Schloss und Sternennacht

Unter dem sternklaren Himmel mit dem Kometen Holmes und den Plejaden ragt die Ruine der Burg Mörby im schwedischen Norrtälje auf.

Credit und Bildrechte: P-M Hedén

Der hübsche Sternhaufen der Plejaden leuchtet auf diesem dramatischen Bild von The World at Night hinter den Bäumen über einem dunklen Bergfried. Der Sternenhimmel wurde zu Beginn des Monats fotografiert. Das Bild zeigt den hellen Stern Aldebaran unter den Plejaden und oben in der Bildmitte eine kleine, verschwommene Wolke, die als Komet Holmes bekannt.

Sternenschloss wäre ein passender Name für die mittelalterliche Burgruine im Vordergrund. Der gängige Name ist Ruine Mörby, sie steht nördlich von Stockholm in der Nähe des Sees Skedviken im schwedischen Norrtälje.

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Supernova-Fabrik NGC 2770

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Credit: A. de Ugarte Postigo (ESO) et al., Dark Cosmology Centre (NBI, KU), Instituto de Astrofísica de Andalucía (CSIC), University of Hertfordshire

Beschreibung: Sternexplosionen, auch bekannt als Supernovae, gehören zu den energiereichsten Ereignissen im Universum. Ausgelöst durch den kollabierenden Kern eines massereichen Sterns oder den nuklearen Tod eines Weißen Zwergs ereignen sich Supernovae in gewöhnlichen Spiralgalaxien nur etwa einmal in einem Jahrhundert. Doch die ungewöhnliche Spiralgalaxie NGC 2770 erzeugte in jüngster Zeit mehr als ihren gerechten Anteil. Zwei immer noch helle Supernovae und den Position einer dritten, die ursprünglich 1999 beobachtet wurde, jedoch inzwischen verblasst ist, sind auf diesem Bild der von der Kante sichtbaren Spirale angezeigt. Alle drei Supernovae gehören wahrscheinlich zur Kern-Kollaps-Variante, doch die jüngste in diesem Trio, SN2008D, wurde zuerst am 9. Januar durch den Satelliten Swift in einem Spektralbereich von höherer Energie als dem eines Röntgenstrahlen-Blitzes (XRF) oder vielleicht auch einer energieärmeren Variante eines Gammastrahlen-Ausbruchs erfasst. NGC 2770, lediglich 90 Millionen Lichtjahre entfernt im nördlichen Sternbild Luchs, ist nun die am nächsten gelegene Galaxie, in der ein solch energiereiches Supernova-Ereignis beobachtet wurde.

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Thors Smaragdhelm

In einem Feld voller Sterne schimmert eine grünliche Wolke mit flügelähnlichen Fortsätzen, deren Ränder dunkelrosa leuchten. Die Form erinnert an den Helm des nordischen Gottes Thor.

Credit und Bildrechte: Robert Gendler

Diese helmförmige kosmische Wolke mit flügelartigen Fortsätzen wird Thors Helm genannt. Sie hat einen Durchmesser von etwa 30 Lichtjahren. Damit hat sie sogar für einen nordischen Gott heroische Ausmaße.

Doch der Helm ähnelt eher einer interstellaren Blase. Mitten in der Blase leuchtet ein heller, massereicher Wolf-Rayet-Stern. Seine schnellen Winde fegen durch die Molekülwolke, die ihn umgibt, und formen sie. Er ist ein extrem heißer Riese. Vermutlich befindet er sich in einem kurzen Stadium seiner Entwicklung vor einer Supernova.

Der Nebel ist als NGC 2359 katalogisiert. Er ist etwa 15.000 Lichtjahre entfernt und liegt im Sternbild Großer Hund (Canis Major). Das scharfe Bild zeigt beachtliche Details der faserartigen Struktur im Nebel und starke smaragdfarbige Emissionen. Sie stammen von Sauerstoff-Atomen im leuchtenden Gas.

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MESSENGER passiert Merkur

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Credit: MESSENGER-Teams, JHU APL, NASA

Beschreibung: Vor zwei Tagen wurde die Raumsonde MESSENGER die nur zweite in der Geschichte der Menschheit, die den Merkur passierte. Die letzte Raumsonde, die den sonnennächsten Planeten besuchte, war Mariner 10 vor mehr als 35 Jahren. Mariner 10 schaffte es nicht, die gesamte Oberfläche des Merkur zu fotografieren, und die Bilder, die sie zurückschickte, warfen viele Fragen auf. Daher blieb vieles über den Planeten Merkur rätselhaft. Der Vorbeiflug von MESSENGER diese Woche war nur der erste von dreien. Während der nächsten paar Jahre wird MESSENGER noch zweimal Merkur passieren und ihn schließlich ab 2011 umkreisen, doch derzeit ist MESSENGER noch zu schnell, um in Merkurs Orbit einschwenken zu können. Dieses Bild wurde vor zwei Tagen von MESSENGER aufgenommen und zeigt einen Teil von Merkurs Oberfläche, der noch nie zuvor so detailreich abgebildet wurde. Viele weitere detailreiche Bilder von Merkur werden voraussichtlich während der nächsten Tage zurückgeschickt. Die Daten von MESSENGER werden uns besser zu verstehen helfen, wie Merkurs Oberfläche gebildet wurde und warum sie so dicht ist.

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Doppel-Supernova-Überrest DEM L316

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Credit und Bildrechte: Gemini-Observatorium, GMOS-Süd, NSF

Beschreibung: Sind diese beiden Supernova-Hüllen miteinander verbunden? Um das herauszufinden wurde das 8-Meter-Gemini-Teleskop, das hoch auf dem Gipfel eines Berges in Chile steht, auf die ungewöhnliche, riesige zweilappige Wolke mit der Bezeichnung DEM L316 gerichtet. Das daraus resultierende Bild, oben zu sehen, liefert überwältigende Details. Die Untersuchtung dieses Bildes sowie Daten des die Erde umkreisenden Gammastrahlen-Observatoriums Chandra lassen erahnen, wie unterschiedlich die beiden Supernova-Überreste sind. Im Besonderen scheint die kleinere Hülle das Ergebnis einer Typ-Ia-Supernova zu sein, bei der ein Weißer Zwerg explodierte, während die größere Schale das Ergebnis einer Typ-II-Supernova sein dürfte, bei der ein massereicher normaler Stern detonierte. Nachdem sich diese beiden Sternarten in sehr unterschiedlichen Zeiträumen entwickeln, bildeten sie sich wahrscheinlich nicht zusammen und sind daher physisch eher nicht miteinander verbunden. Wenn man außerdem bedenkt, dass es keinen Hinweis gibt, dass die Hüllen zusammenstoßen, wird nun angenommen, dass sich die beiden Schalen zufällig überlagern. DEM L316 liegt etwa 160.000 Lichtjahre entfernt in der benachbarten Großen Magellanschen Wolken-Galaxie (LMC), erstreckt sich über ungefähr 140 Lichtjahre und ist im südlichen Sternbild des Schwertfisches (Dorado) zu finden.

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Der Kokon-Nebel, aufgenommen vom CFHT

Links im Bild leuchtet ein runder, roter Nebel. Rechts daneben sind zwei Sterne von runden, blau leuchtenden Wolken umgeben. Die Nebel liegen in einem Teppich voller Sterne.

Credit und Bildrechte: Jean-Charles Cuillandre (CFHT) und Giovanni Anselmi (Coelum Astronomia), Hawaiian Starlight

Wie entstehen die Farben im Kokon-Nebel? Er ist als IC 5146 katalogisiert. Der auffallend schöne Nebel ist etwa 4000 Lichtjahre entfernt. Er liegt im Sternbild Schwan (Cygnus). Im Kokon-Nebel entsteht ein offener Sternhaufen.

Wie auch andere Orte mit Sternbildung enthält der Kokon-Nebel einen leuchtend roten Emissionsnebel, blaue Reflexionsnebel und dunkle Staubwolken. Die turbulente Mischung der drei Prozesse bringt eine Menge Farbe ins Bild. Es wurde unlängst mit dem Canada-France-Hawaii-Teleskop (CFHT) auf Hawaii (USA) aufgenommen.

Aktuelle Analysen zeigen, dass der massereiche Stern links im Bild anscheinend ein Loch in einer Molekülwolke öffnete. Durch dieses strömt leuchtende Materie. Der Stern entstand vor etwa 100.000 Jahren. Er liefert nun die Energie für einen Großteil des abgestrahlten und reflektierten Lichts im Nebel.

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Blick von der Raumstation auf Hurrikan Ivan

Hinter den Solarpaneelen der Internationalen Raumstation wirbelt der Sturm Ivan um sein gewaltiges Auge.

Credit: Besatzung Expedition 9, Internationale Raumstation, NASA

Neunzig Prozent der Häuser auf Grenada wurden von der destruktiven Kraft des Hurrikans Ivan zerstört. Am Höhepunkt war Ivan ein Hurrikan der Kategorie 5. Das ist die Kategorie mit der höchsten Energie auf der Saffir-Simpson-Skala. Ivan erzeugte anhaltende Stürme  mit 200 Kilometern pro Stunde. Er war der größte Hurrikan, der die USA 2004 traf. Ivan zählt zu den zehn mächtigsten der Geschichtsaufzeichnung.

Als der Hurrikan Ivan über den Atlantischen Ozean wirbelte, wurde das gewaltige Auge von der Internationalen Raumstation im Erdorbit fotografiert. Der Name Ivan wurde nun von der World Meteorological Organization für den Atlantischen Ozean außer Gebrauch gesetzt.

Hinweis: Astronomiekurse eines APOD-Herausgebers sind als Gratis-Podcast verfügbar.

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Merkur jagt den Sonnenuntergang

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Credit und Bildrechte: Doug Zubenel

Beschreibung: Diese farbenprächtige Ansicht des westlichen Himmels bei Sonnenuntergang zeigt den schmalen sichelförmigen Mond von vergangenem Mittwoch. Natürlich kann der Mond, wenn er in seiner sichelförmigen Phase ist, am Himmel niemals weit von der Sonne entfernt sein. Ebenfalls am Erdhimmel stets nahe der Sonne ist der innerste Planet Merkur, hier unterhalb und leicht rechts der Bildmitte nahe dem hellen orangen Leuchten entlang des Horizonts. Merkur ist üblicherweise wegen des überwältigenden Sonnenlichts schwierig zu sehen, doch eine zunehmend bessere Sicht auf den kleinen Planeten bei Sonnenuntergang wird möglich, während er in den kommenden Tagen von der Sonne aus weiter nach Osten wandert. Am 14. Januar wird die Raumsonde MESSENGER der NASA ebenfalls eine gute Sicht haben, wenn sie ihren ersten Merkur-Vorbeiflug durchführt.

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