NGC 3660 und Burçins Galaxie

In diesem Sternenfeld liegen zwei markante Galaxien. Oben ist eine helle Spiralgalaxie mit mehreren blauen Spiralarmen und einer Supernova. Unten ist eine blassere, runde Galaxie mit einem hellen Zentrum, die zwei Ringe aus Sternen hat.

Bildcredit und Bildrechte: Adam Block, El Sauce Obs.

Die obere Galaxie NGC 3660 mag vielleicht fotogener sein. Dafür ist die untere Galaxie umso ungewöhnlicher. Die obere Spiralgalaxie ist unserer Milchstraße sehr ähnlich. Beide haben mehrere blaue Spiralarme und einen zentralen Balken aus Sternen, Staub und Gas.

Als kleine Überraschung entpuppte sich die Supernova SN 2026cff rechts neben dem Balken. Sie wurde zufällig entdeckt, als diese farbige Aufnahme mit vielen Details entstand.

Burçins Galaxie ist weiter unten. Sie ist als LEDA 1000714 katalogisiert. Ihr Zentrum sieht wie eine alte elliptische Galaxie aus. Eigenartig ist, dass diese Galaxie nicht von einem, sondern sogar von zwei Ringen aus Sternen umgeben ist. Doch wie ist Burçins Galaxie entstanden? Dieses Rätsel wird nach wie vor erforscht. Wahrscheinlich hat sie eine oder mehrere kleinere Galaxien aufgenommen.

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Thackerays Globulen

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Bildcredit und Bildrechte: John Hayes

Was sind das für eigenartige Weltraumklumpen?
Diese undurchsichtigen Wolken aus interstellarem Staub findet man in sternenreichen Regionen mit glühendem Gas aus Wasserstoff. Sie sind sogar so groß, dass sich aus ihnen Sternen bilden können.

Diese Molekülwolken befinden sich in einem Emissionsnebel, der als IC 2944 katalogisiert ist. Diese helle Sternenkrippe befindet sich in einer Entfernung von 5900 Lichtjahren im Sternbild Zentaur. Die größte dieser dunklen Globulen wurde 1950 vom südafrikanischen Astronomen A. D. Thackeray entdeckt. Höchstwahrscheinlich handelt es sich dabei um zwei getrennte Molekülwolken, die sich überlappen. Jede von ihnen ist etwa ein Lichtjahr groß.

Das hier gezeigte Bild wurde am El Sauce Observatorium in Chile mit Filtern der Hubble-Palette aufgenommen. Die Aufnahme legt nahe, dass die Thackeray Globulen durch starke ultraviolette Strahlung aufgewühlt und zerklüftet werden. Diese Strahlung stammt von naheliegenden heißen, jungen Sternen. Sie heizt zudem auch den hellen Emissionsnebel auf und regt diesem zum Leuchten an. In Sternentstehungsgebieten findet man häufig dunkle Globulen. Aufgrund der starken UV-Strahlung ereilt viele ein tragisches Schicksal – sie schmelzen wie kosmische Butterklumpen in einer heißen Bratpfanne.

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Finsternis auf dem Mars: Phobos quert die Sonne

Videocredit: NASA, JPL-Caltech, ASU MSSS, SSI

Was zieht denn da an der Sonne vorbei? Es sieht aus wie ein Mond, jedoch kann es nicht der Erdmond sein, denn er ist nicht rund. Es ist der Marsmond Phobos. Dieses Video wurde 2022 vom Rover „Perseverance“ von der Marsoberfläche aus aufgenommen.

Phobos ist mit einem Durchmesser von 11,5 Kilometern 150 Mal kleiner als Luna (unser Mond), aber auch 50 Mal näher an seinem Mutterplaneten. Tatsächlich ist Phobos so nah am Mars, dass erwartet wird, dass er innerhalb der nächsten 50 Millionen Jahre zerbrechen und auf den Mars stürzen wird.

Kurzfristig führt die niedrige Umlaufbahn von Phobos zu schnelleren Sonnenfinsternissen als von der Erde aus gesehen. Das gezeigte Video ist in Echtzeit aufgenommen – der Transit dauerte tatsächlich etwa 40 Sekunden, wie zu sehen ist.

Der Videograf – der Roboter-Rover „Perseverance“ (Percy) – erkundet weiterhin den Jezero-Krater auf dem Mars. Er sucht dabei nicht nur nach Hinweisen auf die wasserreiche Vergangenheit dieser heute trockenen Welt, sondern auch nach Spuren urzeitlichen mikrobiellen Lebens.

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Messier 2

Eine zur Mitte konzentrierte, kugelförmige Wolke aus unzähligen einzelnen Sternen.
Bildcredit und Bildrechte: ESA/Hubble und NASA, G. Piotto et al.

Dieser riesige Sternhaufen ist nach dem Krebsnebel der zweite Eintrag in Charles Messiers Katalog. Dieser Astronom stellte im 18. Jahrhundert eine berühmte Liste von Himmelsobjekten auf, die keine Kometen sind. M2 ist einer der größten Kugelsternhaufen. Wie wir heute wissen, tummeln sich diese im Halo unserer Milchstraße. Messier beschrieb ihn ursprünglich als Nebel ohne Sterne. Doch dieses atemberaubende Bild von Hubble zeigt einzelne Sterne im Zentrum des Haufens. Es ist rund 40 Lichtjahre groß. Insgesamt enthält er fast 150.000 Sterne, die sich innerhalb eines Durchmessers von rund 175 Lichtjahren befinden. Dieser uralte Bewohner der Milchstraße befindet sich in Richtung des Sternbilds Wassermann und ist rund 55.000 Lichtjahre entfernt. Er trägt die Katalogbezeichnung NGC 7089 und ist 13 Milliarden Jahre alt. Kürzlich stellte sich heraus, dass zu Messier 2 ein ausgedehnter Strom aus Sternen gehört. Dieser ist ein Hinweis auf eine Störung durch Gezeitenkräfte in der Vergangenheit.

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Das Nebelreich von WR 134

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Bildcredit und Bildrechte: Luigi Morrone

Dieser kosmische Schnappschuss zeigt einen Himmelsausschnitt der doppelt so groß wie der Vollmond ist. Zu sehen ist ein Gebiet innerhalb des Sternbildes Schwan. Das Foto wurde mit Schmalbandfiltern aufgenommen und hebt die Grenzen des ringförmigen Nebels aus ionisiertem Wasserstoff und Sauerstoff hervor.

Innerhalb dieser weiten interstellaren Wolken befinden sich komplexe, bogenförmige Strukturen. Dabei handelt es sich um Material welches durch Sternenwind des Wolf-Rayet Sterns WR 134 geformt wird. WR 134 ist der hellste Stern in der Nähe der Bildmitte. Er befindet sich ungefähr 6000 Lichtjahre von uns entfernt. Das bedeutet, dass der Bildausschnitt einen Bereich von 100 Lichtjahren abdeckt.

Wolf Rayet Sterne haben besonders starke Sternenwinde und werfen ihre äußersten Hüllen komplett ab. Wenn sie ihr gesamtes Material für Kernfusion aufgebraucht haben, enden diese Sterne in spektakulären Supernovaexplosionen. Sowohl ihre Sternenwinde als auch das von der finalen Supernova ausgestoßenen Material reichern das interstellare Gas mit schweren Elementen an. Neue Generationen von Sternen werden wiederum aus diesem angereicherten Gas gebildet.

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Kollision von Galaxienhaufen

Vor dem dunklen Hintergrund schimmern Galaxien als verschwommene weiße Punkte. Eine leuchtend blaue Spirale breitet sich von der Mitte her aus.

Bildcredit: Röntgen: NASA/CXC/CfA/C. Watson et al.; Optisch: PanSTARRS; Bildbearbeitung: NASA/CXC/SAO/N. Wolk und P. Edmonds; Text: Cecilia Chirenti (NASA GSFC, UMCP, CRESST II)

Diese wunderschöne Spiralstruktur leuchtet im Röntgenlicht. Sie ist ungefähr 20-mal so groß wie unsere Galaxie. Die Struktur ist Teil des Galaxienhaufens Abell 2029 und befindet sich in einer Entfernung von einer Milliarde Lichtjahren.

Galaxienhaufen sind die größten, gravitativ gebundenen Strukturen des Universums. So besteht auch Abell 2029 aus tausenden von Galaxien, eingebettet in eine große Wolke aus heißem Gas – und Dunkler Materie, die einer Gesamtmasse von mehreren Billionen Sonnenmassen entspricht und für die meiste Masse verantwortlich ist. (Übrigens: Die Galaxien kann man sehen, wenn man mit dem Mauszeiger über das Bild fährt oder diesem Link folgt!)

Die hell leuchtende Spirale im Bild ist das heiße Gas des Galaxienhaufens, hauptsächlich Wasserstoff und Helium. Es hat eine Temperatur von mehreren Millionen Grad Celsius. Diese Struktur wurde erst kürzlich untersucht. Dabei wurden Bilddaten des Chandra Röntgenteleskops der NASA ausgewertet. So konnte gezeigt werden, dass Abell 2029 vor etwa 4 Milliarden Jahren eine Kollision mit einem kleinen Galaxienhaufen hatte. Diese Kollision beeinflusste das Schwerefeld und verursachte Hin- und Herbewegungen im Haufengas. Dadurch entstand die Spiralstruktur.

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Der dunkle Wolf-Nebel

Vor einer rot leuchtenden Wolke zeichnet sich eine dunkle Form ab, die an einen Wolf erinnert. Solche dunklen Wolken sind Orte, an denen neue Sterne entstehen.
Bildcredit und Bildrechte: William Vrbasso; Text: Keighley Rockcliffe (NASA GSFC, UMBC CSST, CRESST II)

Ein dunkler Wolf liegt im Gum. Nein, das ist kein Rätsel! Das heutige Bild zeigt den dunklen Wolf-Nebel, der auch Sandqvist–Lindroos 17 heißt. Er ist eine gruselige Staubwolke im Nebel Gum 55 (RCW 113), der im Sternbild Skorpion liegt.

Staub ist für uns eine Plage. Doch er spielt eine wichtige Rolle, wenn es darum geht, eine Umgebung zu schaffen, in der Sterne entstehen können. Der dunkle Wolf absorbiert das intensive ultraviolette und sichtbare Licht, das die jungen Sterne in Gum 55 abstrahlen. Später gibt er es in Form von längeren, vorwiegend infraroten Wellenlängen wieder ab. Das verhindert, dass Licht mit höherer Energie das Gas in der Region erwärmt.

Wenn eine Region aus Gas kühl genug ist, nimmt die Schwerkraft überhand. Das führt dazu, dass Gas zu einem Stern kollabiert. Nicht nur verhält sich Staub wie ein interstellarer Thermostat, er ist auch der Ort, an dem einzelne Wasserstoffatome molekularen Wasserstoff bilden. Diese Moleküle aus Wasserstoff sind die Bausteine der Sterne. Der scheinbar sinistre dunkle Wolf ist also ein Bote einer künftigen kosmische Existenz.

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NGC 2170: Der Engelnebel

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Bildcredit und Bildrechte: Jason Marriott

Ist das ein Gemälde oder ein Foto? Diese himmlische abstrakte Kunst ist mit einem kosmischen Pinsel gemalt. Der staubige Nebel  NGC 2170 wird auch Engelnebel genannt und leuchtet etwas oberhalb der Bildmitte. Er reflektiert das Licht von nahen heißen Sternen. NGC 2170 wird dabei von anderen bläulichen Reflexionsnebeln, rötlichen Emissonsregionen, dunklen Absorptionsnebeln und einem Hintergrund aus bunten Sternen begleitet. Wie die normalen Haushaltsgegenstände, die abstrakte Maler oft auswählen, kommen auch Wolken aus Gas, Staub und heiße Sterne oft in einer Szenerie wie dieser zusammen vor. Sie ist Teil einer riesigen Sternentstehungswolke im Sternbild des Einhorns (Monoceros).  Die gigantische Molekülwolke Mon R2 ist nur etwa 2400 Lichtjahre von uns entfernt. In dieser Entfernung wäre die Leinwand über 60 Lichtjahre groß.

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