Der ungewöhnliche Berg Ahuna Mons auf Ceres

Mitten im Bild ragt der rätselhafte Berg Ahuna Mons auf. Er befindet sich auf dem Zwergplaneten Ceres. Vielleicht entstand er aus einer Schlammblase, die aus dem Inneren aufstieg.

Bildcredit: Mission Dawn, NASA, JPL-Caltech, UCLA, MPS/DLR/IDA

Wie entstand dieser ungewöhnliche Berg? Dazu gibt es eine neue Theorie. Ahuna Mons ist der größte Berg auf dem Zwergplaneten Ceres, dem größten bekannte Asteroiden im Sonnensystem. Ceres umkreist die Sonne im Hauptasteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter. Ahuna Mons ist anders als alles, was wir bisher gesehen haben. Vor allem sind die Hänge frei von alten Kratern, aber sie sind voller junger, senkrechter Schlieren.

Die neue Hypothese basiert auf zahlreichen Messungen der Gravitation. Sie besagt, dass eine Schlammblase mit reichlich reflektierendem Salz aus der Tiefe des Zwergplaneten an einem Schwachpunkt aufstieg. Sie drang durch die eisige Oberfläche und erstarrte dann. Die hellen Streifen sind vermutlich ähnlich wie das Material, das in jüngster Zeit an der Oberfläche auftauchte. Man sieht es zum Beispiel an Ceres‘ berühmten hellen Flecken.

Bei diesem Digitalbild wurde die Höhe verdoppelt. Es entstand aus Karten der Oberfläche, welche die robotische Mission Dawn 2016 von Ceres erstellte. Dawn beendete ihre erfolgreiche Mission 2018. Die Sonde umkreist Ceres weiterhin, doch ihr fehlt inzwischen der Treibstoff, um ihre Antennen zur Erde zu richten.

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Felsbrocken auf Bennu

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Bildcredit: NASA, Goddard Space Flight Center, University of Arizona

Beschreibung: Auf dieser faszinierenden Nahaufnahme der Raumsonde OSIRIS-REx ist die Oberfläche des Asteroiden 101955 Bennu von unzähligen Felsbrocken übersät. Das Blickfeld ist ungefähr 50 Meter breit, es wurde am 28. März aus einer Entfernung von nur 3,4 Kilometern fotografiert. Der helle Felsbrocken rechts oben ist 4,8 Meter groß. Der Asteroid Bennu ist wahrscheinlich ein Schutthaufen aus losem Konglomerat. Er ist weniger als 500 Meter groß, das ist in etwa die Höhe des Empire State Building.

Die Mission OSIRIS-REx kartiert den erdnahen Asteroiden seit ihrer Ankunft im Dezember 2018. Die Raumsonde plant für Juli 2020 ein TAG-Manöver (Touch-and-Go – aufsetzen und abheben), um Bodenproben von Bennus zerklüfteter Oberfläche zu nehmen und diese im September 2023 zum Planeten Erde zu bringen. Bürgerwissenschaftler*innen wurden eingeladen, sich an der Auswahl des Ortes, an dem die Proben gesammelt werden sollen, zu beteiligen.

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Landung auf dem Asteroiden Ryugu


Videocredit: JAXA

Beschreibung: Letzten Monat prallte ein Roboter der Menschheit von einem Asteroiden ab. Seine Hauptaufgabe war, eine Oberflächenprobe zu entnehmen. Trotz Schwierigkeiten bei der Suche nach einem sicheren Landeort, von dem die Sonde wieder abprallen konnte, landete Japans Roboter-Raumsonde Hayabusa2 erfolgreich auf dem Asteroiden Ryugu – und sprang gleich wieder hoch.

Vor dem Auftreffen schoss Hayabusa2 ein kleines Geschoss auf 162173 Ryugu, um Oberflächenmaterial zu versprengen und die Chance zu erhöhen, dass Hayabusa2 einiges davon aufgreifen könnte. Nächsten Monat feuert Hayabusa2 ein viel größeres Geschoss auf Ryugu ab, um etwas Material von unter der Oberfläche zu sammeln. Gegen Ende dieses Jahres soll Hayabusa2 von Ryugu aufbrechen, auf langgezogenen Schleifen zur Erde reisen und hoffentlich Ende 2020 kleine Teile dieses erdnahen Asteroiden zurückbringen.

Die Erforschung von Ryugu könnten der Menschheit nicht nur etwas über das Innere und die Oberfläche des Kleinplaneten verraten, sondern auch, welche Materialien im frühen Sonnensystem für die Entstehung von Leben verfügbar waren.

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Ultima Thule von New Horizons

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Bildcredit: NASA, JHU’s APL, SwRI; Farbbearbeitung: Thomas Appéré

Beschreibung: Wie unterscheiden sich ferne Asteroiden von denen in der Nähe der Sonne? Um das herauszufinden, lenkte die NASA die Robotersonde New Horizons auf einen Vorbeiflug zum klassischen Kuipergürtelobjekt 2014 MU69, das informell Ultima Thule genannt wird. Es ist der fernste Asteroid, der bisher von einer irdischen Raumsonde besucht wurde. Sie sauste am 1. Januar an dem 30 km langen Weltraumgestein vorbei.

Dieses ist das am höchsten aufgelöste Bild der Oberfläche von Ultima Thule, das bisher zurückgeschickt wurde. Utima Thule sieht anders aus als früher abgebildete Asteroiden des inneren Sonnensystems. Es weist eine ungewöhnliche Oberflächenstruktur auf, mit relativ wenigen klaren Kratern und fast kugelförmigen Lappen. Man vermutet, dass seine Form durch die Verschmelzung zweier Objekte im Schutt des frühen SonnensystemsUltima und Thule – entstanden ist, die auf einer spiralförmigen Bahn zusammenstießen und haften blieben.

Die Forschung soll in Erfahrung bringen, welchen Ursprung die verschiedenen Oberflächenregionen auf Ultima Thule haben, ob das Objekt eine dünne Atmosphäre besitzt, wie es zu seiner roten Farbe kam, und was uns dieses neue Wissen über das urzeitliche Sonnensystem über die Entstehung unserer Erde verrät.

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Bennu-Anaglyphe

Das Bild des Asteroiden Bennu ist eine Anaglyphe. Es entstand aus zwei Bildern, die entsprechend gefärbt wurden. Mit Brillen in Rot und Cyan wirkt das Stereo-Bild dreidimensional.

Bildcredit: NASA, GSFC, U. Arizona – Stereo-Bildrechte: Patrick Vantuyne

Nehmt eure rotblauen Brillen und schwebt neben dem Asteroiden 101955 Bennu. Er hat die Form eines rotierenden Kreisels. Auf seiner rauen Oberfläche sind Felsbrocken verstreut. Die winzige Welt im Sonnensystem ist ungefähr so hoch wie das Empire State Building (weniger als 500 Meter). Die Bilder für diese 3D-Anaglyphe stammen von der PolyCam an Bord der Raumsonde OSIRIS-REx. Sie wurden am 3. Dezember aus einer Entfernung von ungefähr 80 Kilometern fotografiert.

Die Mission OSIRIS-REx bereitet sich nun darauf vor, Bennu aus der Umlaufbahn zu erforschen. 2023 soll die Sonde Proben des Asteroiden zur Erde bringen. Doch schon viel früher zischen Staubproben eines anderen Asteroiden durch die Erdatmosphäre. Am 14. Dezember erreicht der Meteorstrom der Geminiden vor der Dämmerung seinen Höhepunkt. Der Ursprungskörper der Geminiden ist der Asteroid 3200 Phaethon.

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Der interstellare Asteroid ‚Oumuamua hat eine unerwartete Flugbahn

Videocredit: NASA, JPL, Caltech

Warum weicht ‚Oumuamua von der Flugbahn ab, die man erwartet hatte? Letztes Jahr wurde 1I/2017 U1 ‚Oumuamua zum ersten Asteroiden, von dem wir wissen, dass er aus dem interstellaren Raum kam und durch unser Sonnensystem sauste. Vor etwas mehr als einem Jahr zog der taumelnde interstellare Gesteinsbrocken sogar recht nahe an der Erde vorbei.

Die Bahn des Asteroiden sollte man mit der Standardgravitation leicht berechnen können. Doch ‚Oumuamuas Bahn wich leicht davon ab. Diese Animation zeigt, wie sich ‚Oumuamua der Sonne und ihrer Umgebung nähert. Dann verlässt er sie wieder. Zwei Bahnen sind dargestellt und beschriftet. Die eine Bahn wurde anhand der Gravitation berechnet, die andere Bahn hat man beobachtet. Die führende natürliche Hypothese besagt, dass der Asteroid unerwartet abwich, weil Gas ausströmte, als ihn die Sonne erwärmte und er aktiv wurde. Doch es gibt noch weitere Vermutungen und Simulationen mit Computern.

‚Oumuamua kehrt nie wieder zurück. Doch heutzutage wird der Himmel überwacht. Daher findet man sicherlich in den nächsten Jahren weitere interstellare Asteroiden und verfolgt sie.

Zu Gast in der Ö1-SendungSternderl schauen – dem Himmel so nah

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Der rotierende Asteroid Bennu von OSIRIS-REx


Bildcredit: NASA, GSFC, U. Arizona

Beschreibung: Kann dieser nahe Asteroid jemals die Erde treffen? Vielleicht – aber das Zeitfenster dafür ist vermutlich nicht sehr groß, auch wenn der Asteroid im nächsten Jahrhundert voraussichtlich innerhalb der Mondbahn vorbeizieht. Um die Natur und Bahnen aller erdnahen Asteroiden besser zu verstehen, startete die NASA die Robotersonde Origins, Spectral Interpretation, Resource Identification, Security, Regolith Explorer (OSIRIS-REx), die einen davon erforschen soll: den 500 Meter großen Asteroiden 101955 Bennu.

OSIRIS-REx startete 2016 und nähert sich nun Bennu. Als Erstes soll sie die raue Oberfläche des Kleinplaneten kartieren. Dieses Zeitraffervideo wurde zu Beginn des Monats aufgenommen und komprimiert Bennus 4,25-Stunden-Rotation auf etwa 7 Sekunden. Bennus diamantartige Erscheinung ähnelt dem Asteroiden Ryugu, der aktuell von der japanischen Raumsonde Hayabusa2 besucht wird.

Bennus exakte künftige Bahn ist etwas unsicher. Der Grund dafür sind die nahen Begegnungen mit der Erde sowie der Jarkowski-Effekt: eine geringe Kraft, die durch das asymmetrische infrarote Leuchten entsteht, das durch die Rotation eines Objekts hervorgerufen wird.

Wenn alles nach Plan läuft, landet OSIRIS-REx im Jahr 2020 sogar auf dem Asteroiden, um Bodenproben zu sammeln und diese 2023 zur genauen Analyse zur Erde zu bringen.

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Hayabusa2 steigt vom Asteroiden Ryugu auf


Bildcredit: JAXA, U. Tokyo, Kochi U., Rikkyo U., Nagoya U., Chiba Tech., Meiji U., U. Aizu, AIST

Beschreibung: Kann die Raumsonde Hayabusa2 sicher auf dem Asteroiden Ryugu landen? Seit ihrer Ankunft im Juni zeigen Bilder, dass die Oberfläche des etwa einen Kilometer großen Ryugu von Felsen übersät ist, sodass die Suche eines ausreichend flachen Bereichs, auf dem die Raumsonde landen kann, eine ziemliche Herausforderung ist.

Dieses Video zeigt den Schatten der japanischen Robotersonde Hayabusa2 nur 20 Meter über der Oberfläche, als sie nach einer Probelandung letzte Woche von Ryugus zerklüfteter Oberfläche aufstieg. Zuvor legten kleine wurfscheibengroße Landesonden von Hayabusa2 ab, traten in Kontakt mit der Oberfläche des diamantförmigen Asteroiden und begannen darauf herumzuhüpfen.

Die Erforschung von Ryugu kann der Menschheit Details zur Oberfläche und das Innere des Kleinplaneten verraten, aber auch, welche Materialien im frühen Sonnensystem für die Entwicklung von Leben vorhanden waren. Die Landung des Mutterschiffs von Hayabusa2 ist für Anfang nächsten Jahres vorgesehen, danach soll sie Bodenproben sammeln und diese zur Erde bringen.

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