4000 Kilometer über Saturnmond Iapetus

Cassini zeigt den walnussförmigen Saturnmond Iapetus.

Credit: Cassini Imaging Team, SSI, JPL, ESA, NASA

Beschreibung: Wie sieht die Oberfläche von Saturns geheimnisvollem Mond Iapetus aus? Das sollte die robotische Raumsonde Cassini herausfinden, die derzeit Saturn umkreist. Sie wurde letzte Woche ausgeschickt, um den einzigartigen Äquatorwall des ungewöhnlichen walnussförmigen zweifärbigen Mondes in einer Höhe von nur 2000 Kilometer zu überfliegen.

Dieses Bild von Cassini stammt aus einer Höhe von etwa 4000 Kilometern, man kann darauf Objekte erkennen, die einen Durchmesser von weniger als 100 Metern besitzen. Cassini entdeckte eine alte, zerschlagene Landschaft aus Kratern, abschüssigen Hügeln, ganze zehn Kilometer hohen Bergen, ähnlich wie der 8,8 Kilometer hohe Mt. Everest auf der Erde. Über der Bildmitte ist ein kleiner heller Fleck, wo vielleicht ein einschlagender Felsen darunter liegendes sauberes Wassereis freigelegt hat.

Weltraumforschende suchen auf Bildern des Vorbeiflugs – wie diesem – mit besonderem Nachdruck nach Hinweisen auf den Ursprung von Iapetus‘ ungewöhnlichen Form und Färbung suchen, denn an dieser faszinierenden Welt sind keine weiteren nahen Vorbeiflüge geplant.

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Der Tungurahua bricht aus

Der Gipfel des Vulkans Tungurahua ist von rot glühender Lava geflutet. Eine Aschewolke fliegt nach links, über den Gipfel ziehen zarte weiße Wolken. Am Himmel leuchten die Sterne.

Credit und Bildrechte: Patrick Taschler

Der Vulkan Tungurahua brach letztes Jahr auf spektakuläre Weise aus. Oben fließt geschmolzenes Gestein seitlich am 5000 Meter hohen Tungurahua hinab. Es ist so heiß, dass es glüht. Eine Wolke aus dunkler Asche fliegt nach links. Zarte weiße Wolken schweben um den Gipfel, der von Lava beleuchtet ist. In der Ferne leuchtet der sternklare Himmel.

Das Bild entstand letztes Jahr, während um den waghalsigen Fotografen Asche zu Boden fiel. Der Tungurahua liegt in Ekuador. In den letzten 1300 Jahren war er etwa alle 90 Jahre aktiv. Letztes Jahr begann er auszubrechen, und das tut er bis heute auf einem niedrigeren Niveau.

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Im Victoria-Krater auf dem Mars

Opportunity blickt auf den Mars. Von oben ragt ein Arm mit Instrumenten ins Bild. Links und rechts sind unten die Räder des Rovers zu sehen. Das Schwarzweiß-Bild entstand mit einer Weitwinkelkamera, die Hindernisse erkennen soll.

Credit: Mars Exploration Rover Mission, Cornell, JPL, NASA

Der Rover Opportunity der NASA hat das Innere des Kraters Victoria auf dem Mars erreicht. Letzte Woche rollte der Roboter etwa 20 Meter weit in den größten Krater, den je ein Marsrover angesteuert hat. Es ist jener Krater, neben dem Opportunity in den letzten Monaten festsaß.

Das Bild oben ist eine Weitwinkel-Ansicht. Sie stammt von der vorderen Kamera zum Erkennen von Hindernissen. Derzeit steht der rollende Forscher in einer Einbuchtung, die Duck Bay genannt wird. Er späht hinüber zum inneren Kraterrand Cape St. Vincent.

In den nächsten Wochen soll Opportunity die fremdartige Einbuchtung unter die Lupe nehmen und nach Hinweisen auf die ferne Vergangenheit des Mars suchen. Der Blick reicht hoffentlich bis vor den großen Einschlag zurück, der den Victoria-Krater verursachte.

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Frei fliegen im Weltall

Über der Erde schwebt ein Astronaut in großer Entfernung frei im Weltall. Es ist der Astronaut Bruce McCandless II, der eine Manned Maneuvering Unit steuert.

Credit: STS-41B, NASA

Bruce McCandless II war etwa 100 Meter vom Laderaum der Raumfähre Challenger entfernt. Er war weiter draußen als je ein Mensch zuvor. Der Astronaut McCandless schwebte in einer Manned Maneuvering Unit1 frei im All. McCandless und sein Kollege Robert Stewart waren die ersten, die einen solchen ungebundenen Außenbordeinsatz erlebten. Es war bei der Mission 41-B im Jahr 1984.

Die MMU arbeitete mit Stickstoff-Schubdüsen. Sie wurde verwendet, um Satelliten auszusetzen oder zu bergen. Mit einer Masse von mehr als 140 Kilogramm ist eine MMU auf der Erde sehr schwer. Doch im Orbit ist sie – wie auch alles andere – schwerelos. Später wurde die MMU durch die „SAFER backpack propulsion unit“ (SAFER-Rucksack-Antriebseinheit) ersetzt.

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  1. Besatzte manövrierfähige Einheit, MMU) ↩︎

Der dreidimensionale Äquatorwall auf Iapetus

Das Stereobild ist eine Anaglyphe aus zwei Nahaufnahmen der Raumsonde Cassini. Der Ausschnitt zeigt den Äquator am Rand von Iapetus. In der Mitte ragt ein markanter Äquatorwall auf. Der Mond ist von vielen Kratern bedeckt.

Credit: Cassini-Bildgebungsteam, SSI, JPL, ESA, NASA; Stereo-Anaglyphe: Patrick Vantuyne

Über der dunklen Halbkugel von Iapetus ragt ein bizarrer Äquator-Wall hoch. Damit hat der zweifarbige Saturnmond eine Ähnlichkeit mit einer Walnuss. Mit rot-blauen Brillen seht ihr die ungewöhnliche Form in Stereo. Die Anaglyphe entstand aus Nahaufnahmen der Raumsonde Cassini. Sie entstanden diese Woche bei einem Vorbeiflug.

Der Wall ist etwa 20 Kilometer breit und 20 Kilometer hoch. Wir kennen im ganzen Sonnensystem keine zweite solche Kombination aus äquatorialer Symmetrie und Größenverhältnis. Die einzigartige Form wurde 2004 auf Cassini-Bildern entdeckt. Der Mond ist voller Krater und somit sehr alt. Der Ursprung des Äquator-Walls auf Iapetus ist ein Rätsel.

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Iapetus in Schwarz und Weiß

Siehe Beschreibung. Ein Klick auf das Bild liefert die höchste verfügbare Auflösung.

Credit: Cassini-Bildgebungsteam, SSI, JPL, ESA, NASA

Beschreibung: Iapetus, der drittgrößte Mond des Planeten Saturn, ist ein Kandidat im Wettbewerb „Seltsamster Mond Saturns“. Bei seinem Umlauf um den beringten Gasriesen ist er gezeitenmäßig gebunden; Gelegentlich wird Iapetus der „Yin-Yang-Mond“ genannt, weil seine vordere Hälfte sehr dunkel ist und nur fünf Prozent des Sonnenlichts reflektiert, während seine nachlaufende Hemisphäre fast so hell wie Schnee glänzt. Dieses aktuelle Bild vom Vorbeiflug der Raumsonde Cassini ist eine der genauesten Nahaufnahmen, die je von dem Mond gemacht wurden und zeigt einen Ausschnitt von 35 Kilometern über eine kraterreiche, wechselhafte Zone zwischen hellem und dunklem Terrain. Iapetus selbst hat ein Schicksal ähnlich dem von Wassereis, doch die detailreichen reflektierenden Bestandteile des dunklen Materials legen eine organische Zusammensetzung nahe. In Anerkennung zahlreicher Erkenntnisse über diesen Mond wird das dunkle Gebiet Cassini-Region genannt.

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NGC 7129 und NGC 7142: Reflexionsnebel und Sternhaufen

Der Reflexionsnebel NGC 7129 und der offene Sternhaufen NGC 7142 im Sternbild Kepheus liegen im Bild nahe beisammen, in Wirklichkeit sind sie aber unterschiedlich weit entfernt.

Credit und Bildrechte: Tony Hallas

Dieses hübsche Teleskopbild blickt zum Sternbild Kepheus. Dort ist ein faszinierendes visuelles Paar. Es besteht aus dem staubigen Reflexionsnebel NGC 7129 (links) und dem offenen Sternhaufen NGC 7142. Die beiden sind am Himmel nur ½ Grad voneinander entfernt. Doch ihre Distanz zu uns ist unterschiedlich.

Vorne ist der Staubnebel NGC 7129. Er ist etwa 3000 Lichtjahre entfernt. Der offene Sternhaufen NGC 7142 ist wahrscheinlich mehr als 6000 Lichtjahre entfernt. Die allgegenwärtigen, klumpigen Staubwolken liegen im Vordergrund der Region. Sie röten das Licht von NGC 7142. Das erschwert astronomische Beobachtungen des Haufens.

NGC 7142 ist vermutlich ein älterer offener Sternhaufen, während die hellen Sterne, die in NGC 7129 eingebettet sind, vielleicht nur eine Million Jahre jung sind. Die verräterischen sichelförmigen Formen rund um NGC 7129 gehen mit energiereichen Strahlströmen einher, die von jungen Sternen ausgehen. Überraschenderweise können wir trotz des Staubs Galaxien beobachten, die weit entfernt im Hintergrund der farbigen kosmischen Aussicht liegen.

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Sechs Regenbogen über Norwegen

Siehe Beschreibung. Ein Klick auf das Bild liefert die höchste verfügbare Auflösung.

Credit und Bildrechte: Terje O. Nordvik

Beschreibung:  Haben Sie jemals sechs Regenbogen auf einmal gesehen? Ein solches Schauspiel ist nicht nur selten zu sehen – es ist auch ein Geduldsspiel, es zu verstehen. Der allgemein bekannte Regenbogen wird von Sonnenlicht verursacht, das an den rückwärtigen Innenseiten von fallenden Regentropfen reflektiert wird, während es gleichzeitig an der Luft-Wasser-Grenze gebrochen wird. Um einen Regenbogen zu sehen, müssen Sie mit der Sonne im Rücken einen Regenschauer betrachten. Dieser so genannte primäre Regenbogen ist auf dem obigen Bild jener in den prächtigsten Farben. Mehrfache Reflexionen innerhalb der Wassertropfen bilden manchmal einen sekundären Regenbogen, der außerhalb des ersten sichtbar wird, mit umgekehrter Farbreihenfolge. Ein solcher sekundärer Regenbogen ist links im Bild sichtbar. Schwieriger zu erklären ist der zwischen den beiden liegende Regenbogen. Dieser wird wahrscheinlich von Sonnenlicht gebildet, das zuerst vom See reflektiert wurde, ehe es die weit entfernten Regentropfen trifft, die das Sonnenlicht zum Beobachter zurückreflektieren. Jeder dieser Regenbogen wird von dem ruhigen See gespiegelt. Weil jedoch die Position eines Regenbogens von der Position des Beobachters abhängt, wird tatsächlich ein leicht verschobenes Bild von jedem Regenbogen abgebildet.

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