzwerk verstrickt. Es ist im Norden stärker verschachtelt als im Süden.

Juno vermisst Jupiter auch in den Wellenlängen von Radio. Diese Messungen zeigen, dass es in Jupiters Atmosphäre Strukturen gibt, die tief unter der oberen Wolkendecke liegen. Sie reichen Hunderte Kilometer in die Tiefe.

Jupiters neu entdeckte Komplexität tritt auch bei südlichen Wolken auf, wie man auf diesem Bild sieht. Zonen und Gürtel reichen den ganzen Planeten umkreisen und prägen das Bild nahe am Äquator. Sie zerfallen dort in ein komplexes Wunderwerk aus wirbelnden Stürmen, die so groß sind wie Kontinente auf der Erde. Juno zieht weiterhin ihre Bahnen in elliptischen Schleifen. Alle 53 Tage saust sie an dem riesigen Planeten vorbei. Bei jeder Runde erforscht sie einen leicht abweichenden Sektor.

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Jupitersaison, hawaiianischer Himmel

Der Blick reicht zum Kīlauea und dem Krater Halemaʻumaʻu im Hawaiʻi-Volcanoes-Nationalpark. Aus neu entstandenen Schloten steigt eine feurig leuchtende Schwade auf, die nach links zieht. Am sternklaren Himmel strahlt der Planet Jupiter.
Bildcredit und Bildrechte: Tunç Tezel (TWAN)

Diese Nachtlandschaft auf Hawaii entstand Anfang des Jahres. Seither nahm die vulkanische Aktivität dort zu. Das Panorama blickt auf die Caldera des Kīlauea und den Krater Halemaʻumaʻu. Sie befinden sich im Nationalpark Hawaiʻi-Volcanoes. Etwa 30 Kilometer östlich von den ziehenden Schwaden aus Rauch und Dampf liegen neue Schlote und Lavaströme.

Heuer im späten Frühling und zu Beginn des Sommers strahlt Jupiter hell am Himmel. Er ist das gleißende Himmelslicht hoch im Süden der Szene. Dort geht die Wölbung der Milchstraße über Dämpfen und Wolken auf. Antares ist der gelbliche, helle Stern am Ende der dunklen Staubflüsse beim Zentrum unserer Galaxis. Nahe am Horizont leuchten die Sterne Alpha und Beta Centauri sowie das kompakte Kreuz des Südens hinter dem Vulkanrauch, der fast zu hell ist.

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