Am Meer mit Mars

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Bildcredit und Bildrechte: Jack Fusco

Beschreibung: Letztes Jahr leuchtete am Ende des nördlichen Sommers der Mars nach seiner glanzvollen Opposition immer noch hell am Nachthimmel. Das Himmelslicht zog die Blicke der beiden Sternengucker auf sich, sie standen eine Weile still – lange genug, um auf dieser Meeres- und Nachthimmelslandschaft von Big Sur auf dem Planeten Erde verewigt zu werden. Die Milchstraße, deren zentrale Wölbung am Südwesthorizont liegt, verläuft senkrecht durch die Szene. Die Langzeitbelichtung zeigt auch eine blassblaue Biolumineszenz, die sich in den Wellen am Pfeiffer-Strand entfaltet.

Mars ist nun viel blasser, man erkennt ihn nach Sonnenuntergang am westlichen Horizont. Diesen Monat ist Jupiter am nächsten und hellsten, er erreicht am 10. Juni seine Opposition. Nachthimmelsbeobachter sehen den gleißenden Jupiter über dem südlichen Horizont, er strahlt gleich neben den Sternen im Zentrum der Milchstraße.

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Fächer aus Nachthimmellicht vom See zum Himmel

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Bildcredit und Bildrechte: Dave Lane; überlagerte Beschriftung: Judy Schmidt

Beschreibung: Warum sieht der Himmel wie ein riesiger Fächer aus? Der Grund ist Nachthimmellicht. Das hier abgebildete zeitweilige grüne Leuchten wurde 2015 in der Nähe des Bryce Canyon in Utah (USA) fotografiert und schien von einem See durch den Bogen unserer Milchstraße aufzusteigen. Das ungewöhnliche Muster entstand durch Dichtewellen in der Atmosphäre – Wellen mit wechselndem Luftdruck, die mit der Höhe zunehmen können, wenn die Luft ausdünnt, in diesem Fall in einer Höhe von 90 Kilometern.

Anders als Polarlichter, die ihre Energie aus Kollisionen mit energiereichen geladenen Teilchen beziehen, und die in hohen Breiten auftreten, entsteht Nachthimmellicht durch Chemolumineszenz. Dabei entsteht Licht durch eine chemische Reaktion. Nachthimmellicht ist häufig nahe dem Horizont zu beobachten und sorgt dafür, dass der Nachthimmel niemals völlig dunkel wird.

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Nördliches Nachthimmellicht

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Bildcredit und Bildrechte: Yuri Beletsky (Carnegie Las Campanas Observatory, TWAN)

Beschreibung: Auf dieser gebirgigen Nachthimmellandschaft, die letzte Woche im Banff-Nationalpark fotografiert wurde, hängt die bekannteste Sterngruppe des nördlichen Himmels über den kanadischen Rocky Mountains. Doch am bemerkenswertesten ist das beeindruckende grünliche Nachthimmellicht. Dieses war mit bloßem Auge sichtbar, aber ohne Farbe. Die Szene wurde auf zwei Aufnahmen mit einer einzigen Kamera festgehalten: einer Aufnahme für die Sterne, für die andere wurde die Kamera auf einem Stativ fixiert.

Die Strahlung des Nachthimmellichtes stammt vorwiegend von Sauerstoffatomen mit extrem geringer Dichte in der Atmosphäre. Das schaurige, diffuse Licht, das häufig mit empfindlichen Digitalkameras in Farbe aufgenommen wird, ist hier in Wellen über der nördlichen Nacht zu sehen. Es entsteht in einer ähnlichen Höhe wie Polarlichter. Das lichtstarke Nachthimmellicht entsteht durch Chemilumineszenz, bei der Licht durch chemische Anregung entsteht, sowie strahlenden Zerfall. Die Energie für die chemische Anregung kommt tagsüber von der extremen Ultraviolettstrahlung der Sonne. Anders als Polarlichter, die auf hohe geografische Breiten beschränkt sind, ist Nachthimmellicht auf der ganzen Welt zu beobachten.

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Meer und Himmel leuchten über der Küste von the Oregon

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Bildcredit und Bildrechte: Rudy Montoya

Beschreibung: Bei jedem Schritt leuchtete der Sand blau auf. Das Licht entstand durch Biolumineszenz – ein blaues Leuchten, das auch die Brandung auf dieser surrealen Szene beleuchtet, die letzten Monat an Meyer’s Creek Beach in Oregon (USA) fotografiert wurde. Im Vordergrund sind vulkanische Hügel im Meer verteilt, am Horizont streut eine leichte Nebelschicht das Licht.

Die Lichtstrahlen links am Horizont stammen von Autoscheinwerfern auf dem Oregon Coast Highway (US 101), das orange Licht rechts am Horizont von einem Fischerboot. In weiter Ferne ist das Band unserer Milchstraße zu sehen, die scheinbar von einer dunklen Felsnase aufsteigt. Sechzehn Bilder wurden kombiniert, um die Milchstraße im Hintergrund herauszuarbeiten und das Rauschen zu reduzieren.

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Milchstraße mit südlichem Nachthimmellicht

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Bildcredit und Bildrechte: Yuri Beletsky (Carnegie Las Campanas Observatory, TWAN)

Beschreibung: Auf diesem Bild vom letzten April flutete nach einem Sonnenuntergang in der chilenischen Herbstnacht ein besonders intensives Nachthimmellicht die Szene. Das Himmelslandschaftspanorama zeigt Sterne, Haufen und Nebel in der südlichen Milchstraße sowie die Große und die Kleine Magellansche Wolke. Das helle Luftleuchten entsteht in einer ähnlichen Höhe wie Polarlichter durch Chemilumineszenz – das ist die Produktion von Licht durch chemische Anregung. Empfindliche Digitalkameras nehmen rote und grüne Nachthimmellichtemissionen häufig mit Grünstich auf. Es stammt hier vorwiegend von atmosphärischen Sauerstoffatomen in extrem geringer Dichte und war auf der Südhalbkugel in den letzten Jahren nachts häufig zu beobachten.

Wie die Milchstraße war in dieser dunklen Nacht auch das starke Nachthimmellicht für das bloße Auge sichtbar, aber farblos. Mars, Saturn und der helle Stern Antares im Skorpion bilden das Himmelsdreieck, das die Szene links verankert. Die Straße führt zum 2600 Meter hohen Cerro Paranal und den Very Large Telescopes der Europäischen Südsternwarte.

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Fächer aus Nachthimmellicht vom See zum Himmel

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Bildcredit und Bildrechte: Dave Lane, Beschriftung: Judy Schmidt

Beschreibung: Woraus besteht dieser gewaltige Fächer am Himmel? Aus Nachthimmellicht. Dieses unregelmäßige grüne Leuchten, das letzten Sommer in der Nähe des Bryce Canyon in Utah (USA) fotografiert wurde, schien vom See durch den Bogen unserer Milchstraße aufzusteigen. Das ungewöhnliche Muster entstand durch Schwerewellen in der Atmosphäre – Kräusel aus Luftdruckschwankungen, die mit der Höhe anwachsen können, wenn die Luft dünner wird – hier in einer Höhe von etwa 90 Kilometern.

Anders als Polarlichter, die durch Kollisionen mit energiereichen geladenen Teilchen entstehen und in hohen geografischen Breiten auftreten, entsteht Nachthimmellicht durch Chemolumineszenz, das ist die Produktion von Licht bei einer chemischen Reaktion. Nachthimmellicht ist meist nahe am Horizont zu sehen und verhindert, dass der Nachthimmel jemals völlig dunkel wird.

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Eine leuchtende Nacht

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Bildcredit und Bildrechte: Phil Hart

Beschreibung: Was leuchtet in der Welt bei Nacht? Ein ungewöhnliches, mit bloßem Auge kaum sichtbares elektrisches blaues Licht breitete sich am 16. Januar 2013 an der Küste des Victoriasees aus. Diese digital gestapelte Langzeitbelichtung zeigt den Kontrast zwischen der Reflexion eines Lichtes am Horizont und der Biolumineszenz der Meeresleuchttierchen – Plankton, das von plätschernden Wellen stimuliert wird. Darüber leuchtet der Nachthimmel der Gippsland-Seen in Victoria (Australien) in einem zarteren, grünlichen Nachthimmelslicht. Sauerstoffatome in der oberen Atmosphäre, die zunächst von ultraviolettem Sonnenlicht angeregt wurden, erzeugen diese überregionale, vergängliche atmosphärische Chemolumineszenz. Das durch die Erdrotation ausgewaschene zarte Band der südlichen Sommermilchstraße verläuft vom Horizont aus nach oben, während die Strichspuren um den Himmelssüdpol kreisen.

Beobachten Sie: Meteore versus Supermond
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Luftleuchten, Gegenschein und Milchstraße

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Bildcredit und Bildrechte: Yuri Beletsky (Las-Campanas-Observatorium, Carnegie Institution)

Beschreibung: So weit das Auge blickte, war die Nacht am Las-Campanas-Observatorium in der südlichen Atacamawüste von Chile dunkel. Doch am 11. April um die örtliche Mitternachtsstunde zeigte dieses Mosaik aus 3 Minuten lang belichteten Aufnahmen ein grünliches, ungewöhnlich intensives atmosphärisches Luftleuchten, das sich über dünne Wolken zog. Anders als Polarlichter, deren Energie von Zusammenstößen mit geladenen Teilchen stammt, und die in hohen Breiten zu beobachten sind, entsteht das Luftleuchten durch Chemolumineszenz, also durch chemische Reaktionen, und ist rund um den Globus zu beobachten. Die chemische Energie liefert die extreme Ultraviolettstrahlung der Sonne. Ähnlich wie bei Polarlichtern stammt der grünliche Farbton dieses Luftleuchtens aus einer Höhe von etwa 100 Kilometern und wird von den Emissionen angeregter Sauerstoffatome bestimmt. Der Gegenschein – Sonnenlicht, das von Staub in der ekliptischen Ebene reflektiert wird, war in dieser Nacht noch sichtbar – eine zarte, bläuliche Wolke rechts neben der Bildmitte. Ganz rechts scheint die Milchstraße aus einem Berggipfel zu strömen, dem Sitz der Magellan-Teleskope. Links sind die Kuppeln des OGLE-Projekts und der du Pont-Teleskope zu sehen.

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