Ingenuity-Anaglyphe

Der Mars-Helikopter Ingenuity steht neben den Radspuren des Rovers Perseverance und wirft seinen Schatten auf die Marsoberfläche.

Bildcredit: NASA, JPL-Caltech, MSSS, ASU

Beschreibung: Die in Stereo und farbig abbildende Mastcam-Z auf dem Rover Perseverance fotografierte an Missions-Sol 45 – das war der 5. April – diese Stereo-Nahaufnahme (nehmt eure rot-blauen Brillen) des Mars-Hubschraubers Ingenuity. In wenigen Sols versucht der Technologie-Demonstrator Ingenuity den ersten angetriebenen Flug auf einem anderen Planeten in der dünnen Marsatmosphäre. Der Testflug findet frühestens am Sonntag, 11. April, statt.

Ingenuity steht auf seinen vier Landebeinen neben den Radspuren des Rovers und wirft seinen Schatten auf die Marsoberfläche. Das Solarpaneel des experimentellen Hubschraubers sitzt über seinen beiden 1,2 Meter langen, gegenläufig rotierende Flügeln. Es lädt die Batterien, die ihn in den kalten Marsnächten warm halten, und liefert die Energie für seinen Flug.

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Stereo-Ansicht von Eros

Der Asteroid Eros ist nach dem griechischen Gott der Liebe benannt, aber auf diesem Bild erinnert er eher an eine plumpe Kartoffel. Das rot-cyan-farbige Bild wirkt mit Anaglyphenbrillen dreidimensional.

Bildcredit: Projekt NEAR, JHU APL, NASA

Mit euren rot-blauen Brillen könnt ihr neben dem Asteroiden 433 Eros schweben. Der erdnahe Asteroid umkreist die Sonne alle 1,8 Jahre. Er ist nach dem griechischen Gott der Liebe benannt. Doch seine Form erinnert eher an eine klumpige Kartoffel als an ein Herz.

Eros ist eine winzigkleine Welt. Sie hat einen hügeligen Horizont, Krater, Felsbrocken und Täler. Der Asteroid misst 40 x 14 x 14 Kilometer, er ist also so groß wie eine Stadt. Das Mosaik entstand aus Bildern der Raumsonde NEAR-Shoemaker, die zu einer Stereo-Anaglyphe verarbeitet wurden. Es betont seine Größe und die wenig romantische Form.

Neben einem dramatischen Chiaroscuro lieferte NEAR-Shoemakers 3-D-Bild wichtige Messungen der Landschaften und Strukturen des Asteroiden sowie Hinweise auf den Ursprung des Brockens im Sonnensystem. Die kleinsten Strukturen, die man hier sieht, sind ungefähr 30 Meter groß.

Ab 14. Februar 2000 verbrachte die historische Mission NEAR-Shoemaker ein Jahr im Orbit um Eros. Sie war damit die erste Raumsonde, die je um einen Asteroiden kreiste. Vor zwanzig Jahren, am 12. Februar 2001, landete sie auf Eros. Das war die erste Landung auf der Oberfläche eines Asteroiden. NEAR-Shoemakers letzte Übertragung von der Oberfläche von Eros erfolgte am 28. Februar 2001.

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Messier-Krater in Stereo

Die Krater Messier und Messier A ragen aus dem dunklen, glatten Meer der Fruchtbarkeit oder Mare Fecunditatis, sie messen 8 mal 15 und 11 mal 16 Kilometer.

Bildcredit: Apollo 11, NASA; Stereo-Bildrechte: Patrick Vantuyne

Viele helle Nebel und Sternhaufen am Himmel des Planeten Erde stehen in Verbindung mit dem Namen des Astronomen Charles Messier. Er erstellte im 18. Jahrhundert einen berühmten Katalog. Auch diese beiden großen ungewöhnlichen Krater auf dem Mond tragen seinen Namen.

Messier (links) und Messier A ragen aus dem dunklen, glatten Meer der Fruchtbarkeit oder Mare Fecunditatis auf dem Mond. Sie messen 8 x 15 und 11 x 16 Kilometer. Ihre längliche Form wird durch die extrem flache Flugbahn des Einschlagkörpers erklärt. Er bewegte sich von links nach rechts, als er die Krater schlug. Der flache Einschlag führte auch zu zwei Strahlen aus hellem Material. Sie verlaufen außerhalb des Bildes nach rechts über die Oberfläche.

Dieses interessante Stereobild des Kraterpaares solltet ihr mit rot-blauen Brillen (rot für das linke Auge) anschauen. Es entstand aus hoch aufgelösten Scans zweier Bilder (AS11-42-6304, AS11-42-6305). Sie wurden bei der Mondmission Apollo 11 fotografiert.

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Yogi und seine Freunde in 3D

Dieses Bild zeigt die Rampe der Landesonde Pathfinder, den Roboter-Rover Sojourner, Prallkissen, eine Couch, Barnacle Bill und den Felsen Yogi.

Bildcredit und Bildrechte: IMP Team, JPL, NASA

Beschreibung: Auf dieser Stereo-Ansicht der Marsoberfläche vom Juli 1997 seht ihr eine Rampe der Landesonde Pathfinder, den Roboter-Rover Sojourner, Prallkissen, eine Couch, Barnacle Bill und den Felsen Yogi. Barnacle Bill ist der Stein links neben Sojourner mit seinen Solarpaneelen, und Yogi ist der große, freundliche Felsbrocken rechts. Die „Couch“ ist der eckig geformte Fels am Horizont.

Schaut das Bild mit rot-blauen Brillen an (oder haltet ein durchsichtiges rotes Stück Plastik über das linke Auge und ein blaues oder grünes über das rechte), dann seht ihr die eindrucksvolle 3-D-Perspektive. Die Stereoansicht wurde mit der bemerkenswerten Kamera des Mars Pathfinder (Imager for Mars Pathfinder, IMP) aufgenommen. IMP hat zwei optische Eingänge für Stereobilder und Entfernungsmessung, außerdem ist sie mit einer Reihe an Farbfiltern für Spektralanalyse ausgestattet. Als „erstes astronomisches Observatorium auf dem Mars“ fotografierte IMP auch Bilder der Sonne und von Deimos, dem kleineren der beiden winzigen Marsmonde.

Diesen Juli brach der NASA-Marsrover Perseverance zu einer Mission zum Roten Planeten auf.

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Apollo 17: Stereoansicht aus der Mondumlaufbahn

Die Stereoanaglype zeigt das Südmassiv und das Taurus-Littrow-Tal, die Landestelle von Apollo 17.

Credit: Gene Cernan, Apollo 17, NASA; Anaglyphe: Patrick Vantuyne

Sucht eure rot-blauen Brillen und schaut diese fantastische Stereoansicht aus einer anderen Welt an. Eugene Cernan, er war Kommandant der Mission Apollo 17, fotografierte die Szene am 11. Dezember 1972. Es war einen Umlauf vor dem Abstieg zur Landung auf dem Mond.

Die Stereo-Anaglyphe entstand aus zwei Fotos (AS17-147-22465, AS17-147-22466). Sie zeigen den Blick an Bord des Mondmoduls Challenger, als Cernan und Dr. Harrison Schmitt über den Landeplatz von Apollo 17 im Taurus-Littrow-Tal flogen. Die breite Flanke eines Berges, der als Südmassiv bezeichnet wird, liegt in der Sonne. Sie ragt mitten im Bild über dem dunklen Boden von Taurus-Littrow links daneben auf.

Hinter den Bergen, zum Mondrand hin, liegt das Mare Serenitatis. Ron Evans steuerte das Kommandomodul America. Wir sehen es vorne im Orbit vor dem Gipfel des Südmassivs.

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Apollo 12 und Surveyor 3 in Stereo

Die 3D-Anaglyphe in Rot und Cyan zeigt, wie der Astronaut Pete Conrad an der Raumsonde Surveyor 3 rüttelt. Hinten am Horizont steht die Mondlandefähre Intrepid vor dem schwarzen Weltraum.

Bildcredit: NASA, Apollo 12, Alan Bean – Stereo-Bildrechte: Kevin Frank

Setzt eure rot-blauen Brillen auf und schaut damit diese Stereo-Ansicht von der Oberfläche des Mondes an. Die 3D-Szene zeigt, wie der Astronaut Pete Conrad die Raumsonde Surveyor 3 besuchte. Das war vor 50 Jahren im November 1969 bei der Mission Apollo 12. Am Horizont steht die Mondlandefähre Intrepid.

Das Stereobild entstand aus zwei Einzelbildern (AS12-48-7133, AS12-48-7134) von der Mondoberfläche. Sie zeigen die Szene aus zwei leicht abweichenden Blickwinkeln. Diese entsprechen ungefähr dem Abstand von menschlichen Augen.

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Der Adler steigt auf

Der Mond füllt fast das ganze Bild. Links ragt die Erde über den Horizont, der senkrecht verläuft. Rechts im Vordergrund ist die Aufstiegsstufe der Landesonde Adler mit Armstrong und Aldrin an Bord.

Bildcredit: Apollo 11, NASABildrechte Stereobild: John Kaufmann (ALSJ)

Wenn ihr dieses Stereobild aus dem Mondorbit mit rot-blauen Brillen betrachtet, wirkt es dreidimensional. Die 3-D-Anaglyphe entstand aus zwei Fotos (AS11-44-6633, AS11-44-6634). Der Astronaut Michael Collins fotografierte sie 1969 bei der Mission Apollo 11. Die Aufstiegsstufe des Mondlandemoduls Adler steigt auf. Später, am 21. Juli, traf es das Kommandomodul im Mondorbit.

An Bord der Aufstiegsstufe sind Neil Armstrong und Buzz Aldrin. Sie waren die ersten Menschen, die den Mond betraten. Das glatte, dunkle Gelände auf der Mondoberfläche ist Mare Smythii. Es liegt unter dem Äquator am östlichsten Rand der Vorderseite des Mondes. Hinter dem Horizont des Mondes schwebt unser schöner Planet, die Erde.

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Stereo-Helene

Das Bild zeigt den Saturnmond Helene, der an den Mond Dione gebunden ist. Mit rot-cyanfarbigen Brillen sieht man es dreidimensional.

Bildcredit: Cassini Imaging Team, ISS, JPL, ESA, NASA; Stereobild von Roberto Beltramini

Nehmt eure rot-blaue Brille und schwebt neben dem kleinen, eisigen Saturnmond Helene. Der Name ist passend gewählt. Helene ist einer von vier trojanischen Monden, die wir kennen. Trojaner heißen so, weil sie sich bei einem Lagrangepunkt befinden. Ein Lagrangepunkt ist eine gravitationsstabile Position in der Nähe zweier massereicher Körper. In diesem Fall sind das Saturn und der größere Mond Dione.

Helene hat eine unregelmäßige Form. Sie misst etwa 36 x 32 x 30 Kilometer und kreist bei Diones vorderem Lagrangepunkt. Der brüderliche Eismond Polydeuces zieht an Diones hinterem Lagrangepunkt nach.

Die scharfe Stereo-Aglyphe entstand aus zwei Bildern von Cassini. Sie wurden 2011 bei einem nahen Vorbeiflug aufgenommen. Das Bild zeigt einen Teil der Seite von Helene, die zu Saturn gerichtet ist. Sie ist von Kratern und schluchtartigen Strukturen übersät.

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