Cassini nähert sich Saturn


Videocredit und Bildrechte: Cassini Imaging Team, ISS, JPL, ESA, NASA, S. Van Vuuren et al.; Musik: Adagio für Streicher (NY Philharmonic)

Beschreibung: Wie sieht es aus, wenn man sich Saturn in einem Raumschiff nähert? Das muss man sich nicht bloß vorstellen – die Raumsonde Cassini tat das 2004. Sie fotografierte auf dem Weg Tausende Bilder und Hunderttausende weitere nach dem Eintritt in den Orbit. Manche von Cassinis frühen Bildern wurden digital justiert und beschnitten und zu diesem faszinierenden Video verarbeitet, das Teil eines größeren IMAX-Filmprojektes mit der Bezeichnung „In Saturns Ringen“ ist, und an dem noch gearbeitet wird.

Im letzten Abschnitt der Annäherung ragt Saturn zunehmend größer auf, während unten der wolkige Titan vorbeizischt. Während Saturn im Hintergrund rotiert, sieht man, wie Cassini als Nächstes über Mimas fliegt, dessen riesiger Krater Herschel deutlich sichtbar ist. Saturns majestätische Ringe übernehmen dann die Schau, als Cassini Saturns dünne Ringebene durchquert. Die Ringe werfen dunkle Schatten auf Saturn. Schließlich taucht in der Ferne der rätselhafte Mond Enceladus mit seinen Eis-Geysiren auf und nähert sich am Ende des Videoclips.

Nach mehr als einem Jahrzehnt der Forschung und Entdeckung ging der Treibstoff der Raumsonde Cassini im Jahr 2017 zur Neige, und sie wurde in die Saturnatmosphäre gelenkt, wo sie mit Sicherheit geschmolzen ist.

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Nur ein weiterer Tag auf der Aerosol-Erde

Karte der weltweiten Verteilungen von Aerosolen in der Atmosphäre; Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Credit für die Visualisierung des Modells: NASA Earth Observatory, GEOS FP, Joshua Stevens

Beschreibung: Es war nur ein weiterer Tag auf der Aerosol-Erde. Diese eindrucksvolle Visualisierung zeigt die Erfassung und weltweite Verteilung von Aerosolen am 23. August 2018 in der Erdatmosphäre. Aerosole sind winzige feste Teilchen und Flüssigkeitströpfchen.

Das in Echtzeit erstellte Modell des Goddard Earth Observing System Forward Processing (GEOS FP) beruht auf einer Kombination aus Daten von Erdbeobachtungssatelliten und bodenbasierenden Daten, um das Vorhandensein und die Arten von Aerosolen zu berechnen, während sie über dem ganzen Planeten zirkulieren.

Dieses Modell vom 23. August zeigt schwarze Kohlenstoffteilchen von Verbrennungsprozessen in Rot, die sich über große Landstriche von Nordamerika und Afrika verteilen – zum Beispiel den Rauch der Feuer in den Vereinigten Staaten und Kanada. Meersalz-Aerosole sind blau dargestellt und wirbeln über bedrohlichen Wirbelstürmen in der Nähe von Südkorea und Japan sowie in dem Wirbelsturm, der vor Hawaii anbahnt. Der Staub, der über afrikanischen und asiatischen Wüsten geweht wird, ist in violetten Farbtönen abgebildet. Die Lage von Städten ist an der Konzentration von Lichtern erkennbar, die auf Satellitenbilddaten der Erde bei Nacht basieren.

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Die Windmühle und die Strichspuren

Nachtlandschaft mit Strichspuren und Windmühle in der Gemeinde Garafia auf der Kanarischen Insel La Palma; Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Antonio Gonzalez

Beschreibung: Die Sterne können diese alten hölzernen Windmühlflügel nicht drehen, doch auf dieser Szene, die auf einem rotierenden Planeten fotografiert wurde, sieht es so aus. Diese gelungene Nachthimmelslandschaft wurde in Garafia fotografiert, einer Gemeinde auf der Insel La Palma, die zu den Kanarischen Inseln auf dem Planeten Erde gehört.

Die Windmühle ist seit 1953 stillgelegt, ihre Nabe ist mit dem Himmelsnordpol ausgerichtet – das ist die an den nördlichen Himmel projizierte Rotationsachse des Planeten Erde. Die Strichspuren spiegeln die Rotation des Planeten wider, sie wurden mit einer Kamera aufgenommen, die auf einem Stativ montiert war. Das Bild ist ein Digitalkomposit aus 39 aufeinanderfolgenden je 25 Sekunden lang belichteten Aufnahmen.

Die Sterne erscheinen an den Enden ihrer kurzen konzentrischen Bögen. Um sie zu betonen, wurde die letzte Aufnahme der Folge verstärkt. Auch das blasse Band der Wintermilchstraße und sogar das diffuse Licht der benachbarten Andromedagalaxie leuchten in dieser Nacht.

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Komet ATLAS zerbricht

Der Komet ATLAS C2019/Y4 ist offenbar zerbrochen; Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Milen Minev (Bulgarisches Inst. für Astronomie und NAO Rozhen), Velimir Popov, Emil Ivanov (Irida-Observatorium)

Beschreibung: Der Komet ATLAS C2019/Y4, der durch das innere Sonnensystem zieht, ist offenbar zersplittert. Diese Teleskop-Nahaufnahme vom 12. April wurde aus Einzelbildern erstellt, die der Bewegung des Kometen vor den Sternen im Hintergrund folgen, man sieht darauf mehrere getrennte Verdickungen in einer diffusen Koma.

Der Komet ATLAS wurde Ende Dezember 2019 entdeckt. Er wurde Ende März bemerkenswert schnell heller, daher hofften Kometenbeobachter auf der Nordhalbkugel, er würde ein heller, mit bloßem Auge sichtbarer Komet werden, wenn er Ende April und im Mai der Erde näherkommen würde. Doch der zerbrechende ATLAS wird am Nordhimmel langsam blasser.

Das Aufbrechen von Kometen ist jedoch nicht ungewöhnlich. Dieser Komet ATLAS befindet sich auf einer ähnlichen Bahn wie der große Komet des Jahres 1844 (C/1844 Y1), und beide könnten Bruchstücke eines größeren Kometen sein.

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Ein kosmisches Dreieck

Mond, Venus und der Sternhaufen der Plejaden nach Sonnenuntergang über Saskatchewan in Kanada; Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Scott Aspinall

Beschreibung: Es war ein astronomisches Dreierspiel. Ende des letzten Monats ging links kurz nach Sonnenuntergang der Mond unter – er zeigte eine helle Sichelphase. Rechts ging die Venus unter, sie war letzten Monat der hellste Planet am Abendhimmel und ist es auch diesen Monat. Mit einem kleinen Teleskop konnte man sehen, dass die Venus ihre Halbphase erreicht hatte, somit lag – von der Erde aus gesehen – nur die Hälfte des Planeten im direkten Sonnenlicht und war hell beleuchtet.

Hoch oben und viel weiter entfernt war der Sternhaufen der Plejaden. Mond und Venus wandern vor den Hintergrundsternen, doch die Plejaden tun das nicht – weil sie Hintergrundsterne sind. Zu Beginn dieses Monats schien die Venus direkt vor den Plejaden vorbeizuwandern – ein seltenes Ereignis, das nur alle acht Jahre zu beobachten ist.

Dieses Bild des kosmischen Dreiecks entstand aus einer Serie an Aufnahmen, die mit derselben Kamera im Laufe von 70 Minuten in der Nähe von Avonlea in Saskatchewan (Kanada) fotografiert wurden. Die Positionen der Himmelsobjekte wurden berechnet. Das einzig Ungeplante war der Baum im Vordergrund – der Astrofotograf weiß immer noch nicht, zu welcher Baumart er gehört.

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Die Silberdollargalaxie NGC 253

Die Starburstgalaxie NGC 253 - auch Silberdollargalaxie - wurde 1783 von der Astronomin Caroline Herschel entdeckt; Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit: NOAJ: Subaru, NASA und ESA: Hubble, ESO: VLT und Danish 1.5-m; Bearbeitung und Bildrechte: Robert Gendler und Roberto Colombari

Beschreibung: NGC 253 ist eine der hellsten sichtbaren Spiralgalaxien, aber auch eine der staubigsten. Wegen ihrer Erscheinung in kleinen Teleskopen heißt sie Silberdollar, und weil sie im südlichen Sternbild Bildhauer (Sculptor) liegt, ist sie formell als Sculptor-Galaxie bekannt. 1783 wurde sie von der Mathematikerin und Astronomin Caroline Herschel entdeckt.

Das staubige Inseluniversum ist an die 10 Millionen Lichtjahre entfernt. NGC 253 ist etwa 70.000 Lichtjahre groß – sie ist das größte Mitglied der Sculptor-Galaxiengruppe, die unserer Lokalen Gruppe am nächsten liegt. Zusätzlich zu ihren spiralförmig verlaufenden Staubbahnen steigen auf diesem scharfen Farbbild aus der galaktischen Scheibe scheinbar Ranken aus Staub auf, die von jungen Sternhaufen und Sternbildungsregionen durchwoben sind. Der hohe Staubgehalt geht mit einer hektischen Sternbildung einher, weshalb NGC 253 als Starburstgalaxie bezeichnet wird.

NGC 253 ist auch als starke Quelle energiereicher Röntgen- und Gammastrahlen bekannt, wahrscheinlich wegen massereicher Schwarzer Löcher in der Nähe des Galaxienzentrums. Machen Sie mit diesem kurzen Video-Vorbeiflug an NGC 253 eine Reise durch den extragalaktischen Raum!

Astrophysiker: Durchsuchen Sie mehr als 2100 Codes in der Astrophysik-Quellcode-Bibliothek
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Ein wandernder Fels im Death Valley

In der Racetrack Playa im Death Valley in Kalifornien wandern riesige Felsbrocken über eine trockene Ebene; Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit: Keith Burke

Beschreibung: Wie gelangte dieser große Felsen auf dieses seltsame Gelände? Einer der ungewöhnlicheren Orte hier auf der Erde liegt im Death Valley in Kalifornien in den USA. Dort gibt es ein trockenes Seebett mit der Bezeichnung Racetrack Playa, es ist eine fast perfekte Ebene bis auf eine seltsame Ausnahme in Form einiger großer Felsen. Einer davon wurde hier im April 2019 unter dem dunklen, von der Milchstraße überzogenen Himmel abgebildet.

Nun sind Flachheit und Oberflächenstruktur großer Playa wie Racetrack faszinierend, aber wissenschaftlich gesehen nicht rätselhaft – sie entstehen durch fließenden Schlamm nach schweren Regenfällen, der trocknet und aufbricht. Doch erst kürzlich lieferte eine brauchbare wissenschaftliche Hypothese eine Erklärung, wie schwere wandernde Felsen nahe der Mitte einer so großen, flachen Oberfläche landen.

Leider gibt es – wie es in der Wissenschaft häufig vorkommt – für dieses scheinbar surreale Problem eine relativ banale Lösung. Es stellte sich heraus, dass im Winter dünne Eisschichten entstehen und der Wind Eisstücke über die vorübergehend glatte Playa schiebt – selbst wenn sie mit schweren Felsen beladen sind -, wenn Sonnenlicht das Eis schmilzt.

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Hubble zeigt den Pferdekopfnebel in Infrarot

Das Weltraumteleskop Hubble zeigt den Pferdekopfnebel in Infrarotlicht; Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit: NASA, ESA und das Hubble Heritage Team (STScI/AURA)

Beschreibung: Während diese prächtige interstellare Staubwolke durch den Kosmos trieb, wurde sie von Sternwinden und Strahlung so geformt, dass sie eine erkennbare Form bekam. Passenderweise wird sie Pferdekopfnebel genannt. Sie ist in den weitläufigen, komplexen Orionnebel (M42) eingebettet.

Dieses prächtige, detailreiche Bild zeigt ein lohnendes Objekt, das aber schwer erkennbar ist, wenn man es mit eigenen Augen und einem kleinen Teleskop betrachten möchte. Es wurde 2013 mit dem Weltraumteleskop Hubble, das um die Erde kreist, in Infrarotlicht aufgenommen, um den 23. Jahrestag von Hubbles Start zu feiern.

Die dunkle Molekülwolke ist ungefähr 1500 Lichtjahre entfernt und als Barnard 33 katalogisiert. Oben sieht man sie vorwiegend deshalb, weil der nahe, massereiche Stern Sigma Orionis sie von hinten beleuchtet. Der Pferdekopfnebel wird seine Erscheinung im Laufe der nächsten Millionen Jahre langsam verändern und schließlich vom energiereichen Sternenlicht zerstört werden.

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Venus und die Plejaden im April

Die Venus wandert als Abendstern vor dem Sternhaufen der Plejaden vorbei; Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Antonio Finazzi

Beschreibung: Anfang April sah man am Himmel auf der ganzen Welt, wie die Venus, unser gleißender Abendstern, vor dem hübschen Sternhaufen der Plejaden vorbeiwanderte.

Dieses Zeitrafferbild folgt dem Pfad des inneren Planeten während der hübschen Konjunktion und zeigt seine tägliche Annäherung an die Sterne der sieben Schwestern. Das Sichtfeld zeigt ein Komposit aus Aufnahmen, die mit einem nachgeführten Teleobjektiv gemacht wurden, es passt aber auch für Himmelsbeobachter mit Fernglas.

Der Sternhaufen und der Planet waren leicht mit bloßem Auge zu sehen. Die gezackte Erscheinung unseres Schwesterplaneten im Bild ist ein Beugungsmuster, das im Objektiv der Kamera entsteht. Alle Bilder wurden in einem Garten in Chiuduno in der Nähe von Bergamo in der Lombardei (Italien) fotografiert, wo zum Glück die Frühlingsnächte klar und das Wetter gut war.

Interessante APOD-Einsendungen: Galerie – Venus zieht vor den Plejaden vorbei
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Vollmond im Frühling

Siehe Beschreibung. XXX; Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Jeff Dai (TWAN)

Beschreibung: Von zu Hause aus sah dieser Vollmond hell aus. Er ging auf unserem hübschen Planeten auf, als die Sonne am Abend des 7. April unterging. Es war der erste Vollmond nach dem Frühjahrs-Äquinoktium und der Beginn des Frühlings auf der Nordhalbkugel. Die volle Mondphase im April fand auch nahe dem Perigäum statt – dem erdnächsten Punkt auf der elliptischen Mondbahn. Er lag sogar näher am Perigäum als jeder andere Vollmond des Jahres 2020, was ihn zum hellsten Vollmond des Jahres machte.

Für diesen visuellen Eindruck wurden mehrere Aufnahmen kombiniert, um sowohl das Laub im Vordergrund als auch die helle Mondscheibe abzubilden. Das hoffnungsvolle Bild des Frühlingshimmels wurde in einem Hausgarten in Chongqing (China) aufgenommen.

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Strom der Zeit

Panorama mit Nachthimmel, blauer Stunde und Sonnenaufgang über dem Tal des Rio Grande in New Mexico; Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Paul Schmit

Beschreibung: Dieses surreale Zeitraffer-Landschaftspanorama zeigt den Himmel vor der Dämmerung, in der blaue Stunde und bei Sonnenaufgang. Etwa zu Frühlingsbeginn auf der Nordhalbkugel des Planeten Erde wurde dieser Zeitablauf zwischen 4:30 und 7:00 Uhr an einem Ort mit Blick über das Tal des Rio Grande im Norden von New Mexico fotografiert.

Auf den nachgeführten Bildern des Nachthimmels kurz vor Beginn der Dämmerung verläuft die Milchstraße über dem südlichen (rechten) Panoramarand. Im Osten bildet eine Reihe kurz und lang belichteter Aufnahmen die Helligkeitsänderung ab, während über den fernen Gipfeln der Sangre de Cristo die Sonne aufgeht. Die dazwischen fotografierten Bildern der faszinierenden Blauen Stunde dieses Frühlingsmorgens verschmelzen den Nachthimmel mit dem Sonnenaufgang über der Hochgebirgslandschaft.

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