Bailysche Perlen nahe der Totalität einer Sonnenfinsternis

Diese Bailyschen Perlen wind waagrecht verkürzt dargestellt. Sie wurden bei der totalen Sonnenfinsternis 2008 in Nowosibirsk fotografiert.

Bildcredit und Bildrechte: Leonid Durman

Kurz bevor die Sonne verfinstert wird, geschieht etwas Seltsames. Bei einer totalen Sonnenfinsternis wandert der Mond vor die Sonne, um sie vollständig zu bedecken. Das geschah auch am Dienstag über Teilen von Australien. Dabei verlaufen Perlen aus hellem Sonnenlicht um den Mondrand. Diesen Effekt nennt man Bailysche Perlen – nach Francis Baily, der 1835 auf dieses Phänomen aufmerksam machte.

Die Anzahl und Helligkeit der Bailyschen Perlen ist üblicherweise unvorhersagbar. Doch heute ist der Mond so gut kartiert, dass einige allgemeine Merkmale der Baylischen Perlen erwartbar sind. Wenn eine einzelne Perle stark hervortritt, wird sie als Diamantringeffekt bezeichnet. Er ist üblicherweise knapp vor der Totalität zu sehen.

Oben ist eine waagrecht verkürzte Bildserie. Sie zeigt die Bailyschen Perlen, die vor und nach der totalen Sonnenfinsternis 2008 im russischen Nowosibirsk zu sehen waren. Wenn am Ende der Totalität die Sonne wieder hinter dem Mond auftaucht, können auf der anderen Seite des Mondes ebenfalls Bailysche Perlen zu sehen sein.

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Jagdmond über den Alpen

Über dem Gipfel Rocciamelone in den italienischen Alpen, der vom Sonnenaufgang rot beleuchtet wird, geht der Vollmond unter.

Bildcredit und Bildrechte: Stefano De Rosa

Wenn der Vollmond untergeht, kann ein dramatisch aussehen, und Vollmonde haben viele Namen. Der Vollmond Ende Oktober war der zweite Vollmond nach der Tag- und Nachtgleiche. Er wird auf der Nordhalbkugel traditionell Jagdmond genannt. Nach der Überlieferung passt der Name, weil dieser Vollmond in der Jagdsaison zur Vorbereitung auf die kommenden Wintermonate die Nacht beleuchtete.

In dieser Szenerie leuchtet der Jagdmond in einem satten gelben Licht, während er in der Dämmerung über den italienischen Alpen untergeht. Der schneebedeckte Gipfel ist höher als 3000 Meter. Er heißt Rocciamelone und wird vom ersten Licht des Sonnenaufgangs rot beleuchtet.

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Ein blauer Mond

Der Vollmond wurde bei Blue Moon fotografiert, und tatsächlich schimmern einige Gebiete auf diesem farbverstärkten Bild bläulich.

Bildcredit und Bildrechte: Simon Smith

Der prächtige Vollmond, der am 31. August bei Vollmond aufging, war der zweite Vollmond in einem Monat. Nach aktueller Zeitrechnung ist er somit ein „blauer Mond“ – der zweite Vollmond des Monats.

Manche Teile des Vollmondes sehen auf diesem scharfen Mondporträt tatsächlich ein bisschen blau aus. Das Bild entstand wenige Stunden vor der exakt vollen Phase im britischen Nottingham bei erfreulich klarem Himmel. Es zeigt auffällige helle Strahlen, die von dem markanten jungen Krater Tycho auf der südlichen Mondhalbkugel ausgehen.

Das leicht farbverstärkte Bild betont auch zarte Blauschattierungen – ein echtes Merkmal von Gelände mit einem hohen Anteil an Titanoxid und Eisen. Das blaue Mondgelände rechts zeigt die dunkle, flache Weite im Meer der Ruhe. Dort liegt die Landestelle von Apollo 11.

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Panorama der Apollo-11-Landestelle

Vor der Mondlandschaft im Bild sind links Schubdüsen der Landefähre Eagle zu sehen, in der Mitte ist ein Krater, rechts der Schatten der Landefähre.

Bildcredit: Neil Armstrong, Apollo 11, NASA – Panorama von Syd Buxton

Habt ihr kürzlich ein Panorama von einer anderen Welt gesehen? Dieses hier entstand aus hoch aufgelösten Abtastbildern der originalen Film-Einzelbilder. Es zeigt das eindrucksvolle Ödland an der Landestelle von Apollo 11 auf dem Mond im Meer der Ruhe.

Das linke Bild AS11-37-5449 fotografierte Neil Armstrong durch sein Fenster der Landefähre Eagle. Es ist das erste Bild, das je ein Mensch auf einer anderen Welt fotografiert hat. Vorne links im Süden befinden sich Schubdüsen. Rechts im Westen ist der Schatten des Eagle. Zum Größenvergleich: Der große, seichte Krater rechts hat einen Durchmesser von etwa 12 Metern.

Die Aufnahmen entstanden etwa eineinhalb Stunden nach der Landung durch die Fenster der Mondlandefähre. Sie wurden vor Betreten der Mondoberfläche aufgenommen und sollten für den Fall eines verfrühten Abfluges die Landestelle dokumentieren.

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Der Adler steigt auf

Das Bild in Cyan und Rot ist eine Anaglyphe. Rechts ist fast bildfüllend der Mond, links ragt ein Stückchen von der Erde über den Mondrand. Rechts schwebt das Mondlandemodul Adler von Apollo 11 vor dem Mond.

Bildcredit: Apollo 11, NASA – Stereobildrechte: John Kaufmann (ALSJ)

Nehmt eure rot-blauen Brillen und betrachtet dieses Stereobild aus der Mondumlaufbahn. Es entstand aus zwei Fotos (AS11-44-6633, AS11-44-6634), die der Astronaut Michael Collins 1969 bei der Mission Apollo 11 fotografierte.

Die 3D-Anaglyphe zeigt die Aufstiegsstufe der Mondlandefähre Eagle („Der Adler“). Sie steigt auf und koppelt am 21. Juli an die Kommandokapsel in der Mondumlaufbahn. An Bord der Aufstiegsstufe waren Neil Armstrong und Buzz Aldrin. Sie betraten als erste Menschen die Oberfläche des Mondes.

Das glatte, dunkle Gelände auf der Mondoberfläche ist das Mare Smythii. Es liegt unter dem Äquator am östlichsten Rand der Mondseite, die zur Erde zeigt. Hinter dem Horizont des Mondes schwebt unser Planet Erde.

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Mond trifft Jupiter

Hinter einem Schleier aus ziehenden Wolken leuchtet die Mondsichel, rechts davon ist der Jupiter mit seinen vier galileischen Monden.

Bildcredit und Bildrechte: Cristian Fattinnanzi

Am 15. Juli bewunderten Schaulustige auf der Erde die Planetenbegegnung in der Morgendämmerung. Viele beobachteten den hellen Jupiter neben der schmalen, abnehmenden Mondsichel.

Leute in Europa sahen sogar, wie der prächtige Gasriese hinter den Mond wanderte und verdeckt wurde. Beinahe hätten Wolken diese Teleskopansicht aus dem italienischen Montecassiano verdorben. Doch im Bild taucht Jupiter nach der Bedeckung mit allen vier großen galileischen Monden wieder auf.

Die sonnenbeleuchtete Sichel ist überbelichtet. Daher ist die Nachtseite des Mondes zart vom Erdschein beleuchtet. Die Reihe zeigt von rechts nach links Kallisto, Ganymed, Jupiter, Io und Europa rechts neben dem dunklen Mondrand. Kallisto, Ganymed und Io sind sogar größer als der Erdmond, nur Europa ist etwas kleiner.

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Apollo 17 am Krater Shorty

Links steht ein Mondauto und ein Astronaut am Rand eines Kraters, dessen Wand nach rechts abfällt. Die Kraterwand ist mit Felsen übersät, dahinter ist orangefarbenes Gestein sichtbar.

Bildcredit: Besatzung Apollo 17, NASA

Im Dezember 1972 verbrachten die Apollo-17-Astronauten Eugene Cernan und Harrison Schmitt etwa 75 Stunden auf dem Mond im Taurus-Littrow-Tal. Ihr Kollege Ronald Evans blieb oben im Mondorbit. Dieses hoch aufgelöste Bild fotografierte Cernan, als er mit Schmitt die Talsohle durchwanderte.

Links steht der Geologe Schmitt mit dem Mondrover am Rand des Kraters Shorty. Es ist der Ort, wo er orangefarbene Mondschollen entdeckte. Die Besatzung von Apollo 17 kehrte mit 110 Kilogramm Gesteins– und Bodenproben zurück. Das war mehr, als an jedem anderen Landeort auf dem Mond gesammelt wurde.

40 Jahre später sind Cernan und Schmitt immer noch die vorläufig letzten Menschen, die den Mond betreten haben.

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Verfinsterter Mond über Wyoming

Hinter einem teils schneebedeckten Gebirge geht der Mond unter, der teilweise vom Erdschatten verfinstert ist. Im Vordergrund ist ein ungewöhnlich geformter Fels, der Horse's Head beim Shoshone River.

Bildcredit und Bildrechte: Mack H. Frost

Wenn der Vollmond untergeht, sieht er nur selten so aus. Montag in der Früh kam dem voll beleuchteten Erdbeermond der Erdschatten in die Quere, bevor er hinter der Absaroka Range bei Cody im US-Bundesstaat Wyoming unterging.

Eine ähnliche partielle Mondfinsternis bei Monduntergang war fast überall in Nord- und Südamerika zu sehen. Gleichzeitig war derselbe partiell verfinsterte Mond in Ostasien zu sehen. Im Vordergrund ist die Horse’s Head snowbank vor einem Nebenfluss des Shoshone River zu sehen.

Mondfinsternisse ereignen sich etwa zweimal pro Jahr. Die nächste Finsternis, eine Halbschattenfinsternis, findet Ende November statt.

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