Der Schnee von Tschurjumow-Gerassimenko

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit: ESA, Rosetta, MPS, OSIRIS; UPD/LAM/IAA/SSO/INTA/UPM/DASP/IDA – GIF-Animation: Jacint Roger Perez

Beschreibung: Sie wären an einer Klippe auf Tschurjumow-Gerassimenko alias Komet 67P nicht wirklich in diesem Schneesturm gefangen gewesen. Im Juni 2016 umkreiste die Telekamera der Raumsonde Rosetta den Kometen und zeichnete die Spuren von Staub- und Eisteilchen auf, die nahe der Kamera über der Kometenoberfläche durchs Sichtfeld trieben. Einige der hellen Flecken stammen jedoch wahrscheinlich von einem Regen energiereicher geladener Teilchen oder kosmischer Strahlung, welche die Kamera trafen, sowie dem dichten Sternenhintergrund in Richtung des Sternbildes Großer Hund.

Wenn Sie auf dieses Einzelbild klicken, um die Animation abzuspielen, sind die Hintergrundsterne leicht erkennbar, wenn sie auf dem animierten GIF (7.7MB) von oben nach unten ziehen. Die 33 Einzelbilder der einsekündigen Animation stellen in Echtzeit etwa 25 Minuten dar. Das faszinierende GIF entstand aus einer Bildfolge, die aufgenommen wurde, als Rosetta etwa 13 Kilometer vom Kometenkern entfernt kreuzte.

Zur Originalseite

Hubble zeigt, wie Jupiters Roter Fleck schrumpft

Der Planet Jupiter ist sehr detailreich abgebildet. Rechts unter dem Äquator ist der Rote Fleck, der im Vergleich zu älteren Aufnahmen stark geschrumpft ist.

Bildcredit: NASA, ESA, Hubble, OPAL-Programm, STScI; Bearbeitung: Karol Masztalerz

Was wird aus dem großen Roten Fleck auf Jupiter? Der Gasriese Jupiter ist die größte Welt im Sonnensystem. Er besitzt etwa 320 Erdmassen. Jupiter hat eines der größten und beständigsten Sturmsysteme, die wir kennen. Es ist der große Rote Fleck (GRF) links. Der GRF ist zwar geschrumpft, dennoch ist er noch so groß, dass die Erde hineinpasst. Ein Vergleich mit historischen Aufnahmen lässt vermuten, dass der Sturm nur noch etwa ein Drittel des Bereichs auf der Oberfläche bedeckt, den er vor 150 Jahren ausfüllte.

Das Programm Outer Planets Atmospheres Legacy (OPAL) der NASA untersuchte den Sturm kürzlich mit dem Weltraumteleskops Hubble. Dieses OPAL-Bild von Hubble zeigt Jupiter im Jahr 2016. Es wurde so bearbeitet, dass rote Farbtöne sehr lebendig wirken. Aktuelle GRF-Daten belegen, dass der Sturm weiterhin schrumpft. Gleichzeitig wird er etwas höher. Niemand kennt die Zukunft des GRFs. Es ist auch gut möglich, dass – wenn dieser Trend des Schrumpfens anhält – mit dem GRF eines Tages dasselbe passiert wie mit den kleineren Flecken auf Jupiter – er verschwindet ganz.

Zur Originalseite

Saturns Ringe wie eine Harfe spielen

Die interaktive Grafik ist hier: apod.nasa.gov/apod/image/1804/saturn-harp/

Bildcredit: WISE, IRSA, NASA; Bearbeitung und Bildrechte: Francesco Antonucci

Klar habt ihr Saturns Ringe schon einmal gesehen. Aber habt ihr sie auch schon mal gehört? Wenn nicht, nützt diese Gelegenheit und spielt auf Saturns Ringen wie auf einer Harfe. Die Klangdarstellung spielt die Regionen von Saturns zentralem B-Ring als immer höhere Töne ab, je heller sie gefärbt sind.

Klickt zu Beginn im Webbrowser irgendwo ins Bild. Zupft Saiten nacheinander, indem ihr den Mast des Magnetometers am Bild der Raumsonde über die Saiten schiebt. Es gibt einen automatischen und einen manuellen Modus.

Das Bild in natürlichen Farben entstand im Juli 2017 gegen Ende der Mission Cassini. Dabei streifte die Sonde die Saturnringe und nahm die bisher am höchsten aufgelösten Bilder der Ringe auf. Die Ringe bestehen großteils aus Wassereis. Derzeit wird noch erforscht, warum sie bräunlich sind und nicht weiß. Wenn ihr die Moll-Tonart wählt, erscheint eine andere Falschfarbenversion des Bildes. Sie zeigt Regionen mit höherem Wassereisgehalt röter.

Zur Originalseite

Der Blaue Pferdekopfnebel in Infrarot

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit: WISE, IRSA, NASA; Bearbeitung und Bildrechte: Francesco Antonucci

Beschreibung: Der blaue Pferdekopfnebel sieht im Infrarotlicht ganz anders aus. Im sichtbaren Licht erscheint der reflektierende Staub des Nebels blau und ist wie ein Pferdekopf geformt. Im Infrarotlicht entsteht jedoch ein komplexes Labyrinth aus Fasern, Höhlen und Kokons aus leuchtendem Staub und Gas, dadurch ist es schwierig, das Bild des Pferdes zu erkennen.

Dieses Bild des Nebels in drei Infrarotfarben (R=22, G=12, B=4,6 Mikrometern) entstand aus Daten, die mit der Raumsonde Wide Field Infrared Survey Explorer (WISE) der NASA erfasst wurden. Der Nebel ist als IC 4592 katalogisiert, er ist ungefähr 40 Lichtjahre breit und liegt etwa 400 Lichtjahre entfernt im Sternbild Skorpion in der Ebene unserer Milchstraße. IC 4592 ist blasser als der besser bekannte Pferdekopfnebel im Orion, bedeckt aber eine breitere Winkelregion. Der Stern, der den Staub beleuchtet und aufheizt, ist Nu Scorpii, der als gelber Stern links neben der Mitte zu sehen ist.

Zur Originalseite

Meteor über dem Kratersee

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Brad Goldpaint (Goldpaint Photography)

Beschreibung: „Haben Sie das gesehen?“ Diese Frage wird bei einem Meteorstrom häufig gestellt, weil die Zeit, die ein Meteorblitz dauert, meistens zu kurz ist, um den Kopf zu drehen. Vielleicht besteht der lohnenswerte Reiz darin, helle Meteore aufblitzen zu sehen und dabei zu wissen, dass diese einst kleinen Körnchen auf einer anderen Welt waren, auch wenn Ihre Beobachtungspartner nicht jedes einzelne Erlebnis teilen konnten.

Bei dunklem Himmel sollten beim Lyriden-Meteorstrom, der heute Nacht seinen Höhepunkt erreicht, an manchen Orten immerhin 20 sichtbare Meteore pro Stunde aufleuchten. Auf diesem Komposit aus neun Aufnahmen, die 2012 fotografiert wurden, zieht ein heller Lyrid über den malerischen Crater Lake in Oregon (USA). Im Vordergrund liegt Schnee, und weit hinter dem ruhigen See wölbt sich das majestätische Zentralband unserer Heimatgalaxie. Weitere Meteorströme dieses – und jedes – Jahr sind die Perseïden Mitte August und die Leoniden Mitte November.

Zur Originalseite

Nahaufnahme des Starts von TESS

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit: SpaceX

Beschreibung: Der Transiting Exoplanet Survey Satellite (TESS) verließ am 18. April den Planeten Erde und begann damit seine Suche nach Planeten, die um andere Sterne kreisen. Der Exoplanetenjäger ritt auf einer Falcon-9-Rakete in die Umlaufbahn. Die Bezeichnung Falcon 9 bezieht sich auf die 9 Merlin-Triebwerike der ersten Stufe, diese sind auf dieser fernausgelösten Nahaufnahme vom Startrampenkomplex 40 der Cape Canaveral Air Force Station zu sehen.

In den nächsten Wochen dringt TESS mithilfe einer Serie von Triebwerksschüben in einen stark elliptischen Orbit hoch über der Erde vor. Mit einem weiteren Manöver, bei dem die Mondschwerkraft genützt wird, soll er einen noch nicht erprobten stabilen Orbit erreichen, der die halbe Umlaufzeit des Mondes und eine maximale Erdentfernung von etwa 373.000 Kilometern hat. Dort sucht TESS zwei Jahre lang nach Planeten um die hellsten und nächstgelegenen Sterne am Himmel.

Zur Originalseite

Mond in den Hyaden

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Jerry Lodriguss (Catching the Light)

Beschreibung: Haben Sie kürzlich den Mond gesehen? Am 18. April wanderte seine sonnenbeleuchtete zunehmende Sichel am Nachthimmel des Planeten Erde vor dem Hintergrund der Sterne in den Hyaden vorbei.

Dieses Telefoto zeigt den nahen, v-förmige Sternhaufen, der am hellen Stern Aldebaran verankert ist, und die ganze Mondkugel. Das faszinierende Himmelsbild entstand aus einer Reihe unterschiedlich belichteter Aufnahmen, die digital kombiniert wurden. Das am kürzesten belichtete Bild der Serie mit 1/60stel Sekunde Belichtungszeit zeigt scharfe Details der hellen Mondsichel. Längere Belichtungen von bis zu 15 Sekunden erfassen die blasseren Hintergrundsterne sowie den Erdschein. Dieser ist die von der Erde beschienene Mondnachtseite und ist mit bloßem Auge sichtbar.

Zur Originalseite

NGC 7635: Der Blasennebel

Im rot gehaltenen Bild befindet sich in der Mitte ein Gebilde, das an eine Seifenblase erinnert. Es ist jedoch ein runder Nebel.

Bildcredit: NASA, ESA, Hubble-Vermächtnis-Team – neu bearbeitet von Maksim Kakitsev

Beschreibung: Diese interstellare Erscheinung wurde vom Wind eines massereichen Sterns geblasen. Sie hat eine überraschend vertraute Form und ist als NGC 7635 katalogisiert, aber auch schlicht als Blasennebel bekannt.

Die 7 Lichtjahre große Blase sieht zwar zart aus, ist jedoch ein Hinweis auf laufende gewaltsame Prozesse. Links über der Blasenmitte befindet sich ein heißer O-Stern, dessen Leuchtkraft und Masse mehrere Hunderttausend Mal größer sind als die Sonne. Der heftige Sternenwind und die intensive Strahlung des Sterns wehten das Gebilde aus leuchtendem Gas in das dichtere Material einer umgebenden Molekülwolke.

Der faszinierende Blasennebel und der dazugehörige Wolkenkomplex liegen ungefähr 7100 Lichtjahre entfernt im stolzen Sternbild Kassiopeia. Diese scharfe, reizende Ansicht der kosmischen Blase ist ein Komposit aus Bilddaten des Weltraumteleskops Hubble von 2016, die überarbeitet wurden, um die intensive schmalbandige Strahlung in einem annähernd farbechten Farbschema darzustellen.

Zur Originalseite