Sonnenaufgang am Krater Kopernikus

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Bildcredit und Bildrechte: Sage Gray

Beschreibung: Der Krater Kopernikus, ein markanter Einschlagsort im Oceanus Procellarum auf dem Mond, liegt in der Mitte dieses Teleskopporträts in Licht und Schatten. Der Mondterminator – die Grenze zwischen Tag und Nacht – verläuft durch die Mitte des 93 Kilometer großen Kraters. Er wurde am 14. April um 3:30 UTC aufgenommen, indem Videobilder übereinandergelegt und geschärft wurden.

Das Sonnenlicht fällt gerade erst auf seine riesigen Wälle im Westen, leuchtet aber noch nicht auf das tiefer liegende Gelände in der Umgebung, und verlängert kurzzeitig den Umriss des Kraters in die Nachtseite des Mondes. Wenn Sie in diesem Augenblick beim Krater Kopernikus stehen würden, könnten Sie den Sonnenaufgang sehen. Dieses Ereignis tritt im Kopernikus alle 29,5 Tage auf, das entspricht einem Mondmonat oder einer Lunation – der Zeit zwischen zwei Vollmonden, vom Planeten Erde aus gesehen.

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Äquinoktium auf dem Planeten Erde


Bildcredit: NASA, Meteosat, Robert Simmon

Beschreibung: Willkommen zur Tag- und Nachtgleiche auf dem Planeten Erde. Heute sind Tag und Nacht auf der ganzen Welt fast gleich lang – es ist der erste Frühlingstag auf der Nordhalbkugel unseres schönen Planeten und Herbstbeginn auf der Südhalbkugel. Zum Äquinoktium verläuft der Terminator der Erde – das ist die Trennlinie zwischen Tag und Nacht – vom Nord- zum Südpol des Planeten. Man sieht das am Beginn dieses interessanten Zeitraffervideos, das ein ganzes Jahr in 12 Sekunden komprimiert.

Für dieses Video zeichnete der Satellit Meteosat auf einer geosynchronen Bahn täglich zur selben Ortszeit Infrarotbilder auf. Das Video beginnt im September 2010 zur Tag- und Nachtgleiche, als der Terminator senkrecht ausgerichtet war. Während die Erde die Sonne umkreist, neigt sich der Terminator, sodass die Nordhalbkugel weniger Tageslicht erhält, bis sie bei der größten Neigung die Sonnenwende und den Winter auf der Nordhalbkugel erreicht. Während das Jahr fortschreitet, neigt sich der Terminator wieder zurück, und erreicht zur Hälfte des Videos im März 2011 das Äquinoktium. Dann schwingt der Terminator in die andere Richtung über die Vertikale hinaus, erreicht die Sonnenwende im Juni 2011 und den Beginn des nördlichen Sommers. Das Video endet bei der Rückkehr zum Septemberäquinoktium.

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Ostern fällt 2019 nicht auf den Sonntag nach dem Frühlingsvollmond

Das schärfste Bild von Ultima Thule

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Bildcredit: NASA, Johns Hopkins University APL, Southwest Research Institute, National Optical Astronomy Observatory

Beschreibung: Am 1. Januar sauste New Horizons in einem Abstand von weniger als 3500 Kilometern an der Kuipergürtelwelt, die als Ultima Thule bekannt ist, vorbei, das ist etwa 3-mal näher als ihre größte Annäherung an Pluto im Juli 2015. Diese beispiellose Meisterleistung der Raumsonde an Navigationspräzision wurde durch Daten aus boden- und weltraumgebundenen Beobachtungseinsätzen gestützt und 6,6 Milliarden Kilometer (mehr als 6 Lichtstunden) vom Planeten Erde entfernt durchgeführt.

Sechseinhalb Minuten vor der größten Annäherung an Ultima Thule fotografierte die Sonde neun Bilder, die für dieses Kompositbild verwendet wurden. Dieses detailreichste Bild des fernsten Objekts, das je erforscht wurde, hat eine Auflösung von ungefähr 33 Metern pro Bildpunkt. Es zeigt faszinierende helle Oberflächenstrukturen und dunkle Schatten nahe der Licht-Schattengrenze. Ultima Thule ist ein urzeitliches Objekt des Sonnensystems, seine beiden Lappen sind zusammen nur 30 Kilometer lang. Der größere Lappen wird als Ultima bezeichnet, kürzlich stellte sich heraus, dass er flach ist wie eine flaumige Palatschinke, während die Form des kleineren Thule einer verbeulten Walnuss ähnelt.

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Mond-LOVE

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Bildcredit und Bildrechte: Masaru Takeo – Dank an Junichi Watanabe (NAOJ)

Beschreibung: Ein kreativer Suchtrupp einer Gruppe Amateurastronomen in der Präfektur Ehime auf der Insel Shikoku (Japan) fand Mond-L-O-V-E. Ihr Geheimnis war, dieses scharfe Bild des Halbmondes genau zu betrachten. Um es zu finden, betrachten Sie die Details von Schatten und Licht am Terminator, der Linie zwischen Mondnacht und -tag, die durch den Kontrast der beschatteten Kraterböden und sonnenbeleuchteten Wänden und Grate entsteht.

Der Buchstabe V nahe der Bildmitte ist nicht allzu schwer zu finden. Die Buchstaben L und E sind etwas schwieriger, man kann sie unten aus Schatten und Licht am Terminator herauskitzeln. Natürlich ist das O auf der kraterübersäten Mondoberfläche einfach …

Mondbeobachter auf dem Planeten Erde wissen vermutlich, dass diese Mondbuchstaben – wie das berühmte Mond-X, das ebenfalls hier zu sehen ist – flüchtig sind und nur in den Stunden um die zunehmende Halbmondphase am Terminator erscheinen. Somit bietet sich am 15. November die nächste Gelegenheit, Mond-L-O-V-E bei Halbmond zu finden.

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Krater und Schatten am Mondterminator

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Bildcredit und Bildrechte: Talha Zia

Beschreibung: Warum hebt sich der rechte Teil dieses Mondbildes ab? Wegen der Schatten. Die Terminatorlinie – die Grenze zwischen hell und dunkel – verläuft auf diesem Bild so, dass etwas mehr als die Hälfte der Mondvorderseite von der Sonne beleuchtet wird.

Die Oberfläche erscheint nahe dem Terminator anders, weil dort die Sonne näher am Horizont steht und daher die Schatten zunehmend länger werden. Diese Schatten erleichtern es uns, Strukturen zu erkennen, was einen Tiefeneindruck vermittelt, sodass das zweidimensionale Bild fast dreidimensional wirkt, weil es von Schatten durchdrungen ist. Wo der Mond von hell nach dunkel verläuft, verraten die Schatten nicht nur Höhe und Tiefe, sondern werden außerdem bei immer niedrigeren Strukturen bemerkbar. Am Terminator treten viele Krater hervor, weil sie durch ihre Höhe dort leichter erkennbar sind.

Das Bild wurde vor zwei Wochen fotografiert, kurz vor abnehmendem Halbmond. Der nächste Vollmond, ein Mond ohne Schatten, ist heute in einer Woche zu beobachten.

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Das Mond-X (V)

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Bildcredit und Bildrechte: Henrik Adamsson

Beschreibung: Das markante X auf dieser Mondlandschaft ist mit einem Fernglas oder einem kleinen Teleskop leicht zu erkennen, aber nicht viele haben es gesehen. Der Haken dabei ist, dass dieses Mond-X flüchtig ist und nur wenige Stunden vor dem zunehmenden Halbmond sichtbar wird.

Die X-Illusion entsteht auf der Schattenlinie zwischen Mondtag und -nacht durch eine Anordnung von Kratern, die hier links zu sehen sind: Blanchinus, La Caille und Purbach. Kurz vor zunehmendem Halbmond würde ein Astronaut, der in der Nähe der Krater steht, die langsam aufgehende Sonne sehr nahe am Horizont sehen. Für kurze Zeit wären die Kraterwände im Sonnenlicht, während die Kraterböden noch im Dunkeln liegen.

Vom Planeten Erde aus betrachtet sehen die hellen Wände im Vergleich zu den dunklen Böden zufällig wie ein X aus. Dieses scharfe Bild des Mond-X wurde am 22. Februar fotografiert. Wenn Sie den Blick über den Mondterminator schweifen lassen, sehen Sie als Zusatzbonus auch das Mond-V.

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Tag- und Nachtgleiche auf einer rotierenden Erde


Bildcredit: NASA, Meteosat, Robert Simmon

Beschreibung: Wann wird die Linie zwischen Tag und Nacht senkrecht?

Morgen.

Morgen ist ein Äquinoktium auf dem Planeten Erde – die Zeit des Jahres, zu der Tag und Nacht fast gleich sind.

Zum Äquinoktium verläuft der Terminator der Erde – die Trennlinie zwischen Tag und Nacht – senkrecht und verbindet Nord– und Südpol. Dieses Zeitraffervideo veranschaulicht das und zeigt ein ganzes Jahr auf dem Planeten Erde in zwölf Sekunden. Der Satellit Meteosat im geosynchronen Orbit zeichnete diese Infrarotbilder auf der Erde täglich zur gleichen Ortszeit auf.

Das Video beginnt mit dem Äquinoktium im September 2010, als die Terminatorlinie senkrecht verlief. Während die Erde um die Sonne wanderte, war zu sehen, wie sich der Terminator so neigte, dass auf der Nordhalbkugel weniger Tageslicht ankam, was im Norden zum Winter führte.

Im weiteren Verlauf des Jahres folgte nach der Hälfte des Videos das Äquinoktium im März 2011, danach neigte sich der Terminator auf die andere Seite und verursachte den Winter auf der Südhalbkugel – und Sommer im Norden.

Das aufgezeichnete Jahr endet wieder mit dem September-Äquinoktium, damit endete eine weitere von Milliarden Reisen, welche die Erde um die Sonne machte – und noch machen wird.

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Wolkenwirbel um Jupiters Süden von Juno

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Bildcredit: NASA, JPL-Caltech, SwRI, MSSS; Bearbeitung: Damian Peach

Beschreibung: Juno vollendete kürzlich ihren vierten engen Vorbeiflug an Jupiter. Die Robotersonde Juno verließ 2011 die Erde und erreichte Jupiter letzten Juli. Vor 11 Tagen vollendete sie ihren letzten elliptischen Orbit um den größten Planeten unseres Sonnensystems. Dieses Bild zeigt ein neues, hoch aufgelöstes Bild von Jupiters südlicher Halbkugel, das bei diesem Vorbeiflug entstand – eine faszinierende Darstellung wirbelnder Wolkensysteme. Der Terminator zwischen Tag und Nacht verläuft unten diagonal, also steht die Sonne rechts oben außerhalb des Bildes. Rechts unten ist das große orangefarbene Oval BA sichtbar. Der Ursprung der Details und Farben von Jupiters Wolkenwirbeln ist derzeit unbekannt. Junos Sechs-Jahres-Mission wird den Riesen Jupiter auf neue Art untersuchen und zu ermitteln versuchen, ob Jupiter unter seinen dicken Wolken eine feste Oberfläche hat.

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Raumstationsausblick: Planet und Galaxie

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Bildcredit: NASA, JSC, ESRS

Beschreibung: Was sehen Sie, wenn Sie die Erde an Bord der Internationalen Raumstation umkreisen? Einige erstaunliche Ausblicke, einer davon wurde Mitte 2015 auf diesem atemberaubenden Bild fotografiert.

Zuerst sind oben Teile der Raumstation zu sehen, zum Beispiel Solarpaneele. Gleich unter der Station verläuft das Band unserer Milchstraße, in der das kombinierte Licht von Milliarden Sternen leuchtet, stellenweise gedämpft durch Fasern aus dunklem Staub. Das Band aus rotem Licht knapp unter der Milchstraße ist Luftleuchten – dort wird die Erdatmosphäre von der Sonne angeregt und leuchtet in spezifischen Lichtfarben. Grünes Luftleuchten ist unter dem roten sichtbar. Natürlich steht da unsere Erde unter der Luft.

Der Terminator, der zwischen Tag und Nacht verläuft, ist am Horizont sichtbar. Wolken sprenkeln den Planeten, und das Licht eines hellen Blitzes ist rechts unten zu sehen. Astronauten aus der ganzen Welt genießen seit dem Jahr 2000 auf der Raumstation zwischen ihren Arbeitsblöcken Ausblicke wie diesen.

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Das X auf dem Mond

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Bildcredit und Bildrechte: Alessandro Marchini (Astronomical Observatory, DSFTA – Univ. von Siena), Liceo „Alessandro Volta“ Astronomiestudenten

Beschreibung: Das markante X auf dieser Mondlandschaft ist leicht mit Fernglas oder einem kleinen Teleskop sichtbar. Dennoch haben es noch nicht allzu viele Menschen gesehen. Der Haken daran ist, dass dieses Mond-X flüchtig ist – es erscheint nur wenige Stunden vor der zunehmenden Halbmondphase. Am Terminator entsteht die X-Täuschung durch eine Anordnung der Krater Blanchinus, La Caille und Purbach.

Der Terminator ist die Schattenlinie zwischen Mondtag und -nacht. Ein Astronaut in der Nähe dieser Krater würde kurz vor der zunehmenden Halbmondphase sehen, wie die Sonne sehr langsam am Horizont aufgeht. Vorübergehend wären die Kraterwände im Sonnenlicht, während die Kraterböden noch dunkel wären.

Vom Planeten Erde aus sieht der Kontrast aus hellen Wänden vor den dunklen Böden zufällig wie ein markantes X aus. Dieses scharfe Bild des Mond-X wurde am 6. Dezember 2016 etwa um 16:45 UT fotografiert. Wenn Sie mehr sehen möchten, folgen Sie der Mondschattengrenze, dann finden Sie auch das Mond-V.

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Raumstation über dem Mondterminator

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Bildcredit und Bildrechte: Dani Caxete

Beschreibung: Was ist da vor dem Mond? Die Internationale Raumstation. Mit präziser zeitlicher Planung wurde die Raumstation in der Erdumlaufbahn letztes Jahr vor dem teilweise beleuchteten Mond fotografiert. Das Bild wurde in Madrid (Spanien) mit einer Belichtungszeit von nur 1/1000 sec erfasst. Der gesamte Transit der ISS vor dem Mond dauerte etwa eine halbe Sekunde. Die in der Sonne funkelnde Station ist auf der dunklen Seite der Tag-Nacht-Linie zu sehen, die als Terminator bekannt ist. Viele runde Krater sind auf dem fernen Mond sichtbar, aber auch vergleichsweise raues, hell gefärbtes Gelände – die sogenannten Hochländer -, und relativ glatte, dunkle Bereiche, die als Maria bekannt sind. Online-Dienste verraten Ihnen, wann die Internationale Raumstation in Ihrer Gegend sichtbar ist.

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