Blick von der Raumstation auf Hurrikan Ivan

Hinter den Solarpaneelen der Internationalen Raumstation wirbelt der Sturm Ivan um sein gewaltiges Auge.

Credit: Besatzung Expedition 9, Internationale Raumstation, NASA

Neunzig Prozent der Häuser auf Grenada wurden von der destruktiven Kraft des Hurrikans Ivan zerstört. Am Höhepunkt war Ivan ein Hurrikan der Kategorie 5. Das ist die Kategorie mit der höchsten Energie auf der Saffir-Simpson-Skala. Ivan erzeugte anhaltende Stürme  mit 200 Kilometern pro Stunde. Er war der größte Hurrikan, der die USA 2004 traf. Ivan zählt zu den zehn mächtigsten der Geschichtsaufzeichnung.

Als der Hurrikan Ivan über den Atlantischen Ozean wirbelte, wurde das gewaltige Auge von der Internationalen Raumstation im Erdorbit fotografiert. Der Name Ivan wurde nun von der World Meteorological Organization für den Atlantischen Ozean außer Gebrauch gesetzt.

Hinweis: Astronomiekurse eines APOD-Herausgebers sind als Gratis-Podcast verfügbar.

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Erde in der Dämmerung

Die Erde ist von Wolken bedeckt, das Bild zeigt einen Ausschnitt mit dem Horizont oben. Der Erdrand geht mit einem blauen Streifen in den Weltraum über. In der Mitte verläuft der Schattenverlauf, links ist es schon dunkel, rechts scheint noch die Sonne.

Credit: ISS-Besatzung, Labor für Geowissenschaften und Bildanalyse, JSC, NASA

Beschreibung: Auf diesem prachtvollen Anblick der Ozeane und Woken unseres schönen Planeten Erde gibt es keine plötzliche, scharfe Begrenzung, die den Übergang vom Tag zur Nacht markiert. Stattdessen ist die Schattenlinie, die auch als Terminator bezeichnet wird, diffus und zeigt den allmählichen Übergang zur Dunkelheit, den wir als Dämmerung bezeichnen kennen.

Die Sonne beleuchtet die Szenerie von rechts, und die Oberseiten der Wolken reflektieren zart gerötetes Sonnenlicht, das durch die staubhaltige Troposphäre gefiltert wird. Die Troposphäre ist die niedrigste Schicht der unteren Erdatmosphäre. Eine klare Schicht in großer Höhe, die am oberen Ende der Tagseite erkennbar ist, streut blaues Sonnenlicht und verblasst in die Schwärze des Weltraums.

Dieses Bild ist eine Einzelaufnahme, die im Juni 2001 auf der Internationalen Raumstation fotografiert wurde. Die ISS umrundet die Erde in einer Höhe von etwa 400 Kilometern.

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Raumstation über dem Ionischen Meer

Hinter der Internationalen Raumstation ISS ist die Erde. Von links ragt der Stiefel von Italien ins Bild, über dem Mittelmeer verläuft die Küste von Griechenland und Albanien. Oben ragt die Rückenflosse der Raumfähre Endeavour ins Bild.

Credit: Besatzung der Mission STS-118, NASA

Letzten August fotografierte die Besatzung der Raumfähre Endeavour dieses Bild. Es zeigt die Internationalen Raumstation ISS vor dem Planeten Erde. Auf dieser Reise zur ISS brachte die Raumfähre lebenswichtige Güter zur Station. Dazu wurde die ISS repariert und erweitert.

Nach der Primärmission machte die Besatzung im Raumfahrzeug eine Tour um die Station. Bei dieser Inspektion entstand das Bild der ISS. Dahinter ist das Ionische Meer, links der Stiefel von Italien. Die westliche Küstenlinie von Griechenland und Albanien verläuft über dem Meer. Die Rückenflosse der Raumfähre, die kopfüber fliegt, ragt oben ins Bild.

Nach der Mission besuchte die Raumfähre Discovery die ISS im Oktober. Die nächste Shuttlemission zur ISS ist für nächste Woche geplant.

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Kaguya zeigt einen Erdaufgang über dem Mond

Siehe Beschreibung. Ein Klick auf das Bild liefert die höchste verfügbare Auflösung.

Credit und Bildrechte: SELENE-Team, JAXA, NHK

Beschreibung: Wie sieht die Erde vom Mond aus betrachtet aus? Eine neue Version dieser Perspektive des Raumfahrtzeitalters wurde kürzlich von der robotischen Sonde Kaguya im Mondorbit aufgenommen. Diese Wissenschaftsmission des Selenological and Engineering Explorer (SELENE) mit dem Spitznamen Kaguya, der vor zwei Monaten in Japan gestartet wurde, soll den Ursprung und die Entwicklung des Mondes untersuchen. Im letzten Monat erreichte Kaguya die Mondumlaufbahn und begann Daten und Bilder zu übermitteln. Dieses Bildfeld stammt von der HDTV-Kamera an Bord von Kaguya. Ein Astronaut, der auf der Mondoberfläche steht, würde niemals einen Erdaufgang beobachten können, da der Mond der Erde immer die gleiche Seite zuwendet. Sowohl dieser als auch der berühmte Erdaufgang, der vor 40 Jahren von der Besatzung von Apollo 8 aufgenommen wurde, geschieht nur für Beobachter in der Mondumlaufbahn.

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Kosmische Strahlen von galaktischen Zentren

Aus den Tiefen des Universums zischt ein violetter Strahl zur Erde, die unten dargestellt ist. Oben ist die Galaxie Centaurus A eingeblendet. Die Illustration stammt vom Pierre-Auger-Observatorium.

Illustrationscredit: Team des Pierre-Auger-Observatoriums

Woher stammt die kosmische Strahlung? Diese Frage ist Jahrhunderte alt. Vielleicht gelang mit dem Auger Observatory project ein großer Schritt zur Antwort. Das Auger-Observatorium ist die weltweit führende Stelle für die Beobachtung von Gammastrahlen.

Schon seit 100 Jahren wissen wir, dass sich Elementarteilchen mit sehr hoher Energie durch das Universum tunneln. Energiereiche Strahlung ist sehr selten und die vorberechnete Richtung sehr ungenau. Daher konnten man bisher noch nie ein Vorläuferobjekt eindeutig nachweisen.

Doch neue Ergebnisse von Auger zeigen, dass 12 von 15 extrem energiereiche kosmische Strahlen aus Richtungen am Himmel kommen, wo sich auch nahe gelegene aktive Kerne von Galaxien befinden. Von diesen galaktischen Zentren weiß man bereits, dass sie viel Licht abstrahlen. Ihre Energie stammt wahrscheinlich von riesigen Schwarzen Löchern.

Die Ergebnisse von Auger zeigen außerdem, dass die energiereichste kosmische Strahlung wohl aus Protonen besteht. Denn das Magnetfeld der Milchstraße lenkt die elektrischen Ladungen von Kernen mit mehr Energie ab. Daher würde es die Richtungen der Ursprungsquellen wirksam auslöschen.

Die künstlerische Darstellung zeigt einen kosmischen Strahl, der die Erdatmosphäre trifft. Er erzeugt einen Schauer aus Sekundärteilchen, die man auf der Oberfläche der Erde nachweisen kann. Das Bild von Centaurus A wurde oben digital eingefügt. Es symbolisiert eine aktive Galaxie, von der die kosmische Strahlung stammen könnten.

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Frei fliegen im Weltall

Über der Erde schwebt ein Astronaut in großer Entfernung frei im Weltall. Es ist der Astronaut Bruce McCandless II, der eine Manned Maneuvering Unit steuert.

Credit: STS-41B, NASA

Bruce McCandless II war etwa 100 Meter vom Laderaum der Raumfähre Challenger entfernt. Er war weiter draußen als je ein Mensch zuvor. Der Astronaut McCandless schwebte in einer Manned Maneuvering Unit1 frei im All. McCandless und sein Kollege Robert Stewart waren die ersten, die einen solchen ungebundenen Außenbordeinsatz erlebten. Es war bei der Mission 41-B im Jahr 1984.

Die MMU arbeitete mit Stickstoff-Schubdüsen. Sie wurde verwendet, um Satelliten auszusetzen oder zu bergen. Mit einer Masse von mehr als 140 Kilogramm ist eine MMU auf der Erde sehr schwer. Doch im Orbit ist sie – wie auch alles andere – schwerelos. Später wurde die MMU durch die „SAFER backpack propulsion unit“ (SAFER-Rucksack-Antriebseinheit) ersetzt.

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  1. Besatzte manövrierfähige Einheit, MMU) ↩︎

Neutronenstern Erde

Der Himmel ist voller atemberaubender Bilder, von denen viele im World Wide Web verfügbar sind. Jeden Tag zeigen wir ein anderes Bild unseres faszinierenden Universums, zusammen mit einer kurzen Erklärung, die von einem Berufsastronomen verfasst wird.

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Wenn man die Erde auf die ultrahohe Dichte eines Neutronensterns komprimieren könnte, würde sie vielleicht wie auf diesem Computerbild aussehen. Wegen des sehr starken Gravitationsfeldes lenkt ein Neutronenstern das Licht des Himmelshintergrundes stark ab. Wenn ihr genau hinseht, erkennt ihr zwei Bilder des Sternbildes Orion. Die Anziehungskraft dieses speziellen Neutronensterns wäre so groß, dass kein Teil des Neutronensterns außerhalb des Sichtfeldes liegt. Das Licht wird sogar von der Rückseite des Neutronensterns durch Gravitation nach vorne gelenkt.

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