Saturn bei Nacht

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Bildcredit: NASA, JPL-Caltech, Space Science Institute, Mindaugas Macijauskas

Der Anblick von Saturn und seinen wunderschönen Ringen durch ein Teleskop macht ihn oft zum Star bei Sternbeobachtungsveranstaltungen. Doch dieser atemberaubende Blick auf die Ringe und die Nachtseite des äußeren Gasriesen ist mit Teleskopen in der Nähe der Erde einfach nicht möglich. Von der inneren Sonnenumlaufbahn aus können wir nur die Tagseite des Saturn bewundern.

Tatsächlich wurde dieses Bild von der Raumsonde Cassini aufgenommen. Es zeigt die Nachtseite der nördlichen Hemisphäre von Saturn und dessen breites und komplexes Ringsystem. Auch der Nachtschatten des Planeten ist auf den Ringen gut zu erkennen.

Die Anreise dauerte 7 Jahre. Ab 2004 war die Umlaufbahn um Saturn 13 Jahre lang Cassinis Zuhause. Am 15. September 2017 wurde die Sonde schließlich in die Atmosphäre des Gasriesen gelenkt und die Mission spektakulär beendet.

Dieses prächtige Mosaik setzt sich aus Aufnahmen zusammen, die Cassinis Weitwinkelkamera nur zwei Tage vor ihrem großen letzten Sturzflug aufgenommen hat. Und die Nacht des Saturn wird erst wieder zu sehen sein, wenn ein weiteres Raumschiff von der Erde eintrifft.

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Messier 104

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Bildcredit: CTIO, NOIRLab, DOE, NSF, AURA; Bildbearbeitung: T. A. Rector (U. Alaska Anchorage), D. de Martin (NOIRLab / NSF) und M. Zamani (NSF, NOIRLab)

Die prachtvolle Spiralgalaxie Messier 104 ist berühmt für ihren breiten Ring aus dunklem Staub, den wir beinahe von der Kante her sehen. Die Silhouette der Staubscheibe zeichnet sich vor dem ausgedehnten Zentralbereich aus Sternen ab. Sie ähnelt dadurch einem Hut mit einer breiten Krempe. So ist auch ihr beliebter Spitzname zu erklären: die Sombrerogalaxie. Sie wird auch NGC 4594 genannt und kann in allen Farben des Spektrums beobachtet werden. Außerdem beherbergt sie ein extrem massereiches Schwarzes Loch in ihrem Zentrum. Sie ist etwa 50.000 Lichtjahre groß und 28 Millionen Lichtjahre von uns entfernt. M104 ist eine der größten Galaxien am südlichen Rand des Virgo Galaxienhaufens. Die Sterne im Vordergrund befinden sich aber noch in unserer eigenen Milchstraße. Die Nahaufnahme der altbekannten Galaxie wurde von der Dark Energy Camera (DECam) am Blanco 4-Meter Teleskop des  Cerro Tololo Inter-American Observatory aufgenommen.

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Der Kristall

Der Nebel, der beinahe das Bild füllt, erinnert an eine Kristallkugel. Innen ist er weiß wie Bergkristall, außen umgibt ihn ein blauer Rand, der einen leichten Hof hat. Um den Stern sind wenige Sterne verteilt.
Bildcredit: Internationales Gemini-Observatorium/NOIRLab/NSF/AURA; Bildbearbeitung: J. Miller und M. Rodriguez (Internationales Gemini-Observatorium/NSF NOIRLab), T.A. Rector (Universität von Alaska Anchorage/NSF NOIRLab), D. de Martin und M. Zamani (NSF NOIRLab); Text: Cecilia Chirenti (NASA GSFC, UMCP, CRESST II)

Was seht ihr in dieser Kristallkugel? Das Bild zeigt NGC 1514, den man als Kristallkugelnebel kennt. Er wurde mit dem Teleskop Gemini Nord auf dem Mauna Kea beobachtet, der zu Hawaiʻi gehört. NGC 1514 ist 1500 Lichtjahre entfernt. Er wurde 1790 von Wilhelm Herschel entdeckt.

Ein planetarischer Nebel entsteht, wenn ein Stern zu einem Roten Riesen wird und seine äußeren Gashüllen abstößt. Der Kern des Sterns erhitzt die ausgeworfene Hülle aus Gas auf Temperaturen, die heißer sind als die Oberfläche unserer Sonne. Das bringt das Gas zum Leuchten und erzeugt Bilder wie dieses.

Die leicht asymmetrische Form des Kristallkugelnebels verrät sein Geheimnis: Der helle Stern in der Mitte hat einen Begleiter. Die beiden Sterne umkreisen einander mit einer Umlaufzeit von etwa neun Jahren und formen dabei das Gas um sie herum. In etwa 10.000 – 25.000 Jahren lösen Sternwinde den Nebel auf.

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PK 164 +31.1: Der Kopfhörer-Nebel

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Bildcredit und Bildrechte: Bernard Miller; Text: Keighley Rockcliffe (NASA GSFC, UMBC CSST, CRESST II)

Was machen Kopfhörer am Himmel? Das heutige Bild zeigt den planetarischen Nebel PK 164 +31.1 oder Jones-Emberson 1, der manchmal auch als Kopfhörer-Nebel bezeichnet wird. Es handelt sich dabei um den Überrest eines sterbenden sonnenähnlichen Sterns.

Der Nebel ist sehr lichtschwach und befindet sich im im Sternbild Luchs. Er hat am Himmel einen Winkeldurchmesser, der etwa 1/5 des Durchmessers des Vollmonds entspricht. Die roten und bläulich-grünen Farben geben wieder, wo sich Wasserstoff- bzw. Sauerstoffatome befinden, die durch den zentralen Weißen Zwerg des Nebels ionisiert und zum Leuchten angeregt werden.

Die Kopfhörerform entsteht durch zwei Wasserstoffblasen, die den inneren Sauerstoffbereich durchbrechen. Damit reiht sich dieses Objekt in eine lange Liste seltsam geformter Nebel ein. Die Morphologie solcher seltsamer Nebel deutet auf die Anwesenheit eines stellaren oder planetarischen Begleiters hin, der das vom sterbenden Stern ausströmende Material verwirbeln kann.

Übrigens: Mit euren eigenen Kopfhörern könnt ihr euch die Hubble– und JWSTSonifikationen von planetarischen Nebeln auch anhören!

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NGC 3660 und Burçins Galaxie

In diesem Sternenfeld liegen zwei markante Galaxien. Oben ist eine helle Spiralgalaxie mit mehreren blauen Spiralarmen und einer Supernova. Unten ist eine blassere, runde Galaxie mit einem hellen Zentrum, die zwei Ringe aus Sternen hat.

Bildcredit und Bildrechte: Adam Block, El Sauce Obs.

Die obere Galaxie NGC 3660 mag vielleicht fotogener sein. Dafür ist die untere Galaxie umso ungewöhnlicher. Die obere Spiralgalaxie ist unserer Milchstraße sehr ähnlich. Beide haben mehrere blaue Spiralarme und einen zentralen Balken aus Sternen, Staub und Gas.

Als kleine Überraschung entpuppte sich die Supernova SN 2026cff rechts neben dem Balken. Sie wurde zufällig entdeckt, als diese farbige Aufnahme mit vielen Details entstand.

Burçins Galaxie ist weiter unten. Sie ist als LEDA 1000714 katalogisiert. Ihr Zentrum sieht wie eine alte elliptische Galaxie aus. Eigenartig ist, dass diese Galaxie nicht von einem, sondern sogar von zwei Ringen aus Sternen umgeben ist. Doch wie ist Burçins Galaxie entstanden? Dieses Rätsel wird nach wie vor erforscht. Wahrscheinlich hat sie eine oder mehrere kleinere Galaxien aufgenommen.

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Thackerays Globulen

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Bildcredit und Bildrechte: John Hayes

Was sind das für eigenartige Weltraumklumpen?
Diese undurchsichtigen Wolken aus interstellarem Staub findet man in sternenreichen Regionen mit glühendem Gas aus Wasserstoff. Sie sind sogar so groß, dass sich aus ihnen Sternen bilden können.

Diese Molekülwolken befinden sich in einem Emissionsnebel, der als IC 2944 katalogisiert ist. Diese helle Sternenkrippe befindet sich in einer Entfernung von 5900 Lichtjahren im Sternbild Zentaur. Die größte dieser dunklen Globulen wurde 1950 vom südafrikanischen Astronomen A. D. Thackeray entdeckt. Höchstwahrscheinlich handelt es sich dabei um zwei getrennte Molekülwolken, die sich überlappen. Jede von ihnen ist etwa ein Lichtjahr groß.

Das hier gezeigte Bild wurde am El Sauce Observatorium in Chile mit Filtern der Hubble-Palette aufgenommen. Die Aufnahme legt nahe, dass die Thackeray Globulen durch starke ultraviolette Strahlung aufgewühlt und zerklüftet werden. Diese Strahlung stammt von naheliegenden heißen, jungen Sternen. Sie heizt zudem auch den hellen Emissionsnebel auf und regt diesem zum Leuchten an. In Sternentstehungsgebieten findet man häufig dunkle Globulen. Aufgrund der starken UV-Strahlung ereilt viele ein tragisches Schicksal – sie schmelzen wie kosmische Butterklumpen in einer heißen Bratpfanne.

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Finsternis auf dem Mars: Phobos quert die Sonne

Videocredit: NASA, JPL-Caltech, ASU MSSS, SSI

Was zieht denn da an der Sonne vorbei? Es sieht aus wie ein Mond, jedoch kann es nicht der Erdmond sein, denn er ist nicht rund. Es ist der Marsmond Phobos. Dieses Video wurde 2022 vom Rover „Perseverance“ von der Marsoberfläche aus aufgenommen.

Phobos ist mit einem Durchmesser von 11,5 Kilometern 150 Mal kleiner als Luna (unser Mond), aber auch 50 Mal näher an seinem Mutterplaneten. Tatsächlich ist Phobos so nah am Mars, dass erwartet wird, dass er innerhalb der nächsten 50 Millionen Jahre zerbrechen und auf den Mars stürzen wird.

Kurzfristig führt die niedrige Umlaufbahn von Phobos zu schnelleren Sonnenfinsternissen als von der Erde aus gesehen. Das gezeigte Video ist in Echtzeit aufgenommen – der Transit dauerte tatsächlich etwa 40 Sekunden, wie zu sehen ist.

Der Videograf – der Roboter-Rover „Perseverance“ (Percy) – erkundet weiterhin den Jezero-Krater auf dem Mars. Er sucht dabei nicht nur nach Hinweisen auf die wasserreiche Vergangenheit dieser heute trockenen Welt, sondern auch nach Spuren urzeitlichen mikrobiellen Lebens.

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Messier 2

Eine zur Mitte konzentrierte, kugelförmige Wolke aus unzähligen einzelnen Sternen.
Bildcredit und Bildrechte: ESA/Hubble und NASA, G. Piotto et al.

Dieser riesige Sternhaufen ist nach dem Krebsnebel der zweite Eintrag in Charles Messiers Katalog. Dieser Astronom stellte im 18. Jahrhundert eine berühmte Liste von Himmelsobjekten auf, die keine Kometen sind. M2 ist einer der größten Kugelsternhaufen. Wie wir heute wissen, tummeln sich diese im Halo unserer Milchstraße. Messier beschrieb ihn ursprünglich als Nebel ohne Sterne. Doch dieses atemberaubende Bild von Hubble zeigt einzelne Sterne im Zentrum des Haufens. Es ist rund 40 Lichtjahre groß. Insgesamt enthält er fast 150.000 Sterne, die sich innerhalb eines Durchmessers von rund 175 Lichtjahren befinden. Dieser uralte Bewohner der Milchstraße befindet sich in Richtung des Sternbilds Wassermann und ist rund 55.000 Lichtjahre entfernt. Er trägt die Katalogbezeichnung NGC 7089 und ist 13 Milliarden Jahre alt. Kürzlich stellte sich heraus, dass zu Messier 2 ein ausgedehnter Strom aus Sternen gehört. Dieser ist ein Hinweis auf eine Störung durch Gezeitenkräfte in der Vergangenheit.

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