Kosmisch-Latte: Durchschnittsfarbe des Universums

Eine einzige Farbe bedeckt das Bild. Sie erinnert an einen Becher Kaffee Latte. Im Text steht, dass apod.nasa.gov zu science.nasa.gov/apod umzieht.

Credit Bildfarbe: Karl Glazebrook und Ivan Baldry (JHU)

Welche Farbe hat das Universum? Oder genauer gefragt: Wenn man den ganzen Himmel verschmieren würde, welche Farbe hätte die Mischung am Ende? Diese skurrile Frage stellte sich, als man wissen wollte, welche Sterne in nahe gelegenen Galaxien am häufigsten vorkommen.

Die Antwort seht ihr hier. Es ist ein Farbton, der – je nachdem – als Beige wahrgenommen wird. Der Farbcode lautet #FFF8E7. Dafür berechneten Forschende der Astronomie den Durchschnitt des Lichtes, das von einer größeren Auswahl an gut untersuchten Galaxien abgestrahlt wird. Die Auswahl waren die 200.000 Galaxien der 2dF-Durchmusterung. Man untersuchte die Rotverschiebung dieser Galaxien. Dabei kam ein kosmisches Spektrum heraus, das Emissionen in so gut wie allen Teilen des elektromagnetischen Spektrums enthält.

Doch Farben, die aus mehreren Tönen zusammengesetzt sind, werden als eine einzige Farbe wahrgenommen. Diese Farbe verlor in den letzten 10 Milliarden Jahren viel von ihrem blauen Anteil. Daher vermutet man, dass rötlichere Sterne immer mehr überwiegen. Ein Wettbewerb sollte einen Namen für diese Farbe finden. Es gab interessante Einträge wie „himmlisches Elfenbein“ (skyvory) oder „universales Beige“ (univeige). Doch der Sieger war Kosmisch-Latte.

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Woher unsere Elemente stammen

Siehe Beschreibung. XXX Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.
Bildcredit: NASA / GSFC, SVS

Der Wasserstoff, der in unseren Körpern und in jedem einzelnen Wassermolekül im Universum existiert stammt noch immer vom Urknall: Es gibt keine anderen nennenswerten Quellen für dieses Element im gesamten Universum. Der Kohlenstoff aus in unseren Zellen hingegen wurde im Nuklearen Feuer im Inneren von Sternen erbrütet, genauso wie Sauerstoff. Das Eisen ist ein Produkt lang vergangener Supernova Explosionen. Und das Gold, das wir als Schmuck am Körper tragen? Es stammt wahrscheinlich aus der Kollision von Neutronensternen, die als kurzlebige Gamma-Strahlen Ausbrüche oder Gravitationswellen Ereignisse sichtbar gewesen wären. Elemente wie Phosphor und Kupfer sind in nur kleinen Mengen in unseren Körpern, aber sie sind notwendig für Leben wie wir es kennen.

Das hier dargestellte Periodensystem zeigt für jedes Element das wahrscheinlichste Herkunftsereignis. Für manche Elemente – wie auch Kupfer – ist die Herkunft noch ungeklärt und ein Teil aktueller Forschung und Beobachtungen.

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Simulation TNG50: Ein Galaxienhaufen entsteht

Videocredit: IllustrisTNG Project; Visualisierung: Dylan Nelson (Max Planck Institute for Astrophysics) et al.; Music: Symphony No. 5 (Ludwig van Beethoven), via YouTube-Audio-Bibliothek

Wie entstehen Haufen aus Galaxien? Das Universum bewegt sich zu langsam, um das zu beobachten. Also erstellte man mit Computern schnellere Simulationen. Ein bekanntes Projekt ist TNG50 von IllustrisTNG. Es ist eine verbesserte Version der bekannten Illustris-Simulation.

Der erste Teil des Videos folgt der Spur von kosmischem Gas, es ist großteils Wasserstoff, während es sich zu Galaxien und Galaxienhaufen entwickelt. Die Simulation beginnt beim frühen Universum und läuft bis heute. Helle Farben markieren schnelleres Gas. Während sich das Universum entwickelt, fällt Gas in Gravitationssenken. Wir sehen, wie Galaxien entstehen. Diese Galaxien drehen sich, stoßen zusammen und verschmelzen. Und die ganze Zeit entstehen Schwarze Löcher in den Zentren von Galaxien. Sie stoßen das umgebende Gas mit hoher Geschwindigkeit aus.

Die zweite Hälfte des Videos folgt den Sternen. Wir sehen, wie sich ein Galaxienhaufen formiert. Sternströme begleiten diesen Prozess. Der Ausfluss aus Schwarzen Löchern ist in der Simulation TNG50 überraschend komplex. Am Ende folgt ein Vergleich der Details mit unserem realen Universum.

Wir untersuchen immer noch, wie Gas im frühen Universum verschmolzen ist. So verstehen wir besser, wie unsere Erde, die Sonne und das Sonnensystem einst entstanden sind.

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Sternennacht II

Über dem dunklen, schrägen Horizont steigt der Abendhimmel auf. Links steht ein hoher Baum. Der Himmel ist teilweise bewölkt. Rechts oben hängt der junge Sichelmond. Rechts neben dem Baum strahlt ein heller Planet. Vorne steht rechts neben dem Baum eine Staffelei mit dem berühmten Gemälde

Bildcredit und Bildrechte: Rodrigo Guerra, Original-Gemälde: Vincent van Gogh

Kommt euch diese Szene bekannt vor? Es ist eine moderne Nachbildung des berühmten Gemäldes La nuit étoilée von Vincent van Gogh. Sowohl das Bild als auch das Gemälde zeigen einen hohen Baum auf der linken Seite, einen Sichelmond oben rechts, den Planeten Venus direkt rechts neben dem Baum, einen im Vordergrund von links nach rechts ansteigenden Horizont und Wolken über dem Horizont.

Zu den Unterschieden gehört, dass das Foto Mitte April dieses Jahres in Cascavel, Brasilien, aufgenommen wurde, während das Gemälde 1889 in Saint-Rémy-de-Provence in Frankreich entstand. Viele sehen die originale Sternennacht als eines der drei berühmtesten Gemälde der heutigen Zeit. Es ist ein Statement über die Wunder des Nachthimmels. Heute jährt sich (ungefähr) der Morgen, an dem van Gogh den Himmel sah, den er später in seiner Version der Sternennacht malte.

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Der Weg der Artemis II

Video Credit: NASA, GSFC, Artemis II, SVS

Warum landet Artemis II nicht auf dem Mond? Der Hauptgrund dafür ist, dass Artemis II in erster Linie eine Testmission ist. Sie dient dazu, künftige Artemis-Missionen, bei denen Menschen auf dem Mond landen sollen, besser vorzubereiten. Auch bevor die NASA-Mission Apollo 11 auf dem Mond landete, waren schon Apollo 8 und Apollo 10 als Tests zunächst in die Nähe des Mondes geflogen.

Das animierte Video zeigt die Flugbahn von Artemis II. Das Raumschiff umkreist sowohl die Erde als auch den Mond. Etwa 10 Tage nach dem Start kehrt es zur Erde zurück. Die Mission Artemis II bringt erstmals seit den Apollo-Missionen vor 50 Jahren Menschen aus der Magnetosphäre der Erde hinaus. Im Video werden die Teilchen des Sonnenwinds als Streifen dargestellt. Die Magnetosphäre der Erde, die darauf reagiert, flackert grün.

Die Magnetosphäre der Erde spielt eine wichtige Rolle. Sie lenkt sehr energetische Teilchen ab, die von der Sonne kommen. Diese Teilchen lassen malerische Polarlichter entstehen, die man auf der Erdoberfläche sieht.

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Im Netz gefangen: Schwarze Löcher im Tarantelnebel verschmelzen

Die Illustration zeigt das Ergebnis einer Simulation. Zwei Schwarze Löcher verschmelzen vor dem Hintergrund des Tarantelnebels in der Großen Magellanschen Wolke. Das Ereignis ist fiktiv.
Bildcredit und Bildrechte: Artwork: Carl Knox OzGrav, Technische Universität Swinburne; Astrofotografie: Blake Estes und Christian Sasse, iTelescope.net; Text: Cecilia Chirenti (NASA GSFC, UMCP, CRESST II)

Wie können wir etwas sehen, das eigentlich unsichtbar ist? Schwarze Löcher sind in der dunklen kosmischen Nacht nicht leicht erkennbar. Aber in der Astronomie kann man sie aufspüren, indem man die Auswirkung ihrer Gravitation auf Materie, Licht und die Raumzeit erforscht.

Für diese Illustration simulierte man ein System aus zwei Schwarzen Löchern bei seinem finalen „Tanz“ und kombinierten es mit einer lang belichteten Aufnahme des Tarantelnebels, die dahinter gelegt wurde. Schwarze Löcher senden zwar selbst kein Licht aus. Doch sie krümmen den Pfad der Lichtstrahlen. Dabei wirken sie wie eine Gravitationslinse, die den Nebel extrem verzerrt. Das führt zu sogenannten Einsteinringen und Mehrfachbildern.

Der Tarantelnebel liegt in der Großen Magellanschen Wolke. Sie ist eine Zwerggalaxie und eine Satellitengalaxie unserer Milchstraße, die rund 160.000 Lichtjahre entfernt ist. Damit wäre dieses Ereignis mehr als 1.000-mal näher als jede Verschmelzung von binären Schwarzen Löchern, die man bisher beobachtet hat. Vermutlich sehen wir niemals eine Verschmelzung so nah an unserer galaktischen Heimat!

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Die Wächter von Rapa Nui unter der Milchstraße

Über einer Reihe von Mo'ai, die wir von unten auf einer Anhöhe sehen, verläuft schräg cie Milchstraße mit lebhaften dunklen Staubwolken.
Bildcredit und Bildrechte: Rositsa Dimitrova; Text: Keighley Rockcliffe (NASA GSFC, UMBC CSST, CRESST II)

Mit den Worten der Astrofotografin des Tages, Rositsa Dimitrova: Was haben diese stummen Beobachter schon alles am Himmel geschehen gesehen? Die vulkanischen Mo’ai (das bedeutet Statue) von Ahu Tongariki wachen über Rapa Nui. Die Osterinsel ist eine polynesische Insel. 1888 wurde sie von Chile annektiert. Sie liegt Tausende Kilometer von der Küste Südamerikas entfernt mitten im Pazifischen Ozean.

Dank ihrer Abgeschiedenheit können die Mo’ai mit dem Rücken zum dunklen Ozean den klaren, strahlenden Nachthimmel bestaunen. Auf unserem Bild betrachten die überlebensgroßen Statuen das helle Band der Milchstraße. Es wird durch interstellare Staubwolken verdunkelt und ist auch zum Teil von Wolken auf der Erde verdeckt.

Unter dem klaren Nachthimmel haben die Rapa Nui auch Sternwarten errichtet. Sie verwendeten astronomische Beobachtungen für die Navigation. Sie nutzen Astronomie auch für ihren Kalender, für Festtage und vieles mehr. Solche Bilder erinnern uns an die Bedeutung des Nachthimmels. Sie ermahnen uns, wie wichtig es ist, das Land und die Kulturen zu schützen, die er inspiriert hat.

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Ein Jahr voller Sonnenflecken

Eine große Sonnenscheibe mit ungewöhnlich vielen Flecken ist von 12 kleineren Sonnenkreisen mit Fleckenstreifen umgeben. Das Bild erinnert an eine schematisch dargestellte Blume. Die Sonnenflecken wurden aufsummiert und übereinander projiziert.

Bildcredit und Bildrechte: NASA, SDO; Bearbeitung und Bildrechte: Şenol Şanli und Uğur İkizler; Text: Cecilia Chirenti (NASA GSFC, UMCP, CRESST II)

Wie viele Sonnenflecken siehst du? Das mittlere Bild zeigt alle Sonnenflecken, die 2025 zu sehen waren. Im Kreis rundherum ist ein Bild für jeden Monat angeordnet und im großen Bild in der Mitte sehen wir noch einmal alle zusammen. Sonnenflecken sind magnetisch gekühlt und erscheinen deshalb dunkler. Sie bleiben von einigen Tagen bis zu Monaten auf der Sonnenoberfläche.

Dieses Bild stammt vom Solar Dynamics Observatory der NASA. Doch Sonnenflecken sieht man auch schon mit einem kleinen Teleskop oder mit einem Fernglas. Wichtig ist ein guter Sonnenfilter! Sehr große Sonnenfleckengruppen, wie vor kurzem AR 4366, sieht man sogar mit einer Brille für Sonnenfinsternisse.

Sonnenflecken werden immer noch nach Augenmaß gezählt. Die Anzahl gilt aber nicht als sehr genau, da sich die Flecken oft verändern und teilen. Letztes Jahr war das Aktivitätsmaximum der Sonne. Das ist die Zeit der stärksten magnetischen Aktivität ihres 11-jährigen Zyklus. Die Sonne bleibt in vieler Hinsicht unberechenbar. Wir wissen nicht, wann die nächste Sonneneruption stattfindet, die die Erde beeinflusst, oder wie aktiv der nächste Sonnenzyklus sein wird.

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