8 Minuten und 30 Sekunden Finsternis

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Bildcredit und Bildrechte: Bob Minor

Beschreibung: Die totale Phase der Sonnenfinsternis vom 2. Juli dauerte etwa 4 Minuten und 30 Sekunden am Ort des Finsternismaximums. Dieses lag etwa 1100 Kilometer nördlich der Osterinseln im Südpazifik auf der Oberfläche des Planeten Erde.

11 Kilometer höher oben beobachtete man auf einem Charterflug, der dem Mondschatten folgte, wie der Mond die Sonne etwa 8 Minuten und 30 Sekunden lang vollständig bedeckte. Am Abschnitt der Finsternismitte hatte das Flugzeug Rückenwind und jagte mit etwa 900 Kilometern pro Stunde den Schattenpfad des Mondes entlang. Das Weitwinkelbild zeigt die spektakuläre Aussicht über den Wolken  auf einem Fensterplatz an der Sonnenseite des Flugzeugs. Die total verfinsterte Sonne und die schimmernde Sonnenkorona sind über dem Flügel zu sehen.

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Finsternis-Verlauf über La Silla

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Bildcredit: Petr Horálek

Beschreibung: Die Straße zum La-Silla-Observatorium auf einem Gipfel in der chilenischen Atacamawüste führte auch zum Pfad der totalen Sonnenfinsternis am 2. Juli. Die Einzelbilder dieses Komposits wurden in regelmäßigen Zeitabständen vor und nach der totalen Finsternisphase fotografiert, auch in dem Augenblick, als der dunkle Mondschatten auf einige der fortschrittlichen Großteleskope des Planeten Erde fiel.

Die verträumte Aussicht blickt nach Westen zur untergehenden Sonne und dem herannahenden Mondschatten. La Silla lag ein bisschen nördlich der Zentrallinie des Schattenpfades, daher war der atemberaubend klare Himmel in der Region auf diesem Foto im Norden (rechts) ein kleines Bisschen heller.

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Im Schatten des Mondes

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Bildcredit und Bildrechte: Yuri Beletsky (Carnegie Las Campanas Observatory, TWAN)

Beschreibung: Am 2. Juli standen Bewohner des Planeten Erde während der totalen Sonnenfinsternis 2019 in Südamerika im dunklen Kernschatten des Mondes stehen. Zuerst traf er im Südpazifik östlich von Neuseeland auf die Küste.

Auf einem schmalen Pfad raste der Mondschatten ostwärts und erreichte die chilenische Küste, als die Sonne schon tief über dem westlichen Horizont stand. Im Vordergrund stehen hier lange Schatten noch im direktem Sonnenlicht, sie wurden in den letzten Augenblicken vor Beginn der Totalität fotografiert. Die Lichtkreuze stammen von der Blendenöffnung des Objektivs, und die fast vollständig verdunkelte Sonne leuchtete kurz wie ein schöner Diamantring am klaren, verdunkelten Himmel.

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Die große Korona

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Bildcredit und Bildrechte: P. Horálek, Z. Hoder, M. Druckmüller, P. Aniol, S. Habbal / Solar Wind Sherpas

Beschreibung: Die meisten Fotos zeigen die Pracht der Sonnenkorona nicht angemessen. Die Korona während einer totalen Sonnenfinsternis selbst zu sehen, ist einzigartig. Das menschliche Auge kann sich anpassen und die Ausdehnung der Korona sowie Strukturen besser erkennen als durchschnittliche Kameras.

Willkommen im digitalen Zeitalter: Dieses Bild kombiniert digital kurz und lang belichtete Aufnahmen, die bearbeitet wurden, um zarte, ausgedehnte Strukturen in der Korona der totalen Sonnenfinsternis im August 2017 zu hervorzuheben. Komplexe Schichten und leuchtende Brennlinien einer sich ständig verändernden Mischung aus heißem Gas und Magnetfeldern in der Sonnenkorona sind deutlich sichtbar. Direkt am Sonnenrand erscheinen rosarote Schleifen von Protuberanzen. Sogar blasse Details auf der Nachtseite des Neumondes sind erkennbar, sie werden von Sonnenlicht beleuchtet, das von der Tagseite der vollen Erde reflektiert wird.

Bilder, die Sekunden vor und nach der totalen Finsternisphase aufgenommen wurden, zeigen flüchtige Ausschnitte der Sonne im Hintergrund. Das Phänomen ist als Perlschnurphänomen oder Diamantring bekannt. Morgen sieht man in Teilen Südamerikas wieder eine totale Sonnenfinsternis.

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Mond bedeckt Saturn

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Bildcredit und Bildrechte: Cory Schmitz

Beschreibung: Manchmal verschwindet Saturn. Er geht zwar nicht fort, wird aber unsichtbar, wenn sich unser Mond davorschiebt. So eine Saturnbedeckung war Ende letzten Monats auf einem kleinen Streifen auf der Erde – von Brasilein bis Sri Lanka – zu beobachten.

Dieses Farbbild ist eine digitale Kombination der schärfsten Bilder, die fotografiert wurden fortlaufender Videos des Ereignisses, aufgenommen in Rot, Grün und Blau. Saturn und der vergleichsweise helle Mond wurden getrennt aufgenommen. Die Aufnahmen entstanden in Südafrika kurz vor der Verfinsterung – und kurz vor Sonnenaufgang. Als Saturn fast zwei Stunden später auf der anderen Seite des Mondes wieder auftauchte, war die Sonne bereits aufgegangen.

Dieses Jahr treten fast monatlich Bedeckungen von Saturn durch den Mond auf, leider sind sie nur für Leute am richtigen Ort bei klarem, dunklem Himmel sichtbar.

APOD auf Instagram: englisch oder persisch

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Weitwinkelansicht der großen amerikanischen Finsternis

In der Mitte ist die Sonne vom Mond verdeckt, auf der Mondoberfläche sind dunkle Meere erkennbar. Von der Sonne gehen helle Strahlen aus, die weit in die Schwärze reichen.

Bildcredit und Bildrechte: Nicolas Lefaudeux

Beschreibung: Nur in der flüchtigen Dunkelheit einer totalen Sonnenfinsternis ist das Licht der Sonnenkorona leicht erkennbar. Die ausgedehnte Korona – die äußere Sonnenatmosphäre – ist ein faszinierender Anblick, sie wird jedoch normalerweise von der hellen Sonnenscheibe überstrahlt. Die feinen Details und extremen Helligkeitsabstufungen in der Korona sind zwar mit bloßem Auge erkennbar, aber bekanntermaßen schwierig zu fotografieren.

Dieses Bild ist ein detailreiches Weitwinkelbild der Sonnenkorona, es entstand aus mehr als 120 Bildern, die während der großen amerikanischen Finsternis im August 2017 aufgenommen und sorgfältig digital bearbeitet wurden. Die verschlungenen Schichten und leuchtenden Brennlinien einer sich ständig ändernden Mischung aus heißem Gas und Magnetfeldern sind deutlich sichtbar. Hinter Mond und Sonne leuchten Hunderte Sterne mit nur 11 mag. Mars erscheint ganz rechts in Rot.

Die nächste totale Sonnenfinsternis findet am 2. Juli statt und ist bei Sonnenuntergang auf einem schmalen Pfad in Chile und Argentinen beobachtbar.

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Der Kernschatten der Erde

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Bildcredit und Bildrechte: Antonio Finazzi

Beschreibung: Der dunkle innere Schatten des Planeten Erde wird als Kernschatten bezeichnet. Er hat die Form eines Kegels, der in den Weltraum hinausragt, und einen kreisförmigen Querschnitt, was man am leichtesten während einer Mondfinsternis erkennt. Am 21. Januar zum Beispiel glitt der Vollmond durch die nördliche Hälfte des Kernschattens der Erde – eine gute Unterhaltung für Mondbeobachter auf einem großen Teil des Planeten.

Während der totalen Phase der Finsternis befand sich der Mond 63 Minuten zur Gänze im Kernschatten. Dieses Kompositbild der Finsternis wurde am klaren, dunklen Himmel über den Hügeln in der Nähe von Chiuduno in Italien fotografiert und aus aufeinanderfolgenden Fotos der totalen (Mitte) und partiellen Phase erstellt, um einen großen Teil des runden Kernschattenrandes zu skizzieren.

Die Mondoberfläche reflektiert Sonnenlicht, das von der Atmosphäre in den Erdschatten gestreut wird, sie erscheint während der Totalität rötlich. Doch nahe dem Kernschattenrand hat der Rand des verfinsterten Mondes einen eindeutig blauen Farbton. Das blaue Finsternis-Mondlicht entsteht, wenn Sonnenstrahlen die hohen Schichten in der oberen Stratosphäre passieren und von Ozon gefärbt werden, das rotes Licht streut und blaues hindurchlässt.

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Mond getroffen

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Bildcredit und Bildrechte: Petr Horálek

Beschreibung: Krater von urzeitlichen Einschlägen auf dem luftlosen Mond sind seit langer Zeit ein vertrauter Anblick. Doch seit den 1990er Jahren erfassen und untersuchen Beobachter regelmäßig optische Blitze auf der Mondoberfläche. Wahrscheinlich handelt es sich um Explosionen infolge von Meteoroideneinschlägen. Natürlich sind die Blitze auf der hellen, sonnenbeleuchteten Oberfläche schwierig zu beobachten. Doch während der totalen Finsternis am 21. Januar fotografierten viele Fotografen zufällig den Einschlagsblitz eines Meteoroiden auf dem mattroten Mond.

Der Blitz oben wurde beim Untersuchen der Bilder kurz vor Beginn der totalen Finsternisphase entdeckt, er ist im Einschub nahe dem verdunkelten westlichen Rand des Mondes markiert. Der Blitz wurde von den Teleskopen des Moon Impact Detection and Analysis System (MIDAS) in Südspanien aufgenommen, Schätzungen anhand seiner Dauer lassen vermuten, dass die Masse des Einschlagskörpers ungefähr 10 kg betrug, und dass ein etwa 7-10 Meter großer Krater entstand.

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