Supermond versus Mikromond

Der Erdmond wirkt größer, wenn er näher an der Erde ist. Links ist der Mond in Erdnähe (Perigäum), rechts in Erdferne (Apogäum). Beide Bilder wirken sehr plastisch, der kleinere Mond liegt optisch vor dem größeren.
Bildcredit: Soumyadeep Mukherjee

Was ist so mikro an dem blauen Mikromond heute Nacht? Gleich nach Sonnenuntergang geht ein voller Mond auf. Er ist etwas kleiner und dunkler als sonst, weil die der Mond seine voll beleuchtete Phase nahe beim Apogäum erreicht. Dort ist der Mond auf seiner elliptischen Bahn am weitesten von der Erde entfernt.

Der Mikromond ist heute Nacht sogar der kleinste Mond des Jahres. Er verströmt das wenigste Licht und ist am weitesten von der Erde entfernt. Doch es gibt noch einen Grund, warum er bemerkenswert ist. Er ist nämlich auch ein „blauer Mond„. Das bedeutet, dass er der zweite Vollmond im selben Monat ist.

Hier wurde ein Supermond mit einem Mikromond verglichen. Als Supermond erscheint der Vollmond am größten. Beide Vollmonde wurden in Kalkutta in Indien fotografiert, und zwar im Mai und im Dezember 2021. Der nächste Mikromond ist nächsten Monat und der nächste blaue Mond Ende 2028. Doch der nächsten blauen Mikromond kommt erst 2053.

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Mikromond vs. Supermond

Das Bild zeigt zwei Vollmonde. Links ist ein Mikromond, er steht beim Apogäum der Mondbahn, rechts ist ein Supermond beim Perigäum. Er ist etwas größer als der Mikromond.

Bildcredit und Bildrechte: Şenol Şanlı

Was machte den Supermond am letzten Mittwoch so toll? Der Vollmond in der vergangenen Woche erschien etwas größer und heller als normal. Der Grund dafür ist, dass die voll beleuchtete Phase des Mondes zeitlich sehr nahe beim Perigäum stattfand. Im Perigäum erreicht der Mond auf seiner elliptischen Umlaufbahn den erdnächsten Punkt.

Auch wenn die genaue Definition für einen Supermond variiert, war der vom letzten Mittwoch der größte und hellste Vollmond des Jahres, mit der geringsten Entfernung zur Erde. Supermonde sind so beliebt, weil sie leicht zu sehen sind. Man muss nur bei Sonnenuntergang hinausgehen und den Aufgang eines beeindruckenden Vollmonds beobachten.

Dieses Bild vergleicht den Supermond vom letzten Mittwoch mit dem Mikromond vom April. Damals fand der Vollmond nahe der erdfernsten Stelle im Mondorbit statt. Daher erschien er etwas kleiner und weniger hell als normal. Wenn man die vielen Definitionen berücksichtigt, gibt es zumindest einen Supermond pro Jahr. Und ein weiterer ist bereits im nächsten Monat zu sehen.

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Monduhr 2022

Diese Monduhr zeigt alle Vollmonde des Jahres und ihre Namen.

Bildcredit und Bildrechte: Niveth Kumar

Der erste Vollmond 2023 steht in der Nacht von heute auf morgen um 23:08 UTC am Himmel gegenüber der Sonne. In seiner hellsten Phase ist der Mond groß und schön und sollte leicht erkennbar sein.

Für einen schnellen Überblick sind hier Bilder angeordnet, die allesamt 2022 bei einem einzigartigen Astrofotografieprojekt auf Sri Lanka, Planet Erde, um Vollmond herum fotografiert wurden. Das Diagramm enthält die Tage, die Monate und die traditionellen volkstümlichen Namen der zwölf Vollmonde des Jahres 2022.

Die scheinbare Größe jedes Vollmondes hängt von der Entfernung jeder vollen Mondphase zum Perigäum oder Apogäum ab, das sind die erdnächsten oder erdfernsten Punkte auf der elliptischen Bahn des Mondes. Wie der Wolfsmond 2022 auf der Ein-Uhr-Position ist auch der heutige Vollmond nur zwei Tage vom Apogäum entfernt.

Anders als 2022 gibt es 2023 13 Vollmonde, die somit nicht auf diese Zwölf-Stunden-Uhr passen.

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Der Vollmond des Jahres 2021

Die zwölf Vollmonde des Jahres 2021.

Bildcredit und Bildrechte: Soumyadeep Mukherjee

Beschreibung: Jeder Vollmond des Jahres 2021 leuchtet auf diesem jahresumfassenden Astrofotoprojekt. Es ist ein Kompositporträt der vertrauten Mondvorderseite bei jeder hellsten Mondphase. Der Jahresablauf verläuft nach Mondtagen geordnet in Streifen von oben nach unten.

Die Streifen stammen aus Vollmondbildern, die allesamt mit derselben Kombination aus Kamera und Objektiv aufgenommen wurden, alle Bilder haben denselben Pixelmaßstab. Trotzdem passen die Streifen scheinbar nicht zusammen, doch sie zeigen, dass sich die Winkelgröße des Vollmondes im Laufe des Jahres ändert, je nach seiner Entfernung zu Kalkutta in Indien auf dem Planeten Erde. Bei jedem Streifen sind Kalendermonat, Vollmondname, Entfernung in Kilometern und die Winkelgröße gelistet. Die Winkelgröße ist in Bogenminuten angegeben, eine Bogenminute entspricht dem Sechzigstel eines Grades.

Der größte Vollmond fand im Mai nahe einem Perigäum statt, das seine größte Annäherung an die Erde. Am kleinsten war der Vollmond im Dezember nahe einem Apogäum, als er am weitesten von der Erde entfernt war. Die Vollmonde im Mai und November tauchten außerdem bei den beiden Mondfinsternissen 2021 in den Erdschatten.

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Volles Mondlicht

Über Hügelkuppen geht der Vollmond auf. Er leuchtet über der Silhouette eines Fotografen.

Bildcredit und Bildrechte: Zhengjie Wu und Jeff Dai (TWAN)

Vor dem hellen Mond steht die Silhouette des Fotografen, als der Vollmond auf dieser gut geplanten Nahaufnahme aufgeht. Normalerweise ist das die hellste Mondphase. Doch von 18. auf 19. November dämpft eine partielle Mondfinsternis das Licht des Vollmondes. Sie ist auf einem Großteil des Planeten sichtbar.

Wenn der Mond durch den südlichen Rand des Schattens gleitet, bleiben zum Höhepunkt der Finsternis nur ein paar Prozent der Mondscheibe außerhalb des dunklen Erdschattens. Der Mond steht nahe beim Apogäum. Das ist der erdfernste Punkt seiner Bahn. Daher ist seine Bewegung langsam. Damit ist diese zweite Mondfinsternis 2021 eine besonders lange partielle Mondfinsternis.

Auf einem Großteil von Nordamerika sieht man die partielle Finsternisphase in der Morgendämmerung. Finsternisse treten häufig paarweise auf. Daher folgt auf diese Mondfinsternis in zwei Wochen eine Sonnenfinsternis, und zwar am 4. Dezember.

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Sonnenfinsternis-Überflug

Die partielle Sonnenfinsternis in Quincy Beach südlich von Boston in Massachusetts nahe dem Höhepunkt mit Vogelflug.

Bildcredit und Bildrechte: Zev Hoover, Christian Lockwood und Zoe Chakoian

Beschreibung: Am 10. Juni zog der Neumond über die Sonne. Nur zwei Tage nach Erreichen des Apogäums, das ist der fernste Punkt auf seiner elliptischen Bahn, führte die geringe scheinbare Größe der Mondsilhouette zu einer ringförmigen Sonnenfinsternis.

Die kurze, aber spektakuläre ringförmige Finsternisphase zeigte die helle Sonnenscheibe als Feuerring, wenn man sie auf der schmalen nördlichen Zentrallinie betrachtete, die über den Planeten Erde verlief. Der wolkige Morgenhimmel an der Ostküste der USA bot jedoch prächtige Ansichten der partiell verfinsterten Sonne.

Mond und Sonne gingen gemeinsam auf und wurden hier in Quincy Beach südlich von Boston in Massachusetts nahe dem Höhepunkt der Finsternis fotografiert. Dieses digitale Kompositbild ist eine Serie aufeinanderfolgender Bilder. Durch einen glücklichen Zufall folgt die entstandene Bildserie dem wellenförmigen Flug eines Vogels, der die Silhouette des Mondes mit der aufgehenden Sonne verbindet.

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Mars taucht wieder auf

In Maceió in Brasilien war zu sehen, wie der Mond den Planeten Mars bedeckte.

Bildcredit und Bildrechte: David Duarte und Romualdo Caldas

Beschreibung: Hinter dem dunklen Rand des Mondes taucht der Mars gerade wieder auf, wie man auf diesen kombinierten, scharfen Video-Einzelbildern sieht, die am 6. September aufgenommen wurden.

Doch um wieder aufzutauchen, musste der Mars natürlich zuerst verschwinden. Das tat er mehr als eine Stunde zuvor, als der sonnenbeleuchtete südliche Rand des abnehmenden Dreiviertelmondes vor den Roten Planeten zog, hier von Maceió in Brasilien aus gesehen.

Die Mondbedeckung fand statt, als der Mond nahe dem Apogäum stand, die Entfernung betrug etwa 400.000 Kilometer. Der Mars war fast 180 Mal weiter entfernt. Es war die vierte Marsbedeckung durch den Mond im Jahr 2020 auf dem Planeten Erde.

Die fünfte Marsbedeckung durch den Mond im Jahr 2020 ist in südlichen Breiten zu sehen und findet am 3. Oktober statt, wenn Mond und Mars am Himmel des Planeten Erde fast gegenüber der Sonne stehen.

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Vollmonde eines Jahres

Die 12 Bilder des Mondes sehen unterschiedlich aus. Ihre Größe, Neigung und Färbung variiert sichtlich. Unten in der Mitte fällt außerdem der Erdschatten auf den unteren Mondrand.

Bildcredit und Bildrechte: Talha Zia

Sieht der Vollmond immer gleich aus? Nein. Dieser Raster zeigt zwölf Vollmonde mit leichten Unterschieden. Die Bilder zeigen jede Lunation von November 2016 bis Oktober 2017. Sie wurden in Pakistan fotografiert und sind von links oben nach rechts unten angeordnet. Die Vollmonde folgen aufeinander. Sie sind alle im selben Maßstab abgebildet. Daher sind die Unterschiede der scheinbaren Größe, die man hier erkennt, echt – anders als bei der berühmten Mondtäuschung. Die Abweichungen entstehen durch die unterschiedlichen Entfernungen des Mondes, denn die Mondbahn weicht deutlich von der Kreisbahn ab.

Die dunkle Kerbe am unteren Rand des Vollmondes vom August 2017 ist der Erdschatten. Das Bild zeigt eine partielle Mondfinsternis. Neben der manchmal stärkeren Färbung erkennt man bei genauer Betrachtung eine feinere Änderung: Der Mond taumelt von einem zum nächsten Vollmond anscheinend leicht. Man nennt den Effekt Libration. Er ist auf diesem Video einer Lunation deutlicher erkennbar. Dieses Video zeigt alle Varianten der Schwankungen des Mondes im Laufe eines Monats.

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