M44: Praesepe

Der Sternhaufen M44 im Sternbild Krebs ist auch als Praesepe oder Bienenkorb bekannt.

Bildcredit und Bildrechte: Drew Evans

Beschreibung: M44 ist an die 600 Lichtjahre entfernt und damit einer der nächstliegenden Sternhaufen unseres Sonnensystems. Er ist auch als Praesepe oder Bienenkorb-Sternhaufen bekannt. Seine Sterne sind etwa 600 Millionen Jahre alt, verglichen mit den 4,5 Milliarden Jahren unserer Sonne sind sie jung. Aufgrund des ähnlichen Alters und der Bewegung im Raum wird vermutet, dass M44 und der sogar noch nähere Sternhaufen der Hyaden im Stier in derselben großen Molekülwolke entstanden sind.

M44 ist ein 15 Lichtjahre großer offener Haufen, er enthält ungefähr 1000 Sterne und bedeckt am Himmel etwa 3 Vollmonde (1,5 Grad) im Sternbild Krebs. Der Sternhaufen ist mit bloßem Auge sichtbar  und ist seit der Antike bekannt. Schon lange bevor er an 44. Stelle in Charles Messiers Katalog aus dem 18. Jahrhundert eingetragen wurde, beschrieb man ihn als blasse Wolke oder Himmelsdunst, doch erst nach der Erfindung von Teleskopen wurde der Haufen in seine Einzelsterne aufgelöst. Heute ist er ein beliebtes Ziel für Himmelsbeobachtende mit Fernglas.

Die wenigen gelb getönten, kühlen roten Riesensterne des Haufens sind auf diesem Teleskop-Gruppenbild über das Feld der helleren, heißen blauen Hauptreihensterne verstreut. Markante Beugungsspitzen betonen die helleren Haufenmitglieder, sie stammen vom Fadenkreuz vor dem Teleskopobjektiv.

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Porträt von NGC 3628

Porträt der Spiralgalaxie NGC3628, auch bekannt als Hamburger-Galaxie im Leo-Triplett im Sternbild Löwe.

Bildcredit und Bildrechte: Wilhelm Michael Kasakow, Olaf Guillaume

Beschreibung: Scharfe Teleskopansichten von NGC 3628 zeigen eine flauschige galaktische Scheibe, die von dunklen Staubbahnen geteilt wird. Das Porträt der prächtigen, von der Kante sichtbaren Spiralgalaxie erinnert manche an ihren landläufigen Spitznamen: Hamburgergalaxie.

Das Bild zeigt auch eine kleine Galaxie in der Nähe (unten) – wahrscheinlich eine Begleitgalaxie von NGC 3628 – und einen sehr blassen, ausladenden Gezeitenschweif. Der hinausgezogene Schweif reicht etwa 300.000 Lichtjahre weit – über den linken oberen Bildrand hinaus. NGC 3628 teilt ihre Nachbarschaft im lokalen Universum mit den großen Spiralgalaxien M65 und M66, diese Gruppe ist auch als Leo-Triplett bekannt. Gravitations-Wechselwirkungen mit ihren kosmischen Nachbarn führten wahrscheinlich zu dem Gezeitenschweif sowie zu der Auffächerung und Verformung der Spiralscheibe.

Das reizende Inseluniversum selbst ist ungefähr 100.000 Lichtjahre groß und 35 Millionen Lichtjahre entfernt im nördlichen Frühlingssternbild Löwe.

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Lyrid am See

Ein Meteor des Lyriden-Meteorstroms und der abnehmende Mond werfen ihr Licht auf den See Nian in der chinesischen Provinz Yunnan.

Bildcredit und Bildrechte: Jeff Dai (TWAN)

Beschreibung: In den frühen Morgenstunden des 24. April blitzte dieser helle Meteor der Lyriden die zentrale Milchstraße entlang. Einen Augenblick lang warf er eine helle Reflexion auf den See Nian in der chinesischen Provinz Yunnan.

Der jährliche Meteorstrom der Lyriden ist einer der ältesten Meteorströme, die wir kennen. Er ist Ende April aktiv, wenn unser Planet durch den Staub entlang der Bahn des langperiodischen Kometen Thatcher pflügt. Die Spur der hellen Feuerkugel zeigt rückwärts zum Radianten des Stroms im Sternbild Leier (Lyra), das außerhalb des oberen Bildrandes hoch am nördlichen Frühlingshimmel steht. Auch der abnehmende Mond, der gerade am sternklaren Himmel aufging, warf sein Licht auf das ruhige Wasser des Sees.

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Mondschatten auf Jupiter

Die Raumsonde Juno zeigt, wie der Jupitermond Ganymed einen Schatten auf den Gasriesen Jupiter wirft.

Bildcredit: NASA/JPL-Caltech/SwRI/MSSS; Bearbeitung und Lizenz: Thomas Thomopoulos

Beschreibung: Was ist dieser große dunkle Fleck auf Jupiter? Es ist der Schatten von Ganymed, dieser ist einer der größten Monde von Jupiter. Wenn Jupiters Monde zwischen dem jovianischen Riesen und der Sonne kreuzen, werfen sie Schatten, genau wie der Erdmond, wenn er zwischen Erde und Sonne passiert.

Wenn ihr in so einem dunklen Schatten auf Jupiter steht, würdet ihr – wie auf der Erde – beobachten, wie der Mond vollständig die Sonne verdunkelt. Anders als auf der Erde treten fast jeden Tag Mondschatten auf Jupiter auf.

Ungewöhnlich war, dass eine Raumsonde nahe genug war, um so einen Schatten hoch aufgelöst zu fotografieren. Die Raumsonde Juno flog Ende Februar so nahe an Jupiter vorbei, dass die Wolken in der Nähe und der dunkle Finsternisschatten relativ groß wirkten. Juno machte viele Entdeckungen beim größten Planeten unseres Sonnensystems, zum Beispiel schnell wachsende kreisförmige Polarlichter.

Erforsche das Universum: APOD-Zufallsgenerator
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Planetenparade über der Oper von Sydney

Die Planetenparade mit Jupiter, Venus, Mars und Saturn über der Oper von Sydney in Australien.

Bildcredit und Bildrechte: Prasun Agrawal

Beschreibung: Eine einzigartige Planetenparade steht derzeit am Himmel, wenn die Welt erwacht. Kurz vor Sonnenaufgang stehen über weiten Teilen der Erde bekannte Planeten am Osthimmel in einer auffälligen Line. Auf der Nordhalbkugel der Erde erscheint diese Planetenlinie meist fast waagrecht, doch auf der Südhalbkugel verläuft die Line beinahe senkrecht.

Vor etwa fünf Tagen wurde die Planetenlinie fast senkrecht über der Oper von Sydney in Südaustralien fotografiert. Die Morgenplaneten sind – von oben nach unten – Saturn, Mars, Venus und Jupiter. Ende April schrumpft der Winkelabstand zwischen Venus und Jupiter allmählich auf weniger als 1 Grad, wenn sie ihre Plätze tauschen. Später – Ende Mai – zieht Jupiter in der Nähe des Mars vorbei, wenn diese beiden Planeten ihre Positionen wechseln. Im Juni erweitert sich die Parade kurzzeitig um den Planeten Merkur.

Interessante Einreichungen an APOD: Planetenparade 2022 am Morgen
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Der große Nebel in Carina

Der große Carinanebel NGC 3372 mit dem Schlüssellochnebel NGC 3324 und dem Stern Eta Carinae ist vermutlich eine regelrechte Supernovafabrik.

Bildcredit und Bildrechte: Ignacio Javier Diaz Bobillo

Beschreibung: In einem sehr hellen Teil der Milchstraße liegt ein Nebel, in dem äußerst seltsame Dinge geschehen. NGC 3372 ist als der große Nebel in Carina bekannt, er enthält massereiche Sterne und veränderliche Nebel. Der Schlüssellochnebel NGC 3324 – die helle Struktur knapp unter der Bildmitte – enthält einige dieser massereichen Sterne.

Hier ist der ganze Carinanebel abgebildet, er umfasst mehr als 300 Lichtjahre und liegt etwa 7500 Lichtjahre entfernt im Sternbild Schiffskiel. Eta Carinae, der energiereichste Stern im Nebel, war in den 1830er-Jahren einer der hellsten Sterne am Himmel, verlor danach aber dramatisch an Leuchtkraft.

Vielleicht steht Eta Carinae an der Schwelle zu einer Supernovaexplosion. Röntgenbilder lassen vermuten, dass ein Großteil des Carinanebels eine regelrechte Supernovafabrik ist.

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Teile das Universum


Bildcredit: NASA, Schrödingers Katze

Beschreibung: Bevor ihr den Knopf drückt, sind zwei Zukunftsuniversen möglich. Doch nachdem ihr den Knopf gedrückt habt, lebt ihr nur noch in einem. Es ist eine echte Webversion des berühmten Experiments mit Schrödingers Katze.

Wenn ihr den roten Knopf des Astronautenbildes klickt, erscheint ein Bild desselben Astronauten, der eine von zwei Katzen hält - eine lebende oder eine tote. Der Zeitpunkt des Klicks, die Verdrahtung des Gehirns und die Millisekunden-Taktung eures Geräts führen zu einem Ergebnis, das möglicherweise vom Zufall der Quantenmechanik bestimmt wird.

Manche glauben, dass eure persönliche Quantenentscheidung das Universum teilt, und dass sowohl das Universum mit der lebenden als auch das mit der toten Katze in getrennten Teilen eines größeren Multiversums existieren. Andere glauben, dass als Ergebnis eures Klicks die beiden möglichen Universen auf unvorhersehbare Weise zu einem einzigen kollabieren. Wieder andere glauben, dass das Universum klassisch deterministisch ist, sodass durch das Drücken des Knopfes das Universum nicht wirklich geteilt wird, sondern dass eine Aktion ausgeführt wird, die seit Anbeginn der Zeit prädestiniert war.

Wir bei APOD glauben jedoch, dass ihr - egal wie dumm es sich anfühlt, auf den roten Knopf zu klicken, und unabhängig vom Ergebnis - einen Tag darüber nachdenken solltet. Oder zwei.

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Messier 104

Die Spiralgalaxie M104 im Sternbild Jungfrau am Rand des Virgo-Galaxienhaufens erinnert an einen Sombrero.

Bildcredit: NASA, ESA, Hubble-Vermächtnisarchiv; Bearbeitung und Bildrechte: Ignacio Diaz Bobillo

Beschreibung: Die prächtige Spiralgalaxie Messier 104 ist berühmt für ihr seitliches Profil mit dem breiten Ring aus undurchsichtigen Staubbahnen. Die Schneise aus kosmischem Staub ist als Silhouette vor einer ausgedehnten zentralen Wölbung aus Sternen zu sehen. Das verleiht der Galaxie das Aussehen eines breitkrempigen Huts, was zu ihrem bekannten Namen führte: Sombrerogalaxie.

Diese scharfe Ansicht der bekannten Galaxie entstand aus Bilddaten des Weltraumteleskops Hubble mit mehr als 10 Stunden Belichtungszeit, die so bearbeitet wurden, dass zarte Details zum Vorschein kamen, welche oft im hellen Licht der zentralen Wölbung von M104 verloren gehen.

Die Sombrerogalaxie ist auch als NGC 4594 bekannt und leuchtet im ganzen Spektrum. Sie enthält ein sehr massereiches zentrales Schwarzes Loch. M104 ist eine der größten Galaxien am südlichen Rand des Virgo-Galaxienhaufens – sie ist etwa 50.000 Lichtjahre groß und 28 Millionen Lichtjahre entfernt. Die gezackten Sterne im Vordergrund dieses Sichtfeldes liegen weit innerhalb unserer Milchstraße.

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