Mondphasen und Finsternis

25 Bilder wurden zu einer Matrix kombiniert. Sie zeigen die Phasen des Mondes bei einer Lunation, soweit man sie beobachten konnte. In der Mitte leuchtet der Vollmond rötlich, weil er bei einer Mondfinsternis in den Erdschatten getaucht war.

Bildcredit und Bildrechte: Jean-Francois Gout, Tom Polakis

Wenn ihr jede Nacht den Mond beobachtet, seht ihr, wie sich der Anteil, den die Sonne beleuchtet, schrittweise verändert. Ein Mondzyklus wird auch Lunation genannt. Er verläuft in Phasen von Neumond über Vollmond und wieder zu Neumond und dauert etwa 29,5 Tage.

Die Bilder sind von links oben nach rechts unten geordnet. Sie zeigen die Mondphasen einer fast vollständigen Lunation in 25 Nächten ab dem 18. Jänner. Die zwei Tage nach Neumond und zwei Tage davor wurden ausgelassen, weil die Mondphase bestenfalls eine schmale Sichel in der Nähe der Sonne war, die man nur schwer erkennen konnte.

Für das Mondzyklus-Projekt wurde der meist klare Nachthimmel über Arizona und die Hilfe eines Freundes genützt. In der ersten Hälfte der Lunation wurden die Bilder am frühen und späteren Abend fotografiert. In der zweiten Hälfte entstanden sie früh am Morgen. Als Bonus wurde der Zyklus am Vollmond des 31. Jänner ausgerichtet. Es war der zweite Vollmond im Jänner, also ein blauer Mond, und der Mond stand nahe beim erdnächsten Punkt der Mondbahn (Perigäum). Außerdem wurde er bei der totalen Mondfinsternis rötlich.

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Eine Mondfinsternis geht auf

Über Berghängen leuchtet ein rot-gelber Mond zwischen violetten Wolken am dunkelblauen Himmel vor der Dämmerung. Rechts oben steht der helle Stern Sirius.

Bildcredit und Bildrechte: Neelam und Ajay Talwar

Dieses stimmungsvolle Bild blickt auf einen fernen Horizont, wo der Trishul im verschneiten indischen Himalaja steht. Es wurde am 31. Januar an einem abgelegenen Ort fotografiert. Rechts oben leuchtet der hellste Stern Sirius.

Bei der lang ersehnten totalen Mondfinsternis geht der rote Mond auf und gleitet am Abend durch den Erdschatten. Die Finsternis war auf der Nachtseite des ganzen Planeten zu bewundern. Es war die erste von zwei totalen Mondfinsternissen im Jahr 2018 und der Auftakt eines guten Jahres für Leute, die den Mond beobachten.

Zugleich war es ein seltenes Vergnügen. Der verfinsterte Mond wirkte nahe dem Perigäum – das ist der erdnächste Punkt seiner Bahn – sehr groß. Es war auch der zweite Vollmond im Monat, den man auch „blauer Mond“ nennt. Bei der totalen Mondfinsternis am 27. Juli 2018 steht der Vollmond nahe beim Apogäum.

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Monduntergangsfinsternis

Über einem zerklüfteten Berghang geht der verfinsterte Vollmond am blauen Himmel in der Dämmerung unter. Der Mond leuchtet rötlich, weil die Erdatmosphäre rotes Licht in den Kernschatten streut.

Bildcredit und Bildrechte: Fred Espenak (MrEclipse.com)

Der zweite Vollmond im Monat fand am 31. Jänner nahe beim erdnächsten Punkt seiner Bahn statt. Es war auch die erste totale Mondfinsternis 2018. Dabei glitt der Mond durch den Schatten des Planeten Erde.

Dieser Teleskop-Schnappschuss ist eine Postkarte vom Planeten Erde. Er zeigt den total verfinsterten Mond. Er ging über den Chiricahua Mountains im Süden von Arizona am Horizont im Westen unter. Die verräterische rötliche Farbe des Mondes stammt von Sonnenlicht, das in den Schatten gestreut wird. Der Schatten des Planeten wird zur Mitte hin am oberen Rand der Mondscheibe sichtlich dunkler.

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Halbschattenmondfinsternis

Der Vollmond ist oben leicht abgeschattet, weil eine Halbschattenmondfinsternis stattfindet. Ein überlagertes Bild zeigt die Namen der größten Strukturen im Bild.

Bildcredit und Bildrechte: Robin Lee

Wirkt der Mond leicht verändert? Er ist hier besonders detailreich abgebildet. Doch die ganze Vorderseite des vertrauten Begleiters der Erde wirkt etwas dunkler als sonst, besonders links oben, weil eine Halbschattenfinsternis stattfindet. Das Bild wurde am 16. September in Hongkong (China) fotografiert, als der Mond durch einen Teil des Erdschattens zog – doch nicht den dunkelsten Schatten, wo die Erde die ganze Sonne abdeckt.

Eine Mondfinsternis gibt es nur bei Vollmond. Wegen seiner zeitlichen Nähe zur Ernte im Norden war der Vollmond dieser Finsternis vielen als Erntemond bekannt. Der nächste Vollmond ist am Sonntag zu beobachten. Er heißt in manchen Kulturen wegen seiner zeitlichen Nähe zum nördlichen Herbst Laubfallmond. Der zweite Vollmond im Monat („mond„) wird manchmal blauer Mond genannt. Doch diesen Monat gibt es einen seltenen zweiten Neumond, der auch als Schwarzmond genannt wird.

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Blue Moon über der Antarktis

Über der Zhongshan-Station in der Antarktis leuchtet der Mond. Er ist von einem 22-Grad-Halo umgeben. Vorne stehen ein Stromaggregat und ein Schneemobil.

Bildcredit und Bildrechte: LI Hang

Habt ihr schon einmal einen Hof um den Mond gesehen? Solche 22-Grad-Ringe um den Mond entstehen durch Eiskristalle, die in der Erdatmosphäre absinken. Sie sind relativ selten.

Gut, aber habt ihr schon einmal einen Blue Moon gesehen? Ein „blauer Mond“ ist nach heutiger Definition der zweite Vollmond in einem Kalendermonat. Er ist ebenfalls selten. Die Erscheinung oben ist also doppelt selten: Es ist ein Hof um einen „blauen Mond“.

Das Bild entstand Ende des letzten Monats bei der Zhongshan-Station in der Antarktis. Vorne stehen ein Stromaggregat und ein Schneemobil. Beleuchtete Schneeflocken in der Nähe der Kamera sehen aus wie Sterne im Hintergrund.

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Die ISS und ein farbenprächtiger Mond

Die farbige Mondoberfläche wurde nicht gefärbt, es wurden lediglich vorhandene Farben verstärkt. Rechts oben ist der Strahlenkrater Tycho, darüber rechts fliegt die Internationale Raumstation. Links und unten sind die dunklen Maria (Mondmeere).

Bildcredit und Bildrechte: Dylan O’Donnell

Der Vollmond heute Nacht ist der zweite im Juli. Man nennt ihn nach neuzeitlicher Tradition einen „blauen Mond“. Das scharfe, detailreiche Mosaik wurde mit Teleskop und Digitalkamera kurz vor dem ersten Vollmond im Juli fotografiert. Es zeigt eine tatsächlich farbige Mondoberfläche. Die Farben wurden im bearbeiteten Bild verstärkt. Sie sind aber echt und entsprechen der unterschiedlichen chemischen Zusammensetzung der Mondoberfläche.

Gerade zu Vollmond sieht man auch die hellen Strahlen des 85 Kilometer großen Kraters Tycho rechts oben. Sie breiten sich über die Mondoberfläche aus. Vor den südlichen lunaren Hochländern rechts über Tycho fliegt die Silhouette der Internationalen Raumstation ISS. Sie ist überraschend detailreich. Der Mondtransit der ISS war am 30. Juni in Byron Bay im australischen New South Wales zu sehen. Er dauerte etwa ⅓ Sekunde und wurde als Serie kurz belichteter Bilder fotografiert.

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Ein blauer Mond

Der Vollmond wurde bei Blue Moon fotografiert, und tatsächlich schimmern einige Gebiete auf diesem farbverstärkten Bild bläulich.

Bildcredit und Bildrechte: Simon Smith

Der prächtige Vollmond, der am 31. August bei Vollmond aufging, war der zweite Vollmond in einem Monat. Nach aktueller Zeitrechnung ist er somit ein „blauer Mond“ – der zweite Vollmond des Monats.

Manche Teile des Vollmondes sehen auf diesem scharfen Mondporträt tatsächlich ein bisschen blau aus. Das Bild entstand wenige Stunden vor der exakt vollen Phase im britischen Nottingham bei erfreulich klarem Himmel. Es zeigt auffällige helle Strahlen, die von dem markanten jungen Krater Tycho auf der südlichen Mondhalbkugel ausgehen.

Das leicht farbverstärkte Bild betont auch zarte Blauschattierungen – ein echtes Merkmal von Gelände mit einem hohen Anteil an Titanoxid und Eisen. Das blaue Mondgelände rechts zeigt die dunkle, flache Weite im Meer der Ruhe. Dort liegt die Landestelle von Apollo 11.

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Blauer Mond und Finsternis

An einem wolkig wirkenden Himmel schwebt ein sehr plastischer Mond mit dunklen Meeren, der rechts unten einen dunklen Schatten hat.

Credit und Bildrechte: Jean Paul Roux

Beschreibung: Das Internationale Jahr der Astronomie 2009 endete mit einem Blue Moon und einer partiellen Mondfinsternis, da der zweite Dezember-Vollmond am 31. Dezember den Erdschatten streifte. Die Silvester-Blue-Moon-Finsternis war in Europa, Asien, Afrika und Teilen Alaskas sichtbar. Dieses Komposit aus zwei Aufnahmen wurde bei wolkigem Himmel über Saint Bonnet de Mure in Frankreich aufgenommen. Über die südlichen Mondregionen spielt der Rand des Erdschattens, der dunkle Kernschatten, und erscheint rechts zusammen mit dem markanten Strahlenkrater Tycho. Während des Finsternismaximums bedeckte der Schatten etzwa 8 Prozent des Durchmessers der Mondscheibe.

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