Der Weg der Artemis II

Video Credit: NASA, GSFC, Artemis II, SVS

Warum landet Artemis II nicht auf dem Mond? Der Hauptgrund dafür ist, dass Artemis II in erster Linie eine Testmission ist. Sie dient dazu, künftige Artemis-Missionen, bei denen Menschen auf dem Mond landen sollen, besser vorzubereiten. Auch bevor die NASA-Mission Apollo 11 auf dem Mond landete, waren schon Apollo 8 und Apollo 10 als Tests zunächst in die Nähe des Mondes geflogen.

Das animierte Video zeigt die Flugbahn von Artemis II. Das Raumschiff umkreist sowohl die Erde als auch den Mond. Etwa 10 Tage nach dem Start kehrt es zur Erde zurück. Die Mission Artemis II bringt erstmals seit den Apollo-Missionen vor 50 Jahren Menschen aus der Magnetosphäre der Erde hinaus. Im Video werden die Teilchen des Sonnenwinds als Streifen dargestellt. Die Magnetosphäre der Erde, die darauf reagiert, flackert grün.

Die Magnetosphäre der Erde spielt eine wichtige Rolle. Sie lenkt sehr energetische Teilchen ab, die von der Sonne kommen. Diese Teilchen lassen malerische Polarlichter entstehen, die man auf der Erdoberfläche sieht.

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Abflug! Zurück zum Mond

Artemis II und Orion: Eine Rakete hebt von einer Startrampe ab. Während sie aufsteigt, stößt sie nach unten einen gleißenden Feuerstrahl aus. Am Boden breiten sich dichte Staubwolken aus.
Bildcredit und Bildrechte: NASA/Bill Ingalls; Text: Ogetay Kayali (MTU)

Wir sind der Rückkehr zum Mond einen kleinen Schritt näher gekommen. Gestern begann mit dem Start der NASA-Mission Artemis II ein neues Kapitel bei der Erforschung des Weltraums. Artemis II startete an der Spitze des Weltraum-Startsystems (SLS) vom Kennedy-Raumfahrtzentrum. Vier Astronautys reisen an Bord des Raumschiffs Orion.

Der geplante Vorbeiflug am Mond ist der erste seit mehr als einem halben Jahrhundert. Dieser historische Testflug knüpft an den Erfolg von Apollo an und übertrifft ihn sogar. Er bringt eine Besatzung weiter von der Erde fort als Menschen jemals seit 1972 gelangten. Sie umrunden den Mond und kehren dann zur Erde zurück.

Die Reise dauert etwa zehn Tage. Dabei werden die Systeme der Orion im Weltraum getestet – von der Lebenserhaltung bis zur Navigation. Die Astronautys beobachten die Mondoberfläche. Dazu zählen auch beschattete Gebiete auf der Rückseite, die man nur aus dieser Perspektive direkt sieht. Nach der Umrundung des Mondes kehren sie zur Erde zurück. Ihre Reise endet mit einer Wasserung im Pazifischen Ozean.

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Apollo 14: Aussicht von Antares

Der Blick aus dem Landemodul Antares bei Apollo 14 reicht über das Fra-Mauro-Hochland. Vorne steht ein kleiner Transporter, links dahinter die Flagge der USA. Oben unter einem Felsen ist ein Krater. Darin liegen ein Speer und ein Golfball.

Bildcredit: Edgar Mitchell, Apollo 14, NASA; MosaikEric M. Jones

Am 5. Februar 1971 landete das Modul Antares von Apollo 14 auf dem Mond. Gegen Ende des Aufenthalts schoss der Astronaut Ed Mitchell durch das Fenster der Landefähre eine Reihe von Fotos der Mondoberfläche. Diese kombinierte Eric Jones zu einem detaillierten Mosaik. Eric Jones war Herausgeber des Apollo Lunar Surface Journal.

Der Blick reicht über das Hochland Fra Mauro. Es liegt nordwestlich von der Landestelle. Das Bild entstand, nachdem die Astronauten von Apollo 14 ihren zweiten und letzten Außenbordeinsatz auf dem Mond beendet hatten. Vorne steht ihr Modular Equipment Transporter. Er ist ein Gerät mit zwei Rädern, das an eine Rikscha erinnert. Sie nützten es, um Werkzeuge und Proben zu transportieren.

Oben in der Bildmitte liegt nahe am Horizont ein Felsbrocken. Er ist 1,5 Meter groß und erhielt den Namen Schildkrötenfelsen (Turtle Rock). Im flachen Krater unter der Schildkröte liegt der lange, weiße Griff eines Geräts, mit dem Proben aufgenommen wurden. Mitchell warf es wie einen Speer dorthin.

Alan Shepard war Mitchells Kollege beim Außenbordeinsatz, und er war auch der erste Amerikaner im All. Mit einem improvisierten 6er-Eisen schlug er zwei Golfbälle. Einer von Shepards Golfbällen ist der weiße Punkt unter Mitchells Speer.

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Das Mondschiff von Apollo 17

Das Raumschiff im Bild wirkt bunt und eckig. Es ist die Aufstiegsstufe der Mondlandefähre Challenger kurz vor der Rückkehr zum Kommando-Modul.

Bildcredit: Apollo 17, NASA, (Bild-Neubearbeitung: Andy Saunders)

Die Mondlandefähre Challenger der Mission Apollo 17 sieht eigenartig aus. Sie wurde für den Flug im luftleeren Raum entwickelt. Das Bild wurde aus dem Kommandomodul America aufgenommen und digital bearbeitet. Es zeigt die Aufstiegsstufe von Challenger in der Mondumlaufbahn.

An den Seiten befinden sich kleine Steuerdüsen. Darunter ist die Glocke mit dem Raketenantrieb für den Aufstieg angebracht. Oben ist eine runde Radarantenne montiert. Die Luke an der Vorderseite erlaubte es den Astronauten, die Mondoberfläche zu betreten. Durch das dreieckige Fenster sieht man Gene Cernan. Er war Kommandant der Mission.

Challenger funktionierte einwandfrei. Das Raumschiff landete am Mond und brachte die Astronauten im Dezember 1972 wieder zurück zum Kommandomodul, das sich in der Umlaufbahn befand. Und wo ist Challenger jetzt? Die Abstiegsstufe blieb am Landeplatz der Mission Apollo 17 im Taurus-Littrow-Tal. Vor der Rückkehr zur Erde stießen die Astronauten die Aufstiegsstufe von Challenger vom Kommandomodul ab. Sie stürzte kontrolliert ab. Ihre Überreste liegen somit nahe beim Landeplatz von Apollo 17.

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Apollo 17 am Krater Shorty

Geologe Harrison "Jack" Schmitt steht neben dem Mondrover am Rand des Kraters Shorty. In der Nähe entdeckte er orangefarbiges Mondgestein.

Besatzung Apollo 17, NASA

Im Dezember 1972, also vor 53 Jahren, verbrachten die Apollo-17-Astronauten Eugene Cernan und Harrison Schmitt etwa 75 Stunden auf dem Mond und erforschten das Taurus-Littrow-Tal, während ihr Kollege Ronald Evans oben im Orbit blieb. Cernan fotografierte diesen Schnappschuss von einer fremden Welt, als er und Schmitt über den Boden des Mondtales wanderten.

Das Bild zeigt Schmitt neben dem Mondrover, der am südöstlichen Rand des Kraters Shorty parkt. Es ist in der Nähe der Stelle, wo der Geologe Schmitt orangefarbigen Mondboden fand. Die Besatzung von Apollo 17 kehrte mit 110 kg Gesteins- und Bodenproben zurück. Das war mehr, als an allen anderen Landestellen gesammelt wurde. Bis heute sind Cernan und Schmitt die letzten, die den Mond betreten haben.

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Terminator-Mond: Landschaft voller Schatten

Es ist Vollmond, aber die Oberfläche ist viel detaillierter zu sehen als sonst. Man erkennt viele Krater, dunkle Mondmeere und helle Mondhochländer.

Bildcredit und Bildrechte: Rich Addis

Was ist an diesem Mond anders? Es sind die Schattengrenzen. Der Terminator ist die Linie zwischen der hellen Tagseite und der dunklen Nachtseite. Auf diesem Bild ist kein direkter Terminator. Es ist ein digitales Komposit aus vielen Mondstreifen, die fast am Terminator lagen. Sie wurden auf einen Vollmond montiert. Regionen am Terminator werfen lange, markante Schatten. Durch Kontrast und Länge von Schatten wirkt ein flaches Foto dreidimensional.

Die überlagerten Bilder entstanden Anfang April im Laufe von zwei Wochen. Viele Mondkrater treten hier markant hervor, weil sie Schatten werfen. Die dunkleren Regionen werden als Maria oder Meere bezeichnet. Das Bild zeigt detailgetreu, dass sie nicht dunkler sind als der Rest des Mondes, sondern auch flacher.

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Mondbeben sind überraschend häufig

Der Apollo 11-Astronauten Buzz Aldrin steht neben dem gerade aufgestellten Mondseismometer. Er schaut zur Landefähre, dem Lunar Landing Module.

Bildcredit: NASA, Besatzung Apollo 11

Warum gibt’s so viele Mondbeben? Bei den Apollo-Missionen wurden Seismometer auf dem Mond stationiert. Die Analyse der Daten zeige, dass Mondbeben überraschend häufig sind. Sie treten meist innerhalb von 100 Kilometern unter der Oberfläche auf.

In den Jahren zwischen 1972 und 1977 wurden ganze 62 Mondbeben detektiert. Viele dieser Mondbeben sind nicht nur stark genug, um Möbel zu bewegen, wenn jemand eine Wohnung auf dem Mond hätte. Sogar steife Felsen auf dem Mond vibrieren minutenlang – das ist deutlich länger als die weicheren Felsen bei Erdbeben unseres Planeten Erde.

Die Ursache für die Mondbeben ist bis heute unklar. Die führende Hypothese ist Gezeitenwirkung und relative Aufheizung durch die Erde. Egal, was die Quelle der Beben ist, zukünftige Mondgebäude müssen jedenfalls so gebaut werden, dass sie dem häufigen Wackeln widerstehen.

Dieses Bild zeigt den Apollo 11-Astronauten Buzz Aldrin neben dem gerade aufgestellten Mondseismometer. Er schaut zur Landefähre, dem Mondlandemodul.

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Mondstaub und Klebeband

Der Blick im Bild fällt auf das Hinterrad des Mondrovers. Der Kotflügel wurde ersetzt, eine Karte wurde mit Klebeband und Klammern befestigt.

Bildcredit: Apollo 17, NASA

Warum ist der Mond so staubig? Auf der Erde wird Gestein durch Wind und Wasser verwittert. So entstehen Sand und Erde. Auf dem Mond sprengte der ständige Beschuss durch Mikrometeorite im Laufe der Äonen die steinige Oberfläche. Dabei entstand eine puderförmige Schicht auf dem Mondboden, die als Regolith bezeichnet wird. Für die Apollo-Astronauten und ihre Ausrüstung war der überall vorhandene feine scharfkantige Staub ein großes Problem.

Im Dezember 1972 fand die Mission Apollo 17 statt. Dabei mussten die Astronauten Harrison Schmitt und Eugene Cernan auf der Mondoberfläche einen der Kotflügel ihres Rovers reparieren (Video, 26MB), um die Staubwolken von sich und ihrer Ausrüstung fernzuhalten. Das Bild zeigt ein Rad und den Kotflügel ihres staubbedeckten Rovers. Er entstand durch eine raffinierte Reparatur mit einer nicht mehr benötigten Karte, Klammern und einem grauen Streifen Klebeband.

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