Partikelstrahlenduell in Herbig-Haro 24

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Bildcredit: NASA, ESA, Hubble Heritage (STScI/AURA)/Hubble-Europe Collaboration; Danksagung: D. Padgett (NASA’s GSFC), T. Megeath (U. Toledo), B. Reipurth (U. Hawaii)

Beschreibung: Diese beiden kosmischen Strahlen sehen vielleicht wie ein Lichtschwert mit Doppelklinge aus, doch sie strömen aus einem neu entstandenen Stern in einer Galaxie in Ihrer Nähe. Die faszinierende Szene wurde aus Bilddaten des Weltraumteleskops Hubble konstruiert. Sie zeigt ungefähr ein halbes Lichtjahr des Objekts Herbig-Haro 24 (HH 24), das etwa 1300 Lichtjahre entfernt ist und in den Sternentstehungsgebieten des Orion-B-Molekülwolkenkomplexes liegt.

Der zentrale Protostern in HH 24 ist nicht direkt sichtbar, sondern von kaltem Staub und Gas in einer abgeflachten, rotierenden Akkretionsscheibe umgeben. Wenn Materie aus der Scheibe auf das junge stellare Objekt fällt, wird sie aufgeheizt. Entlang der Rotationsachse des Systems werden einander gegenüberliegende Strahlen ausgeworfen. Die schmalen, energiereichen Strahlen schneiden durch die interstellare Materie in der Region und bilden in ihrer Schneise eine Serie leuchtender Stoßfronten.

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Bögen, Strahlen und Stoßwellen um NGC 1999

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Bildcredit und Bildrechte: Mark Hanson

Beschreibung: Diese reizvolle Ansammlung von Nebeln und Sternen befindet sich etwa zwei Grad südlich des berühmten Sterne bildenden Orionnebels. Die Region ist voller energiereicher junger Sterne, welche Strahlen und Ausflüsse erzeugen. Diese dringen mit Hunderten Kilometern pro Sekunde in das umgebende Material. Durch die Wechselwirkung entstehen leuchtende Stoßwellen, die als Herbig-Haro-Objekte (HH) bekannt sind.

Der anmutige, fließende Bogen rechts neben der Mitte wird beispielsweise als HH 222 katalogisiert, er wird auch Wasserfallnebel genannt. HH 401 unter dem Wasserfall hat eine ausgeprägte Kegelform. Der helle bläuliche Nebel links unterhalb der Mitte ist NGC 1999, eine staubige Wolke, die das Licht eines eingebetteten veränderlichen Sterns reflektiert.

Das ganze kosmische Panorama zeigt mehr als 30 Lichtjahre am Rand des Orion-MolekülwolkenKomplexes, der etwa 1500 Lichtjahre entfernt ist.

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Weitwinkelfeld von M78

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Bildcredit und Bildrechte: Fabian Neyer

Beschreibung: Interstellare Staubwolken und leuchtende Nebel sind im fruchtbaren Sternbild Orion reichlich vorhanden. Einer der hellsten ist M78 in der Mitte dieser bunten Weitwinkelansicht, er liegt nördlich vom Gürtel des Orion.

Der bläuliche Reflexionsnebel ist ungefähr 1500 Lichtjahre entfernt und etwa 5 Lichtjahre groß. Sein Farbton entsteht durch Staub, der bevorzugt das blaue Licht heißer, junger Sterne reflektiert. Der Reflexionsnebel NGC 2071 liegt links neben M78. Rechts daneben befindet sich der viel kompaktere, faszinierende Nebel McNeils, der in jüngster Zeit als veränderlicher Nebel erkannt wurde und mit einem jungen, sonnenähnlichen Stern verbunden ist.

Tiefrote Emissionsflecken von Herbig-Haro-Objekten sind die energiereichen Strahlen von Sternen im Entstehungsprozess, sie heben sich von dunklen Staubbahnen ab. Die Aufnahme zeigt auch das blassere, alles durchdringende Leuchten atomaren Wasserstoffs in der Region.

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HH 666: Carina-Staubsäulen und ein Strahl

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Bildcredit: NASA, ESA, Hubble, HLA; Bearbeitung und Bildrechte: Domingo Pestana

Beschreibung: Manche erkennen hier einen Bienenkorb mit einer bösen Biene. Doch dieses Hubble-Bild zeigt eine zwei Lichtjahre lange kosmische Säule aus Staub, in der sich Herbig-Haro 666 befindet – ein junger Stern, der mächtige Strahlen ausstößt. Die Struktur liegt in einer der größten Sternbildungsregionen unserer Galaxis, dem Carinanebel, der in einer Entfernung von ungefähr 7500 Lichtjahren am Südhimmel leuchtet.

Die schichtartigen Umrisse der Säule werden von den Winden und der Strahlung von Carinas jungen, heißen, massereichen Sternen geformt, von denen einige noch im Inneren des Nebels entstehen. Eine den Staub durchdringende Ansicht in Infrarotlicht zeigt die beiden schmalen, energiereichen Strahlen besser, die von einem noch verborgenen Jungstern ausgestoßen werden.

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Nahaufnahme des Pelikannebels

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Bildcredit und Bildrechte: Sara Wager

Beschreibung: Der markante Emissionsgrat auf dieser lebhaften Himmelslandschaft wird IC 5067 genannt. Er ist Teil einer größeren Emissionsregion mit markanter Form, die allgemein Pelikannebel genannt wird.

Der Grat ist etwa 10 Lichtjahre groß und folgt der Kurve von Kopf und Hals des kosmischen Pelikans. Die fantastischen dunklen Formen im Sichtfeld sind Wolken aus kühlem Gas und Staub, die von der energiereichen Strahlung heißer, massereicher junger Sterne geformt werden. Doch auch in den dunklen Formen entstehen Sterne. Die Zwillingsstrahlen an der Spitze des langen dunklen Tentakels links neben der Mitte sind verräterische Zeichen eines eingebetteten Protosterns, der als Herbig-Haro 555 (HH 555) katalogisiert ist. Auch andere Herbig-Haro-Objekte im Bildfeld lassen auf Protosterne schließen.

Der Pelikannebel ist auch als IC 5070 bekannt und etwa 2000 Lichtjahre entfernt. Sie finden ihn nordöstlich des hellen Sterns Deneb im hoch fliegenden Sternbild Schwan.

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Sternenstaub in der Perseus-Molekülwolke

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Bildcredit und Bildrechte: Lorand Fenyes

Beschreibung: Wolken aus Sternenstaub treiben durch diese detailreiche Himmelslandschaft. Die kosmische Szene zeigt fast 2 Grad in der Perseus-Molekülwolke, die ungefähr 850 Lichtjahre entfernt ist.

Auf diesem Teleskopsichtfeld ist ein Dreieck aus staubigen Nebeln zu sehen, welches das Licht eingebetteter Sterne reflektiert. Links steht der Reflexionsnebel NGC 1333 mit charakteristischem bläulichen Farbeton, rechts unten vdB13 und ein seltener gelblicher Reflexionsnebel – vdB12 – befindet sich oben. In der Perseus-Molekülwolke entstehen Sterne, die meisten davon sind vermutlich in sichtbaren Wellenlängen durch den alles durchdringenden Staub verdeckt. Doch Strahlen und leuchtendes komprimiertes Gas, das von neu entstandenen Sternen ausströmt, sind Hinweise auf kontrastierende rote Emissionen von Herbig-Haro-Objekten und treten in NGC 1333 klar hervor.

In der geschätzten Entfernung der Molekülwolke wären die Schenkel des Dreiecks, das von den Reflexionsnebeln gebildet wird, ungefähr 20 Lichtjahre lang.

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NGC 1999: Südlich des Orion

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Bilddaten: Subaru-Teleskop (NAOJ), Hubble-Weltraumteleskop,
Zusätzliche Farbdaten und Bearbeitung: Robert Gendler

Beschreibung: Südlich der großen Sternbildungsregion, die als Orionnebel bekannt ist, liegt der helle blaue Reflexionsnebel NGC 1999. Die Beleuchtung von NGC 1999 am Rand des etwa 1500 Lichtjahre entfernten Orion-Molekülwolkenkomplexes stammt vom eingebetteten Stern V380 Orionis. Dieser Nebel ist nahe der Mitte dieser kosmischen Aussicht mit einer seitlich geneigten T-Form markiert, die etwa 10 Lichtjahre groß ist. Die dunkle Form wurde einst für eine undurchsichtige Staubwolke gehalten, die als Silhouette vor dem hellen Reflexionsnebel zu sehen ist. Doch aktuelle Infrarotbilderlassen den Schluss zu, dass die Form wahrscheinlich ein Loch ist, das von jungen, energiereichen Sternen durch den Nebel selbst geblasen wurde. Tatsächlich sind in dieser Region viele energiereiche junge Sterne vorhanden, die Strahlen und Ausflüsse mit leuchtenden Stoßwellen erzeugen. Die Stöße, die als Herbig-Haro-Objekte (HH-Objekte) katalogisiert sind, benannt nach den Astronomen George Herbig und Guillermo Haro, sehen in dieser Szenerie, die HH1 und HH2 knapp unter NGC 1999 zeigt, wie rote Einschnitte aus. Die Sternstrahlen stoßen mit einer Geschwindigkeit von Hunderten Kilometern pro Sekunde durch die umgebende Materie.

Komet ISON: Beobachtungsaktion | SOHO | SDO | STEREO | Hangout
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Die Staubsäulen im Carinanebel

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Bildcredit: NASA, ESA, N. Smith (U. California, Berkeley) et al. und das Hubble Heritage Team (STScI/AURA)

Beschreibung: Im Kopf dieses interstellaren Monsters befindet sich ein Stern, der dieses langsam zerstört. Das Monster, eigentlich eine leblose Säule aus Gas und Staub, ist länger als ein Lichtjahr. Der Stern selbst ist durch den dunklen Staub unsichtbar und bricht teilweise aus, indem er energiereiche Teilchenstrahlen ausstößt. Ähnliche epische Kämpfe werden im gesamten Sterne bildenden Carinanebel (NGC 3372) ausgefochten. Die Sterne gewinnen aber am Ende, zerstören ihre Säulen der Schöpfung im Laufe der nächsten 100.000 Jahre und enden als neuer offener Sternhaufen. Die rosaroten Punkte sind neu gebildete Sterne, die sich bereits von ihrem Geburtsmonster befreit haben. Das obige Bild ist nur ein kleiner Teil eines sehr detailreichen Panoramamosaiks des Carinanebels, das 2007 mit dem Weltraumteleskop Hubble aufgenommen wurde. Die technische Bezeichnung für die Sternstrahlen lautet Herbig-Haro-Objekte. Wie ein Stern Herbig-Haro-Strahlen bildet, ist nach wie vor Forschungsgegenstand, doch wahrscheinlich gehört eine Akkretionsscheibe dazu, die um einen Zentralstern wirbelt. Ein zweiter eindrucksvoller Herbig-Haro-Strahl ist am unteren Rand eines größeren Bildes zu sehen.

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HH-222: Der Wasserfallnebel

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Bildcredit: Z. Levay (STScI/AURA/NASA), T.A. Rector (U. Alaska Anchorage) und H. Schweiker (NOAO/AURA/NSF), KPNO, NOAO

Beschreibung: Was erzeugte den Wasserfallnebel? Das weiß niemand. Diese Struktur in der Region NGC 1999 im großen Orion-Molekülwolkenkomplex ist eine der geheimnisvolleren, die bisher am Himmel entdeckt wurden.

Der längliche, gasförmige Strom mit der Bezeichnung HH-222 erstreckt sich über etwa zehn Lichtjahre und emittiert eine ungewöhnliche Farbpalette. Einer Hypothese zufolge entstehen die Gasfilamente durch den Wind eines jungen Sterns, der auf eine nahe Molekülwolke trifft. Das würde jedoch nicht erklären, warum der Wasserfall und zartere Ströme in einer hellen, aber ungewöhnlich nichtthermischen Radioquelle oben links in der gekrümmten Form zusammenlaufen.

Eine andere Hypothese besagt, dass die ungewöhnliche Radioquelle von einem Binärsystem stammt, das einen heißen, weißen Zwerg, einen Neutronenstern oder ein schwarzes Loch enthält, und dass der Wasserfall ein von diesem energiereichen System ausgehender Strom ist. Solche Systeme sind jedoch üblicherweise starke Röntgenquellen, es wurden aber keine Röntgenstrahlen gemessen. Vorläufig ist der Fall ungeklärt.

Vielleicht lösen gut geplante künftige Beobachtungen und kluge Schlussfolgerungen den wahren Ursprung dieses rätselhaften Nebelstreifs.

Astronomen: Welche „rätselhaften Dinge“ sind am Himmel zu sehen?
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Die Staubsäulen des Carinanebels

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Credit: NASA, ESA sowie M. Livio und das Hubble 20-Jahr-Jubiläumsteam (STScI)

Beschreibung: Im Kopf dieses interstellaren Monsters befindet sich ein Stern, der diesen langsam zerstört. Das Monster (oben rechts) ist in Wirklichkeit eine leblose Säule aus Gas und Staub, die mehr als ein Lichtjahr lang ist. Der Stern, der im undurchsichtigen Staub verborgen bleibt, bricht teilweise hervor, indem er energiereiche Teilchenströme auswirft.

Ähnliche gewaltige Kämpfe werden im gesamten Sterne bildenden Carinanebel geführt. Die Sterne werden am Ende gewinnen und dabei im Laufe der nächsten 100.000 Jahre die Säulen ihrer Schöpfung zerstören. Das Ergebnis wird ein neuer offener Sternhaufen sein. Die rosaroten, im Bild verstreuten Flecken sind neu gebildete Sterne, die bereits aus ihrem Geburtsmonster befreit wurden.

Das obige Bild wurde letzte Woche in Erinnerung an 20 Jahre Betrieb des Weltraumteleskops Hubble veröffentlicht. Diese Sternstrahlen werden als Herbig-Haro-Objekte bezeichnet. Wie ein Stern Herbig-Haro-Strahlen erzeugt, ist weiterhin Gegenstand der Forschung, doch wahrscheinlich gehört eine Akkretionsscheibe, die um einen Zentralstern wirbelt, dazu. Ein zweiter eindrucksvoller Herbig-Haro-Teilchenstrahl ist diagonal nahe der Bildmitte zu sehen.

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