Nahaufnahme des Carinanebels

Siehe Beschreibung. Eta Carinae und der Homunkulusnebel im großen Carinanebel; Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: NASA, ESA, Hubble, ESO, Amateureaten; Bearbeitung und Bildrechte: Robert Gendler und Roberto Colombari

Beschreibung: Der große Carinanebel ist ein Juwel am Südhimmel. Er ist auch als NGC 3372 bekannt und größer als 300 Lichtjahre – damit ist er eine der größten Sternbildungsregionen in unserer Galaxis. Wie auch der kleinere, nördlichere große Orionnebel ist der Carinanebel mit bloßem Auge leicht sichtbar, obwohl er mit seiner Entfernung von 7500 Lichtjahren fünfmal weiter entfernt ist.

Diese großartige Teleskop-Nahaufnahme zeigt interessante Details der leuchtenden Fasern im Zentrum der Region aus interstellarem Gas sowie die undurchsichtigen kosmischen Staubwolken in einem fast 20 Lichtjahre großen Sichtfeld. Der Carinanebel enthält junge, extrem massereiche Sterne, unter anderem den immer noch rätselhaften, gewaltigen Veränderlichen Eta Carinae, ein Sternsystem mit mehr als 100 Sonnenmassen.

Auf diesem Kompositbild, das aus Daten von Weltraum- und Boden-Teleskopen erstellt wurde, ist Eta Carinae – links unter der Mitte – scheinbar vom staubigen, zweilappigen Homunkulusnebel umgeben. Eta Carinae steht wahrscheinlich am Rand einer Supernovaexplosion, und Röntgenbilder lassen vermuten, dass der große Carinanebel bereits eine eche Supernovafabrik war.

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Molekülwolken im Carinanebel

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Bildcredit: NASA, ESA, Hubble

Beschreibung: Sie leben nicht – aber sie sterben. Die ungewöhnlichen Formen im Carinanebel, von denen einige hier abgebildet sind, könnte man am besten als verdampfend beschreiben. Das energiereiche Licht und die Winde naher Sterne zerstören die dunklen Staubkörnchen, welche die ikonenhaften Formen undurchsichtig machen.

Ironischerweise erzeugen die Gestalten, die als dunkle Molekülwolken oder hell umrandete Globulen bekannt sind, häufig in ihrem Inneren eben jene Sterne, von denen sie später zerstört werden. Die schwebenden Weltraumstrukturen, die hier vom Weltraumteleskop Hubble im Erdorbit abgebildet wurden, sind einige Lichtmonate groß. Der große Carinanebel selbst ist ungefähr 30 Lichtjahre groß und 7500 Lichtjahre entfernt. Man sieht ihn mit einem kleinen Teleskop im Sternbild Schiffskiel (Carina).

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Sternbildungsregion NGC 3582 ohne Sterne

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Bildcredit und Bildrechte: Andrew Campbell

Beschreibung: Was geht im Freiheitsstatuennebel vor sich? Helle Sterne und interessante Moleküle entstehen und werden freigesetzt. Der komplexe Nebel befindet sich in einer Sterne bildenden Region, die RCW 57 genannt wird, und außer dem berühmten Denkmal sehen manche darin eine fliegende Superheldin oder einen weinenden Engel.

Nach der digitalen Entfernung der Sterne zeigt dieses Bild dichte Knoten aus dunklem interstellarem Staub, Felder aus leuchtendem Wasserstoff, der durch diese Sterne ionisiert wird, sowie prächtige Schleifen aus Gas, die von sterbenden Sternen ausgeworfen werden.

Eine detaillierte Untersuchung von NGC 3576, der auch als NGC 3582 und NGC 3584 bekannt ist, enthüllte mindestens 33 massereiche Sterne im Endstadium der Entstehung sowie das klare Vorhandensein komplexer Kohlenstoffmoleküle, so genannter polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAKs). PAKs entstehen vermutlich im abkühlenden Gas der Sternbildungsregionen, und ihre Bildung in dem Entstehungsnebel der Sonne vor fünf Milliarden Jahren könnte ein wichtiger Schritt bei der Entwicklung von Leben auf der Erde gewesen sein.

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Panorama des Carinanebels von Hubble

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Bildcredit: NASA, ESA, N. Smith (U. California, Berkeley) et al. und das Hubble Heritage Team (STScI/AURA)

Beschreibung: Wie beeinflussen stürmische Sterne ihre Umgebung? Um das herauszufinden, erstellten Astronomen ein hochaufgelöstes, farbgeprüftes Panorama aus 48 Bildern des Carinanebel-Zentrums, eine der größten Sternbildungsregionen am Nachthimmel. Dieses Bild wurde 2007 fotografiert, es ist das bislang detailreichste Bild dieses Nebels.

Der Carinanebel ist als NGC 3372 katalogisiert. Er enthält Ströme aus heißem Gas, Ansammlungen an kühlem Gas, Knoten dunkler Globulen und Säulen aus dichter, staubhaltiger interstellarer Materie. Der Schlüssellochnebel links neben der Mitte enthält einige der massereichsten Sterne, die wir kennen. Diese großen, mächtigen Sterne entstanden wahrscheinlich in dunklen Globulen und formten den Nebel ständig um, und zwar mit ihrem energiereichen Licht, ausströmenden Sternwinden und zuletzt, indem sie ihre Existenz mit Supernovaexplosionen beendeten.

Der ganze Carinanebel ist mit bloßem Auge sichtbar, er umfasst mehr als 450 Lichtjahre und liegt etwa 8500 Lichtjahre entfernt im Sternbild Schiffskiel (Carina).

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Sterne, Staub und Gas in der Nähe von NGC 3572

Im Bild leuchten Nebelranken in mattem Blau und hellerem Orangerot. Unten ist ein Sternhaufen, im Hintergrund sind viele kleine Sterne verteilt.

Bildcredit und Bildrechte: Andrew Campbell

Beschreibung: Sternbildung kann sehr bunt sein. Dieses farbige kosmische Porträt zeigt leuchtendes Gas und dunklen Staub in der Nähe einiger Sterne in NGC 3572, einem wenig erforschten Sternhaufen in der Nähe des Carinanebels, die vor kurzer Zeit entstanden sind.

Die Sterne von NGC 3572 liegen am unteren Bildrand, die ausladende Gaswolke darüber ist wahrscheinlich von ihrem Entstehungsnebel übrig geblieben. Die markanten Farbtöne im Bild entstehen durch die Darstellung charakteristischer Farben, die von Wasserstoff, Sauerstoff und Schwefel abgestrahlt werden, diese werden zu Bildern vermengt, die mit Breitbandfiltern in Rot, Grün und Blau aufgenommen wurden.

Dieser Nebel in der Nähe von NGC 3572 ist etwa 100 Lichtjahre groß und liegt ungefähr 9000 Lichtjahre entfernt im südlichen Sternbild Schiffskiel (Carina). In wenigen Millionen Jahren treibt das abgebildete Gas wahrscheinlich auseinander, während gravitative Begegnungen den Sternhaufen im Laufe einer Milliarde Jahre voraussichtlich auseinandertreiben.

Astrophysik: Stöbern Sie in mehr als 1900 Codes der Astrophysics Source Code Library

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Der junge Sternhaufen Trumpler 14 von Hubble

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Bildcredit: NASA, ESA und J. Maíz Apellániz (IoAoA Spain); Danksagung: N. Smith (U. Arizona)

Beschreibung: Warum hat der Sternhaufen Trumpler 14 so viele helle Sterne? Weil er so jung ist. Viele Sterne im Haufen entstanden erst in den letzten 5 Millionen Jahren und sind so heiß, dass sie nachweisbares Röntgenlicht abstrahlen. In älteren Sternhaufen sind die meisten so jungen Sterne bereits gestorben – üblicherweise sind sie als Supernovae explodiert. Zurück blieben Sterne, die blasser und röter sind. Trumpler 14 ist etwa 40 Lichtjahre groß und liegt ungefähr 9000 Lichtjahre entfernt am Rand des berühmten Carinanebels.

Ein scharfes Auge erkennt auf diesem detailreichen Bild des Weltraumteleskops Hubble von Trumpler 14 aus dem Jahr 2006 zwei ungewöhnliche Objekte. Das erste ist eine dunkle Wolke links neben der Mitte. Sie könnte ein Planetensystem sein, das zu entstehen versucht, bevor es von den energiereichen Winden der massereichen Sterne in Trumpler 14 zerstört wird. Das zweite ist der Bogen links unten. Laut einer Hypothese könnte er die Überschall-Stoßwelle eines schnellen Sterns sein, der vor 100.000 Jahren aus einem völlig anderen Sternhaufen ausgestoßen wurde.

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Der große Nebel in Carina

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Bildcredit und Bildrechte: Dieter Willasch (Astro-Cabinet)

Beschreibung: Was passiert im Zentrum des Carinanebels? Sterne entstehen, sterben und hinterlassen einen eindrucksvollen Wandteppich aus dunklen, staubigen Fasern. Der ganze Carinanebel ist als NGC 3372 katalogisiert. Er umfasst mehr als 300 Lichtjahre und liegt ungefähr 8500 Lichtjahre entfernt im Sternbild Carina.

Der Nebel besteht vorwiegend aus Wasserstoff, der das alles durchdringende rote Leuchten abstrahlt, das auf diesem sehr detailreichen Bild zu sehen ist. Der blaue Schimmer im Zentrum entsteht durch Spuren an leuchtendem Sauerstoff. Junge massereiche Sterne im Zentrum des Nebels stoßen Staub aus, wenn sie als Supernovae explodieren. Eta Carinae, der energiereichste Stern im Zentrum des Nebels, war in den 1830er Jahren einer der hellsten Sterne am Himmel, seither verblasste er jedoch drastisch.

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Vom Kreuz des Südens bis zu Eta Carinae

Quer durchs Bild verläuft die Milchstraße. Links sind das Kreuz des Südens und der Kohlensacknebel. Etwa in der Mitte leuchtet IC 2948, rechts ist der Carinanebel.

Bildcredit und Bildrechte: Carlos Fairbairn

Dieses schöne Himmelsmosaik folgt der Spur der südlichen Milchstraße. Es zeigt den dunklen brasilianischen Himmel. Das Panorama ist etwa 20 Grad breit. Es beginnt bei der dunklen Fläche des Kohlensacknebels links unten. Dieser hängt unter einem Arm im Kreuz des Südens.

An der Spitze des kompakten Sternbildes steht der helle, gelbliche Stern Gamma Crucis. Der kühle Riesenstern ist ungefähr 88 Lichtjahre entfernt. Wenn man eine Linie von Gamma Crucis zu Alpha Crucis zieht – das ist der blaue Stern am unteren Ende des Kreuzes -, dann zeigt diese zum Himmelssüdpol. Wenn ihr der Milchstraße nach rechts folgt, findet ihr IC 2948. Er wird Running-Chicken-Nebel genannt. Dann erreicht ihr Eta Carinae und den Carinanebel am rechten Bildrand. Der Carinanebel ist eine Sternbildungsregion. Sie ist etwa 200 Lichtjahre groß, also viel größer als der Orionnebel im Norden. Der Carinanebel ist etwa 7500 Lichtjahre von der Erde entfernt und liegt in der Ebene der Milchstraße.

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