Der Adlernebel und seine Freunde

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Bildcredit und Bildrechte: Emmanuel Delgadillo; Text: Keighley Rockcliffe (NASA GSFC, UMBC CSST, CRESST II)

Was sieht so aus als wäre es gerade dabei, die „Säulen der Schöpfung“ zu verschlingen? Der Adlernebel (M16) ist weder ein Vogel oder Flugzeug, noch Superman. M16 ist eine Kombination aus mehreren Himmelsobjekten.

NGC 6611 ist ein junger Sternhaufen, der scheinbar unter den „Flügeln“ des Adlers hervorlugt. Das ultraviolette Licht von diesen Sternen ionisiert das Gas in der Umgebung. Dadurch entsteht der Emissionsnebel IC 4703. Eine Säule neigt sich von links zu den „Säulen der Schöpfung“. Beide Strukturen bestehen aus kaltem Gas und Staub. Sie bieten die optimale Umgebung für Sternentstehung.

Eine frühere Theorie besagt, dass die „Säulen der Schöpfung“ durch eine Supernova verdampft wurden. M16 ist 6000 Lichtjahren von uns entfernt. Daher könnten wir die Zerstörung der Säulen erst in tausenden Jahren sehen. Allerdings gibt es keine überzeugenden Beweise für diese theoretische Supernova. Vermutlich werden daher noch für Millionen von Jahren in den „Säulen der Schöpfung“ Sterne entstehen.

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Thors Helm

Die faserartig leuchtende Blase erinnert an einen Helm mit Flügeln. Der Helm leuchtet blau, der Saum und die Flügel sind rot.
Bildcredit und Bildrechte: Josep Drudis, Christian Sasse

Der nordische Gott Thor hat nicht nur seinen eigenen Wochentag (den Donnerstag), sondern auch einen Helm am Himmel. Der Nebel NGC 2359 hat die Form eines Huts mit flügelartigen Ausläufern. Man nennt ihn auch als „Thors Helm“.

Mit einer Breite von etwa 30 Lichtjahren hat Thors Helm wahrhaft göttliche Maße. Eigentlich ist die kosmische Kopfbedeckung eine interstellare Blase. Sie wird vom schnellen Wind des hellen, massereichen Sterns mitten in Blase erzeugt. Der Zentralstern ist ein sogenannter Wolf-Rayet-Stern, also ein extrem heißer Riesenstern. Er hat vermutlich ein kurzes Stadium der Entwicklung erreicht, auf das bald die Explosion als Supernova folgt.

NGC 2359 ist etwa 15.000 Lichtjahre entfernt und liegt im Sternbild Großer Hund. Das scharfe Bild ist eine Kombination aus lang belichteten Einzelaufnahmen. Diese wurden im Licht von leuchtendem Wasserstoff (rot) und Sauerstoff (blau) aufgenommen. Man geht davon aus, dass der zentrale Stern in Thors Helm in den nächsten paar tausend Jahren als spektakuläre Supernova explodiert.

Himmlische Überraschung: Welches Bild zeigte APOD zum Geburtstag? (ab 1995, deutsch ab 2007)

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Der Komet R3 PANSTARRS im Wandel der Zeit

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Bildcredit und Bildrechte: Jakub Kuřák und Martin Mašek (FZU der Tschechischen Akademie der Wissenschaften)

Die Ankunft eines Kometen im inneren Sonnensystem wird normalerweise von großen Ankündigungen und Hoffnungen begleitet. Wird er besonders hell und fotogen sein? Doch was passiert, wenn der Komet das Sonnensystem wieder verlässt? Der Kometenkern wird weniger stark von der Sonne erwärmt, weniger Gas und Staub wird ausgestoßen, die Koma um den Kern schrumpft und verliert an Helligkeit und der Kometenschweif wird kürzer.

Viele Kometen kehren in die äußersten Bereiche des Sonnensystems zurück. Sie kommen von dort erst nach hunderten oder tausenden Jahren wieder. Im Gegensatz dazu werden manche Kometen – wie Komet C/2025 R3 (PANSTARRS) – von der Gravitation der Planeten hinausgeschleudert und verlassen das Sonnensystem für immer.

Der Komet R3 PANSTARRs wurde für diese Aufnahme in vielen Nächten lange belichtet. Die Bilder entstanden in der ersten Mai-Hälfte nahe dem Cerro Paranal in Chile. Je weiter oben im Bild, desto später entstand die Aufnahme. Man erkennt dabei deutlich den kürzer werdenden Ionenschweif.

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Blick von der Erde auf Jupiter und Venus

Es war überall auf der Erde zu sehen: Die Konjunktion von Jupiter (links) und Venus (rechts) bei Sonnenuntergang war 2012 beobachtbar, fast egal, wo man auf der Erde lebte. Alle auf unserem Planeten, die einen freien Westhorizont hatten konnten es bei Sonnenuntergang sehen.

In jenem Jahr begab sich ein kreativer Fotograf in eine gewisse Entfernung von den Lichtern der Stadt Szubin in Polen, um die nächste Annährung der beiden Planeten abzulichten. Die hellen Planeten waren zu diesem Zeitpunkt nur ungefähr drei Grad von einander entfernt. Die Tochter des Fotografen posierte dann humorvoll. Ein schwaches Rot im Hintergrund zeugt noch vom Sonnenuntergang.

Jupiter und Venus sind diese Woche wieder zusammen nach Sonnenuntergang. Ihre Promenade geschieht in nur einem Grad Abstand voneinander in etwa zwei Tagen von heute.

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Charon, einer von Plutos Monden

Ein Foto eines grauen, furchigen Mondes mit einer bräunlichen Polkappe. Links oben ein kleineres, sehr körniges Bild mit einem ausgebeulten schwarzen Fleck.
Bildcredit: NASA, Johns Hopkins Univ./APL, Southwest Research Institute, U.S. Naval Observatory

Dieses Bild zeigt Charon, den größten Mond von Pluto. An seinem Nordpol seht ihr eine dunkle und rätselhafte Region. Sie trägt den inoffiziellen Namen Mordor Macula. Die interplanetare Raumsonde New Horizons nahm dieses hochaufgelöste Bild auf. Zum Zeitpunkt der Aufnahme am 14. Juli 2015 kam sie dem weit entfernten Pluto am nächsten. Das Bild besteht aus Daten im Blauen, Roten und Infraroten. Deren Verarbeitung verstärkt die Farben und zeigt Details auf Charons Oberfläche, die gerade einmal 2,9 Kilometer groß sind. Das faszinierende Bild zeigt die dem Pluto zugewandte Seite von Charon. Ihr könnt auf ihm einen Gürtel aus Rissen und Schluchten erkennen, der den Mond umspannt. Er scheint die flachen Ebenen im Süden von der abwechslungsreicheren Landschaft im Norden zu trennen. Charon hat einen Durchmesser von 1214 Kilometern. Das entspricht einem Zehntel der Größe der Erde. Charon ist allerdings halb so groß wie Pluto selbst. Damit ist Charon im Vergleich zu seinem Hauptkörper der größte Satellit im Sonnensystem. Dennoch erscheint der Mond in der körnigen Negativaufnahme oben links nur als kleine Beule auf der Ein-Uhr-Position. Auf diesem Bild entdeckten James Christy und Robert Harrington am U.S. Naval Observatory in Flagstaff Charon im Juni 1978.

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Der Hydra-Galaxienhaufen

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Bildcredit und Bildrechte: Rafael Sampaio

Dieser kosmische Schnappschuss zeigt uns zwei Sterne der Milchstraße – helle Lichtpunkte mit Zacken, die wie Wächter wirken. Jenseits der Sterne tummeln sich Galaxien – die Mitglieder des Hydra Galaxienhaufens. Während die Sterne nur wenige hunderte Lichtjahre von uns entfernt sind, befinden sich die Galaxien in Entfernungen von über 100 Millionen Lichtjahren!

Drei große Galaxien dominieren den Zentralbereich: Zwei gelbe, elliptische Galaxien (NGC 3311 und NGC 3309) sowie eine blaue Spiralgalaxie (NGC 3312). Jede dieser Galaxien hat einen Durchmesser von 150.000 Lichtjahren. Links über NGC 3312 befinden zwei überlappende Galaxien, die als NGC 3314 katalogisiert sind. Der Hydra Galaxienhaufen ist auch unter dem Namen Abel 1060 bekannt. Er ist einer der drei größten Galaxienhaufen innerhalb eines Abstands von 200 Millionen Lichtjahren. Im nahen Universum sind Galaxienhaufen gravitativ aneinandergebunden und bilden Cluster oder Haufen, die Teil von noch größeren Strukturen sind – den sogenannten Superhaufen. Selbst diese gewaltigen Strukturen scheinen sich über noch größere Distanzen aneinander zu orientieren.

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Planetarischer Nebel mit kosmischen Fullerenen

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Bildcredit: NASA/ESA/CSA/J. Cami (Western University); Bildbearbeitung: K. Beecroft; Text: Jan Cami (Western University) und Cecilia Chirenti (NASA GSFC, UMCP, CRESST II)

Was passiert im Inneren dieses ungewöhnlichen Nebels? Im Planetarischen Nebel Tc1, der in dieser detailreichen Aufnahme des James Webb Weltraum Teleskops gezeigt wird, wurden 2010 die ersten außerirdischen Fullerene entdeckt! Ein Buckminsterfulleren – so der offizielle Name – ist ein Molekül, das aus 60 Kohlenstoffatomen (C60) besteht und wie ein Fußball aussieht. Das Molekül wurde nach dem Architekten Buckminster Fuller benannt, da es eine große Ähnlichkeit zu von ihm gebauten geodätischen Domen hat.

Mit dieser neuen Aufnahme des Webb Teleskops können Astronomen nun sagen, wo sich die Fullerene im Nebel aufhalten: sie bevölkern hauptsächlich eine dünne Kugelschale um den Zentralstern herum. Im Bild erkennt man diese Schale als helle Grenze des orangen inneren Bereichs. Wenn man sich den Zentralbereich noch genauer anschaut, so entdeckt man eine noch verblüffendere Struktur: Der Nebel formt hier ein filigranes, auf den Kopf gestelltes Fragezeichen – passend für all die Fragen, die dieser Nebel noch aufwirft!

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Andromeda hinter Gas und Staub

Die Andromeda-Galaxie wirkt hier anders als auf den meisten Bildern. Der Hintergrund ist mit rötlichen Schleiern und Nebeln bedeckt. Die Spiralarme sind von rötlichen Sternhaufen gesäumt.
Bildcredit und Bildrechte: Nick Fritz; Text: Keighley Rockcliffe (NASA GSFC, UMBC CSST, CRESST II)

Vor mehr als 1000 Jahren veröffentlichte der persische Astronom Abd al-Rahman al-Sufi sein Buch der Fixsterne (Bodleian Library MS. Marsh 144 p. 167). Es enthält die älteste bekannte Aufzeichnung der Andromeda-Galaxie. 800 Jahre später wurde Andromeda der 31. Eintrag im Katalog der Nebel und Sternhaufen von Charles Messier. Er beschrieb sie als „kleine Wolke“ oder „Nebel“. Heute wissen wir, dass sie die nächste große Nachbargalaxie ist.

Dieses Bild wurde 202 Stunden lang belichtet. Es zeigt, wie gut wir unsere Nachbarin mittlerweile beobachten können. Die diffusen roten und blauen Wolken sind zum Großteil ionisierter Wasserstoff und Sauerstoff. Sie liegen in unserer Milchstraße. Rosa Wolken aus Wasserstoff säumen die staubigen Spiralarme von Andromeda. Das energiereiche Licht junger Sterne ionisiert sie. Zwei kleine Satellitengalaxien kreisen um die größere Andromeda. Es sind M32 und M110.

Wir beobachten Andromeda nun schon seit der Antike mit bloßem Auge und mit modernen Teleskopen. Trotzdem stecken noch viele Geheimnisse in ihr, die wir weiter erforschen, zum Beispiel, wie Galaxien miteinander verschmelzen und sich entwickeln. Auch die Dunkle Materie, in die Galaxien wie Andromeda eingebettet sind, ist ein Rätsel.

Aufgepasst! Die Bewerbung beim NASA/IPAC-Forschungsprogramm für Lehrkräfte ist offiziell eröffnet!

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