M13, der große Kugelsternhaufen im Herkules

Das Bild zeigt den großen Kugelsternhaufen Messier 13 im Sternbild Herkules

Bildcredit und Bildrechte: Joan Josep Isach Cogollos

Im Jahr 1716 notierte der englische Astronom Edmond Halley: „Das ist nur ein kleiner Fleck, aber er zeigt sich dem bloßen Auge, wenn der Himmel ruhig und der Mond abwesend ist.“ Heute ist M13 weniger bescheiden als der große Kugelsternhaufen im Herkules bekannt. Er ist einer der hellsten Kugelsternhaufen am Nordhimmel.

Scharfe Teleskopansichten wie diese zeigen die spektakulären hunderttausenden Sterne des Haufens, der 25.000 Lichtjahre entfernt ist. Die Haufensterne ballen sich in einer Region mit einem Durchmesser von 150 Lichtjahren. Wenn man sich dem Kern des Haufens nähert, finden mehr als 100 Sterne in einem Würfel von nur 3 Lichtjahren Seitenlänge Platz. Zum Vergleich: Der sonnennächste Stern ist mehr als 4 Lichtjahre entfernt.

Die beachtliche Bandbreite an Helligkeit im Bild folgt den Sternen in den dichten Kern des Haufens. Zu den fernen Hintergrundgalaxien im durchschnittlich breiten Sichtfeld zählt NGC 6207 links oben.

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Tau-Herkuliden-Meteore über den Teleskopen des Kitt Peak

Das Bild zeigt Meteore aus dem meist schwachen Meteorstrom der Tau-Herkuliden. Es wurden 19 Bilder des Meteorschauers erstellt, wobei 3 weitere Meteore aufgenommen wurden. Im Vordergrund stehen zwei Teleskope von Kitt Peak: das 2,3-Meter-Bok-Teleskop und das 4-Meter-Mayall-Teleskop.

Bildcredit und Bildrechte: Jianwei Lyu (Steward Obs., U. Arizona)

Es war nicht der Sturm des Jahrhunderts, aber immerhin eine denkwürdige Nacht. Letzte Nacht erreichte der Meteorstrom der Tau-Herkuliden seinen Höhepunkt. Normalerweise ist ein moderates Tröpfeln gelegentlicher Meteore zu beobachten, die vom zerfallenden Kometen 73P/Schwassmann-Wachmann 3 stammen.

Doch für dieses Jahr zeigten Berechnungen, dass sich die Erde einen besonders dichten Strom an Kometentrümmern durchqueren würde, was bestenfalls zu einem Regen heller Meteore führen sollte, die vom Sternbild Herkules ausströmen. Doch was sich tatsächlich ereignete, war zwar kein Meteorsturm, aber immerhin ein respektabler Meteorstrom.

Dieses Kompositbild wurde am Nationalen Kitt-Peak-Observatorium in Arizona (USA) aufgenommen. Es kombiniert Bilder von 2,5 Stunden am späten Abend des 30. Mai. In diesem Zeitraum wurden 19 Meteore der Tau-Herkuliden erfasst sowie vier andere Meteore (Findet ihr sie?). Im Vordergrund steht das 2,3-Meter-Bok-Teleskop, direkt dahinter das 4-Meter-Mayall-Teleskop.

Nächstes Jahr kehren die jährlichen Tau-Herkuliden voraussichtlich zu ihrem üblichen niedrigen Rate zurück. Die nächste aktive Nacht wird 2049 erwartet.

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M13: Der große Kugelsternhaufen im Herkules

M13, einer der hellsten Sternhaufen am nördlichen Himmel, ist der 25.000 Lichtjahre entfernt.

Bildcredit und Bildrechte: Martin Dufour

Beschreibung: 1716 notierte der englische Astronom Edmund Halley: „Das ist nur ein kleiner Fleck, doch er zeigt sich dem bloßen Auge, wenn der Himmel heiter und der Mond abwesend ist.“

Inzwischen ist M13 weniger bescheiden als der große Kugelsternhaufen in Herkules bekannt, er ist einer der hellsten Kugelsternhaufen am Nordhimmel. Scharfe Teleskopbilder wie dieses zeigen Hunderttausende Sterne in dem eindrucksvollen Haufen, der 25.000 Lichtjahre entfernt ist. Die Haufensterne sammeln sich in einer Region mit einem Durchmesser von 150 Lichtjahren.

Wenn man sich dem Zentrum des Haufens nähert, passen mehr als 100 Sterne in einem Würfel von 3 Lichtjahren Seitenlänge. Zum Vergleich: Der sonnennächste Stern ist mehr als vier Lichtjahre entfernt. Der bemerkenswerte Helligkeitsumfang, der in diesem Bild aufgenommen wurde, folgt Sternen bis in den dichten Kern des Haufens. Zu den fernen Hintergrundgalaxien im durchschnittlich breiten Sichtfeld gehört NGC 6207 rechts unten.

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Der Galaxienhaufen im Herkules

Der Herkules-Galaxienhaufen ist 500 Millionen Lichtjahre entfernt und wird auch als Abell 2151 bezeichnet.

Bildcredit und Bildrechte: Howard Trottier

Beschreibung: Hier sind Galaxien des Herkuleshaufens, eine Gruppe an Inseluniversen, die etwa 500 Millionen Lichtjahre entfernt sind. Der Haufen ist auch als Abell 2151 bekannt und enthält viele gas- und staubreiche, Sterne bildende Spiralgalaxien. Er besitzt aber auch einige wenige elliptische Galaxien, denen es an Gas und Staub mangelt, und somit auch an den damit zusammenhängenden jungen Sternen.

An den Farben dieses detailreichen Kompositbildes erkennt man deutlich die Sterne bildenden Galaxien an ihrem blauen Farbton und Galaxien mit älteren Sternpopulationen an ihrem gelblichen Schimmer.

Das scharfe Bild zeigt ungefähr einen halben Grad im Zentrum des Haufens, was in der geschätzten Entfernung des Haufens mehr als 4 Millionen Lichtjahren entspricht. Die Beugungslichtkreuze um hellere Vordergrundsterne in unserer Milchstraße entstehen durch die Spiegelhalterung des abbildenden Teleskops.

Viele Galaxien auf dieser kosmischen Aussicht kollidieren oder verschmelzen anscheinend mit anderen, wieder andere wirken verzerrt – all das sind klare Hinweise, dass Haufengalaxien häufig miteinander wechselwirken. Man könnte sogar den Herkuleshaufen selbst als das Ergebnis einer andauernden Verschmelzungen kleinerer Galaxienhaufen betrachten, und man vermutet, dass er sich ähnlich verhält wie junge Galaxienhaufen im viel weiter entfernten frühen Universum.

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M13: Der große Kugelsternhaufen im Herkules

Messier 13 im Herkules, einer der hellsten Kugelsternhaufen am Nordhimmel; Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Eric Coles und Mel Helm

Beschreibung: Im Jahr 1716 notierte der englische Astronom Edmond Halley: „Dies ist ein kleiner Fleck, aber er zeigt sich dem bloßen Auge, wenn der Himmel heiter und der Mond abwesend ist.“

Heute ist M13 weniger bescheiden als der große Kugelsternhaufen im Herkules bekannt, er ist einer der hellsten Kugelsternhaufen am Nordhimmel. Scharfe Teleskopansichten wie diese zeigen Hunderttausende Sterne des spektakulären Haufens. Er ist 25.000 Lichtjahre entfernt, die Haufensterne drängen sich in einer Region mit einem Durchmesser von 150 Lichtjahren.

Wenn man sich dem Kern des Sternhaufens nähert, können mehr als 100 Sterne in einen Würfel mit einer Seitenlänge von nur 3 Lichtjahren passen. Zum Vergleich: Der sonnennächste Stern ist mehr als 4 Lichtjahre entfernt. Die bemerkenswerte Bandbreite an Helligkeiten in diesem Bild führt uns zu den Sternen im dichten Kern des Haufens und zeigt auch drei dezente dunkle Bahnen links unter der Mitte, welche die scheinbare Form eines Propellers bilden.

Zu den fernen Galaxien im Hintergrund des mittelbreiten Sichtfeldes zählt auch NGC 6207 links oben.

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Plasmastrahlen der Radiogalaxie Hercules A

Siehe Beschreibung. Galaxie mit riesigen Plasmastrahlen, die vermutlich von einem Schwarzen Loch stammen. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit: NASA, ESA, S. Baum und C. O’Dea (RIT), R. Perley und W. Cotton (NRAO/AUI/NSF) sowie das Hubble Heritage Team (STScI/AURA)

Beschreibung: Warum strömen aus dieser Galaxie so spektakuläre Strahlen? Das ist nicht bekannt, doch es hängt wahrscheinlich mit einem aktiven, sehr massereichen Schwarzen Loch im Zentrum zusammen. Die Galaxie in der Bildmitte ist Hercules A, im sichtbaren Licht wirkt sie wie eine relativ normale elliptische Galaxie. Wenn man sie aber in Radio-Wellenlängen abbildet, erscheinen gewaltige, mehr als eine Million Lichtjahre lange Plasmastrahlen.

Genaue Untersuchungen zeigen, dass die zentrale Galaxie, die auch als 3C 348 bekannt ist, mehr als 1000-mal massereicher ist als unsere Galaxis, und dass das zentrale Schwarze Loch fast 1000-mal mehr Masse besitzt als das Schwarze Loch im Zentrum unserer Milchstraße.

Das oben gezeigte Bild im sichtbaren Licht wurde mit dem Weltraumteleskop Hubble in der Erdumlaufbahn gemacht und mit einem Radiobild überlagert, das mit den Radioantennen des kürzlich modernisierten Very Large Array (VLA) in New Mexico (USA) aufgenommen wurde. Die Physik, die diese Strahlen erzeugt, wird weiterhin erforscht. Eine wahrscheinliche Energiequelle ist die einfallende Materie, die zum zentralen Schwarzen Loch strudelt.

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