Ringförmige Jahrtausend-Sonnenfinsternis

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Credit und Bildrechte: Mikael Svalgaard

Beschreibung: Der Schatten des Mondes raste am 15. Januar über den Planeten Erde. Beobachter auf der Zentrallinie des Schattens wurden Zeugen einer ringförmigen Sonnenfinsternis, da der scheinbare Durchmesser des Mondes zu klein war, um die Sonne ganz zu bedecken. Die ringförmige Phase, ein visuell dramatischer Feuerring, dauerte bis zu 11 Minuten und 8 Sekunden – je nach Standort – und war damit die längste ringförmige Sonnenfinsternis für die nächsten 1000 Jahre. Dieses Bild der Silhouette des Mondes wurde kurz vor dem Höhepunkt der Finsternis auf der Zentrallinie von Kanyakumari am südlichsten Ende von Indien aufgenommen. Das Teleskopbild wurde mit einem Filter gemacht, der einen Großteil des sichtbaren Lichts ausblendet, aber für Licht der Wasserstoffatome durchlässig ist. Dadurch ist die detaillierte Marmorierung, die als Granulation bezeichnet wird, und die durch die Konvektion der Hitze der Sonnenatmosphäre entsteht, um die dunkle Mondscheibe zu sehen.

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Mittelalterliche Astronomie aus Stift Melk

Mittelalterliche Handschrift aus dem Stift Melk zeigt das Schema von Sonnen- und Mondfinsternissen. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Credit: Paul Beck (Univ. Wien), Georg Zotti (Vienna Inst. Arch. Science); Bildrechte: Stiftsbibliothek Melk, Frag. 229

Beschreibung: Diese Manuskriptseite wurde durch einen Zufall entdeckt. Sie bietet einen grafischen Einblick in die Astronomie des Mittelalters vor der Renaissance und vor dem Einfluss von Nikolaus Kopernikus, Tycho Brahe, Johannes Kepler und Galileo.

Das faszinierende Blatt stammt aus einer Vorlesungsmitschrift über Astronomie und wurde von dem Mönch Magister Wolfgang de Styria noch vor dem Jahr 1490 im Stift Melk in Österreich gesammelt. Die oberen Bildfelder erklären die Geometrie für eine Mond- (links) und eine Sonnenfinsternis im geozentrischen ptolemäischen Weltbild. Das Diagramm links unten zeigt die ptolemäische Sicht des Sonnensystems, mit der Grafik rechts unten kann man das Datum des Ostersonntags im Julianischen Kalender berechnen. Der Text rechts oben erklärt die Bewegung der Planeten im ptolemäischen Weltbild.

Die Manuskriptseite ist als Teil einer Spezialausstellung zum Internationalen Jahr der Astronomie im historischen Stift Melk zu sehen.

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Ringförmige Finsternis: der Feuerring

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Credit und Bildrechte: Dennis L. Mammana (TWAN)

Beschreibung: Morgen könnten manche mit viel Glück einen „Feuerring“ sehen. So bezeichnet man die zentrale Sicht auf eine ringförmige Verfinsterung der Sonne durch den Mond. Am Höhepunkt dieser Finsternis scheint die Mitte der Sonne verschwunden zu sein, und der dunkle Mond wird von der gleißenden Sonne umgeben. Das wird nur von einem Pfad aus sichtbar sein, der den südlichen Indischen Ozean kreuzt. Von dichter bevölkerten Orten aus – Südafrika und Teilen Australiens – wird es so aussehen, als würde ein Großteil des Mondes einen Bissen von der Sonne nehmen. Denken Sie daran, auch während einer Finsternis niemals direkt in die Sonne zu blicken! Eine ringförmige Finsternis statt einer totalen Finsternis ereignet sich dann, wenn sich der Mond am erdfernen Punkt seiner elliptischen Bahn um die Erde befindet – dem Apogäum. Die nächste ringförmige Sonnenfinsternis ereignet sich im Januar 2010, auch wenn diesen Juli eine totale Sonnenfinsternis stattfindet. Oben ist eine spektakuläre ringförmige Finsternis zu sehen, die im Januar 1992 hinter Palmen fotografiert wurde.

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