XZ Andromeda zwinkert uns zu

Video-Credit: Ogetay Kayali; Text: Keighley Rockcliffe (NASA GSFC, UMBC CSST, CRESST II)

Zwinkert uns dieser Stern zu? Das zentrale Objekt in der heutigen Animation sind nicht ein, sondern zwei Sterne. XZ Andromeda, durch die fett markierten Linien gekennzeichnet, ist ein Algol-Stern, ein bedeckungsveränderlicher Doppelstern, dessen Bahn aus der Perspektive der Erde fast genau von der Kante zu sehen ist.

Die Lichtkurve rechts zeigt, wie das Licht schwächer und heller wird, wenn der kühlere Stern seinen heißeren, helleren Begleiter bedeckt. Die Analyse mehrerer Lichtkurven von XZ Andromeda deutet darauf hin, dass es zwei weitere Sterne geben könnte, die das System umkreisen.

Diese Lichtkurve wurde mit Citizen Astronomy erstellt, einer Open-Source-Software für Differentialphotometrie. Die Software misst den Helligkeitsunterschied zwischen einem Zielstern und einem Vergleichsstern und zeichnet dessen Veränderung über die Zeit auf. Diese Methode gleicht die meisten Störungen durch das Instrument oder die Erdatmosphäre aus.

Neben bedeckungsveränderlichen Doppelsternen eignet sich diese Analyse auch für Transit-Exoplaneten, akkretierende Schwarze Löcher, Supernovae und viele weitere zeitlich veränderliche astronomische Phänomene. Probiere es selbst mit deinen Daten aus!

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Das Weltraumteleskop Nancy Grace Roman startet

Videocredit: NASA

Ein neues Teleskop startete in den Weltraum, um das Universum zu erforschen. Der Hauptspiegel des Weltraumteleskops Nancy Grace Roman (RST) ist gleich groß wie jener des Weltraumteleskops Hubble (HST). Doch er sieht bei jedem Schnappschuss einen 100-mal größeren Teil des Himmels. Das ist möglich, weil der Hauptspiegel des RST stärker gekrümmt ist als beim HST. Außerdem ist sein Sekundärspiegel näher und die Hauptkamera ist größer. Daher kann RST größere Teile des Himmels schneller untersuchen.

RST entdeckt wahrscheinlich viel mehr Supernovae und kann vieles mehr. So erfahren wir genauer als bisher, wie schnell sich unser Universum ausdehnt und woraus es besteht. Wir finden wohl viel mehr Planeten, die um andere Sterne kreisen. Das soll zeigen, wie wahrscheinlich es Leben anderswo im Universum gibt.

Wie das Weltraumteleskop James Webb kreist RST nicht um die Erde, sondern um die Sonne. Dieses Video zeigt, wie Roman gestern am Raumfahrtzentrum Kennedy in Florida in den USA startete. Der Träger war eine Falcon-Schwerlastrakete von SpaceX.

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Cassini nähert sich Saturn

Videocredit und -rechte: Cassini-Bildgebungsteam, ISS, JPL, NASA, ESA, S. Van Vuuren et al.; Musik: Adagio for Strings (New Yorker Philharmoniker)

Wie würde es aussehen, wenn man sich dem Riesenplaneten Saturn nähert?

Es ist unnötig darüber zu phantasieren – das Raumschiff Cassini hat es 2004 gemacht und tausende von Bildern im Anflug aufgenommen – und einige weitere hunderttausende während des Eintrittsorbits.

Einige von Cassinis frühen Bildern wurden digital nachbearbeitet, zurecht geschnitten und zu einem inspirierenden Video kombiniert. Es ist Teil eines größeren IMAX Filmprojekts mit dem Namen In Saturn’s Rings. In der Sequenz am Ende wird Saturn bei der Annäherung immer größer, während der wolkige Titan unter ihm vorbeirauscht.

Während Saturn im Hintergrund herumwirbelt, sehen wir als nächstes Cassini über den Mond Mimas fliegen und der große Herschel Crater ist klar erkennbar. Saturns majestätische Ringe übernehmen dann die Show, während Cassini die sehr dünne Ringebene durchquert. Dunkle Schatten der Ringe erscheinen auf Saturn selbst. Abschließend kommt der rätselhafte Eis-Geysir-Mond Enceladus mit etwas Abstand ins Bild. Während des Annäherungsmanövers endet der Videoflug.

Nach mehr als einem Jahrzehnt Erforschung und Entdeckungen ging dem Cassini-Raumschiff 2017 der Treibstoff aus und es wurde gezielt in zum Eintauchen in die Atmosphäre von Saturn gebracht, wo es bestimmt zerschmolzen ist.

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Zeitraffer: Der Stern S301 kreist um das Schwarze Loch im Zentrum der Galaxis

Videocredit und -rechte: ESO/GRAVITY Collaboration/L. Calçada; Text: Cecilia Chirenti (NASA GSFC, UMCP, CRESST II)

Wie fühlt es sich an, ein rotierendes, supermassereiches Schwarzes Loch zu umkreisen? Dieses Video ist eine Animation. Es zeigt Beobachtungen des Sterns S301, der Sagittarius A* umkreist, über vier Jahre hinweg als Zeitraffer. Sgr A* ist das Schwarze Loch im Zentrum unserer Galaxis und hat eine Masse von vier Millionen Sonnenmassen.

S301 wurde im Jahr 2023 mit dem Very Large Telescope Interferometer der Europäischen Südsternwarte ESO entdeckt, das sich in der Atacamawüste in Chile befindet. Astronom*innen haben kürzlich festgestellt, dass S301 etwa 8,7 Jahre benötigt, um das Schwarze Loch zu umkreisen, und dabei Geschwindigkeiten von 25.000 km/s erreicht. Er nähert sich dem Schwarzen Loch mehr als jeder andere Stern, der zuvor entdeckt wurde – er kommt bis auf eine Entfernung heran, die der vom Saturn zur Sonne entspricht.

Da S301 Sagittarius A* so nahe kommt, kann man mit ihm die Rotationsgeschwindigkeit des Schwarzen Lochs direkt messen und Einsteins Allgemeine Relativitätstheorie überprüfen. Der Theorie zufolge verzerrt ein rotierendes Schwarzes Loch die Raumzeit um sich herum und beeinflusst dadurch die Umlaufbahnen von Objekten in seiner Nähe.

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Der Fall eines mysteriösen möglichen Meteors

Videocredit: Juan Pablo Castañeda; Text: Keighley Rockcliffe (NASA GSFC, UMBC CSST, CRESST II); Dank an: William Cooke, David Lee, Peter Brown, Denis Vida, Peter Jenniskens

Was war das? Was ist da verschwunden, während es die teilweise verfinsterte Sonne kreuzte? Schauen wir die Fakten an. Das Video zeigt 24 Aufnahmen pro Sekunde. Es wurde am 12. August 2026 um 20:28 Ortszeit in Spanien gefilmt. Die Koordinaten des Ortes lauten 40°34’30.3″N 1°12’28.8″W. Der Meteorschauer der Perseïden erreichte zu dieser Zeit gerade seinen Höhepunkt. Ist das also ein Meteor?

Meteore eines Stroms zeigen rückwärts zu einer Region am Himmel, die man Radiant nennt. Dort kreuzt die Erde die Bahn des jeweiligen Kometen. Der Pfad des Objekts könnte zum Radianten der Perseïden zeigen, der im Sternbild Perseus liegt. Der Winkel am Himmel, den die Spur des Objekts zieht, ist kleiner als 0,5 Grad – das ist die Winkelgröße von Sonne und Mond. Und es ist viel weniger, als man bei einem Meteor erwarten würde.

Seine Helligkeit reicht nicht weit über die Sonne hinaus. Doch wenn ein Meteor am Himmel auflodert, braucht man kein Sonnenlicht, um ihn zu sehen. Vielleicht reflektiert das Objekt Sonnenlicht? Man glich also den Ort, die Zeit und die Region am Himmel mit einer Flugdatenbank ab. Dabei zeigte sich: Der Übeltäter war der Kondensstreifen eines Flugzeugs!

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Mars gibt Psyche einen Gravitationsschub

Videocredit: NASA/JPL-Caltech/ASU/True Story Films; Text: Keighley Rockcliffe (NASA GSFC, UMBC CSST, CRESST II)

Körper im Sonnensystem helfen, bei der Forschung in den Tiefen des Alls Treibstoff zu sparen! Dieses Video zeigt, wie die Raumsonde Psyche an Fahrt gewinnt. Sie änderte ihre Flugbahn mit sehr wenig Treibstoff, indem sie sich im Mai 2026 beim Mars einen Gravitationsschub holte. Der Mars zieht im Schnitt mit fast 87.000 km/h auf seiner Bahn um die Sonne. Seine Bewegung entlang der Bahn und seine Gravitation führten dazu, dass Mars die Sonde Psyche mitzog, sodass sie schneller wurde.

Gravitationsmanöver gibt es seit der Mission Luna 3 im Jahr 1959. Mit solchen Manövern gelangen Raumsonden (z. B. Voyager oder Cassini) weiter hinaus als nur mit Treibstoff alleine. Die Unterstützung durch Gravitation hilft der Raumsonde Psyche auf ihrer Reise zum Asteroiden Psyche, den sie 2029 erreicht.

Als die Sonde den Mars passierte, testete sie ihre Instrumente. Diese sollen die Zusammensetzung und das Magnetfeld des Asteroiden untersuchen. Die Mission Psyche ist die erste zu einem Asteroiden, der großteils aus Metall besteht. Metalle sind ein wichtigerer Bestandteil von Planeten als Gestein oder Eis.

Tipp: Sucht einen dunklen Himmel und beobachtet diesen August die Perseïden-Meteore ohne Mond!

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Simulation TNG50: Ein Galaxienhaufen entsteht

Videocredit: IllustrisTNG Project; Visualisierung: Dylan Nelson (Max Planck Institute for Astrophysics) et al.; Music: Symphony No. 5 (Ludwig van Beethoven), via YouTube-Audio-Bibliothek

Wie entstehen Haufen aus Galaxien? Das Universum bewegt sich zu langsam, um das zu beobachten. Also erstellte man mit Computern schnellere Simulationen. Ein bekanntes Projekt ist TNG50 von IllustrisTNG. Es ist eine verbesserte Version der bekannten Illustris-Simulation.

Der erste Teil des Videos folgt der Spur von kosmischem Gas, es ist großteils Wasserstoff, während es sich zu Galaxien und Galaxienhaufen entwickelt. Die Simulation beginnt beim frühen Universum und läuft bis heute. Helle Farben markieren schnelleres Gas. Während sich das Universum entwickelt, fällt Gas in Gravitationssenken. Wir sehen, wie Galaxien entstehen. Diese Galaxien drehen sich, stoßen zusammen und verschmelzen. Und die ganze Zeit entstehen Schwarze Löcher in den Zentren von Galaxien. Sie stoßen das umgebende Gas mit hoher Geschwindigkeit aus.

Die zweite Hälfte des Videos folgt den Sternen. Wir sehen, wie sich ein Galaxienhaufen formiert. Sternströme begleiten diesen Prozess. Der Ausfluss aus Schwarzen Löchern ist in der Simulation TNG50 überraschend komplex. Am Ende folgt ein Vergleich der Details mit unserem realen Universum.

Wir untersuchen immer noch, wie Gas im frühen Universum verschmolzen ist. So verstehen wir besser, wie unsere Erde, die Sonne und das Sonnensystem einst entstanden sind.

Portal ins Universum: APOD-Zufallsgenerator

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Polarlichter, aus dem Weltraum gesehen

Videocredit: ESA, NASA, ISS Expedition 74; Aufnahme: Sophie Adenot; Musik: ESA („Circle of Light“ von Patrick Hawes und Grace Davison von Audio Network)

Wie sehen Polarlichter von oben aus? Seht her! Vom Boden aus gesehen tanzen Polarlichter hoch über den Wolken. Dabei sorgen sie oft für spektakuläre Anblicke. Aus dem Weltraum sehen sie etwas anders aus. Die Internationale Raumstation (ISS) umrundet die Erde alle 90 Minuten. Dabei fliegt sie manchmal über Polarlichter, die auf der Nachtseite der Erde aktiv sind. Dieses Zeitraffer-Video zeigt Polarlichter. Es wurde vor rund zwei Wochen von der ISS aus aufgenommen. Die ISS und alle Objekte in erdnahen Umlaufbahnen fliegen weit über grünen Polarlichter, aber nur ein kleines Stück über rot leuchtenden. Die Polarlichter bestehen aus Strömen von Elektronen und Protonen. Diese sind zu dünn um eine Gefahr für die ISS darzustellen – so wie Wolken ungefährlich für Flugzeuge sind. Aus der Umlaufbahn scheinen Polarlichter sich wie riesige Schlangen zu winden und zu kriechen. Das passiert, wenn die Magnetfelder sich ändern. Die französische Astronautin Sophie Adenot nahm dieses einminütige Video auf. Sie ist derzeit Teil der Crew der ISS-Expedition 74.

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