
Nein, die Erde hat nicht vor kurzem sechs neue Monde bekommen! Dieses Weltraumbild ist eine Kombination mehrerer Bilder des Abendhimmels über dem südlichen Sizilien vom 19. April. Wir folgen Mond, Venus und den Plejaden, während die Dämmerung im Lauf der Aufnahmen zum Abend wird. Zwischen 2023 und 2029 „besucht“ der Mond die Plejaden einmal im Monat. Das liegt daran, dass sich die Plejaden in der Ekliptik, der Ebene des Sonnensystems, befinden. Im April 2026 kam bei ihrer himmlischen Begegnung auch noch die Venus dazu. Normalerweise sieht man sechs Sterne der Plejaden (Messier 45) mit freiem Auge. Weil man die Plejaden überall auf der Welt sieht, ranken sich zahlreiche Mythen und Legenden in vielen Kulturen um sie. Die Haudenosaunee in Nordamerika zum Beispiel sehen darin sechs Buben, die so begeistert tanzten, dass sie dabei in den Himmel abhoben. Astronom*innen fanden kürzlich Tausende weiterer Sterne in den Plejaden. Wir können also immer noch mehr über die Plejaden lernen, obwohl wir schon Jahrtausende zu ihnen hinaufblicken.






