Die tanzenden Polarlichter Saturns

Der Planet Saturn ist in kräftigem Dunkelblau dargestellt. Man sieht schräg von unten auf den Planeten und die Ringebene. Einzelne Wolkenstreifen am unteren Teil des Planeten scheinen rot zu glühen, um den Pol verläuft ein grün leuchtender, unregelmäßiger Ring.

Credit: VIMS-Team, U. Arizona, U. Leicester, JPL, ASI, NASA

Was befeuert die Polarlichter auf Saturn? Forschende wollten das herausfinden. Dazu suchten sie durch Hunderte Infrarotbilder von Saturn. Die Bilder wurden von der Raumsonde Cassini für andere Zwecke aufgenommen. So fand man genug Bilder von Polarlichtern, die zusammenhängende Änderungen zeigen. Aus diesen Bildern entstanden Filme.

Einige Filme sind inzwischen fertig. Sie zeigen, dass sich Polarlichter auf Saturn mit dem Winkel zur Sonne verändern. Doch sie ändern sich auch mit der Rotation des Planeten. Außerdem gibt es anscheinend einen Zusammenhang zwischen manchen Veränderungen der Polarlichter und Wellen in Saturns Magnetfeld. Diese Wellen entstehen wohl durch die Saturnmonde.

Dieses Falschfarbenbild aus dem Jahr 2007 zeigt Saturn in drei Spektralbereichen von Infrarot. Die Ringe reflektieren relativ blaues Sonnenlicht. Der Planet leuchtet im vergleichsweise energiearmen Rot. Unten schimmert ein grünes Band aus Südlichtern. Wenn man viele weitere Saturnbilder untersucht, versteht man vielleicht nicht nur Saturns Polarlichter besser, sondern auch Polarlichter auf der Erde.

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Monde außerhalb der Saturnringe

Unter den Ringen Saturns hängt ein grauweißer Mond mit vielen Kratern, über der Ringebene schwebt ein viel kleinerer Mond.

Credit: Cassini-Bildgebungsteam, ISS, JPL, ESA, NASA

Beschreibung: Was ist mit diesem Saturnmond passiert? Nichts – Saturnmond Rhea ist teilweise hinter den Saturnringen versteckt. Im April fotografierte die Roboter-Raumsonde Cassini, die derzeit Saturn umkreist, diese spitzwinkelige Ansicht mit Blick über die berühmtesten Ringe im Sonnensystem.

Zu den Ringen im Vordergrund gehören der dünne F-Ring außen, nach innen folgen die viel breiteren A- und B-Ringe. Saturnmond Janus, der über den Ringen zu schweben scheint, steht in Wirklichkeit weit dahinter. Janus ist einer der kleineren Saturnmonde und hat einen Durchmesser von nur etwa 180 Kilometern.

Die mit Kratern übersäte Rhea ist weiter von der Kamera entfernt, sie ist ein viel größerer Mond mit einem Durchmesser von 1500 Kilometern. Die Oberseite von Rhea ist durch Lücken in den Ringen zu sehen.

Die Mission Cassini bei Saturn wurde bis 2017 verlängert, um das komplexe planetare System im Laufe der Jahreszeiten vom Äquinoktium bis zur Sonnenwende besser untersuchen zu können.

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