Titan sehen

Diese Bilder zeigen den Saturnmond Titan in sichtbarem Licht (Mitte) und Infrarot, aufgenommen mit dem Instrument VIMS an Bord der Raumsonde Cassini.

Bildcredit: VIMS Team, U. Arizona, U. Nantes, ESA, NASA

Beschreibung: Der größte Saturnmond Titan ist in eine dichte Atmosphäre gehüllt und daher wirklich schwer zu sehen. Kleine Teilchen, die in der oberen Atmosphäre verteilt sind, bilden einen fast undurchdringlichen Schleier, der Licht in sichtbaren Wellenlängen stark streut und Titans Oberflächendetails vor neugierigen Augen verbirgt.

Doch in Infrarotwellenlängen kann man Titans Oberfläche besser abbilden, weil die Streuung schwächer und die Absorption durch die Atmosphäre geringer ist. Rund um dieses Bild von Titan in sichtbarem Licht (Mitte) sind einige der klarsten globalen Infrarotansichten des reizvollen Mondes angeordnet, die es bisher gibt.

Die sechs Bildfelder in Falschfarben zeigen eine fortlaufende Entwicklung in Infrarotbilddaten im Laufe von 13 Jahren. Die Daten stammen von VIMS, dem Kartierungs-Spektrometer in sichtbarem und infrarotem Licht (Visual and Infrared Mapping Spectrometer) an Bord der Raumsonde Cassini. Sie zeigen einen faszinierenden Vergleich mit Cassinis Ansicht in sichtbarem Licht.

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Die rotierende Sonne


Bildcredit: SDO, NASA; Digitale Komposition: Kevin M. Gill

Beschreibung: Ändert sich die Sonne, während sie sich dreht? Ja, und die Änderungen reichen von gering bis dramatisch. Diese Zeitrafferaufnahmen zeigen die Rotation unserer Sonne im Laufe eines Monats im Jahr 2014, wie sie vom Solar Dynamics Observatory der NASA abgebildet wurde.

Links im großen Bild seht ihr die Chromosphäre der Sonne in Ultraviolettlicht, während das kleinere, hellere Bild rechts oben die vertrautere Photosphäre zur gleichen Zeit in sichtbarem Licht zeigt. Die restlichen eingefügten Sonnenbilder zeigen die Röntgen-Emissionen relativ seltener Eisenatome, die sich in unterschiedlichen Höhen der Korona befinden, und zwar in Falschfarben, um Unterschiede zu betonen.

Die Sonne braucht etwas weniger als einen Monat für eine vollständige Umdrehung – am schnellsten rotiert sie am Äquator. Eine große, aktive Sonnenfleckenregion rotiert kurz nach Beginn des Films ins Sichtfeld. Zu den subtilen Effekten gehören Änderungen der Oberflächenstruktur und die Formen der aktiven Regionen. Zu den dramatischen Effekten zählen zahlreiche Blitze in aktiven Regionen sowie flackernde, ausbrechende Protuberanzen, die ihr überall um den Sonnenrand seht.

Derzeit erlebt unserer Sonne ein ungewöhnlich niedriges Aktivitätsminimum während ihres 11-jährigen magnetischen Zyklus.

Gegen Ende des Films rotiert dieselbe, schon früher gezeigte große aktive Sonnenfleckenregion ins Sichtfeld zurück, doch sie sieht nun anders aus.

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TYC 8998-760-1: Mehrere Planeten um einen sonnenähnlichen Stern

Das Very Large Telescope der ESO entdeckt ein Planetenpaar im Infrarotlicht um den Stern TYC 8998-760-1.

Bildcredit: ESO, A. Bohn et al.

Beschreibung: Haben andere Sterne Planeten wie unsere Sonne? Frühere Hinweise – nämlich leichte Verschiebungen im Licht eines Sterns, die durch Planeten in einer Umlaufbahn verursacht werden – zeigen, dass dem so ist. Doch nun wurde erstmals ein Planetenpaar, das um einen sonnenähnlichen Stern kreist, direkt abgebildet. Diese Exoplaneten umrunden einen Stern mit der Bezeichnung TYC 8998-760-1. Sie sind auf diesem Infrarotbild mit Pfeilen markiert.

Der 17 Millionen Jahre alte Heimatstern ist viel jünger als unsere 5 Milliarden Jahre alte Sonne. Außerdem sind die Exoplaneten massereicher und kreisen weiter von ihrem Heimatstern entfernt als ihre Entsprechungen im Sonnensystem: Jupiter und Saturn.

Die Exoplaneten wurden mit dem Very Large Telescope der ESO in Chile durch ihr Infrarotleuchten entdeckt – nachdem das Licht ihres Heimatsterns künstlich verdeckt wurde. Wenn das Teleskop und die Technologie im Lauf des nächsten Jahrzehnts verbessert werden, hofft man, auch Planeten direkt abzubilden, die mehr Ähnlichkeit mit unserer Erde aufweisen.

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Perseïden um die Milchstraße

Auf diesem komprimierten Bild aus der inneren Mongolei in China verlaufen die Meteorspuren der Perseïden gekrümmt.

Bildcredit und Bildrechte: Jingyi Zhang

Beschreibung: Warum sind diese Meteorspuren gekrümmt? Dieser Bogeneffekt tritt auf, weil das Bild (fast) den ganzen Himmel künstlich zu einem Rechteck komprimiert. Die Sternschnuppen stammen vom Meteorstrom der Perseïden, der letzte Woche seinen Höhepunkt erreichte.

Dieses Panorama wurde aus mehreren Aufnahmen kombiniert. Die 360-Grad-Projektion kombiniert nicht nur unterschiedliche Richtungen, sondern auch unterschiedliche Zeiten, zu denen helle Perseïden für einen Augenblick über den Himmel flitzten. Alle Meteore der Perseïden können rückwärts zum Sternbild Perseus (links unten) verfolgt werden, sogar die scheinbar gekrümmten Meteorbahnen (die in Wirklichkeit gerade sind). Die Perseïden zeigen zwar hinten immer zu ihrem Radianten im Perseus, doch sie können fast überall am Himmel auftreten.

Das Bild entstand in der Inneren Mongolei in China, wo Grasland auf Sanddünen trifft. Zu den vielen Schätzen, die ihr am dicht gedrängten Nachthimmel ebenfalls seht, gehören der zentrale Bogen unserer Milchstraße, rechts die Planeten Saturn und Jupiter, links in der Mitte ein farbenprächtiges Nachthimmellicht und einige relativ nahe irdische Wolken.

Der Meteorstrom der Perseïden erreicht jeden August seinen Höhepunkt.
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NGC 6814: Klassische Spiralgalaxie von Hubble

NGC 6814 ist eine klassische Spiralgalaxie mit einem Schwarzen Loch. Wegen der Aktivität in ihrem Zentrum wird sie als Seyfertgalaxie bezeichnet.

Bildcredit und Bildrechte: ESA/Hubble und NASA; Danksagung: Judy Schmidt

Beschreibung: Im Zentrum dieses ruhigen Sternwirbels liegt wahrscheinlich das schreckliche Scheusal eines schwarzen Lochs. Der umgebende Wirbel fegt Milliarden Sterne herum, die hellsten und bläulichsten davon stechen hervor. Wegen der Breite und Schönheit des Anblicks wird der Wirbel als Grand-Design-Spiralgalaxie bezeichnet.

Es gibt Hinweise, dass das zentrale Untier ein sehr massereiches schwarzes Loch mit ungefähr 10 Millionen Sonnenmassen ist. Diese extreme Kreatur verschlingt Sterne und Gas und ist von einem rotierenden Graben aus heißem Plasma umgeben, der Explosionen an Röntgenstrahlen ausstößt. Wegen der gewaltigen Aktivität im Zentrum wird der Sternwirbel als Seyfertgalaxie bezeichnet.

Zusammen sind Schöne und Ungeheuer als NGC 6814 katalogisiert, sie befinden sich seit Milliarden Jahren im Sternbild Adler (Aquila).

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Mars am Rande des Mondes

Der Mond bedeckt Anfang September und Anfang Oktober von Südamerika aus gesehen den Planeten Mars.

Bildcredit und Bildrechte: Sergio Scauso

Beschreibung: Bedeckt der Mond manchmal den Mars? Ja, denn der Mond wandert gelegentlich vor allen Planeten des Sonnensystems Planeten vorbei. Letzten Sonntag bedeckte der gewölbte abnehmende Mond den Mars, wie man an manchen Orten in Südamerika beobachten konnte.

Dieses Bild aus Córdoba in Argentinien zeigt die Bedeckung sehr schön, ihr seht den vertrauten, mit Kratern übersäten Mond im Vordergrund und ungewöhnlich knapp daneben den hellen Planeten Mars. Wenige Sekunden später verschwand Mars hinter dem Mond und tauchte ein paar Minuten später auf der anderen Seite des Mondes wieder auf.

Heute wandert der Mond nahe an, aber nicht vor der Venus vorbei.

Weil sich die Ausrichtung kaum ändert, wird der Mond, wenn er Anfang September und Anfang Oktober die nächsten beiden Male über diesen Teil des Himmels wandert, von Südamerika aus gesehen auch diese Male den Mars bedecken.

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NGC 5189: Ein ungewöhnlich komplexer Planetarischer Nebel

Der planetarische Nebel NGC 5189 besitzt eine rätselhafte Z-Form, die ein präzessierendes Doppelsternsystem vermuten lässt.

Bildcredit: NASA, ESA, Hubble, HLA; Überarbeitung und Bildrechte: Jesús M. Vargas

Beschreibung: Warum ist dieser Nebel so komplex? Wenn ein Stern wie unsere Sonne vergeht, stößt er seine äußeren Schichten ab, normalerweise in einer einfachen Gesamtform. Manchmal ist diese Form eine Kugel, manchmal ein Doppellappen, und manchmal ein Ring oder eine Schraubenform.

Im Fall des planetarischen Nebels NGC 5189 entstand jedoch außer einer allgemeinen Z-Form (dieses Bild ist waagrecht gespiegelt und erscheint daher als S) keine so einfache Struktur. Um herauszufinden, warum, bildete das Weltraumteleskop Hubble im Erdorbit NGC 5189 sehr detailreich ab.

Frühere Ergebnisse lassen mannigfache Epochen an Materieausflüssen vermuten, darunter einen aktuellen, bei dem ein heller, gekrümmter Wulst entstand, der waagrecht durch die Bildmitte verläuft. Die Ergebnisse von Hubble stimmen offenbar mit einer Hypothese überein, dass der untergehende Stern zu einem Doppelsternsystem mit einer präzessierenden Symmetrieachse gehört.

NGC 5189 ist ungefähr drei Lichtjahre groß und ist zirka 3000 Lichtjahre entfernt im südlichen Sternbild Fliege (Musca).

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Jupiter und Saturn gehen hinter dem Alien-Thron auf

Die Planeten Saturn und Jupiter leuchten in den Badlands der Ah-Shi-Sle-Pah-Wildnis im San-Juan-Becken in New Mexico (USA).

Bildcredit und Bildrechte: Marcin Zając

Beschreibung: Welche Planeten stehen hinter dieser ungewöhnlichen Felsnadel? Saturn (links unten) und Jupiter. Diesen Monat leuchtet das helle Planetenduo nach Sonnenuntergang ziemlich markant im Südosten.

Wahrscheinlich enthält eure Aussicht auf die größten Planeten des Sonnensystems weder einen malerischen Hoodoo im Vordergrund, noch verläuft im Hintergrund das atemberaubende Zentralband unserer Milchstraße, trotzdem sind die beiden vermutlich ziemlich augenfällig.

Dieses Bild ist ein Komposit aus Vordergrund- und Hintergrundaufnahmen, die allesamt nacheinander Ende Mai fotografiert wurden, und zwar mit derselben Kamera am selben Ort – in den Badlands der Ah-Shi-Sle-Pah-Wildnis im San-Juan-Becken in New Mexico (USA). Die Felsnadel wird inoffiziell als ‚Alienthron‘ bezeichnet, sie ist etwa 3 Meter hoch.

Saturn und Jupiter sind noch mehrere Monate nach Sonnenuntergang gemeinsam zu sehen.

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Die wandernden Schweife des Kometen NEOWISE

Siehe Beschreibung. XXX; Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Ignacio Llorens

Beschreibung: Beobachtet hier den Schweif des Kometen NEOWISE. Er verrät uns etwas über die Bahn der Erde. Wie bei allen Kometen zeigt der blaue Ionenschweif immer von der Sonne weg. Doch als Komet C/2020 F3 (NEOWISE) unsere Sonne umrundete, zeigte sein Ionenschweif in unterschiedliche Richtungen.

Das liegt daran, dass sich die Erde zwischen 17. Juli und 25. Juli 2020, als diese Bilder fotografiert wurden, auf ihrer Bahn um die Sonne beträchtlich bewegt hat. Durch die Bewegung der Erde verschob sich die Position der Sonne am Himmel. Die Richtungen der Ionenschweife zeigen die Position der Sonne, obwohl man diese hier nicht direkt sieht.

Die Sonne bewegt sich scheinbar entlang der Ekliptik, das ist die gemeinsame Ebene, in der alle Planeten wandern. Dieses Komposit aus fünf Bildern wurde sorgfältig so zusammengestellt, dass jedes Kometenbild – zusammen mit den fünf davon abgeleiteten Sonnenpositionen – auf einem einzigen Vordergrundbild des Turó de l’Home nördlich von Barcelona in Spanien exakt platziert ist.

Komet NEOWISE ist nun nicht mehr das eindrucksvolle, mit bloßem Auge sichtbare Objekt wie letzten Monat, doch man sieht ihn immer noch mit einem kleinen Teleskop, während er sich ins äußere Sonnensystem zurückzieht.

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Aufgewühlte Wolken auf Jupiter

Wo ist das fehlende Ammoniak, das Juno in Jupiter hätte finden sollen? Vielleicht entsteht es durch flache Blitze, die im Zusammenhang mit musartigen Kugeln entstehen.

Bildcredit und Lizenz: NASA/JPL-Caltech/SwRI/MSSS; Bearbeitung: Kevin M. Gill

Beschreibung: Wo ist Jupiters Ammoniak? Man erwartete, dass die Raumsonde Juno in einer Umlaufbahn um Jupiter gasförmiges Ammoniak in seiner oberen Atmosphäre entdecken würde – doch in vielen Wolken ist fast keines vorhanden.

Aktuelle Daten von Juno liefern jedoch einige Hinweise: In manchen Wolken finden anscheinend in großer Höhe eine unerwartete Art elektrischer Entladungen statt, die man als seichte Blitze bezeichnen könnte. Für Blitze sind große Ladungstrennungen nötig, diese könnten durch kollidierende musartige Kugeln entstehen, die in aufsteigenden Gaswinden hochgehoben werden.

An diesen Muskugeln bleibt Ammoniak und Wasser kleben. Sie steigen auf, bis sie zu schwer werden – danach fallen sie tief in Jupiters Atmosphäre und schmelzen. Durch diesen Prozess kommt das Ammoniak, das offensichtlich in Jupiters oberer Atmosphäre fehlt, unten wieder zum Vorschein. Die aufgewühlten Wolken, die Juno abgebildet hat, sind nicht nur faszinierend komplex – es gibt auch einige hoch gelegene, helle plötzlich auftretende Wolken.

Wenn wir die Atmosphärendynamik auf Jupiter verstehen, bekommen wir auch wertvolle Einblicke in ähnliche Atmosphären- und Blitzphänomene, die auf unserer Erde auftreten.

Höhepunkt heute Nacht: Der Perseïden-Meteorstrom
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Perseïden aus Perseus

Perseïden vom August 2019 über dem Kolonica-Observatorium in der Slowakei.

Bildcredit und Bildrechte: Petr Horálek

Beschreibung: Woher kommen all diese Meteore? Was die Himmelsrichtung betrifft, lautet die pointierte Antwort: aus dem Sternbild Perseus. Daher nennt man den Meteorstrom, der morgen Nacht seinen Höhepunkt erreicht, den Meteorstrom der Perseïden – die Meteore scheinen allesamt von einem Radianten im Perseus auszuströmen.

Was den Ursprungskörper betrifft, stammen die sandkorngroßen Teile, aus denen die Meteore der Perseïden entstehen, vom Kometen Swift-Tuttle. Der Komet folgt einer klar definierten Bahn um unsere Sonne, und der Teil der Bahn, der in Erdnähe verläuft, liegt vor dem Sternbild Perseus. Daher liegt der Radiant der Kometenteile, die vom Himmel fallen, wenn die Erde diese Bahn kreuzt, im Perseus.

Dieses Kompositbild wurde letzten August in einem Zeitraum von acht Nächten aufgenommen und zeigt mehr als 400 Perseïden-Meteore. Die hellen Meteore streiften über das Kolonica-Observatorium in der Slowakei.

Die Perseïden dieses Jahres versprechen, einer der besten Meteorströme des Jahres zu werden.

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