Die 25 hellsten Sterne am Nachthimmel

Das Bild zeigt die 25 hellsten Sterne des Nachthimmels in natürlichen Farben, zusammen mit ihrem Namen.

Bildcredit und Bildrechte: Tragoolchitr Jittasaiyapan

Kennt ihr die Namen der hellsten Sterne? Einige kennt ihr wahrscheinlich. Die Namen einiger heller Sterne sind so alt, dass sie schon zu Beginn der Schriftsprache notiert wurden. Viele Weltkulturen haben ihre eigenen Namen für die hellsten Sterne. Es ist kulturell und historisch wichtig, sich an sie zu erinnern. Für eine weltweit eindeutige Kommunikation arbeitet die Internationale Astronomische Union (IAU) an der Vergabe standardisierter Sternnamen.

Hier seht ihr die 25 hellsten Sterne am Nachthimmel in Echtfarben. So sehen Menschen sie derzeit. Sie sind mit ihren von der IAU festgelegten Namen versehen. Einige Sternnamen haben interessante Bedeutungen. Sirius ist lateinisch und steht für „der Versengende“. Wega steht im Arabischen für „fallen“, Antares heißt auf Griechisch „Gegenspieler des Mars“. Wahrscheinlich kennt ihr auch den Namen eines Sterns, der zu blass für diese Liste ist: Polaris.

Fast Hyperraum: APOD-Zufallsgenerator
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Sieben Jahre Halleyscher Staub

Das Panorama mit Milchstraße aus den Bergen in der Nähe von Prešov in der Slowakei zeigt Meteore der Orioniden.

Bildcredit und Bildrechte: Petr Horalek / Institut für Physik in Opava

Der erste als periodisch bekannte Komet der Geschichte, Komet Halley (1P/Halley), kehrt etwa alle 75 Jahre ins innere Sonnensystem zurück. 1986 bot der berühmte Komet seine derzeit letzte Beobachtungsmöglichkeit für das bloße Auge. Doch zweimal im Jahr sieht man, wie staubige Trümmer des Kometen Halley vom Himmel des Planeten Erde regnen, und zwar beim jährlichen Meteorstrom der Eta-Aquariiden im Mai und bei den Orioniden im Oktober.

Dieses Kompositbild kombiniert Meteore der Orioniden, die in den Jahren 2015 bis 2022 fotografiert wurden, einschließlich der Sternschnuppen um den Höhepunkt des Meteorschauers am 21. Oktober. Auf dem Panorama des Nachthimmels sind etwa 47 helle Meteore zu sehen. Der sternklare Hintergrund breitet sich entlang der Milchstraße aus. Alle Orioniden-Meteore strömen scheinbar von einem Punkt nördlich von Beteigeuze im vertrauten Sternbild des Jägers aus. Im Vordergrund ragen vulkanische Berge in der Nähe von Prešov im Osten der Slowakei auf.

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Orion über Green Bank

Das Robert-C. Byrd-Green-Bank-Teleskop in West Virginia mit Orion und dem Orionnebel im Hintergrund.

Bildcredit und Bildrechte: Dave Green

Beschreibung: Was entdeckt das riesige Green-Bank-Teleskop heute Nacht? Das hier abgebildete Robert-C. Byrd-Green-Bank-Teleskop (GBT) rechts unten ist das größte voll schwenkbare Radioteleskop der Welt mit nur einer Schüssel.

Die Zentralantenne des GBT ist größer als ein Football-Feld. Sie steht in den Hügeln von West Virginia in den USA in einer funkstillen Zone, wo die Verwendung von Mobiltelefonen, drahtlosen Netzwerken und sogar Mikrowellenherden eingeschränkt ist. Das GBT erforscht unser Universum nicht nur nachts, sondern auch tagsüber, da der Tageshimmel für Radiowellen in der Regel dunkel ist.

Dieses Bild wurde Ende Januar aufgenommen und zuvor monatelang geplant, sodass die Position des untergehenden Orion passte. Es ist eine Kombination aus einem Schnappschuss vom Vordergrund, der mehr als einen Kilometer vom GBT entfernt fotografiert wurde, und einer Hintergrundaufnahme aus lang belichteten Aufnahmen von der Nacht zuvor.

Das detailreiche Hintergrundbild von Orion ist sehr passend, denn das GBT ist unter anderem für die Kartierung des ungewöhnlichen Magnetfeldes im Orion-Molekülwolkenkomplex bekannt.

Wien, 26. Februar 2022, 18h: Führung im Sterngarten mit APOD-Übersetzerin
Wien, Ladenkonzept Nähe Votivkirche: Kostenlose Kalender (leichte Mängel)

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Vierfacher Mondhalo über einer Winterstraße

Vierfach-Mondhalo mit verschneitem Winterhimmel nahe Madrid in Spanien.

Bildcredit und Bildrechte: Dani Caxete

Beschreibung: Manchmal verwandeln fallende Eiskristalle die Atmosphäre in eine riesige Linse, dabei entstehen Bögen und Halos um Sonne oder Mond. 2012 geschah das in einer Samstagnacht in der Nähe von Madrid in Spanien. Am Winterhimmel leuchtete nicht nur ein heller Mond, sondern auch vier seltene Mondhalos.

Das hellste Objekt oben im Bild ist der Mond. Das Licht des Mondes wird durch taumelnde sechsseitige Eiskristalle gebrochen und bildet einen seltenen 22-Grad-Halo, der den Mond umgibt. Horizontal wird der 22-Grad-Bogen durch einen noch selteneren umschließenden Halo verlängert, der durch säulenförmige Eiskristalle entsteht. Etwas Mondlicht wird durch weiter entfernte taumelnde Eiskristalle gebrochen und bildet einen dritten, noch selteneren regenbogenartigen Bogen, der 46 Grad vom Mond entfernt ist und hier knapp über einer malerischen Winterlandschaft leuchtet. Auch ein Teil eines ganzen 46-Grad-Kreishalos ist zu sehen, sodass ein – besonders beim Mond – extrem seltener Vierfachhalo fotografiert wurde.

Weit im Hintergrund leuchtet zwischen den inneren und den äußeren Bögen eine berühmte Winterhimmelslandschaft mit Sirius, dem Gürtel des Orion und Betelgeuse. Halos und Bögen bleiben meist minutenlang oder einige Stunden bestehen. Wenn ihr also einen seht, solltet ihr eure Familie, Freundinnen oder Nachbarn einladen, eure ungewöhnliche gebrochene Ansicht des Himmels mit ihnen teilen.

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Zodiakalnacht

Nachthimmel über den Pyrenäen in Südfrankreich mit Milchstraße, Orion, Mars und Zodiakallicht.

Bildcredit und Bildrechte: Jean-Francois Graffand

Beschreibung: Diese heitere Berg- und Nachthimmelslandschaft vom 7. April zeigt ein intensives Band aus Zodiakallicht. Der Panoramablick wurde am Ende einer dreistündigen Wanderung nach Sonnenuntergang an einem Aussichtspunkt fotografiert, der nach Westen über die Pyrenäen in Südfrankreich zeigt.

Mont Valier ist mit einer Höhe von 2838 Metern der höchste Gipfel nahe der Mitte. Oben am Himmel nähern sich die vertrauten Sterne Orions und der nördlichen Wintermilchstraße dem zerklüfteten Westhorizont. Beteigeuze an Orions Schulter ist einer von drei hellen gelblichen Himmelslichtern. Er bildet ein Dreieck mit dem anderen roten Riesenstern Aldebaran rechts unter Beteigeuze sowie Mars, dem Roten Planeten. Mars leuchtet knapp unter dem Band der Milchstraße, er ist in das helle Zodiakallicht eingebettet.

Wahl der Erde: Stimmt für euer Lieblingsbild des NASA-Erdobservatoriums

Heute 19h: Frühlingssternbilder – online via Zoom – Eintritt frei, Anmeldung bis 16h!

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Von Orion bis Fuhrmann

Himmelsschätze von Orion bis Fuhrmann.

Bildcredit und Bildrechte: Alistair Symon

Beschreibung: Was ist am Himmel von Orion bis Fuhrmann zu sehen? Viele der berühmten Sterne und Nebel in der Region wurden auf 34 Einzelbildern mit einer Gesamtbelichtungszeit von mehr als 430 Stunden fotografiert und digital zu diesem Bild kombiniert.

Links oben beim Sternbild Fuhrmann (Auriga) beginnend liegt der malerische Flammensternnebel (IC 405). Entlang des hellen Bogens unserer Milchstraße entlang kreuzen weiter unten von links nach rechts die Sternbilder Zwillinge und Stier. Zu den bemerkenswerten Nebeln darin zählen die Kaulquappen, Simeis 147 sowie der Affenkopf-, der Quallen-, der Kegel– und der Rosettennebel.

Im rechten oberen Quadranten Richtung Sternbild Orion (der Jäger) seht ihr Sh2-264, den Halbkreis der Barnardschleife sowie Pferdekopf– und Orionnebel. Berühmte Sterne in und um Orion sind – von links nach rechts – der orangefarbene Beteigeuze (rechts neben der Bildmitte), der blaue Bellatrix (gleich darüber), die Orion-Gürtelsterne Mintaka, Alnilam und Alnitak und rechts oben der helle Stern Rigel.

Dieses Himmelsgebiet bleibt nachts nicht mehr lange oben – es geht abends immer früher unter, je näher die Jahresmitte rückt.

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Ein historisches brasilianisches Sternbild

Die Tupi erkennen in den Plejaden, Hyaden und dem Gürtel des Orion den Alten Mann.

Bildcredit und Bildrechte: Rodrigo Guerra

Der Nachthimmel ist voller Geschichten. Kulturen projizierten im Lauf der Zeit einige ihrer beständigsten Legenden in die Sterne. Generationen von Menschen sehen diese Sternbilder, hören die dazugehörigen Geschichten und geben sie weiter.

Hier ist das vielleicht unbekannte Sternbild des Alten Mannes zu sehen. Es ist seit Langem bei den Tupi bekannt, die in einer Region von Südamerika lebten, die nun Brasilien heißt. Im modernen Sprachgebrauch besteht der Alte Mann aus dem Sternhaufen der Hyaden, die den Kopf bilden, und dem Gürtel des Orion, der ein Teil eines Beins ist. Der Tupi-Legende nach wurde das andere Bein von seiner unglücklichen Frau abgeschnitten. Daher endete es in einem orangefarbenen Stern, den wir als Beteigeuze kennen. Der Sternhaufen der Plejaden ganz links kann als Hutfeder gedeutet werden.

Auf diesem Bild wird der humpelnde Alte Mann von einer Person im Vordergrund gespiegelt. Die Legenden des Nachthimmels sind aus vielen Gründen wichtig. Unter anderem zeigen sie das kulturelle Erbe und dokumentiert die Universalität der menschlichen Intelligenz und Vorstellungskraft.

APOD ist in den Weltsprachen Arabisch, Bulgarisch, Chinesisch (Peking), Chinesisch (Taiwan), Deutsch, Englisch (GB), Französisch (Frankreich), Hebräisch, Indonesisch, Japanisch, Katalanisch, Kroatisch, Montenegrinisch, Niederländisch, Polnisch, Portugiesisch (Brasilien), Russisch, Serbisch, Slowenisch, Spanisch, Syrisch, Taiwanesisch, Tschechisch, Türkisch, Türkisch und Ukrainisch verfügbar.

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Nördliche Winternacht

Orion mit Betelgeuse und der Stier mit dem Riesenstern Aldebaran in den Hyaden leuchten auf dieser nördlichen Nachthimmelslandschaft.

Bildcredit und Bildrechte: Adam Block

Beschreibung: Orion geht an nördlichen Winterabenden anscheinend immer seitlich auf. Diese vertrauten Sterne im Sternbild des Jägers leuchten auf dieser farbenprächtigen Nachtlandschaft über den Bäumen.

Der große Nebel im Orion ist ganz und gar kein Stern, aber ihr seht ihn mit bloßem Auge. Er leuchtet unter Orions Gürtelsternen. Die Kameraaufnahme zeigt das zarte rosarote Leuchten des Sternentstehungsgebietes.

Beteigeuze, der Riesenstern an Orions Schulter, hat die Farbe warmer, gemütlicher irdischer Lichter, wie auch Aldebaran, ein weiterer bekannter Sternenriese. Aldebaran ist der Alphastern im Sternbild Stier (Taurus), er verankert die erkennbare V-Form, die vom Sternhaufen der Hyaden gezeichnet wird, im oberen Teil des sternklaren Bildes.

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