SMILE zeigt ein geschlossenes Polarlichtoval

Das animierte GIF kombiniert Bilder der Erde mit Blick auf ihren Nordpol. Dort wirbelt ein geschlossenes Polarlicht, das wir in Zeitraffer beobachten können.
Video-Credit: ESA, CAS, SMILE, UVI

Habt ihr schon einmal ein ganzes ovales Polarlicht gesehen? Vom Boden aus kann man es gar nicht erfassen, denn es beschreibt einen zu großen Bogen um einen der Magnetpole der Erde. Doch Raumfahrzeuge können es hoch über der Erde beobachten. Das Video zeigt ein vollständiges ovales Polarlicht. Es stammt von der Raumsonde SMILE, die von den Weltraumbehörden ESA (Europa) und CAS (China) betrieben wird. Weil die Kamera im ultravioletten Licht filmt, sieht man dieses Polarlicht auch am Tag.

Das Video komprimiert etwa eine Stunde in Zeitraffer. Es wurde Ende Juli aufgenommen und zeigt, wie veränderlich und turbulent Polarlichter sind. Die hellen Punkte an den Seiten sind weit entfernte Sterne. Sie bewegen sich, weil die Kamera von SMILE ihren Blickwinkel verschiebt, während das Raumfahrzeug um die Erde kreist.

Eins von SMILEs Zielen ist, die Wechselwirkung zwischen dem Sonnenwind und der Magnetosphäre der Erde besser zu verstehen. Dabei will man lernen, wie wir Astronautinnen und Astronauten, Raumfahrzeuge und Stromnetze am Boden vor Sonnenstürmen schützen können.

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Blick aus dem Weltraum auf Polarlichter

Videocredit: ESA, NASA, ISS Expedition 74; Aufnahme: Sophie Adenot; Musik: ESA („Circle of Light“ von Patrick Hawes und Grace Davison von Audio Network)

Wie sehen Polarlichter von oben aus? Seht her! Vom Boden aus gesehen tanzen Polarlichter hoch über den Wolken. Dabei sorgen sie oft für spektakuläre Anblicke. Aus dem Weltraum sehen sie etwas anders aus. Die Internationale Raumstation (ISS) umrundet die Erde alle 90 Minuten. Dabei fliegt sie manchmal über Polarlichter, die auf der Nachtseite der Erde aktiv sind.

Dieses Video zeigt Polarlichter in Zeitraffer. Es wurde vor rund zwei Wochen auf der ISS gefilmt. Die ISS und alle Objekte in erdnahen Umlaufbahnen fliegen hoch über grünen Polarlichtern, aber nur ein kleines Stück über rot leuchtenden.

Die Polarlichter bestehen aus Strömen von Elektronen und Protonen. Sie sind zu dünn, um eine Gefahr für die ISS darzustellen, so wie Wolken ungefährlich für Flugzeuge sind. Wenn man Polarlichter aus der Umlaufbahn betrachtet, winden sie sich wie riesige Schlangen und scheinen zu kriechen. Das passiert, wenn die Magnetfelder sich ändern. Die französische Astronautin Sophie Adenot filmte dieses einminütige Video. Sie ist Astronautin der ISS-Expedition 74.

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Flug über den Nordpol des Mars

Videocredit: ESA, Mars Express, VMC; Bearbeitung und Lizenz: Simeon Schmauß

Was sehen wir bei einem Flug über den Nordpol des Mars? Dieses Video zeigt so eine Reise. Es entstand aus Bildern der ESA-Sonde Mars Express aus dem Jahr 2019. Zuerst sehen wir unten eine Landschaft aus fein gemahlenem Boden, die vom rostigen Eisen rot getönt ist. Ein Teil davon erscheint dunkler. Dort ist Fels und Gestein freigelegt.

Bald kommt die nördliche Polkappe in Sicht. Sie ist fast weiß, weil sie aus gefrorenem Wasser besteht, das reflektiert. Um die Polkappe verläuft das Borealis-Becken. Es ist eine geschichtete Senke, die mit Staub und Sand bedeckt ist. Die Einzelbilder im Video entstanden im nördlichen Marsfrühling, als sich das Kohlendioxideis verflüchtigte. Darunter liegt Wassereis in der Kappe, das übrig blieb.

Mars Express erkundet weiterhin die Oberfläche des Mars. Dabei sucht die Sonde nach Hinweisen auf das frühe Klima des Roten Planeten und sein Potenzial für Leben.

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NGC 1898: Kugelsternhaufen in der Großen Magellanschen Wolke

Ein bunter Kugelsternhaufen mit vielen roten und blauen Sternen füllt das Bild. In der Mitte ist ein helles Zentrum, doch auch der Hof ist voller Sterne.

Bildcredit: ESA / Hubble und NASA

Juwelen scheinen nicht hell – nur Sterne. Fast jeder Fleck in diesem Schmuckkästchen auf einem Foto des Weltraumteleskops Hubble ist ein Stern. Es gibt Sterne, die röter sind als unsere Sonne und andere, die blauer sind – doch sie alle sind weiter entfernt. Das Licht braucht 8 Minuten von der Sonne, um die Erde zu erreichen. NGC 1898 ist so weit weg, dass sein Licht etwa 160.000 Jahre benötigt, um hier anzukommen.

Der große Ball aus Sternen wird NGC 1898 genannt und ist ein Kugelsternhaufen. Er befindet sich im Zentralbalken der Großen Magellanschen Wolke (GMW), einer Satellitengalaxie unserer Milchstraße.

Das mehrfarbige Bild entstand aus vielen Bändern von Infrarot bis Ultraviolett. Es wurde aufgenommen, um zu entscheiden, ob alle Sterne von NGC 1898 gleichzeitig entstanden oder unterschiedlich alt sind. Nun häufen sich die Hinweise, dass in den meisten Kugelsternhaufen die Sterne in Wellen entstehen. Insbesondere die Sterne von NGC 1898 entstanden alle kurz nach einer Annäherung der Kleinen Magellanschen Wolke (KMW) an unsere Milchstraße vor langer Zeit.

Weltraumteleskope – aktuell: Wohin blicken Hubble und Webb gerade?

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Komet Tschurjumow-Gerassimenko bildet Schweife

Der dunkle Kern des Kometen Tschurjumow-Gerassimenko leuchtet hier hell in der Sonne. Von seiner Oberfläche steigen Ströme aus Staub und Gas auf. Die Aufnahme stammt von der ESA-Raumsonde Rosetta.

Bildcredit und Lizenz: ESA, Rosetta, NAVCAM

Wo entsteht ein Kometenschweif? Normalerweise gibt es auf den Kernen von Kometen keine offensichtlichen Orte oder Poren, aus denen die Strahlen kommen, die den Kometenschweif bilden. Dieses Bild ist der besten, das Strahlen aus einem Kometen zeigt. Es wurde 2015 von der robotischen ESA-Sonde Rosetta gewonnen. Rosetta flog um den Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko. Sie befand sich von 2014 bis 2016 im Orbit.

Das Bild zeigt viele Wolken aus Staub und Gas, die aus dem Kern von Komet Tschurjumow-Gerassimenko strömen, der sich der Sonne näherte und erwärmte. Der Komet hat zwei auffällige Lappen. Der größere ist etwa 4 Kilometer lang. Er ist mit dem kleineren durch einen engen Hals verbunden, der 2,5 Kilometer lang ist.

Analysen zeigten, dass die Ausdünstung direkt von der Kometenoberfläche kommen muss. Sie wird zu Strömen aus Gas, Staub und Eis gebündelt, die aus der Oberfläche austreten. Komet Tschurjumow-Gerassimenko (auch Komet 67P genannt) verliert dadurch bei jedem Umlauf um die Sonne an der Oberfläche etwa einen Meter an Dicke. Ein Umlauf dauert 6,44 Jahre. Bei diesem Verlust an Material verschwindet er binnen einiger tausend Jahre komplett.

2016 endete die Mission Rosetta. Dabei stürzte die Raumsonde kontrolliert auf die Oberfläche des Kometen 67P.

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Rutschung bei Hebes Chasma auf dem Mars

In einer Senke steht ein Berg, an dessen Vorderseite ein Teil abgebrochen ist. In der hufeisenförmigen Kerbe sammelt sich eine dunkle Flüssigkeit, die anscheinend aus einer dunklen Schicht weiter oben über einen Hang abfloss. Es ist nicht erkennbar, wohin das Abbruchmaterial verschwunden ist.

Bildcredit und Lizenz: ESA/DLR/FU Berlin (G. Neukum)

Was passierte in Hebes Chasma auf dem Mars? Die Senke Hebes Chasma liegt nördlich der gewaltigen Schlucht Valles Marineris. Sie ist nicht mit anderen Strukturen auf der Oberfläche verbunden. Daher ist unklar, wohin das Material verschwunden ist, das sich darin befunden hat. Mitten in Hebes Chasma steht der 5 km hohe Tafelberg Hebes Mensa. Ein Teil davon stürzte offenbar auf eine ungewöhnliche Art und Weise ein. Dieser Einsturz liefert vielleicht Hinweise.

Das Bild stammt von der robotischen Raumsonde Mars Express der ESA. Sie kreist derzeit um den Mars. Wir sehen genaue Details der Senke und eine ungewöhnliche, hufeisenförmige Vertiefung im Tafelberg. Anscheinend floss das Material des Tafelbergs auf den Grund der Senke. Eine mögliche dunkle Schicht sammelte sich wie Tinte auf einem abschüssigen Hang.

Eine Vermutung lautet, dass tiefere Schichten in Hebes Chasma aus salzigem Gestein bestehen. Das Salz könnte sich in einem geschmolzenen Eisgemisch auflösen. Dieses fließt dann durch Löcher in einen Grundwasserleiter unter der Oberfläche ab.

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Gaia erstellt eine Seitenansicht unserer Milchstraße

Ein dunkles Feld umgibt ein dünnes, farbenfrohes Band. Es verläuft horizontal durch die Mitte. Das Band ist fast gerade, krümmt sich jedoch an den Außenkanten.

Illustrationscredit: ESA, Gaia, DPAC, Stefan Payne-Wardenaar

Wie sieht die Milchstraße von der Seite aus? Ein echtes Foto zu machen ist unmöglich, weil wir uns ja in dieser Galaxie befinden. Doch vor kurzem entstand so eine Außenansicht mithilfe der genauen Positionen von mehr als einer Milliarde Sternen. Die Daten dafür stammen von der ESA-Mission Gaia.

Die Darstellung zeigt, dass unsere Milchstraße eine sehr dünne zentrale Scheibe hat, so wie viele andere Spiralgalaxien auch. In dieser Scheibe befinden sich unsere Sonne und alle Sterne, die wir nachts sehen.

Man vermutete das zwar schon vorher. Dennoch war die kurvige Form der Scheibe in den äußeren Bereichen eine Überraschung. Die Farben des gebogenen zentralen Bandes der Galaxis stammen überwiegend von dunklem Staub, hellen, blauen Sternen und roten Emissionsnebeln.

Im März endete die erfolgreiche Mission Gaia. Doch die Analyse der Daten geht noch lange weiter.

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Sternbildungs-Galaxie Messier 94

Bildfüllend ist eine Spiralgalaxie von oben abgebildet. In der Mitte ist ein kleiner heller Kern, umgeben von diffusen Sternfeldern, die von markanten Staubbahnen überlagert sind. Außen herum läuft ein Ring aus sehr hell glitzernden Gebieten mit Sternbildung.

Bildcredit: ESA/Hubble und NASA

Das prächtige Inseluniversum Messier 94 befindet sich in nur 15 Millionen Lichtjahren Entfernung im nördlichen Sternbild der Jagdhunde (Canes Venatici). Wir sehen die gesamte Fläche dieser Spiralgalaxie. Sie misst etwa 30.000 Lichtjahre im Durchmesser und ihre Spiralarme ziehen sich durch die äußeren Bereiche der weiten Scheibe. All das macht sie zu einem beliebten Fotomotiv von der Erde aus.

Diese Aufnahme des Hubble-Weltraumteleskops umfasst nur ca. 7000 Lichtjahre der zentralen Region von M94. Die scharfe Nahaufnahme zeigt den kompakten, hellen Kern der Galaxie mit deutlichen inneren Staubbahnen, umgeben von einem bläulichen Ring aus jungen, massereichen Sternen. Diese Sterne im Ring scheinen jünger als 10 Millionen Jahre zu sein. Das weist darauf hin, dass die Galaxie zu diesem Zeitpunkt gerade eine Phase rascher Sternentstehung durchlief.

Der kleine, helle Kern ist typisch für Seyfert-Galaxien. Doch wegen des Rings ist M94 auch als Sternentstehungsgalaxie bekannt. Da M94 relativ nahe ist, können hier die Ursachen für den Ausbruch an Sternentstehung im Detail erforscht werden.

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