Aktive Galaxie Centaurus A

Das große Bild ist ein Komposit aus Bildern in Wellenlängen von Radio, sichtbarem Licht und Gammastrahlen. Die Einzelbilder sind rechts klein abgebildet.

Credit: Röntgen: NASA, CXC, R.Kraft (CfA) et al.; Radiobereich: NSF, VLA, M.Hardcastle (U Hertfordshire) et al.; sichtbares Licht: ESO, M.Rejkuba (ESO-Garching) et al.

Die riesige elliptische Galaxie Centaurus A ist nur 11 Millionen Lichtjahre entfernt. Sie ist die der Erde am nächsten gelegene aktive Galaxie. Dieses interessante Kompositbild der Galaxie entstand aus Bilddaten von Gammastrahlen (Chandra), sichtbarem Licht (ESO) und dem Radiobereich (VLA).

Im sichtbaren Licht ist die Zentralregion von Centaurus A ein Durcheinander aus Gas, Staub und Sternen. Doch Radio- und Gammastrahlen-Teleskope zeigen einen faszinierenden Strahl sehr energiereicher Teilchen. Diese strömen aus dem Kern der Galaxie. Die Energiequelle des kosmischen Teilchenbeschleunigers ist ein Schwarzes Loch. Es besitzt etwa 10 Millionen Sonnenmassen und befindet sich bei der hellen Gammastrahlen-Lichtquelle im Zentrum der Galaxie.

Aus dem aktiven galaktischen Kern strömt ein energiereicher Strahl nach links oben. Er ist etwa 13.000 Lichtjahre lang. Ein kürzerer Strahl breitet sich vom Kern in die entgegengesetzte Richtung aus. Im Bild sind weitere helle Gammastrahlen-Lichtquellen verteilt. Es sind Doppelsternsysteme mit Neutronensternen oder stellare Schwarze Löcher. Die aktive Galaxie Centaurus A entstand wahrscheinlich vor einigen 100 Millionen Jahren bei einer Verschmelzung mit einer Spiralgalaxie.

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Verborgene Galaxie IC 342 von Kitt Peak

Die Spiralgalaxie IC 342 ist direkt von oben sichtbar, aber von Staub in der Milchstraße gedämpft. In ihren Spiralarmen sind rosarote Sternbildungsregionen. Das Bild ist außerdem voller Sterne.

Credit und Bildrechte: T. Rector (U. Alaska Anchorage), H. Schweiker, WIYN, NOAO, AURA, NSF

Die schöne, nahe Spiralgalaxie IC 342 wäre bekannter, wenn sie nicht so versteckt wäre. IC 342 ist ein großes Inseluniversum. Sie wäre eine markante Galaxie am Nachthimmel. Doch sie ist fast ganz hinter dem Schleier aus Sternen, Gas und Staub in der Ebene unserer Milchstraße verborgen. Sie ist ähnlich groß wie die andere große, helle Spiralgalaxien.

IC 342 ist nur 7 Millionen Lichtjahre entfernt und liegt im langhalsigen nördlichen Sternbild Giraffe (Camelopardalis). Das Licht von IC 342 wird zwar durch kosmische Wolken gedämpft, die dazwischen liegen. Doch dieses scharfe Teleskopbild zeigt den undurchsichtigen Staub, die blauen Sternhaufen und die leuchtend rosafarbenen Sternbildungsregionen in den Spiralarmen, die vom Kern der Galaxie ausgehen.

IC 342 erlebte in der jüngsten Vergangenheit eine Häufung von Sternbildungsaktivität. Sie ist so nahe, dass sie die Entwicklung der Lokalen Gruppe von Galaxien und die Milchstraße durch Gravitation beeinflusst haben könnte.

Hinweis: Astronomiekurse eines APOD-Herausgebers sind als Podcast verfügbar.

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Eine Jupiter-Io-Montage von New Horizons

Vor dem halb beleuchteten Planeten Jupiter ist die Sichel des Mondes Io zu sehen, auf dem im Dunkeln heiße Lava leuchtet.

Credit: NASA, Johns Hopkins U. APL, SWRI

Während die Raumsonde New Horizons durchs Sonnensystem rast, nimmt sie atemberaubende Bilder der Planeten auf. Im Februar letzten Jahres passierte New Horizons Jupiter und seinen ständig aktiven Mond Io. Diese Montage zeigt Jupiter in drei Farben des Infrarotlichtes. Dadurch sieht der Rote Fleck weiß aus.

Jupiters komplexe Atmosphäre zeigt komplexe wirbelsturmartige Ovale, Wirbel und Bänder, die um den ganzen Planeten reichen. Io wurde digital in natürlichen Farben einmontiert. Zufällig stieg eine Gaswolke von Ios Vulkan Tvashtar auf. Reif und schwefelhaltige Lava bedecken den vulkanischen Mond. Unter der Gaswolke, die blaues Sonnenlicht streut, ist rot glühende Lava zu sehen.

Die Roboter-Sonde New Horizons ist auf der Reise zu Pluto, den sie 2015 erreicht.

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Quadrantiden-Meteore und Polarlichter aus der Luft

Links leuchtet ein rotes Flugzeuglicht. Am dunklen Himmel verläuft ein grünes Polarlichtband. Zwischen den Sternen sind die Spuren von Meteoren der Quadrantiden.

Credit: Jeremie Vaubaillon et al., Caltech, NASA

Woher kommen die Meteorströme? Das wollten Forschende der Astronomie herausfinden. Dazu untersuchten sie den Meteorstrom der Quadrantiden, der letztes Wochenende auftrat. Die Forschenden flogen in den letzten Tagen mit einer DC-8 der NASA über das nördliche Kanada. An Bord befanden sich Spezialkameras. Damit untersuchten die Forschenden bei der Quadrantid’s Multi-Instrument Aircraft Campaign (MAC) den Meteorschauer der Quadrantiden so genau wie nie zuvor.

Dieses Kompositbild entstand aus vielen kurz belichteten Aufnahmen. Links reflektiert das Heck des Flugzeuges die rote Bake. Rechts leuchten grüne Polarlichter. Überall sind Meteorspuren verteilt. Es gibt aktuelle Hinweise, dass der Meteorstrom gerade recht stabil ist. Doch die Dichte der Meteore variiert. Zum Maximum sah man vom MAC-Flugzeug aus mehr als 100 Meteore pro Stunde.

Meteordaten von überall auf der Welt werden weiterhin analysiert, um Peter Jenniskens‚ neue Hypothese zu prüfen. Sie besagt, dass der Kleinplanet 2003 EH1 ein periodisch aktiver Komet und der Ursprungskörper des jährlichen Meteorschauers der Quadrantiden ist.

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Jupiters Ringe enthüllt

Das Bild zeigt die Silhouette von Jupiter, der die Sonne bedeckt. Links und rechts ist sein hell beleuchteter Ring zu sehen.

Credit: (NOAO), J. Burns (Cornell) et al., Projekt Galileo, JPL, NASA

Warum hat Jupiter Ringe? Die vorbeifliegende Raumsonde Voyager 1 entdeckte 1979 Jupiters Ring. Doch ihr Ursprung war ein Rätsel. Die Raumsonde Galileo umkreiste Jupiter von 1995 bis 2003. Ihre Daten zeigte später, dass diese Ringe von Einschlägen von Meteoriten auf kleinen Monden in der Nähe stammen. Wenn ein kleiner Meteorit zum Beispiel den winzigen Adrastea trifft, bohrt er sich in den Mond, verdampft und sprengt Schmutz und Staub in einen jovianischen Orbit.

Dieses Bild zeigt, wie Jupiter die Sonne bedeckt. Das wurde von der Raumsonde Galileo beobachtet. Im reflektierten Sonnenlicht sehen wir kleine Staubteilchen in der oberen Jupiter-Atmosphäre und die Staubpartikel, die den Ring bilden.

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M51: Ein kosmisches Strudelbecken

Das Bild zeigt die prachtvolle Doppelspiralgalaxie M51. Die große Spiralgalaxie links ist von markanten rötlichen Sternbildungsregionen gesäumt. Ihr Kern leuchtet hellgelb. Die kleine Galaxie rechts daneben leuchtet gelb und wirkt fast strukturlos. Die Staubnebel liegen vorne und gehören zur größeren Galaxie.

Credit: S. Beckwith (STScI) Hubble-Nachlassteam, (STScI/AURA), ESA, NASA

Folgt der Deichsel des Großen Wagens vom Wagenkasten bis zum letzten hellen Stern der Deichsel. Dann schiebt das Teleskop nur ein kleines Stückchen nach Südwesten. Dort findet ihr dieses atemberaubende Paar Galaxien, die einander beeinflussen. Es ist der 51. Eintrag in Charles Messiers berühmtem Katalog.

Die große Galaxie hat eine klar definierte Spiralstruktur. Die Spiralgalaxie ist als NGC 5194 katalogisiert. Ihre Spiralarme und Staubspuren liegen deutlich vor ihrer Begleiterin NGC 5195 rechts daneben. Das Paar ist etwa 31 Millionen Lichtjahre entfernt. Es liegt offiziell im kleinen Sternbild Jagdhunde (Canes Venatici).

M51 wirkt zwar in kleinen Teleskopen auf der Erde lichtschwach und verschwommen. Doch dieses Bild von M51 ist eins der schärfsten, die je gemacht wurden. Es entstand im Jänner 2005 mit der Advanced Camera for Surveys (ACS). Diese Kamera befindet sich an Bord des Weltraumteleskops Hubble.

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Die Milchstraße bei 5000 Metern

Die Milchstraße mit ihren wuchernden Staubwolken verläuft diagonal durchs Bild. Über der Mitte leuchten Jupiter und Antares, rechts am Rand steht die Kleine Magellansche Wolke.

Credit und Bildrechte: Serge Brunier

Wenn ihr in der Nähe des Cerro Chajnantor in den nördlichen chilenischen Anden auf 5000 Meter Seehöhe klettert, zeigt der Nachthimmel vielleicht diese kosmische Aussicht. Sie wurde an diesem hohen und trockenen Schauplatz fotografiert. Die prächtige Weitwinkelaufnahme zeigt Myriaden Sterne und wuchernde Staubwolken unserer Milchstraße.

Im Zenit in der Bildmitte blickt man zum Zentrum der Galaxis. Doch das galaktische Zentrum ist vor direktem Blick verborgen. Es liegt hinter dem dichten Staub. Der helle Jupiter über der zentralen Wölbung der Milchstraße betont die Szenerie. Rechts daneben leuchtet der schwächere gelbliche Riesenstern Antares. Am rechten Bildrand steht klein und schwach eine Begleitgalaxie der Milchstraße, die Kleine Magellansche Wolke.

Lesung eines APOD-Herausgebers am 4. Januar im American Museum of Natural History

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Geminiden 2007

Siehe Beschreibung. Ein Klick auf das Bild liefert die höchste verfügbare Auflösung.

Credit und Bildrechte: Erno Berko

Beschreibung: Staub von dem eigenartigen erdnahen Asteroiden 3200 Phaethon scheint auf dieser Weitwinkel-Aufnahme aus dem Sternbild Zwillinge (Gemini) zu strömen. Das Kompositbild wurde letztes Jahr im Laufe von vier Dezembernächten (12.-15.) von Ludanyhalaszi in Ungarn aus aufgenommen. Natürlich sind die Streifen Meteor-Spuren von dem jährlichen Geminiden-Meteorschauer. Hier die Arbeit des Astronomen Erno Berko; das fertige Bild wurde aus 113 verschiedenen Frames zusammengestellt und erfasst 123 einzelne Meteore. Die Geminiden sind einer der am zuverlässigsten stattfindenden Meteorschauer des nördlichen Sternenhimmels und waren auch im letzten Jahr keine Enttäuschung. Bei guten Bedingungen meldeten einige Himmelsbeobachter nahe dem Maximum am 14./15. Dezember für die Geminiden 2007 mehr als 100 Meteore pro Stunde. Sehen Sie heute Nacht zum Himmel, dann könnten Sie die 2008-Quadrantiden sehen!

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