Roter Nebel, grüner Komet, blaue Sterne

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Bildcredit und Bildrechte: Tom Masterson (Grand Mesa Observatory)

Beschreibung: Diese festlich gefärbte Himmelslandschaft wurde in den frühen Morgenstunden des 17. Dezember fotografiert, sie zeigt die größte Annäherung des Kometen Wirtanen an den Planeten Erde. Der Komet war knapp mit bloßem Auge sichtbar. Die hübsche grüne Farbe seiner fluoreszierenden kometenhaften Atmosphäre – der Koma – wurde hier durch zusätzliche digitale Aufnahmen erreicht, welche auf die Position des Kometen unter dem Sternhaufen der Plejaden gerichtet waren.

Die Aufnahmen bringen auch blaues Sternenlicht zur Geltung, das von den Staubwolken in der Umgebung der jungen Plejadensterne reflektiert wird. Schauen Sie nach links zum staubigen dunklen Nebel am Rand der Perseus-Molekülwolke und reisen Sie zum Emissionsnebel NGC 1499, der auch als Kaliforniennebel bekannt ist. Das ausgeprägte rötliche Leuchten der kosmischen Wolke ist zu blass für das bloße Auge, es stammt von Elektronen, die mit ionisierten Wasserstoffatomen rekombinieren.

Um den 23. Dezember sollte Komet Wirtanen mit Fernglas leicht zu finden sein, wenn er nahe am hellen Stern Kapella im nördlichen Wintersternbild Auriga, dem Fuhrmann, vorbeizieht.

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Ein Regenbogen-Geminid

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Bildcredit und Bildrechte: Dean Rowe

Beschreibung: Meteore können farbenprächtig sein. Das menschliche Auge kann normalerweise nicht viele Farben erkennen, aber Kameras können das. Hier wurde mit einer Kamera ein Geminid des Meteorstroms von letzter Woche fotografiert, der nicht nur eindrucksvoll hell war, sondern auch farbenprächtig. Der gleißende Kies, der vom Asteroiden 3200 Phaethon abgeworfen wurde, flackerte durch die Erdatmosphäre und zog eine Spur, die länger war als 60 Winkeldurchmesser des Mondes.

Die Farben der Meteore stammen meist von ionisierten Elementen, die freigesetzt werden, wenn sich der Meteor auflöst. Blau-grün stammt typischerweise von Magnesium, Kalzium strahlt violett und Nickel grün. Rot stammt jedoch üblicherweise von angeregtem Stickstoff und Sauerstoff in der Erdatmosphäre. Dieser helle FeuerkugelMeteor löste sich mit einem Blitz auf – in weniger als einer Sekunde -, doch er hinterließ eine vom Wind verwehte Ionisationsspur, die mehrere Minuten lang sichtbar blieb, und deren Ursprung hier zu sehen ist.

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Gefrorene Methanblasen im Baikalsee

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Bildcredit und Bildrechte: Kristina Makeeva

Beschreibung: Was sind diese im Baikalsee gefrorenen Blasen? Methan. Der Baikalsee, eine UNESCOWelterbestätte in Russland, ist (am Volumen gemessen) der größte, älteste und tiefste See der Welt, er enthält mehr als 20 Prozent des frischen Wassers auf der Erde. Der See ist auch eine gewaltige Lagerstätte für das Treibhausgas Methan. Wenn dieses freigesetzt wird, könnte es die Absorption von Infrarotlicht in der Erdatmosphäre steigern und so die Durchschnittstemperatur des ganzen Planeten erhöhen.

Glücklicherweise ist die Menge an Methan, das derzeit heraussprudelt, klimatologisch unbedeutend. Wir wissen jedoch nicht, was geschieht, wenn die Temperaturen in der Region beträchtlich steigen oder wenn der Wasserspiegel im Baikalsee fallen würde. Hier wurden Blasen aus aufsteigendem Methan fotografiert, die im Winter im sehr klaren Eis, das den See bedeckt, eingefroren sind.

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M31: Die Andromedagalaxie

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Bildcredit und Bildrechte: Robert Gendler

Beschreibung: Welche große Galaxie kommt unserer Milchstraße am nächsten? Andromeda. Unsere Galaxis sieht Andromeda wahrscheinlich sogar sehr ähnlich. Die beiden Galaxien sind die mächtigsten in der Lokalen Gruppe. Das diffuse Licht von Andromeda stammt von den Hunderten Milliarden Sternen, aus denen sie besteht. Die wenigen Einzelsterne, die das Bild von Andromeda umgeben, liegen in unserer Galaxis und sind viel näher als die Objekte im Hintergrund.

Andromeda wird häufig als M31 bezeichnet, weil sie das 31. Objekt auf Messiers Liste diffuser Himmelsobjekte ist. M31 ist so weit entfernt, dass Licht ungefähr zwei Millionen Jahre braucht, um von dort zu uns zu gelangen. M31 ist zwar ohne optische Hilfsmittel sichtbar, doch dieses Bild von M31 ist ein digitales Mosaik aus 20 Bildern, die mit einem kleinen Teleskop fotografiert wurden. Vieles an M31 ist unbekannt, zum Beispiel, wie lange es genau dauert, bis sie mit unserer Galaxis kollidiert.

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Komet Wirtanen zieht an der Erde vorbei

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Bildcredit und Bildrechte: Ruslan Merzlyakov (RMS Photography)

Beschreibung: Heute zieht der Komet Wirtanen an der Erde vorbei. Der einen Kilometer große schmutzige Schneeball umrundet die Sonne alle 5,4 Jahre, er wandert dabei bis zum Jupiter hinaus und kommt der Sonne so nahe wie die Erde.

Heute zieht der Komet 46P/Wirtanen nur 31 Erde-Mond-Distanzen an der Erde vorbei, das ist die größte Annäherung seit 70 Jahren. Wenn Sie an der richtigen Stelle suchen (im Stier), sehen Sie den Kometen mit Fernglas als ungewöhnlichen blauen Fleck. Komet Wirtanen wurde vor einer Woche am Himmel hinter einer alten verlassenen Kirche in Skagen (Dänemark) fotografiert. Das Bildkomposit zeigt auch den Astrofotografen.

Ab heute wird der Komet wieder blasser, weil er sich von Sonne und Erde zurückzieht.

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Geminiden und Freunde

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Bildcredit und Bildrechte: Daniel López (El Cielo de Canarias)

Beschreibung: Aus einem Radianten im Sternbild Zwillinge regnete der jährliche Meteorstrom der Geminiden diese Woche auf unseren hübschen Planeten herab. Für diese schöne Himmelslandschaft wurden ungefähr 70 der hübschen Sternschnuppen aus den Zwillingen gesammelt, aus den vielen Aufnahmen entstand eine digitale Komposition. Die Einzelbilder wurden in einem Zeitraum von sechs Stunden um den Höhepunkt des Stroms aufgenommen. Die Kamera überwachte den dunklen Himmel vor der Dämmerung am 14. Dezember im Teide-Nationalpark auf der kanarischen Insel Teneriffa.

Die Zwillinge liegen links oben außerhalb des Bildes, über den sternklaren Hintergrund zieht die Milchstraße. Links unter der Mitte stehen die gut erkennbaren Sterne und Nebulositäten des Orion am Himmel. Rechts davon befinden sich der gelbliche Aldebaran, die Hyaden und der Sternhaufen der Plejaden. Die blasse grüne Koma des Kometen 46P Wirtanen – ein ebenfalls willkommener Besucher an diesem Nachthimmel, der dieses Wochenende die größte Annäherung an die Erde erreicht – liegt unter den Sternen der Plejaden. Die Gemini-Meteore sind zusammengefegter Staub aus der Bahn des aktiven Asteroiden 3200 Phaethon, sie treten mit ungefähr 35 Kilometern pro Sekunde in die Erdatmosphäre ein.

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Schwimmen auf Jupiter

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Bildcredit: NASA, JPL-Caltech, SwRI, MSSS; Bearbeitung: Brian Swift, Sean Doran

Beschreibung: Am 29. Oktober tauchte die Raumsonde Juno wieder einmal an Jupiters turbulente Wolkenoberflächen heran. Ihre 16. größte Bahnannäherung, der Perijovium-Durchgang, führte Juno 3500 Kilometer an die größte Planetenatmosphäre des Sonnensystems heran.

Diese Bilder wurden mit der JunoCam aufgenommen, als die Raumsonde 20 – 50.000 Kilometer über den mittleren südlichen Breiten des Planeten flog, sie scheinen einem Wolkenwirbel zu folgen, der auffällig einem Delfin ähnelt. Dieser Delfin schwimmt Jupiters dunklerem gemäßigten südsüdlichen Gürtel entlang und ist selbst so groß wie ein Planet – er ist einige Tausend Kilometer lang.

Junos nächste Perijoviumspassage findet am 21. Dezember statt.

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Bennu-Anaglyphe

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Bildcredit: NASA, GSFC, U. Arizona – Stereo-Bildrechte: Patrick Vantuyne

Beschreibung: Setzen Sie Ihre rotblauen Brillen auf und schweben Sie neben dem Asteroiden 101955 Bennu. Er hat die Form eines rotierenden Kreisels, auf dessen rauer Oberfläche Felsbrocken verstreut sind. Die winzige Welt im Sonnensystem ist ungefähr so hoch wie das Empire State Building (weniger als 500 Meter). Die Bilder, aus denen diese 3D-Anaglyphe erstellt wurde, stammen von der PolyCam an Bord der Raumsonde OSIRIS_REx und wurden am 3. Dezember aus einer Entfernung von ungefähr 80 Kilometern fotografiert.

Die Mission OSIRIS-REx bereitet sich nun darauf vor, Bennu aus der Umlaufbahn zu erforschen, 2023 soll sie Proben des Asteroiden zum Planeten Erde bringen. Viel früher ziehen jedoch Staubproben eines anderen Asteroiden durch die Erdatmosphäre, wenn der Meteorstrom der Geminiden am 14. Dezember noch vor der Dämmerung seinen Höhepunkt erreicht. Der Ursprungskörper der jährlichen Geminiden ist der Asteroid 3200 Phaethon.

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M43: Orionfälle

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Bildcredit und Bildrechte: Zhuoqun Wu, Chilescope Telescope 2

Beschreibung: Gibt es im Orion einen Wasserfall? Nein, aber ein Teil des Staubs in M43 ähnelt einem Wasserfall auf der Erde. M43 im Orion-Molekülwolken komplex ist der häufig fotografierte, aber selten erwähnte Nachbar des berühmteren M42, dieser enthält viele helle Sterne des Trapezhaufens und liegt oberhalb dieser Szene.

M43 ist selbst eine Sternbildungsregion und besteht, obwohl er von Fasern aus dunklem Staub gesäumt ist, großteils aus leuchtendem Wasserstoff. Das ganze Orionfeld ist ungefähr 1600 Lichtjahre entfernt und mit vielen komplexen malerischen Staubfasern durchflutet. Dunkler Staub ist im sichtbaren Licht undurchsichtig, er entsteht in den äußeren Atmosphären massereicher kühler Sterne und wird von einem starken äußeren Wind aus Protonen und Elektronen ausgestoßen.

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Arp 188 und der Schweif der Kaulquappe

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Bildcredit: Hubble Legacy Archive, ESA, NASA; Bearbeitung: Faus Márquez (AAE)

Beschreibung: Warum hat diese Galaxie einen so langen Schweif? Auf dieser umwerfenden Ansicht, die auf Bilddaten des Hubble Legacy Archive basiert, bilden ferne Galaxien einen dramatischen Hintergrund für die zerrissene Spiralgalaxie Arp 188, die Kaulquappengalaxie.

Die kosmische Kaulquappe liegt an die 420 Millionen Lichtjahre entfernt im nördlichen Sternbild Drache (Draco). Ihr markanter Schweif ist ungefähr 280.000 Lichtjahre lang und zeigt massereiche helle blaue Sternhaufen. Man erzählt, dass eine kompaktere Eindringlingsgalaxie vor Arp 188 kreuzte – auf dieser Ansicht von rechts nach links – und durch den Gravitationsanzug hinter der Kaulquappe herumgeschlungen wurde. Bei der nahen Begegnung zogen Gezeitenkräfte Sterne, Gas und Staub aus der Spiralgalaxie, aus denen der spektakuläre Schweif entstand. Die Eindringlingsgalaxie liegt ungefähr 300.000 Lichtjahre dahinter und ist durch die Spiralarme im Vordergrund rechts oben sichtbar.

Wie ihr irdischer Namensvetter verliert die Kaulquappengalaxie wahrscheinlich ihren Schweif, wenn sie älter wird, und die Sternhaufen im Schweif bilden kleinere Begleiter der großen Spiralgalaxie.

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Ton und Licht von Mars InSight

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Bildcredit: NASA/JPL-Caltech

Beschreibung: Ihr Arm auf Mars hat ungewöhnliche Macht. Einerseits ist er fast 2 Meter lang, hat an seiner Hand eine Schaufel und einen Haken sowie im Unterarm eine Kamera. Andererseits wird er bald Ihr Ohr einsetzen – ein empfindliches Seismometer, das nach fernem Gepolter lauscht – und zwar auf der Marsoberfläche. Ihr SEISmomet-ohr ist der orangefarbene Kasten im Vordergrund, die graue Kuppel dahinter ist seine Schutzhülle.

Ihr Arm ist an der robotischen Landesonde InSight befestigt, die vor zwei Wochen auf dem Mars aufsetzte. Unerwarteterweise hat Ihr Ohr schon etwas gehört – leichte Vibrationen, die durch den Marswind verursacht werden, wenn er über die Solarpaneele streicht. Die Solarpaneele sammeln Licht von der Sonne, ganz rechts sieht man einen Teil davon.

Eigentlich sind derzeit auf dem Mars zwei Arme im Einsatz, die ungefähr 600 Kilometer voneinander getrennt sind, der andere aktive Arm ist am Rover Curiosity montiert, der einen fernen Krater erforscht. Dieses Bild wurde vor zwei Wochen fotografiert, hinter Insight sieht man rostigen Boden und Steine sowie den orangefarbenen Marshimmel.

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