Der verlorene Stern Eta Carinae

Der Homunkulusnebel besteht aus zwei Keulen, die in der Bildmitte hell leuchten. Rechts sind die Keulen von einem roten Nebel umgeben.

Bildcredit und Bildrechte: NASA, ESA, Hubble; Bearbeitung und Lizenz: Judy Schmidt

Der Stern Eta Carinae explodiert vielleicht bald. Aber niemand weiß, wann. Vielleicht schon nächstes Jahr, vielleicht aber auch in einer Million Jahren. Eta Carinae hat etwa 100 Sonnenmassen. Damit ist er ein erstklassiger Kandidat für eine gewaltige Supernova. Es gibt historische Aufzeichnungen, die besagen, dass Eta Carinae vor etwa 170 Jahren einen ungewöhnlichen Ausbruch hatte. Er wurde dabei einer der hellsten Sterne am Südhimmel. Eta Carinae im Schlüssellochnebel ist der einzige Stern, bei dem man derzeit vermutet, dass er natürliches LASER-Licht abstrahlt.

Das Bild zeigt Details im ungewöhnlichen Nebel, der den wilden Stern umgibt. Aus dem Zentrum von Eta Carinae strömen helle, farbige Streifen. Es sind Beugungsspitzen, die vom Teleskop verursacht werden. Die beiden getrennten Keulen des Homunkulusnebels umschließen die heiße Zentralregion. Rechts sind einige seltsame radiale rote Streifen. Die Keulen sind von Schlieren aus Gas und Staub durchzogen. Sie absorbieren das blaue und ultraviolette Licht, das nahe dem Zentrum abgestrahlt wird. Doch für die Streifen gibt es noch keine Erklärung.

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