Schmale Mondbahn

Der Mond zieht eine breite Spur am Himmel, während er durch den Schatten der Erde gleitet. An den Enden ist er hell und gleißend, in der Mitte ist seine Spur schmäler und rötlich. Auch Strichspuren ziehen über den dunklen Himmel.

Credit und Bildrechte: Stefan Seip (TWAN)

Wollt ihr eine geruhsame Mondfinsternis genießen? Dazu braucht ihr keine Spezialfilter, ja nicht einmal ein Teleskop. Diese Schauspiele am Himmel sieht man auf der ganzen Nachtseite des Planeten Erde. Sie finden regelmäßig statt. Bei so einer Gelegenheit haben schon viele Leute den Himmel beobachtet.

Dieses Bild zeigt eine Mondfinsternis, doch es ist auffällig und ungewöhnlich. Für die Aufnahme montierte der Astrofotograf am 3. März 2007 seine Kamera auf einem Stativ und öffnete den Verschluss während der ganzen totalen Mondfinsternis. So entstand ein Bild, das die Bahn des Mondes und die schmalen Strichspuren von Sternen aufzeichnet, während sie durch die Nacht gleiten. Die üblichen roten Farbtöne bei der Totalität einer Mondfinsternis sind der dunklere, schmalere Abschnitt auf der Mondspur.

Heute Nacht sieht man bei klarem Himmel zumindest einen Teil der Mondfinsternis über Amerika, Europa, Afrika und Westasien. Sie dauert von Anfang bis Ende länger als drei Stunden. Die Totalität ist etwa 50 Minuten lang. Es ist die letzte totale Mondfinsternis bis Dezember 2010.

Mondfinsternis: Tipps für Fotos

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Gemälde einer Sonnenfinsternis aus dem 18. Jahrhundert

Auf einem Altarbild im bayerischen Kloster Weltenburg beobachtet der heilige Benedikt eine Sonnenfinsternis samt Korona und Diamantring.

Gemälde: Cosmas Damian Asam; Digitalbild: Jay Pasachoff

Vielleicht ist dieses Gemälde die älteste realistische Darstellung einer totalen Sonnenfinsternis. Zumindest glauben das manche Historikerinnen*. Das Bild wurde 1735 von Cosmas Damian Asam fertiggestellt. Er war ein berühmter deutscher Maler und Architekt im frühen 18. Jahrhundert.

Deutlich erkennt man nicht nur eine totale Sonnenfinsternis, sondern auch die Sonnenkorona und den Diamantringeffekt. Er tritt auf, wenn das Sonnenlicht nur noch zwischen den Bergen am Mondrand hindurchfließt. Der Beobachter dieser Phänomene einer Finsternis ist der heilige Benedikt.

Roberta J. M. Olson und Jay Pasachoff vermuten, dass Asam eine der totalen Sonnenfinsternisse 1706, 1724 und 1733 selbst beobachtete. Alle drei Finsternisse fanden im Mai statt. Vielleicht sah er sie sogar alle. Viele Aspekte im astronomischen Universum, die heute als erwiesen gelten, wurden erst im letzten Jahrhundert bekannt oder genau erfasst.

Asams Gemälde hängt im Kloster Weltenburg in Bayern.

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Jupiters Ringe enthüllt

Das Bild zeigt die Silhouette von Jupiter, der die Sonne bedeckt. Links und rechts ist sein hell beleuchteter Ring zu sehen.

Credit: (NOAO), J. Burns (Cornell) et al., Projekt Galileo, JPL, NASA

Warum hat Jupiter Ringe? Die vorbeifliegende Raumsonde Voyager 1 entdeckte 1979 Jupiters Ring. Doch ihr Ursprung war ein Rätsel. Die Raumsonde Galileo umkreiste Jupiter von 1995 bis 2003. Ihre Daten zeigte später, dass diese Ringe von Einschlägen von Meteoriten auf kleinen Monden in der Nähe stammen. Wenn ein kleiner Meteorit zum Beispiel den winzigen Adrastea trifft, bohrt er sich in den Mond, verdampft und sprengt Schmutz und Staub in einen jovianischen Orbit.

Dieses Bild zeigt, wie Jupiter die Sonne bedeckt. Das wurde von der Raumsonde Galileo beobachtet. Im reflektierten Sonnenlicht sehen wir kleine Staubteilchen in der oberen Jupiter-Atmosphäre und die Staubpartikel, die den Ring bilden.

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