Die Erde verlassen

Videocredit: NASA/JHU Labor für angewandte Physik/Carnegie Inst. Washington

Wie sieht es aus, wenn man den Planeten Erde verlässt? So ein Ereignis dokumentierte die Raumsonde MESSENGER in detailreichen visuellen Aufzeichnungen, als sie 2005 auf ihrer Reise zum Planeten Merkur zur Erde zurückkehrte und an ihr vorbeischwang.

Die Erde rotiert auf diesem Zeitraffervideo, während sie in der Ferne verschwindet. Die sonnenbeleuchtete Hälfte der Erde ist so hell, dass die Sterne im Hintergrund nicht zu sehen sind.

Die Roboter-Raumsonde MESSENGER erreichte den Orbit um Merkur und erstellte die erste vollständige Karte seiner Oberfläche. Gelegentlich warf MESSENGER einen Blick zurück auf ihre Heimatwelt. MESSENGER ist eines der wenigen Dinge, die auf der Erde gebaut wurden und niemals zurückkehren. Am Ende ihrer Mission stürzte MESSENGER auf die Merkuroberfläche.

Zur Originalseite

Der Adler steigt auf

Anaglyphe des Mondlandemoduls Eagle beim Aufstieg von der Mondoberfläche, links ragt die Erde über den Mondrand.

Bildcredit: Apollo 11, NASABildrechte: John Kaufmann (ALSJ)

Nehmt eure rot-blauen Brillen und seht euch dieses Stereobild im Mondorbit an. Die Stereo-Anaglyphe entstand aus zwei Fotos (AS11-44-6633, AS11-44-6634), die der Astronaut Michael Collins 1969 bei der Mission Apollo 11 fotografiert hat. Sie zeigt die Aufstiegsstufe der Mondlandefähre, genannt The Eagle (Adler). Sie traf am 21. Juli auf die Kommandokapsel in der Mondumlaufbahn.

An Bord der Aufstiegsstufe befanden sich Neil Armstrong und Buzz Aldrin. Sie betraten als erste Menschen den Mond. Der glatte, dunkle Bereich auf der Mondoberfläche ist das Mare Smythii. Es liegt unter dem Äquator am äußersten östlichen Rand der Mondvorderseite. Hinter dem Horizont des Mondes lugt der blaue Planet Erde hervor.

Zur Originalseite

Wurzeln auf einem rotierenden Planeten

Das Bild zeigt einen alten blattlosen Baum vor einem Himmel mit Strichspuren, die durch die Erdrotation entstehen.

Bildcredit und Bildrechte: Marcella Giulia Pace

Ein alter Baum mit Wurzeln, der auf einem rotierenden Planeten steht, bildet das Zentrum dieser Serie aus 137 Aufnahmen. Sie entstanden einer Nacht im Norden Siziliens. Jedes Bild wurde 20 Sekunden belichtet.

Digitalkamera und Fischaugen-Objektiv waren für diese Zeitraffer auf ein Stativ montiert. Daher zogen die Sterne am dunklen Himmel der Region Strichspuren. Auf diese Weise erkennt man leicht den Himmelsnordpol des Planeten. Die Verlängerung der Rotationsachse der Erde in den Weltraum liegt links oben in der Mitte der konzentrischen Strichspurbögen.

Man sieht auch die Milchstraße. Die Ebene unserer Galaxis erstreckt sich im weiten Sichtfeld von Norden nach Osten (von links nach rechts). Sie zieht ein breites, leuchtendes Band aus diffusem Sternenlicht.

Zur Originalseite

Schiffsspuren über dem Pazifischen Ozean

Spuren von Schiffen auf dem Pazifischen Ozean

Bildcredit: NASA, Terra, MODIS; Text: Raymond Shaw (MTU)

Was sind das für ungewöhnliche Spuren? Auf manchen Bildern des Planeten Erde verlaufen entlang von Schiffsrouten markante helle Bänder. Diese sogenannten Schiffsspuren sind niedrige, schmale Streifen, die durch Abgase von Schiffsmotoren entstehen. An kleinen Teilchen der Abgase, die als Aerosole bezeichnet werden, kondensiert Wasserdampf. So entstehen schwebende Wassertröpfchen, die effizient Sonnenlicht reflektieren.

Schiffsspuren wurden erstmals 1965 auf Erdbildern der TRIOS-Satelliten der NASA entdeckt. Dieses Bild zeigt zahlreiche Schiffsrouten, die 2009 mit dem Instrument MODIS an Bord des NASA-Satelliten Terra über dem Pazifischen Ozean aufgenommen wurden.

Inspiriert von Schiffsspuren schlagen einige Forschende vor, ein Netzwerk schwimmender Bojen in den Weltmeeren zu verteilen. Diese sollen salzige Aerosole aus Meereswasser in der Luft versprühen, sodass mithilfe des Windes Wolkenströme entstehen, die Sonnenlicht reflektieren.

Warum sollte man das tun? Diese von Menschen geschaffenen Wolken könnten so viel Sonnenlicht reflektieren, dass sie die globale Erwärmung bremsen könnten.

Heute ist Welttag der Ozene
Zur Originalseite

Tau-Herkuliden aus dem Weltraum

Das Weltraumteleskop Yangwang-1 zeigt Meteore des Tau-Herkuliden-Meteorstroms aus dem All.

Bildcredit und Bildrechte: Zhuoxiao Wang, Weltraumteleskop Yangwang-1, Origin.Space

Auf diesem 8 Grad weiten Sichtfeld vom 31. Mai, das den Rand des Planeten Erde im Weltall zeigt, wurden Dutzende parallele Meteorstreifen aufgenommen. Das Bild stammt aus einer Serie von 5-minütigen Beobachtungen des Weltraumteleskops Yangwang-1. Es entstand um 03:43 UT nahe dem Höhepunkt des Tau-Herkuliden-Meteorstroms.

Wie vorhergesagt, war der Meteorstrom dieses Jahr sehr aktiv, da die Erde durch einen relativ dichten Trümmerstrom des zerfallenden Kometen 73P/Schwassmann-Wachmann 3 fegte, doch es gab keine hellen Meteore. Fast alle Meteore der Tau-Herkuliden im Bild von Yangwang-1 sind zu blass, um sie mit bodenbasierten Instrumenten zu erfassen. Doch geduldige Beobachtende auf der Erde erlebten an diesem Tag bei klarem Himmel ein denkwürdiges Schauspiel der Tau-Herkuliden.

Zur Originalseite

Teile das Universum


Bildcredit: NASA, Schrödingers Katze

Beschreibung: Bevor ihr den Knopf drückt, sind zwei Zukunftsuniversen möglich. Doch nachdem ihr den Knopf gedrückt habt, lebt ihr nur noch in einem. Es ist eine echte Webversion des berühmten Experiments mit Schrödingers Katze.

Wenn ihr den roten Knopf des Astronautenbildes klickt, erscheint ein Bild desselben Astronauten, der eine von zwei Katzen hält - eine lebende oder eine tote. Der Zeitpunkt des Klicks, die Verdrahtung des Gehirns und die Millisekunden-Taktung eures Geräts führen zu einem Ergebnis, das möglicherweise vom Zufall der Quantenmechanik bestimmt wird.

Manche glauben, dass eure persönliche Quantenentscheidung das Universum teilt, und dass sowohl das Universum mit der lebenden als auch das mit der toten Katze in getrennten Teilen eines größeren Multiversums existieren. Andere glauben, dass als Ergebnis eures Klicks die beiden möglichen Universen auf unvorhersehbare Weise zu einem einzigen kollabieren. Wieder andere glauben, dass das Universum klassisch deterministisch ist, sodass durch das Drücken des Knopfes das Universum nicht wirklich geteilt wird, sondern dass eine Aktion ausgeführt wird, die seit Anbeginn der Zeit prädestiniert war.

Wir bei APOD glauben jedoch, dass ihr - egal wie dumm es sich anfühlt, auf den roten Knopf zu klicken, und unabhängig vom Ergebnis - einen Tag darüber nachdenken solltet. Oder zwei.

Zur Originalseite

Planet Erde in der Dämmerung

Die Erde von der Raumstation ISS aus betrachtet mit Atmosphäre, Ozeanen und Terminator (Schattenlinie).

Bildcredit und Bildrechte: Besatzung der ISS Expedition 2, Tor zur Weltraumfotografie der Erde, NASA

Diese prächtige Ansicht zeigt Ozeane und Wolken auf unserem schönen Planeten Erde. Am Übergang vom Tag zur Nacht ist keine scharfe Grenze, sondern die Schattenlinie, die auch Terminator genannt wird, ist diffus. Sie zeigt den allmählichen Übergang zur Dunkelheit. Wir kennen ihn als Dämmerung.

Die Sonne beleuchtet die Szenerie von rechts. Die Oberflächen der Wolken reflektieren das sanft gerötete Sonnenlicht, das von der staubigen Troposphäre gefiltert wird. Sie ist die tiefste Schicht der schützenden Atmosphäre um unseren Planeten. Am oberen Rand der Tagseite verläuft in großer Höhe eine klare Schicht. Sie streut blaues Sonnenlicht und geht in die Schwärze des Weltraums über.

Dieses Bild wurde im Juni 2001 auf der Internationalen Raumstation ISS fotografiert. Die ISS kreist etwa 390 km hoch um die Erde. Ihr könnt auch zu Hause die Erde vom All aus betrachten.

Heute ist Tag der Erde

Zur Originalseite

Die Raumfähre Endeavour über der Erde

Die Raumfähre Endeavour wurde von der Besatzung der Internationalen Raumstation ISS am Erdhorizont fotografiert.

Bildcredit: NASA, Besatzung der Expedition 22

Was kommt da geflogen? Erst sah es die Besatzung der Internationalen Raumstation ISS 2010 in weiter Ferne. Bald wurde es größer und zu einer dunklen Silhouette. Als es noch näher kam, entpuppte sich die Silhouette als ein Raumschiff. Es stellte sich heraus, dass es die Raumfähre Endeavour war, die wie erwartet an die Raumstation im Erdorbit koppelte.

Als die Raumfähre Endeavour näher kam, wurde sie am Horizont der Erde fotografiert. Dahinter sind mehrere Schichten in der Atmosphäre. Direkt hinter dem Spaceshuttle befindet sich die blaue Mesosphäre. Die weiße Schicht der Atmosphäre ist die Stratosphäre, die orangefarbene Schicht ist die Troposphäre.

Diese Luftschichten sind dünner als 2 % des Erdradius. Sie schützen uns auf vielfältige Weise: Sie bieten Sauerstoff zum Atmen und sind eine Barriere gegen gefährliche Strahlung und Meteorite aus dem All.

Nächsten Freitag: Tag der Erde (Earth Day)

Zur Originalseite