Planet Erde in der Dämmerung

Die Erde von der Raumstation ISS aus betrachtet mit Atmosphäre, Ozeanen und Terminator (Schattenlinie).

Bildcredit und Bildrechte: Besatzung der ISS Expedition 2, Tor zur Weltraumfotografie der Erde, NASA

Diese prächtige Ansicht zeigt Ozeane und Wolken auf unserem schönen Planeten Erde. Am Übergang vom Tag zur Nacht ist keine scharfe Grenze, sondern die Schattenlinie, die auch Terminator genannt wird, ist diffus. Sie zeigt den allmählichen Übergang zur Dunkelheit. Wir kennen ihn als Dämmerung.

Die Sonne beleuchtet die Szenerie von rechts. Die Oberflächen der Wolken reflektieren das sanft gerötete Sonnenlicht, das von der staubigen Troposphäre gefiltert wird. Sie ist die tiefste Schicht der schützenden Atmosphäre um unseren Planeten. Am oberen Rand der Tagseite verläuft in großer Höhe eine klare Schicht. Sie streut blaues Sonnenlicht und geht in die Schwärze des Weltraums über.

Dieses Bild wurde im Juni 2001 auf der Internationalen Raumstation ISS fotografiert. Die ISS kreist etwa 390 km hoch um die Erde. Ihr könnt auch zu Hause die Erde vom All aus betrachten.

Heute ist Tag der Erde

Zur Originalseite

Mondpanorama von Apollo 16

Die Mondlandefähre Orion und das Elektrofahrzeug von Apollo 16 mit dem Astronauten John Young. Charles Duke fotografierte das Bild.

Bildcredit: Apollo 16, NASA; Montage des Panoramas: Mike Constantine

Vor fünfzig Jahren landete am 20. April 1972 Apollo 16 mit dem Landemodul Orion. Der Landeplatz lag auf der Vorderseite des Mondes im südlichen Descartes-Hochland. Der Astronaut Ken Mattingly blieb im Kommandomodul Casper im Orbit. John Young und Charles Duke landeten mit der Orion auf der Oberfläche des Mondes. Die beiden blieben fast drei Tage auf dem Mond.

Das Panorama entstand aus den Bildern AS16-117-18814 bis AS16-117-18820. Sie wurden am Ende des dritten und letzten Außenbordeinsatzes fotografiert. Links hinten steht das Mondlandemodul Orion. Vorne steht das elektrische Mondfahrzeug. Duke bedient die Kamera. Young richtet die Antenne für die Kommunikation zum Planeten Erde.

Morgen ist Tag der Erde

Zur Originalseite

Planetenparade über einer Brücke in New York

Planetenparade mit den Planeten Jupiter, Venus, Mars und Saturn hinter der  RFK (Triborough) Brücke in New York.

Bildcredit und Bildrechte: Stan Honda

Beschreibung: Der Himmel vor Sonnenaufgang ist interessant. Am östlichen Horizont stehen vier Planeten in einer Reihe. Die Planeten sind so hell, dass ihr sie sogar am hellen Himmel einer Stadt seht.

Dieses Bild wurde in New York (USA) fotografiert, im Vordergrund steht die RFK (Triborough) Brücke. Die abgebildeten Planeten sind – von links nach rechts – Jupiter, Venus, Mars und Saturn. Die Planeten stehen in einer Reihe, weil sie alle in derselben Ebene um die Sonne kreisen. Diese Ebene, die sogenannte Ekliptik, entstand in den frühen Tagen unseres Sonnensystems und enthält alle Planeten, auch die Erde.

Die morgendliche Planetenparade dauert den ganzen April und Mai, und im Juni kommt sogar noch Merkur dazu.

Wann leuchtet was am Himmel?

APOD-Volontariat für Programmierung: Discord
Zur Originalseite

Sterne und Globulen im Running-Chicken-Nebel

Der Emissionsnebel IC 2944 im Sternbild Zentaur ist auch als Running-Chicken-Nebel bekannt.

Bildcredit und Bildrechte: Stefan Steve Bemmerl

Beschreibung: Aus den Eiern dieses gewaltigen Huhnes können Sterne entstehen. Dieser Emissionsnebel ist hier in wissenschaftlich zugewiesenen Farben abgebildet. Er ist als IC 2944 katalogisiert, aber wegen der Form seiner größeren Erscheinung als Running-Chicken-Nebel bekannt.

Am unteren Bildrand befinden sich kleine, dunkle Molekülwolken aus undurchsichtigem kosmischem Staub. Diese „Eier“ werden nach ihrem Entdecker als Thackerays Globulen bezeichnet. Sie sind mögliche Orte für die gravitative Kondensation neuer Sterne, doch ihr Schicksal ist ungewiss, da sie durch die intensive Strahlung junger Sterne in der Nähe rasch abgetragen werden. Diese masse- und energiereichen Sterne bilden zusammen mit fleckigem, leuchtendem Gas und komplexen Regionen aus reflektierendem Staub den offenen Haufen Collinder 249.

Die prächtige Himmelslandschaft umfasst etwa 60 Lichtjahre in der geschätzten Entfernung des Nebels von 6500 Lichtjahren.

Zur Originalseite

Sterne und Planeten über Portugal

Die Milchstraße den goldenen Steppenfeldern bei Mértola in Portugal.

Bildcredit und Bildrechte: Miguel Claro (TWAN, Dark Sky Alqueva)

Beschreibung: Der Auftrag war, nachts fliegende Vögel zu erfassen, doch dabei wurde auch ein prächtiger Himmel dokumentiert. Dieses Weitwinkel-Mosaik entstand 2020 über den goldenen Steppenfeldern bei Mértola in Portugal. An diesem dunklen Ort wölbte sich ein sofort erkennbares, atemberaubendes Leuchten über den Nachthimmel: Das Zentralband unserer Milchstraße.

Doch der Himmel hatte noch viel mehr zu bieten. Dünne Wolken durchzogen den Himmel wie goldene Bänder. Links leuchtete der Planet Mars, auf der gegenüberliegenden Seite des Himmels (rechts) waren auch die Planeten Saturn und Jupiter zu sehen. Am oberen Bildrand seht ihr den hellen Stern Wega, links leuchtet die weit entfernte, blasse Andromedagalaxie unter dem Bogen der Milchstraße.

Im Lauf dieses Monats stehen am Morgenhimmel mehrere Planeten in einer Reihe: Jupiter, Venus, Mars und Saturn.

Zur Originalseite

Die Raumfähre Endeavour über der Erde

Die Raumfähre Endeavour wurde von der Besatzung der Internationalen Raumstation ISS am Erdhorizont fotografiert.

Bildcredit: NASA, Besatzung der Expedition 22

Was kommt da geflogen? Erst sah es die Besatzung der Internationalen Raumstation ISS 2010 in weiter Ferne. Bald wurde es größer und zu einer dunklen Silhouette. Als es noch näher kam, entpuppte sich die Silhouette als ein Raumschiff. Es stellte sich heraus, dass es die Raumfähre Endeavour war, die wie erwartet an die Raumstation im Erdorbit koppelte.

Als die Raumfähre Endeavour näher kam, wurde sie am Horizont der Erde fotografiert. Dahinter sind mehrere Schichten in der Atmosphäre. Direkt hinter dem Spaceshuttle befindet sich die blaue Mesosphäre. Die weiße Schicht der Atmosphäre ist die Stratosphäre, die orangefarbene Schicht ist die Troposphäre.

Diese Luftschichten sind dünner als 2 % des Erdradius. Sie schützen uns auf vielfältige Weise: Sie bieten Sauerstoff zum Atmen und sind eine Barriere gegen gefährliche Strahlung und Meteorite aus dem All.

Nächsten Freitag: Tag der Erde (Earth Day)

Zur Originalseite

Orion und Fichten

Diese detailreiche Aufnahme aus Albanyà in Spanien zeigt Orions Gürtelsterne, den Orionnebel, Pferdekopfnebel und Flammennebel sowie den hellen Stern Rigel.

Bildcredit und Bildrechte: Juan Carlos Casado (Sternklare Erde, TWAN)

Beschreibung: Viele kurz belichtete Aufnahmen wurden mit einer Kamera auf einem Stativ nahe dem ländlichen Albanyà in der nordöstlichsten Ecke Spaniens fotografiert, an den Sternen ausgerichtet und zu diesem schönen, dunklen Nachthimmel kombiniert.

Oben in der Mitte des sternklaren Bildes verlaufen die drei Gürtelsterne des Orion. Alnitak, der östlichste Gürtelstern links strahlt neben dem diffuseren Licht des Flammennebels und der dunklen Kerbe des berühmten Pferdekopfes. Der große Orionnebel unter den Gürtelsternen ist leicht mit bloßem Auge erkennbar. Mit seiner Entfernung von nur 1500 Lichtjahren ist er das unserem Planeten nächstgelegene Sternbildungsgebiet. Der breite, blasse Bogen der Barnardschleife ist am besten auf Fotos zu sehen. Er umarmt scheinbar Orions hellere Sterne und Nebel.

Das vertraute nördliche Wintersternbild geht im nördlichen Frühling unter. Rechts unten nahe am westlichen Horizont berührt der scheinbar hellste Stern im Orion, der blaue Überriese Rigel, die Zweige einer Fichte.

Zur Originalseite

Alligatorrückenfelsen auf dem Mars

Mastcam-Bilder des Marsrovers Curiosity zeigen die Alligatorrückenfelsen am Fuß des Mount Sharp im Krater Gale auf dem Mars.

Bildcredit: NASA, JPL-Caltech, MSSS

Beschreibung: Diese weite abschüssige Ebene am Fuß des Mount Sharp im Krater Gale auf dem Mars ist von Felsen übersät, die vom Wind geformt wurden, diese werden als Windkanter bezeichnet. Das Bild zeigt die zerklüftete, schuppige Erscheinung dieser sogenannten Alligatorrückenfelsen, es entstand aus Mastcam-Bildern des Rovers Curiosity, die am Missions-Sol 3.415 (16. März 2022) fotografiert und digital zusammengefügt wurden.

Da die Räder des Rovers bei früheren Fahrten über die Alligatorrückenfelsen beschädigt wurden, beschloss das Curiosity-Team umzukehren und für den weiteren Aufstieg des Rovers einen anderen Weg zu wählen. Curiosity erklimmt seit 2014 den 5,5 km hohen Zentralberg des Kraters Gale. Beim Aufstieg untersucht er Schichten, die vor Milliarden Jahren durch Wasser auf dem Mars entstanden sind.

Zur Originalseite