Marsmond verfinstert Marsmond

Videocredit: ESA, DLR, FU Berlin, Mars Express; Bearbeitung und Lizenz CC BY 2.0: Andrea Luck

Was wäre, wenn es zwei Monde am Himmel gäbe, sie sich gegenseitig verfinstern? Das ist auf dem Mars passiert. Dieses Video zeigt eine Version der ungewöhnlichen Finsternis aus dem Weltraum mit beiden Marsmonden. Phobos ist der größere Mond. Er kreist näher am Roten Planeten. Der kleinere Mond Deimos ist weiter außen.

Die Filmsequenz wurde letztes Jahr von Mars Express aufgenommen. Mars Express ist eine Roboter-Raumsonde der ESA, die den Mars umkreist. Auf der Marsoberfläche sieht man ähnliche Finsternisse, allerdings nur selten. Von dort aus zieht der nähere Mond Phobos vor dem weiter entfernten Mond Deimos vorbei.

Das Verrückteste ist, dass der Mond Phobos so nahe um den Mars kreist, dass er sich – verglichen mit dem Erdmond – scheinbar rückwärts bewegt: Er geht im Westen auf und im Osten unter. Der nähere Mond Phobos wandert so nahe und schnell über den Mars, dass er fast dreimal pro Tag oben vorüberzieht.

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Betelgeuse verfinstert

Zwei Abbildungen des Sternbildes Orion, links leuchtet Betelgeuse hell, rechts ist er während der Bedeckung durch einen Asteroiden sehr schwach.

Bildcredit und Bildrechte: Sebastian Voltmer

Am 12. Dezember zog der Asteroid 319 Leona vor dem hellen Stern Betelgeuse vorbei. Dabei warf er einen Schatten auf den Planeten Erde. Um zu sehen, wie er den allseits beliebten Roten Riesen verdunkelte, musste man auf der zentralen schmalen Schattenlinie stehen. Sie begann in Zentralmexiko und zog nach Osten über den Süden von Florida, den Atlantischen Ozean, Südeuropa und Eurasien. 

Das Himmelsereignis war nur von der Erde aus sichtbar. Diese beiden Bilder, die es zeigen, wurden in Almodovar del Rio in Spanien aufgenommen. Das linke Bild entstand vor der Sternbedeckung durch den Asteroiden, das rechte Bild während der Bedeckung. 

Auf beiden Bildern leuchtet der Stern Betelgeuse links oben an der Schulter des bekannten Sternbilds Orion. Seine Helligkeit nahm während der äußerst seltenen Bedeckung merklich ab. Der Riesenstern wurde ein paar Sekunden lang von dem ungefähr 60 Kilometer großen Asteroiden bedeckt.

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Mond am Tageshimmel trifft Morgenstern

Acht Mondsicheln sind nebeneinander abgebildet, von links nach rechts verschwindet die Venus schrittweise dahinter.

Bildcredit und Bildrechte: Katarzyna Kaczmarczyk

Momentan erscheint Venus für uns als heller Morgenstern, der in der Morgendämmerung über dem Horizont im Südosten strahlt. Am Dienstag, 9. November, konnten Frühaufsteher*innen noch vor der Dämmerung das silberne Leuchtfeuer der Venus in enger Paarung mit der abnehmenden Mondsichel aufgehen sehen.

Doch von einigen Gebieten der Nordhalbkugel aus war zu sehen, wie sich der Mond vor die Venus schiebt und sie bedeckt. Von einem großen Teil Europas aus konnte die Bedeckung bei Tageslicht beobachtet werden.

Die hier abgebildete Serie folgt der Annäherung des Mondes an den Morgenstern am blauen Taghimmel über Warschau, Polen. Die Zeitserie (von links nach rechts) von acht scharfen Schnappschüssen, aufgenommen mit dem Teleskop vormittags zwischen 10.56 und 10.58 Lokalzeit, zeigt Venus beim Verschwinden hinter dem hellen Mondrand.

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Jupiter im Mondlicht

Rechts oben leuchtet der Vollmond, am unteren Rand ist ein Teil vom Erdschatten bedeckt, er ist von einem irisierenden Nebelring umgeben. Links unten leuchtet der Planet Jupiter.

Bildcredit und Bildrechte: Giorgia Hofer

Das helle Licht, das kurz nach Sonnenuntergang im Osten aufgeht, ist Jupiter. Der größte Gasriese im Sonnensystem steht um Mitternacht hoch am Himmel. Er erreichte am 2. November seine Opposition des Jahres 2023 und stand am Himmel des Planeten Erde gegenüber der Sonne.

Nur ein paar Tage früher, am 28. Oktober, stand der Mond in Opposition. Vollmond und Jupiter teilten sich diese Nahaufnahme. Die himmlische Szene entstand aus zwei Aufnahmen, eine davon war lang belichtet, die andere kurz. Beide Bilder wurden übereinandergelegt, um den hellen Planeten und den noch helleren Mond bei der partiellen Mondfinsternis an diesem Abend darzustellen.

Das Mondlicht scheint durch dünne, hohe Wolken über Norditalien, dabei entstehen das bunte Schillern und die Mondkorona. Wenn ihr genau hinseht, erkennt ihr auch einige von Jupiters galileischen Monden.

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Ringförmige Sonnenfinsternis über Utah

Im Vordergrund ragt hinter einer felsigen Landschaft ein pyramidenförmiger Berg auf. am dramatischen Himmel verläuft von links nach oben diagonal die Sonnenfinsternis in Phasen, in der Mitte ist die Sonne vom Mond bedeckt und von einem Strahlenkranz umgeben.

Bildcredit und Bildrechte: MaryBeth Kiczenski

Letzte Woche verschwand ein Teil der Sonne, doch nur wenige Menschen waren besorgt. Der fehlende Sonnenteil, zu dem an manchen Orten auch das Zentrum zählte, verschwand einfach hinter dem Mond. Wir kennen das als ringförmige Sonnenfinsternis.

Hier seht ihr einen Ablauf der Finsternis. Er wurde fotografiert, als der Mond am Himmel die aufgehende Sonne überholte. Der Hügel im Vordergrund ist Factory Butte im US-amerikanischen Bundesstaat Utah. Die Strahlen, die von der Sonne ausströmen, sind nicht echt – sie entstehen durch Beugung im Kameraobjektiv, ein sogenannter Sonnenstern. Der Mond ist echt, aber künstlich aufgehellt, um seinen Umriss zu betonen. So ist die wechselnde Position des Mondes bei der Feuerringfinsternis besser erkennbar.

So aufregend dieser Finsternisablauf auch ist, für die Astrofotografin war es bloß eine Übung. Warum? Sie hofft, dass ihr die Erfahrung hilft, um die totale Sonnenfinsternis am 8. April 2024 über Nordamerika besser fotografieren zu können.

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Eine partielle Mondfinsternis

Links ist der Mond stark belichtet abgebildet, am unteren Ende ist der Schatten der Erde zu sehen. Rechts ist der Mond dunkler mit größerem Schatten zu sehen.

Bildcredit und Bildrechte: Orazio Mezzio

Was ist mit dem Mond passiert? Während des letzten Tages bewegte sich ein Teil des Mondes durch den Erdschatten. Das passiert etwa ein- bis zweimal pro Jahr, aber nicht jeden Monat, weil die Mondbahn um die Erde leicht geneigt ist.

Diese beiden Bilder zeigen die Vorderseite eines vollen Jagdmondes, sie wurden während der partiellen Mondfinsternis in Italien aufgenommen. Links ist der Großteil des Mondes bis auf den verfinsterten rechten unteren Rand überbelichtet, im Schatten seht ihr einige vertraute Details der Mondoberfläche. Rechts dagegen ist der Großteil des(selben) Mondes normal belichtet, nur der rechte untere Rand erscheint dunkel.

Alle Mondfinsternisse sind auf der ganzen Erdhälfte zu sehen, die während der Finsternis zum Mond gerichtet ist. Diese Finsternis war in Europa, Afrika, Asien und Australien sichtbar, soweit die Wolken es zuließen. Nächsten April ist in Nordamerika eine totale Sonnenfinsternis zu sehen.

Album: Ausgewählte Bilder der partiellen Mondfinsternis, die an APOD geschickt wurden

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Sonnenaufgang am Sunset Point

Im Bryce Canyon geht am Horizont links neben der Mitte die Sonne auf. Am dunkelblauen Himmel verläuft diagonal die Sonne, die zunehmend vom Mond verdeckt wird und dann wieder hervorkommt.

Bildcredit und Bildrechte: Martin Ratcliffe

Diese Zeitrafferserie wurde am 14. Oktober aufgenommen. Sie zeigt den Sonnenaufgang am Sunset Point im Bryce Canyon auf dem Planeten Erde. An diesem Tag holte am Morgenhimmel über der Schlucht der Neumond die Sonne ein. Die lokalen Temperaturen sanken, als der Mondschatten hoch oben über die Szene zog. Das Licht der gleißenden Morgensonne warf einen stark gelblichen Farbton auf die rötliche, felsige Landschaft.

Für die Zeitrafferserie wurden in Abständen von zwei Minuten Bilder fotografiert. Kamera und Sonnenfilter wurden auf einem Stativ montiert und folgten den Phasen der ringförmigen Sonnenfinsternis.

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Finsternisringe

Vor einem dramatisch bewölkten Himmel zeichnen sich am Horizont zwei Personen ab, ein Mann kniet vor einer Frau, beide reichen einander die Hand. Hinter den beiden ist ein riesiger Feuerring zu sehen.

Bildcredit und Bildrechte: Jerry Zhang (links), Baolong Chen (Foto) und Amber Zhang (rechts)

Sie wusste alles bis auf die Frage. Ihr war klar, dass am Fahrziel eine komplette ringförmige Sonnenfinsternis zu sehen war: am Lake Abert in Oregon. Sie wusste auch, dass die nächste ringförmige Finsternis in den USA erst in 16 Jahren stattfinden würde, daher war diese Fotogelegenheit eine besondere.

Sie stimmte einem Plan zu: Sie und ihr Freund sollten als Silhouetten vor der Finsternis zu sehen sein, mal einzeln, mal zusammen. Sie wusste, dass die ringförmige Phase dieser Finsternis nur ein paar Minuten dauern würde und half in den vielen Stunden der Planung.

Sie sah, wie ihr gemeinsamer Freund etwa 400 Meter entfernt am Fuß eines Hügels die Kamera montierte. Was sie nicht wusste, war die Frage, die ihr gestellt wurde. Aber sie kannte die Antwort: „Ja“.

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