Morgen, Planeten, Mond und Montreal

Abnehmende Mondsichel mit den Planeten Mars, Jupiter und Saturn in der Morgendämmerung über Montreal; Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Arnaud Mariat

Beschreibung: Die frühe Morgendämmerung kam am 18. März, dem Tag vor dem Frühlingsäquinoktium, nach Montreal im Norden des Planeten Erde. Am Ende dieser fast gleichen Nacht stand der Mond auf dieser friedlichen Stadt-und Himmelslandschaft über einer dichten Anordnung von Stadtlichtern.

Die abnehmende Mondsichel zeigt natürlich zur aufgehenden Sonne. Himmelsbeobachter erkannten leicht den hellen Jupiter über dem Mond, er stand am Himmel in der Nähe des blasseren Mars. Der Teleskopliebling Saturn ist ein kleiner Lichtpunkt weiter links neben der engeren Konjunktion von Mond, Jupiter und Mars.

Sogar Merkur geht in der Nähe der Ekliptik auf – einer Linie, die von Jupiter und Saturn aus zum Horizont verläuft. Der scheue innere Planet stand jedoch sehr nahe am Horizont, er war daher an diesem Morgenhimmel nicht besonders gut zu sehen.

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Mond und Planeten in der Dämmerung

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Bildcredit und Bildrecht: Petr Horálek

Beschreibung: Vielleicht hat die aktuelle Konjunktion von Venus und Jupiter Sie auf den Geschmack gebracht, den Himmel zu beobachten. Heute Abend kommt der Hauptgang: Am 28. November erscheint ein junger Sichelmond, der in der Dämmerung am westlichen Horizont in der Nähe der beiden hellen Planeten posiert.

Diese Nachthimmelslandschaft zeigt eine junge Mondsichel und die gleißende Venus am 29. Oktober in der Dämmerung am westlichen Abendhimmel, ähnlich wie beim heutigen visuellen Fest. Die Himmelslichter leuchten über den fernen Bergen und dem Minya-Kloster im tibetischen autonomen Bezirk Garzê, dieser liegt im Nordwesten von Sichuan in China auf dem Planeten Erde. Damals war nicht Jupiter, sondern Merkur ein himmlischer Begleiter der Venus und des Mondes. Der flüchtige innerste Planet ist hier in der hellen Dämmerung kaum sichtbar, er steht in der Nähe der Bildmitte links unter der Venus.

Morgen, am 29. November, hilft der Sichelmond, als Dessert den Planeten Saturn zu finden.

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Der Planet Erde zur blauen Stunde

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Bildcredit und Bildrechte: Matthias Ciprian

Beschreibung: Naturfotografen und Freunde des Planeten Erde freuen sich immer wieder auf die blaue Stunde. Das ist der Übergang der Dämmerung kurz vor Sonnenaufgang oder nach Sonnenuntergang, wenn die Sonne unter dem Horizont steht, aber Land und Himmel noch in die schönen blauen Farbtöne getaucht sind.

Dieses Panorama von den frühen Morgenstunden des 8. August tastete den klaren westlichen Himmel gegenüber dem bevorstehenden Sonnenaufgang ab. Die atemberaubende Szene blickt die Hänge des Mount Whitney hinab, den John-Muir-Trail entlang zu den zerklüfteten Gipfeln der Sierra Nevada auf dem Planeten Erde. Über dem Horizont begrenzt ein blassrosarotes Band aus zurückgestreutem Sonnenlicht den absteigenden grauen Erdschatten. Es ist der Gegendämmerungsbogen, der auch als Venusgürtel bezeichnet wird.

Die zarten Lichtbänder am klaren Himmel sind Gegendämmerungsstrahlen, die von den Wolkenschatten am sonnenwärtigen Horizont geprägt werden. Eigentlich verlaufen sie parallel, aber wegen der Perspektive laufen sie scheinbar am Horizont an dem Punkt gegenüber der aufgehenden Sonne zusammen.

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Da-Vinci-Aufgang

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Bildcredit und Bildrechte: Likai Lin

Beschreibung: Heute früh ging ein alter Mond auf. Seine abnehmende, von der Sonne beschienene Sichel leuchtete kurz vor Sonnenaufgang im Osten über dem Horizont. Doch der Erdschein – Licht, das vom hellen Planeten Erde reflektiert wird – beleuchtete den schattigen Teil der Mondscheibe und zeigte Frühaufstehern einen Großteil der vertrauten Mondvorderseite. Schon vor mehr als 500 Jahren beschrieb Leonardo da Vinci den Erdschein als Sonnenlicht, das von den Ozeanen der Erde reflektiert wird und die dunkle Oberfläche des Mondes beleucht.

Auch bei der letzten Lunation ging ein alter Mond am östlichen Horizont auf. Seine sonnenbeleuchtete Sichel und das Da-Vinci-Licht wurden am 29. August 2019 mehrmals in der Badain-Jilin-Wüste in der Inneren Mongolei in China fotografiert, die Aufnahmen wurden kombiniert. Dieses Jahr war Leonardo da Vincis 500. Todestag.

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Guten Morgen, Leonid

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Bildcredit und Bildrechte: Stephane Vetter (Nuits sacrées), TWAN

Beschreibung: Am 17. November blitzte eine Stunde vor Sonnenaufgang dieser helle, farbenprächtige Meteor in der Dämmerung über den klaren Himmel. Dieser beeindruckende Augenblick wurde am Herbstmorgen über einem Wolkenmeer in Hochblauen fotografiert, einem markanten 1165 Meter hohen Gipfel im Schwarzwald. Sirius und die vertrauten Sterne des Orion leuchten in der Dämmerung über dem südwestlichen Horizont, der Meteor fliegt scheinbar direkt zu Gürtel und Schwert des Jägers.

Da der Meteor zum jährlichen Leoniden-Meteorstrom gehört, zeigt die Meteorspur rückwärts zum Radianten des Stroms. Das Sternbild Löwe steht hoch über dem Horizont und links oben außerhalb des Bildes.

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Dreiviertelmond hinter einem Berg in Schweden

Ein verschneiter Berghang fällt nach rechts ab. In der Bildmitte leuchtet der zu drei Vierteln beleuchtete Mond. Darüber zieht ein Flugzeug einen Streifen aus Abgasen.

Bildcredit und Bildrechte: Göran Strand

Das ist ein Dreiviertelmond. Erdlinge kennen eher den Vollmond. Dann ist Lunas ganze Vorderseite von der Sonne beleuchtet. Auch der Sichelmond ist vertraut, wenn nur der Rand auf der Vorderseite des Mondes beleuchtet ist. Wenn mehr als die Hälfte, aber noch nicht der ganze Mond in der Sonne liegt, könnte man diese Phase als Dreiviertel bezeichnen. Ein Dreiviertelmond wird selten im Videos oder in Filmen gezeigt. Man sieht sie aber ziemlich häufig am Nachthimmel.

Dieses Bild wurde Ende letzten Monats im schwedischen Jämtland fotografiert. Der Dreiviertelmond war ein paar Tage später ein Sichelmond. Dann wurde er ein Neumond, später wieder eine Sichel, und vor ein paar Tagen war er wieder gewölbt. Diesen Dreiviertelmond sehen wir heute Nacht. Freitagnacht wird er ein voller Bibermond. Der Fotograf hatte seine Ausrüstung aufgebaut, um eine malerische Landschaft mit Dreiviertelmond zu fotografieren. Dabei überraschte ihn ein Flugzeug, das weit im Vordergrund scheinbar darüberflog.

Zu Gast in der Ö1-SendungSternderl schauen – dem Himmel so nah

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Der Hügel, der Mond und Saturn

Auf einem Hügel stehen zwei Gestalten neben einer Kamera auf Stativ. Hügel und Gestalten sind eine dunkle Silhouette. Rechts leuchtet der Sichelmond über dem Planeten Saturn am dunkelblauen Himmel in der Abenddämmerung.

Bildcredit und Bildrechte: Tamas Ladanyi (TWAN)

Letzten Sonntag war der Mond noch jung. Seine Sichel, die von der Sonne beleuchtet war, hing im Westen tief am Horizont, als die Sonne unterging. Der Mond war von der Erde beleuchtet, und der helle Planet Saturn begleitete ihn am Abendhimmel. Die schöne Konjunktion war auf dem ganzen Planeten zu sehen.

An diesem klaren Abend standen auf einem Hügel in der Nähe der ungarischen Stadt Veszprém Mutter, Tochter, der helle Planet und der junge Mond. Sie alle wurden auf dieser ruhigen nächtlichen Landschaft mit Teleobjektiv fotografiert. Manchen altert der Mond zu schnell. Heute schon bildet der sonnenbeleuchtete Teil eine Halbmondphase.

Dieses Wochenende können wir uns eine schöne Zeit mit Mond und Sternen machen. Wir erwarten den jährlichen Staubregen eines Kometen, der als Meteorstrom der Leoniden bekannt ist.

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Bei der Inside Passage geht der Erdschatten auf

Über dem Wasser geht der blaugraue Erdschatten auf. Darüber verläuft der rosa gefärbte Venusgürtel. Schatten und Venusgürtel spiegeln sich im Wasser.

Bildcredit und Bildrechte: Steve Cullen

Schaut bei Sonnenuntergang mal nach Osten statt nach Westen. Dort geht der dunkle Erdschatten am Horizont auf. Dabei tauchen gegenüber der untergehenden Sonne blasse, zarte Farben auf.

Die ruhige abendliche Landschaft mit Meer und Himmel entstand bei einer Kreuzfahrt durch die gut besuchte Inside Passage in Alaska. Sie verläuft im Pazifischen Nordwesten. Am Horizont klingt der Sonnenuntergang ab. Er weicht dem rosaroten Bogen der Gegendämmerung. Etwas poetischer wird er auch Venusgürtel genannt.

Bei Sonnenuntergang übersehen viele den hübsch gefärbte Bogen, weil der westliche Horizont heller leuchtet. Seine Farbe stammt von gefiltertem Sonnenlicht, das in der dichten Atmosphäre zurückgestreut wird. Der Bogen umarmt den blaugrauen Schatten der Erde. Er geht im Osten auf.

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