Die Erde zwischen den Planeten

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Bildcredit: Cassini-Bildgebungs-Team, SSI, JPL, ESA, NASA und NASA / Labor für Angewandte Physik der JHU / Carnegie Inst. Washington

Am 19. Juli 2013 fand eine interplanetare Premiere statt: Die Erde wurde am selben Tag von zwei anderen Planeten des Sonnensystems aus fotografiert. Ein Bild entstand nahe beim innersten Planeten Merkur, das andere beim Ringplaneten Saturn.

Das Bild links zeigt die Erde als blassblauen Punkt knapp unter den Saturnringen. Es wurde von der Raumsonde Cassini aufgenommen, die damals den äußersten Gasriesen umkreiste. Am selben Tag machten zahlreiche Menschen auf der Erde ihre eigenen Schnappschüsse von Saturn.

Im rechten Bild sieht man das Erde-Mond-System vor dem dunklen Hintergrund des Weltraums. Aufgenommen wurde es von der Raumsonde MESSENGER, die sich damals im Orbit um Merkur befand. MESSENGER machte dieses Bild als Teil einer Suche nach kleinen natürlichen Satelliten von Merkur. Solche Monde müssten ziemlich lichtschwach sein. Im MESSENGER-Bild sind die hellere Erde und der Mond beide überbelichtet und strahlen im reflektierten Sonnenlicht.

Beide Sonden, Cassini und MESSENGER, haben mittlerweile ihre Mission zur Erforschung des Sonnensystems beendet. Eine Rückkehr zur Erde war für keine der beiden vorgesehen.

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Venus und Jupiter: Konjunktion über Avebury

Foto des dämmerigen Abendhimmels. Im Vordergrund eine dunkle Wiese, darauf stehen zwei riesige Steine, leicht zueinander geneigt, am Horizont Wolken und Silhouetten von Bäumen. Am Himmel, direkt neben den Steinen, stehen zwei helle „Stern“, der hellere etwas rechts oberhalb des anderen.
Bildcredit und Bildrechte: Josh Dury

In diesem Monat könnt ihr Venus und Jupiter ganz ohne Fernglas oder Teleskop beobachten. Schaut nach Sonnenuntergang einfach an den Himmel. Dann seht ihr, wie sie am dunkler werdenden Himmel erscheinen. Die beiden hellsten Planeten standen am 9. Juni in einer engen Konjunktion. Am Himmel trennten sie aus unserer Sicht weniger als 2 Grad. Der (hellere) innere Planet Venus läuft schneller als Jupiter um die Sonne. Deswegen holt sie den äußeren Planeten ungefähr alle 13 Monate auf der Ekliptik ein und läuft dann an ihm vorbei. Etwa alle drei Jahre findet diese Konjunktion in so großem Abstand zur Sonne statt, dass sie sich am irdischen Dämmerungshimmel beobachten lässt. Dieses Bild des „kosmischen Kusses“ der zwei himmlischen Leuchttürme stammt vom 9. Juni. Es zeigt das Paar neben zwei Megalithen an der Nische eines 4000 Jahre alten Steinkreises bei Avebury im Vereinigten Königreich. Der Steinkreis und der Henge von Avebury ist größer als Stonehenge. Er gilt als eine der wichtigsten jungsteinzeitlichen Kultstätten auf dem Planeten Erde.

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Der Supernova-Überrest der Meerjungfrau

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Bildcredit und Bildrechte: Data acquisition: Sy Ming Wong; Processing: Guangyan Gao; Text: Cecilia Chirenti (NASA GSFC, UMCP, CRESST II)

Könnte sich die Kleine Meerjungfrau in Sternenstaub statt in Meeresschaum verwandeln? Bei diesem wunderschönen Nebel scheint das der Fall zu sein. Dieses Bild zeigt den Meerjungfrauen-Nebel (Mermaid Nebula), auch bekannt als Kampffisch-Nebel (Betta Fish Nebula), der Teil des Supernova-Überrests G296.5+10.0 ist. Die hier sichtbare blaue Farbe stammt von doppelt ionisiertem Sauerstoff (OIII), während das tiefe Rot von Wasserstoffgas emittiert wird.

Dieser Nebel, der schätzungsweise einige tausend Lichtjahre entfernt und etwa 10.000 Jahre alt ist, entstand, als ein massereicher Stern als Supernova explodierte. Das Ereignis hinterließ einen ungewöhnlichen Pulsar: einen jungen, radiostillen Neutronenstern, der sich etwa zweimal pro Sekunde um seine eigene Achse dreht.

Die auf dem Bild gezeigten hellen Sterne stehen in keiner Verbindung zu dem Nebel. Der Pulsar kann im Röntgenlicht nachgewiesen werden, aber bisher gibt es keinen bestätigten Nachweis im optischen Bereich (sichtbares Licht). Deshalb ist der Pulsar auf diesem Bild nicht sichtbar.

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Der Adlernebel und seine Freunde

Die dunkle Wolke über einer hellen, blau schimmernden Höhlung erinnert an einen Adler, der sich mit ausgebreiteten Schwingen hinunter stürzt. Sein Schnabel zeigt auf eine winzige Struktur, die berühmten Säulen der Schöpfung. Vor dem leuchtenden Blau liegt ein Sternhaufen, der das Gas in der Umgebung ionisiert und zum Leuchten bringt.
Bildcredit und Bildrechte: Emmanuel Delgadillo; Text: Keighley Rockcliffe (NASA GSFC, UMBC CSST, CRESST II)

Was verschlingt hier scheinbar die Säulen der Schöpfung? Es ist der Adlernebel (M16). Er ist weder ein Vogel noch ein Flugzeug oder Superman. M16 kombiniert mehrere Arten von Himmelsobjekten.

NGC 6611 ist ein junger Sternhaufen, der scheinbar unter den Flügeln des Adlers hervorlugt. Das ultraviolette Licht dieser Sterne ionisiert das Gas in der Umgebung. Dabei entsteht der Emissionsnebel IC 4703. Eine Säule neigt sich von links zu den Säulen der Sternbildung. Beide Strukturen bestehen aus kaltem Gas und Staub. Sie bieten eine optimale Umgebung, in der Sterne entstehen können.

Eine frühere Theorie besagt, dass eine Supernova die Säulen der Schöpfung verdampfte. M16 ist 6000 Lichtjahren von uns entfernt. Daher könnten wir die Zerstörung der Säulen erst in Tausenden Jahren sehen. Doch es gibt keine überzeugenden Beweise für so eine Supernova. Daher entstehen vermutlich noch Millionen Jahre Sterne in den Säulen der Sternbildung.

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Thors Helm

Die faserartig leuchtende Blase erinnert an einen Helm mit Flügeln. Der Helm leuchtet blau, der Saum und die Flügel sind rot.
Bildcredit und Bildrechte: Josep Drudis, Christian Sasse

Der nordische Gott Thor hat nicht nur seinen eigenen Wochentag (den Donnerstag), sondern auch einen Helm am Himmel. Der Nebel NGC 2359 hat die Form eines Huts mit flügelartigen Ausläufern. Man nennt ihn auch als „Thors Helm“.

Mit einer Breite von etwa 30 Lichtjahren hat Thors Helm wahrhaft göttliche Maße. Eigentlich ist die kosmische Kopfbedeckung eine interstellare Blase. Sie wird vom schnellen Wind des hellen, massereichen Sterns mitten in Blase erzeugt. Der Zentralstern ist ein sogenannter Wolf-Rayet-Stern, also ein extrem heißer Riesenstern. Er hat vermutlich ein kurzes Stadium der Entwicklung erreicht, auf das bald die Explosion als Supernova folgt.

NGC 2359 ist etwa 15.000 Lichtjahre entfernt und liegt im Sternbild Großer Hund. Das scharfe Bild ist eine Kombination aus lang belichteten Einzelaufnahmen. Diese wurden im Licht von leuchtendem Wasserstoff (rot) und Sauerstoff (blau) aufgenommen. Man geht davon aus, dass der zentrale Stern in Thors Helm in den nächsten paar tausend Jahren als spektakuläre Supernova explodiert.

Himmlische Überraschung: Welches Bild zeigte APOD zum Geburtstag? (ab 1995, deutsch ab 2007)

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Der Komet R3 PANSTARRS im Wandel der Zeit

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Bildcredit und Bildrechte: Jakub Kuřák und Martin Mašek (FZU der Tschechischen Akademie der Wissenschaften)

Die Ankunft eines Kometen im inneren Sonnensystem wird normalerweise von großen Ankündigungen und Hoffnungen begleitet. Wird er besonders hell und fotogen sein? Doch was passiert, wenn der Komet das Sonnensystem wieder verlässt? Der Kometenkern wird weniger stark von der Sonne erwärmt, weniger Gas und Staub wird ausgestoßen, die Koma um den Kern schrumpft und verliert an Helligkeit und der Kometenschweif wird kürzer.

Viele Kometen kehren in die äußersten Bereiche des Sonnensystems zurück. Sie kommen von dort erst nach hunderten oder tausenden Jahren wieder. Im Gegensatz dazu werden manche Kometen – wie Komet C/2025 R3 (PANSTARRS) – von der Gravitation der Planeten hinausgeschleudert und verlassen das Sonnensystem für immer.

Der Komet R3 PANSTARRs wurde für diese Aufnahme in vielen Nächten lange belichtet. Die Bilder entstanden in der ersten Mai-Hälfte nahe dem Cerro Paranal in Chile. Je weiter oben im Bild, desto später entstand die Aufnahme. Man erkennt dabei deutlich den kürzer werdenden Ionenschweif.

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Blick von der Erde auf Jupiter und Venus

2012 gab es eine Konjunktion von Jupiter (links) und Venus (rechts). Man sah sie überall auf unserem Planeten. Es war fast egal, wo man lebte: Alle, die einen freien Blick zum Horizont im Westen hatten, sahen es nach Sonnenuntergang.

Ein kreativer Fotograf suchte damals einen Ort auf, der weit von den Lichtern der Stadt Szubin in Polen entfernt war. Dort lichtete er die engste Annäherung der beiden Planeten ab. Die hellen Planeten waren zu diesem Zeitpunkt nur ungefähr drei Grad voneinander entfernt. Die Tochter des Fotografen machte eine humorvolle Pose. Das schwache Rot im Hintergrund stammt noch vom Sonnenuntergang.

Jupiter und Venus stehen diese Woche wieder nahe beisammen. Wenn die Sonne untergegangen ist, sieht man die beiden im Westen am Himmel. In etwa zwei Tagen erreichen sie einen Abstand von nur einem Grad.

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Charon, einer von Plutos Monden

Der graue, gefurchte Mond Charon hat eine bräunliche Polkappe. Er füllt fast das ganze Bild. Links oben ist ein kleineres, sehr körniges Bild mit einem ausgebeulten schwarzen Fleck eingeschoben.
Bildcredit: NASA, Johns Hopkins Univ./APL, Southwest Research Institute, U.S. Naval Observatory

Dieses Bild zeigt Charon, Plutos größten Mond. An seinem Nordpol liegt eine dunkle und rätselhafte Region. Sie trägt den inoffiziellen Namen Mordor Macula. Am 14. Juli 2015 nahm die interplanetare Raumsonde New Horizons das hoch aufgelöste Bild auf. Zu dem Zeitpunkt kam sie dem fernen Pluto am nächsten.

Das Bild entstand aus Daten im Blauen, Roten und Infraroten. Deren Verarbeitung verstärkt die Farben und zeigt Details auf Charons Oberfläche, die gerade einmal 2,9 Kilometer groß sind. Wir sehen die Seite von Charon, die immer zu Pluto zeigt. Ein Gürtel aus Rissen und Schluchten umspannt den Mond. Er trennt scheinbar die flachen Ebenen im Süden von der Landschaft im Norden, die mehr Abwechslung bietet.

Charon hat einen Durchmesser von 1214 Kilometern. Das entspricht einem Zehntel der Größe der Erde. Allerdings ist Charon halb so groß wie Pluto selbst. Damit ist Charon im Vergleich zu seinem Hauptkörper der größte Satellit im Sonnensystem. Die körnige Negativaufnahme links oben zeigt den Mond dennoch nur als kleine Beule auf der Ein-Uhr-Position. Sie entstand am US-Marine-Observatorium in Flagstaff. Darauf entdeckten James Christy und Robert Harrington den Mond Charon im Juni 1978.

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