Die seltsame Schattenseite von Saturns Mond Iapetus

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Credit: Cassini Imaging Team, SSI, JPL, ESA, NASA

Beschreibung: Was ist mit Saturns Mond Iapetus passiert? Riesige Teile dieser seltsamen Welt sind schwarz wie Kohle, andere hingegen blank wie Eis. Die Zusammensetzung des dunklen Materials ist unbekannt, doch Infrarotspektren lassen vermuten, dass es möglicherweise eine dunkle Form von Kohlenstoff enthält. Iapetus hat auch einen ungewöhnlichen Äquatorwall, der ihn wie eine Walnuss aussehen lässt. Um diesen rätselhaften Mond besser zu verstehen, ließ die NASA die robotische Raumsonde Cassini, welche Saturn umkreist, letzten Monat nur 2000 Kilometer daran vorbeischwenken. Oben abgebildet, etwa 75.000 Kilometer entfernt, erlaubte die Flugbahn von Cassini beispiellose Abbildungen jener Hemisphäre von Iapetus, die immer hinterher zieht. Ein riesiger Impaktkrater, der im Süden zu sehen ist, erstreckt sich über 450 Kilometer und überlagert einen älteren Krater von ähnlicher Größe. Das dunkle Material überzieht Iapetus nach Osten hin zunehmend und dunkelt Krater- und Hochlandgebiete gleichermaßen ab. Die Untersuchung aus nächster Nähe deutet darauf hin, dass der dunkle Belag hauptsächlich den Äquator des Mondes beschichtet. Ob die Farben von Iapetus das Ergebnis ungewöhnlicher Episoden von Vulkanismus aus dem Inneren oder einer von außen stammenden Anschwärzung ist, bleibt unbekannt. Dieses und andere Bilder von Cassinis Vorbeiflug an Iapetus werden nach sogar noch bedeutenderen Hinweisen abgesucht.

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Polarlicht, Sterne, Meteor, See, Alaska

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Credit und Bildrechte: Bud Kuenzli

Beschreibung: Manchmal, nachdem Ihre Augen sich an die Dunkelheit gewöhnt haben, erscheint ein grandioser Sternenhimmel. Hier liegt ein malerischer See vor Ihnen, wunderschöne grüne Polarlichter hoch über Ihnen, glänzende Sterne leuchten in der Ferne, und – für einen kurzen Moment – ein heller Meteor streift vorbei. Dieses digital gesicherte atemberaubende Panorama wurde letzten Monat über einem der Chena-Seen in North Pole in Alaska (USA) aufgenommen und enthält den Offenen Sternhaufen der Plejaden rechts im Bild. Das Foto ist ungewöhnlich, nicht nur wegen der vielen Wunder, die gleichzeitig darauf festgehalten sind, sondern auch weil Seen, die so weit im Norden liegen, normalerweise zufrieren und nicht mehr reflektieren, bevor der Himmel dunkel genug für Fotografie ist.

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Galaxie NGC 474: Kosmischer Mixer

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Credit und Bildrechte: Mischa Schirmer

Beschreibung: Was passiert mit der Galaxie NGC 474? Die vielschichtigen ausgeworfenen Schalen erscheinen seltsam komplex und unerwartet, wenn man die relativ formlose Erscheinung der elliptischen Galaxie auf weniger detailreichen Bildern berücksichtigt. Die Ursache der Schalen ist derzeit unbekannt, sie ist jedoch möglicherweise durch Gezeitenkräfte verursachte Schweife, die mit übrig gebliebenen Trümmern zusammenhängen, welche beim Absorbieren zahlreicher kleiner Galaxien in den vergangenen Milliarden Jahren entstanden sind. Die Schalen könnten auch sich ähnlich wie Wellen in einem Teich verhalten, wo die anhaltende Kollision der Spiralgalaxie mit dem rechten Teil von NGC 474 Dichtewellen verursacht, die sich durch den galaktischen Riesen hindurchkräuseln. Unabhängig von der tatsächlichen Ursache erhellt das obige Bild auf dramatische Weise die wachsende Übereinstimmung darüber, dass die äußeren Halos der meisten großen Galaxien nicht wirklich ruhig sind, sondern Komplexitäten enthalten, die von regelmäßigen Wechselwirkungen und Verschmelzungen mit kleineren nahe gelegenen Galaxien verursacht werden. Der Halo unserer eigenen Milchstraßen-Galaxie ist ein Beispiel für solche unerwartete Komplexität. NGC 474 erstreckt sich über 250.000 Lichtjahre und liegt etwa 100 Millionen Lichtjahre entfernt in Richtung des Sternbildes Fische (Pisces).

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Zwei Millionen Galaxien

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Credit und Bildrechte: S. Maddox (Nottingham U.) et al. APM Survey, Astrophys. Dept. Oxford U.

Beschreibung: Unser Universum ist gefüllt mit Galaxien. Galaxien – riesige Sammelsurien von Sternen, Gas, Staub und geheimnisvoller Dunkler Materie – sind die Grundbausteine des Universums im großen Maßstab. Obwohl ferne Galaxien sich voneinander entfernen, da das Universum expandiert, bindet die Gravitation benachbarte Galaxien aneinander, wodurch diese Galaxiengruppen bilden – das sind Anhäufungen von Galaxien und sogar noch größeren expandierenden Filamenten. Einige dieser Strukturen finden sich auf einer der umfassendsten Karten des Himmels, die je von Galaxien gemacht wurden: der APM galaxy survey map (APM-Galaxien-Durchmusterungskarte), die in den frühen 1990-er Jahren fertiggestellt wurde. Mehr als zwei Millionen Galaxien werden oben in einer Region mit einem Durchmesser von 100 Grad in Richtung des Südpols unserer Milchstraßengalaxie beschrieben. Helle Regionen bilden mehr Galaxien ab, während bläuliche Farben auf größere durchschnittliche Galaxien verweisen. Dunkle Ellipsen wurden dort weggeschnitten, wo der Himmel von hellen lokalen Sternen dominiert wird. Viele wissenschaftliche Entdeckungen resultierten aus Analysen der Daten dieser Karte; eine davon war, dass das Universum im großen Maßstab überraschend komplex ist.

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Röntgensterne des Orion

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Credit: E.Feigelson und K.Getman (PSU) et al., CXO, NASA

Beschreibung: Die Sterne des Orion strahlen im sichtbaren Licht am Sternenhimmel der Erde. Das Sternbild enthält die nächstliegende große Sternbildungsstätte, den großen Orionnebel, der nur 1500 Lichtjahre von uns entfernt ist. Der markante helle Sternklumpen nahe dem Zentrum dieses Falschfarbenbildes des Chandra-Röntgenteleskops sind die massereichen Trapezsterne – jener junge Sternhaufen, welcher einen Großteil des sichtbaren Leuchtens des Nebels hervorruft. Die in Blau und Orange gezeigten Sterne sind junge sonnenähnliche Sterne. Gewaltige Röntgenquellen werden vermutlich in heißen Sternkoronen und von Oberflächeneruptionen im starken Magnetfeld eines jungen Sterns erzeugt. Unsere Sonne, die im mittlerem Alter ist, war möglicherweise im Röntgenspektralbereich tausendmal heller, als sie – wie die Trapezsterne – nur wenige Millionen Jahre alt warDas Röntgenbild zeigt etwa 2,5 Lichtjahre im Zentralbereich des Orionnebels.

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Sternbildungshaufen in NGC 3603

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Credit: NASA, ESA, Hubble Heritage (STScI/AURA)-ESA/ Hubble Collaboration; Dank an: J. Maiz Apellaniz (Inst. Astrofisica Andalucia) et al. und Davide de Martin (skyfactory.org)

Beschreibung: Nur 20.000 Lichtjahre von der Sonne entfernt liegt NGC 3603, die Heimat des nahe gelegenen Carina-Spiralarmes unserer Milchstraßen-Galaxie. NGC 3603 ist Astronomen gut bekannt als eine der größten Sternbildungsregionen der Milchstraße. Der Offene Sternhaufen im Zentrum enthält Tausende von Sternen, allesamt größer als unsere Sonne – Sterne, die sich wahrscheinlich vor erst einer oder zwei Millionen Jahren in einem einzigen Sternbildungsprozess gebildet haben. Der nahe gelegene Haufen NGC 3603 enthält vermutlich ein passendes Beispiel jener massereichen Sternhaufen, die wesentlich weiter entfernte Sternbildungs-Galaxien bevölkern. Geburtswolken aus interstellarem leuchtendem Gas und undurchsichtigem Staub umgeben den Haufen, geformt von der energiereichen stellaren Strahlung und Sternenwinden. Das von Hubbles Advanced Camera for Surveys aufgenommene Bild umspannt etwa 17 Lichtjahre.

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Sputniks 50. Jahrestag: Reisegefährte

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Fotocredit: Dank an NSSD, NASA

Beschreibung: „Sputnik“ bedeutet „Reisegefährte“. Trotz dieses harmlos klingenden Namens veränderte der Start des ersten künstlichen Mondes der Erde, Sputnik 1, durch die Sowjetunion am 4. Oktober 1957 die Welt und leitete Ereignisse ein, welche zur Bildung der NASA und zum Wettlauf zum Mond führten. Sputnik 1 war eine 184 Pfund schwere und 22 Zoll große Kugel mit vier Gertenantennen, die mit batteriebetriebenen Sendern verbunden waren. Die Transmitter sandten 23 Tage lang ein kontinuierliches piependes Signal zu dem verblüfften Publikum auf der Erde. Einen knappen Monat später, am 3. November, wiederholte die Sowjetunion diesen Erfolg mit dem Start eines Hundes in den Orbit an Bord von Sputnik 2.

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Komet Enckes Schweif reißt ab

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Credit: Angelos Vourlidas (NRL) et al., SECCHI / STEREO, NASA

Beschreibung: Der periodische Komet Encke, der innerhalb der Merkurbahn pendelt, traf am 20. April auf eine Stoßwelle von der Sonne in Form eines koronalen Massenauswurfs (CME). Wenn CMEs – riesige Wolken energiereicher Partikel, die von der Sonne ausgestoßen werden – auf die Magnetosphäre der Erde treffen, lösen sie häufig Polarlichter aus. Doch in diesem Fall trug die Kollision den Schweif des Kometen fort. Der Schweif wurde wahrscheinlich eher von wechselwirkenden Magnetfeldern abgerissen als durch den mechanischen Druck der Kollision. Wenn Sie auf das zweigeteilte Bild klicken, wird ein Gif-Fim des bemerkenswerten Ereignisses abgespielt, der vom Heliospheric Imager an Bord der Raumsonde STEREO A aufgezeichnet wurde. Die Zeit zwischen den Einzelbildern des Films beträgt etwa 45 Minuten, während die Bilder in der Entfernung des Kometen etwa 14 mal 20 Millionen Kilometer umspannen. Natürlich haben sich auch früher schon ähnliche Kollisionen ereignet, da der alte Komet alle 3,3 Jahre seine Sonnenbahn durchläuft. Also keine Sorge, Enkes Schweif wächst nach!

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Tutulemma: Sonnenfinsternis-Analemma

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Credit und Bildrechte: Tunc Tezel und Cenk E. Tezel

Beschreibung: Wenn Sie täglich genau zur gleichen Zeit nach draußen gingen und ein Foto von Himmel und Sonne machten, welche Bahn würde die Sonne ziehen? Solche Bildserien erfordern viel Planung und Aufwand. Die 8er-Schleife, der die Sonne im Laufe eines Jahres folgt, wird Analemma genannt. Mit noch mehr Planung und Aufwand können solche Serien das Bild einer totalen Sonnenfinsternis enthalten. Oben sehen Sie ein solches Analemma mit totaler Sonnenfinsternis, auch Tutulemma genannt – ein Ausdruck, den die Fotografen vom türkischen Begriff für Finsternis abgeleitet haben. Die Komposit-Bildfolge wurde ab 2005 in der Türkei aufgenommen. Das Basisbild für die Serie stammt von der totalen Phase einer Sonnenfinsternis, die am 29. März 2006 in Side in der Türkei zu beobachten war. Rechts unten war während der Totalität auch die Venus zu sehen.

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Magellans kleine Wolke

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Credit und Bildrechte: Stéphane Guisard

Beschreibung: Der portugiesische Seefahrer Ferdinand Magellan und seine Besatzung hatten reichlich Zeit um während der ersten Umsegelung des Planeten Erde den südlichen Himmel zu studieren. Ein Ergebnis davon ist, dass zwei Himmelswunder, für Beobachter des südlichen Sternenhimmels leicht zu sehen, als Magellans Wolken bekannt sind. Von diesen kosmischen Wolken weiß man inzwischen, dass es irreguläre Zwerggalaxien sind, Begleiter unserer größeren Spiral-Milchstraßengalaxis. Die oben abgebildete Kleine Magellansche Wolke breitet sich über etwa 15.000 Lichtjahre aus und enthält mehrere hundert Millionen Sterne. Mit einer Entfernung von etwa 210.000 Lichtjahren im Sternbild Tukan ist sie die viertnächste der bekannten Satellitengalaxien der Milchstraße, nach der Canis-Major- und der Sagittarius-Zwerggalaxie sowie der Großen Magellanschen Wolke. Diese großartige Ansicht enthält auch die beiden Vordergrund-Kugelsternhaufen NGC 362 (oben links) und 47 Tucanae. Der imposante 47 Tucanae ist lediglich 13.000 Lichtjahre entfernt und hier links von der Kleinen Magellanschen Wolke zu sehen.

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Milchstraßenband

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Credit und Bildrechte: John P. Gleason, Celestial Images

Beschreibung: Die meisten hellen Sterne unserer Milchstraße befinden sich in einer Scheibe. Nachdem sich auch unsere Sonne in dieser Scheibe befindet, sehen wir diese Sterne als diffuses Band, das den Himmel umgibt. Das oben gezeigte Panorama des nördlichen Bandes der Scheibe der Milchstreaße umfasst 90 Grad und ist ein digital kombiniertes Mosaik aus mehreren unabhängigen Aufnahmen. Wenn Sie den Rollbalken des Fensters nach rechts schieben, sehen Sie den Rest dieses spektakulären Bildes. Zu sehen sind viele prächtige Sterne, dunkle Staubspuren, rote Emissionsnebel, blaue Reflexionsnebel und Anhäufungen von Sternen. Zusätzlich zu allem was sichtbar ist, vermuten Astronomen, dass dort noch mehr Dunkle Materie existiert, die wir nicht sehen können.

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