Liebe und Krieg im Mondlicht

Hinter den Zweigen von Bäumen leuchtet der Sichelmond rechts neben den Planeten Venus und Mars. Die dunkle Seite des Mondes wird von der Erde beleuchtet.

Bildcredit und Bildrechte: Kevin Bourque

Die Venus ist nach der römischen Göttin der Liebe benannt. Der Namensvetter des Mars ist der Kriegsgott. Beide traten auf dieser hübschen Himmelslandschaft im Mondlicht auf. Fotografiert wurden sie am 20. Februar in Charleston im US-Bundesstaat South Carolina. Die Langzeitaufnahme wurde drei Sekunden belichtet. Sie entstand in der Dämmerung mit einer Digitalkamera und zeigt auch das Erdlicht, das die sonst dunkle Oberfläche des jungen Sichelmondes beleuchtet.

Inzwischen entfernte sich der Mond von der lang erwarteten Dreifachkonjunktion. Die Venus leuchtet noch als Abendstern im Westen. Sie ist nach Sonne und Mond das dritthellste Objekt am Himmel der Erde. Der viel blassere Mars hatte sich der Venus auf fast einen Monddurchmesser genähert. Am nächsten Abend kam er ihr sogar noch näher. Seither entfernt sich der Mars langsam von der gleißenden Venus. Man sieht ihn aber ebenfalls noch in der Dämmerung im Westen.

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Polarlicht auf Eis

Das Fischaugenbild zeigt unten glitzernde Eisbrocken auf schwarzem Sand. Oben schimmern grüne Polarlichter über dem hellen Mond. Um den Mond verläuft ein 22-Grad-Halo.

Bildcredit und Bildrechte: Stéphane Vetter (Nuits sacrées)

Das Weitwinkelbild mit Eis und Himmel wurde mit einem Fischauge fotografiert. Es stammt nicht aus einer Schneekugel. Das Bild wurde am 1. Februar in Jökulsárlón im Südosten von Island auf der Erde fotografiert. Auf dem schwarzen Sandstrand funkeln Brocken aus Gletschereis im Licht des fast vollen Mondes. Er war von einem strahlenden Hof umgeben.

Der 22-Grad-Halo um den Mond entsteht durch Eiskristalle. Sie schwebten hoch oben in dünnen Wolken und brechen das Mondlicht. Obwohl der Mond so hell schien, tanzen Schleier aus Polarlichtern in der surrealen Szene. Auslöser der Polarlichter waren die rastlose Magnetosphäre der Erde und ein energiereicher Teilchenwind. Er strömte aus einem koronalen Loch nahe am Sonnensüdpol.

Der helle Jupiter stand fast in Opposition. Ihr seht ihn links unter dem eisigen Mondhalo.

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Der Windmühlenmond

Auf einem Hang steht eine alte Windmühle in der Dämmerung, der Himmel dahinter ist dunkel und graublau. Hinten links geht der Vollmond auf.

Bildcredit und Bildrechte: Babak Tafreshi (TWAN)

Auf der Kanarischen Insel Fuerteventura ging bei Sonnenuntergang ein heller Vollmond auf. Es war der erste Vollmond im neuen Jahre. Er erreichte seine volle Phase in der Nacht vom 4. auf den 5. Jänner, und er war der erste nach der Dezember-Sonnenwende. In Nordamerika ist der erste Vollmond im Jänner der Wolfsmond.

Doch dieser Vollmond ging in der Dämmerung über einer windgepeitschten Insel mit traditionellen Windmühlen auf. Er verdient einen anderen Namen. Die Nahaufnahme wurde weit von der Windmühle im Vordergrund entfernt fotografiert. Sie zeigt einen faszinierenden scheinbaren Größenvergleich zwischen Windmühle und Vollmond.

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Apollo 17: Stereoansicht aus dem Mondorbit

Vor dem Gipfel des Südmassivs schwebt das Kommandomodul America mit Ron Evans. Eugene Cernan fotografierte die beiden Bilder der Anaglyphe einen Orbit vor dem Abstieg zum Mond.

Bildcredit: Gene Cernan, Apollo 17, NASA; Anaglyphe von Patrick Vantuyne

Schaut dieses Stereobild einer fremden Welt mit rot-blauen Brillen an. Commander Eugene Cernan fotografierte es am 11. Dezember 1972 bei der Mission Apollo 17. Das Bild entstand einen Orbit vor dem Abstieg zur Mondoberfläche.

Die Stereo-Anaglyphe entstand aus zwei Fotos (AS17-147-22465, AS17-147-22466). Cernan knipste sie an seinem Aussichtspunkt an Bord des Mondmoduls Challenger. Cernan und Dr. Harrison Schmitt flogen gerade über den Landeplatz von Apollo 17 im Taurus-Littrow-Tal.

Mitten im Bild ragt ein breiter sonnenbeleuchteter Berg auf. Es ist das Südmassiv. Links daneben ist der dunkle Boden von Taurus-Littrow. Hinter den Bergen liegt das Mare Serenitatis am Mondrand. Ron Evans steuerte die Kommandokapsel America im Orbit. Sie schwebt vor dem Gipfel des Südmassivs.

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Apollo 11 – Panorama am Landeplatz

Dieses Panorama der Mondoberfläche entstand aus Originalbildern der Mondlandung von Apollo 11, die hoch aufgelöst digitalisiert wurden. In der Mitte ist der Horizont. Links vorne sind Schubdüsen zu sehen, rechts ist der Schatten der Mondlandefähre Eagle. Der graue Mondboden ist von zahllosen Kratern und Geröll übersät.

Neil Armstrong, Apollo 11, NASA

Habt ihr kürzlich ein Panorama von einer anderen Welt gesehen? Dieses Panorama entstand aus Original-Filmbildern. Sie wurden hoch aufgelöst digitalisiert. Das Bild zeigt die prächtige Einöde des Landeplatzes von Apollo 11 auf dem Mond im Meer der Ruhe.

Links (AS11-37-5449) fotografierte Neil Armstrong durch sein Fenster des Eagle das erste Bild, das je eine Person auf einer fremden Welt fotografierte. Vorne links im Süden sind die Schubdüsen. Rechts im Westen fällt der Schatten von Eagle auf den Boden. Der breite, flache Krater rechts ist etwa 12 Metern groß.

Die Bilder wurden etwa eineinhalb Stunden nach der Landung durch die Fenster der Mondlandefähre Eagle fotografiert. Das geschah noch vor dem Betreten der Mondoberfläche. Die Bilder sollten den Landeplatz dokumentieren, falls die Astronauten rasch abfliegen müssten.

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Nacht und Nebenmond über dem Kitt Peak

Über dem Kitt-Peak-Nationalobservatorium in Tucson, Arizona, leuchtet links neben dem Mond ein sehr heller Nebenmond. Gleich neben dem Mond ist Jupiter zu sehen.

Bildcredit und Bildrechte: Martin Ratcliffe

Diese Nachtszene entstand am frühen Morgen des 14. November. Der abnehmende Mond beleuchtet die Wolken über dem Gipfel mit den Kuppeln. Sie gehören zum Kitt-Peak-Nationalobservatorium in Tucson, Arizona. Links neben dem überbelichteten Mond gleißt der helle Jupiter. Der Streifen rechts neben dem Mond ist ein Blendfleck der Kamera.

Was in der Bildmitte hell strahlt, ist keine explodierende Feuerkugel, sondern ein erstaunlich heller Nebenmond. Er leuchtete vom Straßenrand aus direkt über dem WIYN-Teleskop am Kitt Peak. Ein Nebenmond entsteht ähnlich wie eine Nebensonne, aber durch Mondlicht. Es wird in dünnen, sechseckigen Eiskristallplättchen gebrochen, die in hohen Federwolken schweben.

Die Kristallgeometrie gibt vor, dass Nebenmonde 22 Grad oder mehr vom Mond entfernt sind. Wenn man Nebenmonde mit dem hellen Mond vergleicht, wirken sie eher blass. Sie sind leichter erkennbar, wenn der Mond tief steht. Nach Aufnahme des Bildes verblasste der helle Nebenmond 10 Minuten später.

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Plato und die Mondalpen

Mitten im Bild ist der Krater Plato mit seinem ausgeprägten Wall ein kreisförmiger Einschnitt in die Mondalpen, die rechts im Bild verlaufen. Oben ist eine glatte Ebene, das Regenmeer.

Bildcredit und Bildrechte: Richard Bosman

Der Krater Plato mit dunklem Boden ist 95 Kilometer groß. Er ist von den Gipfeln der Mondalpen (Montes Alpes) umgeben. Sie sind auf diesem scharfen Digitalschnappschuss der Mondoberfläche von der Sonne beleuchtet.

Die Alpen auf dem Planeten Erde wurden vor Millionen Jahren gehoben, als die Kontinentalplatten langsam zusammenstießen. Hingegen entstanden die Mondalpen wahrscheinlich durch eine plötzliche Kollision. Dabei entstand ein gewaltiges Einschlagbecken, das wir als Regenmeer (Mare Imbrium) kennen. Der glatte Meeresboden wurde von Lava geflutet. Er liegt über der Bergkette.

Die auffallend gerade Struktur, die durch die Berge schneidet, ist das lunare Alpental (Vallis Alpes). Es verbindet das Mare Imbrium und das nördliche Meer der Kälte (Mare Frigoris) rechts oben. Das Tal ist etwa 160 Kilometer lang und bis zu 10 Kilometer breit.

Natürlich heißt der große, helle Alpenberg rechts unter dem Tal Mont Blanc. Er ist der größte Berg der Mondalpen und ragt mehr als 3 Kilometer über die Oberfläche. Weil es dort weder eine Atmosphäre noch Schnee gibt, sind die Mondalpen wohl kein ideales Winterreiseziel. Doch 70 Kilogramm schwere Skier würden auf dem Mond nur 12 kg wiegen.

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Mond und Erde, gesehen von Chang’e 5-T1

Zwei kugelförmige Himmelskörper sind im Bild, vorne der Mond, den wir von hinten sehen, oben klein die blau-weiße Erde.

Bildcredit: Nationale Raumfahrtbehörde Chinas, Xinhuanet

Gelegentlich wurde sie als große blaue Murmel bezeichnet. Aus manchen Blickwinkeln sieht die Erde eher wie eine kleine blaue Murmel aus, zum Beispiel auf diesem kultigen Bild des Erde-Mond-Systems. Es wurde letzte Woche von der Mission Chang’e 5-T1 fotografiert.

Der Mond erscheint größer als die Erde, weil er der Kamera der Raumsonde viel näher war. Er zeigt einen großen Teil der Oberfläche, der vor der Erde verborgen ist. Verglichen mit dem stärker reflektierenden bunten Planeten, den er umrundet, wirkt er dunkel und grau.

Die Roboter-Raumsonde Chang’e 5-T1 ist vorwiegend eine Technik-Testmission. Sie umrundete letzten Dienstag den Mond und kehrte am Freitag zur Erde zurück.

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